ich habe eine Freundin, die geradezu panische Angst vor Hunden hat und noch vor einem halben Jahr nicht einmal an einem angeleinten Pudel vorbeigehen wollte (sinnbildlich gesprochen). Inzwischen habe ich sie so weit, daB sie einigermaBen kontrolliert reagiert und nicht mehr in Panik ausbricht, Angst hat sie natuerlich trotzdem noch. Jetzt meint sie, sie haette sich so weit im Griff, daB sie sich eine Therapie zutrauen wuerde. WeiB jemand, ob es so etwas gibt und wo?
Behandeln so gut wie alle Psychotherapeuten unter dem
Stichwort „Konfrntationstherapie“.
Alles andere taugt nix
Wichtig ist es bei dieser Therpaie allerdings, nicht zu voreilig zu sein! Falsch wäre es z.B., auf einmal irgendwo hinzugehen, wo sehr viele Hunde sind und anzunehmen, die Angst würde dadurch verschwinden! Im Gegenteil kann sie dadurch u.U. noch schlimmer werden! Am besten wäre eine Therapie im Sinne der „Klassischen Konditionierung“, das heißt ein schrittweises Heranführen an den angsauslösenden „Gegenstand“, wobei man gleichzeitig positive Gefühle hervorruft (durch irgendwas, was derjenige mag).
Gruß, Galli
das Problem haben wir bereits gehabt. Nur bei dieser Frau war es noch schlimmer (Schweißausbruch beim Anblick eines 3 Monate alten Boxerwelpen, der auf dem Sofa lag). Der behandelnde Arzt sah als letzte Möglichkeit nur noch, Ihr einen Boxerwelpen „zu verschreiben“. Die Therapie hatte Erfolg. Diese Frau ist jetzt Mitglied in einem Schäferhund-Ortsverein und bildet ihren Boxer zum Schutzhund aus (geht auch zur Gruppe bei der Unterordnung, durch die der Hund geführt wird - also Hautkontakt mit den Hunden). Als ich sie später dahingehend befragte sagte sie mir, sie verstünde es jetzt nicht mehr, wieso sie so panisch reagiert hätte. Sie sagte: „Ich soll mir halt schon früher einen Boxer zugelegt haben“.