Hundekrankenversicherung - empfehlung?

guten tag allerseits,

ich möchte für meinen hund eine krankenversicherung abschliessen und würde gerne wissen ob man mir eine empfehlen kann. - vor- u. nachteile oder sonstiges…

in diesem sinne, beste grüsse und vielen dank für auskünfte.

nina

Hallo Nina,

häufig wird empfohlen, statt einer Versicherung einen bestimmten Betrag, so um die 30 Euro, pro Monat auf ein „Tierarztsparbuch“ zurückzulegen. Ich finde diese Idee durchaus nicht schlecht.

Unser älterer Hund ist chronisch und schwer krank. Die Tierarztkosten sind wahnsinnig hoch, wenn wir nicht relativ gut verdienen würden, wären wir echt in Schwierigkeiten. Daher haben wir für unseren neuen Welpen eine Krankenvollversicherung abgeschlossen, und zwar bei der Agila, kostet etwas über 30 Euro/Monat und deckt auch Impfungen und Entwurmung bis zu einem gewissen Betrag ab.

Reine OP-Versicherungen gibt es bei einigen Anbietern, Vollversicherungen meines Wissens nur bei der Agila und einer anderen, deren Namen mir gerade nicht einallen will *altwerde*.

Mir hat nicht gefallen, dass die Versicherung ein Kündigungsrecht hat, denn ich befürchte, dass im Falle einer chronischen Krankheit die Versicherung sich schnell von dem Halter trennt. Andererseits - ein Unfall oder ähnliches kann schnell seeeeeehr teuer werden.

Erfahrungen mit der Schadensregelung habe ich (noch) keine.

Viele Grüße
Insel

Hallo,

meines Erachtens lohnen sich Krankenversicherungen für Tiere nicht. Die Versicherungen haben ein Kündigungsrecht, über das sie sich von allzu belastenden Patienten trennen können. Also gerade, wenn man sie am meisten bräuchte, fliegt man raus. Die Impfungen musst du sowieso bezahlten, entweder direkt beim Arzt oder indirekt über den Versicherungsbeitrag. Schließlich sind die Impfungen etwas, das regelmäßig kommt und damit von den Versicherungen in den Beitrag eingerechnet ist.

Als Beispiel für unsere Katzen:
unsere beiden Katzen sind 10 und 7 Jahre alt (den kleinen Neuen lassen wir mal außer acht). Eine einfache Krankenversicherung (über einen Online-Versicherungsmakler) kostet 170 Euro pro Jahr und Katze und hat 50 Euro Selbstbehalt pro Schadensfall. Für beide Katzen zusammen wären also inzwischen schon fast 3000 Euro angefallen. Soviel haben wir aber bisher noch längst nicht dafür an TA-Kosten gehabt. Mehr noch: Von dem, was wir an TA-Kosten hatten lag fast alles unter 100 Euro, wäre also zum größten Teil von uns selbst zu bezahlen gewesen (wg. Selbstbehalt). OK, wenn mal ne größere OP ins Haus steht, liegt man schnell auch mal über 1000 Euro. Nur, dass die o.g. Versicherung maximal 400 Euro pro OP-Schadensfall zahlt (also nicht pro OP!!). Impfen lassen wir sowieso nicht mehr jährlich. Kurz gesagt: Wir haben bis jetzt so grob geschätzt die Zuzahlung der Versicherung für mindestens 3 größere Schadensfälle eingespart.

Gruß, Niels

Hallo Niels,

meines Erachtens lohnen sich Krankenversicherungen für Tiere
nicht. Die Versicherungen haben ein Kündigungsrecht, über das
sie sich von allzu belastenden Patienten trennen können.

da die Versicherungen in erster Linie selbst verdienen wollen, machen sie von diesem Kündigungsrecht auch regen Gebrauch, sobald man die Versicherung in Anspruch nimmt und die Ausgaben höher oder ähnlich hoch zu werden drohen, wie die Einnahmen…habe dieses Kapitel auch schon hinter mir…deshalb Sparbuch anlegen.

Gruß
Maja

Hallo,

unser TS hat uns seinerzeit von einer solchen Versicherung abgeraten weil:

Impfungen meist nicht enthalten sind, Unfälle oft nicht gezahlt werden wegen der Schuldfrage, bei chronischen Krankheiten entweder die Kündigung kommt oder diese ausgeschlossen werden. z.B. eine vererbte Krankheit (ggf. HD, Epi) nicht gezahlt wird weil die Krankheit lt Versicherung nur für Krankheiten aufkommt, die nach Abschluß entstehen.
Und alle sonstigen Kosten, die dann überhaupt noch übrig bleiben werden nur zum Standardtarif abgerechnet. Also z.B. die NotOP am WoEnde in der Tierklinik wird nur zu dem Teil übernommen, den die OP beim TA in der Praxis normalerweise gekostet hätte.

Versicherungen, die er hätte empfehlen können, wären wiederum so teuer, das man das Geld besser auf die Seite legt für den Fall der Fälle. Also z.B. Sparbuch, wie schon genannt.