Liebe w-w-w-ler,
ich habe seit 11 Jahren einen Kater, den ich über alles liebe und an dem ich extrem hänge. Vor 3 Jahren mußte ich seinen Kumpel Benji einschläfern, mit dem er zusammen aufgewachsen ist. Die beiden haben sich abgöttisch geliebt und waren unzertrennbar. Leider wurde mir damals der „gute“ Rat gegeben, Foxi allein zu lassen, weil er zur Eifersucht neigt. Das hat sich als Fehler herausgestellt, denn Foxi wurde depressiv und hat eine chronische Blasenerkrankung bekommen (hatte schon mehrfach Harngries und Blasenentzündung), was für „weinende Seele“ steht. Ich habe mich deshalb entschieden, mir wieder eine zweite Mieze zuzulegen und habe seit ein paar Tagen eine „neue“ Katze.
Poldi ist 6 Jahre alt und ich habe sie unter etwas schrägen mständen „von Privat“, aber mir nicht bekannten Menschen bekommen. Die Kleine ist sehr lieb, aber extrem scheu, verstört und total verängtigt, verkriecht sich nur in allen Möglichen Löchern, frißt nicht, trinkt nicht, muckst sich nicht, kauert nur irgendwo und läßt sich nicht anfassen. Und sie ist sofort krank geworden. Seit Tagen fahre ich mit ihr täglich zum Tierarzt, jedes Mal hat sie um die 40 Grad Fieber. Es wurde ihr deshalb Blut abgenommen und ein Infektionsstatus erstellt.
Gerade habe ich telefonisch das Ergebnis der Blutuntersuchung meiner Poldi bekommen. Demnach ist für die Symptome (hohes Fieber [heute 39.6] und Nicht-Fressen-nicht-Trinken) keine erkennbare Ursache vorhanden, also wahrscheinlich eher psychosomatisch. Auch VIF und Leukose hat sie nicht. ABER einen Corona-Viren-Titer von 1:400, also an der Grenze von „erhöht“ zu „stark erhöht“, weitere Hinweise für den Ausbruch der Krankheit gibt es nicht, aber eben diesen doch schon deutlich erhöhten Titer.
Was habe ich von dem zu halten? Wie ich irgendwo gelesen habe, gibt es zwei Erreger, die sehr eng verwandt sind: Felines enterales Coronavirus (FECV) und felines infektiöses Peritonitis-Virus (FIPV). Gefährlich ist nur letzterer, der FIPV, der FECV ist harmlos. FIPV entsteht allerdings durch Mutation aus FECV. Angeblich haben 80 % der Katzen einen positiven Titer und nur wenige erkranken angeblich daran - insbesondere aber alte Tiere (mein Foxi ist 11 Jahren alt und ich hänge extrem an ihm) und Tiere mit viel Streß (die Umsiedlung zu fremden Menschen in fremde Umgebung und fremden Kater ist Streß pur für Poldi). Foxi ist zwar gegen VIP geimpft, aber wie man nur allzuoft hört und liest, ist diese Impfung weitgehend sinn- und wirkungslos. Gibt es irgendwelche Tests, den „guten“ und den „bösen“ Virus voneinander zu unterscheiden??
Was soll ich tun? Poldi und Foxi zusammenlassen und riskieren, daß beide an FIP sterben? Oder Poldi wieder hergeben?
Letzteres kann ich nicht oder nur sehr schwer, denn ich habe sie lieb gewonnen und eine abermalige Übersiedlung zu wieder neuen Menschen und wieder neuer Umgebung würde sie wahrscheinlich nicht verkraften. Aber Foxis Leben riskieren? Da werde ICH waaaaaaaaaaaaaaaaaaahnsinnig vor Angst!!! SCHEI… was soll ich nur tun???
Danke für jeden Tip und jede Hilfe!!! Mit Links auf englisch-sprachige Seiten kann ich allerdings wegen miserabler Englsich-Kenntnisse nix anfangen ;-((
Liebe, aber total verwirrte und verängstigte Grüße,
Nena mit Foxi und Poldi
)))))