Welche Hunderasse?

Liebe Experten,

ich hab da mal eine Frage an all die Wissenden unter Euch:

Meine Eltern sind vor kuzem umgezogen in eine Wohnung mit Balkon und Garten. Vom Vermieter ist die Haltung eines Hundes (solange nicht zu groß) erlaubt.
Wir hatten schon früher einen Hund (fast 13 Jahre lang) und jetzt, da wir Kinder außer Haus sind, wollen sich meine Eltern einen neuen Hund anschaffen.

Die Frage ist nun, was für einen Hund, welche Rasse?

Der Hund, den wir früher hatten, war ein recht großer Jagdhundmischling - sowas kommt in der Wohnung leider nicht in Frage…

Kennt jemand eine Rasse, etwa kniehoch, welche folgende Eigenschaften verbindet (ja, ich weiß, man kann nichts pauschalisieren - nur so als Anhaltspunkt…): ausgeglichen, „in sich ruhend“, genügsam, „Schnüffelhund“ (kein leidenschaftlicher Renner/Schoßhündchen), kurzhaarig und (ganz wichtig!) Schlappohren ?

Ich hätte da jetzt an Beagle/Beaglemischling gedacht… Hat da jemand Erfahrung, wär das was?

Wäre für Tips dankbar!

Grüße Christina

Damit scheidet Beagle aus…
Hallo Christina,

Kennt jemand eine Rasse, etwa kniehoch, welche folgende
Eigenschaften verbindet: ausgeglichen,
„in sich ruhend“, genügsam, „Schnüffelhund“ (kein
leidenschaftlicher Renner/Schoßhündchen), kurzhaarig und (ganz
wichtig!) Schlappohren ?

Aaaaalso: ausgeglichen, intelligent und kurzhaarig ist er schon, dummerweise ist ein Beagle ein Jagd-Wuffi (Laufhund) - dementsprechend quirlig - und braucht sehr viel Auslauf und Bewegung. Außerdem gehören die Herrschaften nicht unbedingt zu den leistesten schlappohrigen Vierbeinern, was dem Hausfrieden nicht unbedingt zuträglich ist.

Kurzum: einen Beagle würde ich in einer Stadtwohnung (trotz Garten) nicht halten.

Was gibt es da sonst noch Schlappohriges? *grübel*

Ciao

Tessa

stimmt wohl…
Hi Tessa,

stimmt, hatte auch Bedenken Richtung Lautstärke… Beagles rennen doch in ner Riesenmeute bei ner Jagdgesellschaft mit und Kläffen was das Zeug hält!

Tja, Satz mit X…

Grüße Christina

Hi Christina,

Cocker-Spaniel vielleicht? Sehr schlappohrig und nicht halbwegs so rennfreudig wie ein Beagle…

Gruß
Uschi

Warum überhaupt Rasse?
Hallo Christina,
jetzt habe ich hier schon so oft gelesen, welcher Rassehund denn in Frage käme. Muß es denn unbedingt einer sein? Warst Du mal in einem Tierheim. Hast Du mal gesehen, wie die Hunde sich freuen und am Gitter hochspringen, wenn sie merken, daß sich jemand für sie interessiert? Da sitzen die schönsten Kerlchen rum, die haben es sicher auch nötiger endlich einen Familienanschluß zu finden. Viele Tierheime bieten dazu an, sich an den Hund zu gewöhnen und erstmal regelmäßig mit ihm spazieren zu gehen, so lernt man ihn auch etwas besser kennen.
Ich bin der Meinung, die haben es verdient.
Tschüss
Merit

Schwierig…
Hallo Christina,

da hast Du uns eine schwierige Aufgabe gestellt. Meiner Erfahrung nach (die ich im Tierheim anhand von viiiielen verschiedenen Hunden gesammelt habe) sind gerade die kleineren Rassen oft die quirligeren, natuerlich nicht ausnahmslos, aber einen „in sich ruhenden“, reinrassigen, kurzhaarigen, schlappohrigen kniehohen Hund habe ich noch nicht getroffen. (Cockerspaniel haben recht langes Haar.)

Gerade unter den kleinen Hunden sind nun mal viele Terrierarten, die normalerweise recht quirlig und meist auch „langhaarig“ (d.h. struppig) sind, viele andere Klein- und Kleinsthunde sind dafuer bekannt, daB sie recht aufgeweckt sind, und Schlappohren gibt es auch eher unter groeBeren Hunden.

Nicht ganz kniehoch, sehr schlappohrig und recht ruhig sind Bassethounds, allerdings weiB ich nicht, ob die Eurem Schoenheitsideal entsprechen. Sehen recht plump aus, aber die zwei, die ich kennengelernt habe, waren recht liebe, genuegsame Zeitgenossen.

Ich kann mich hier nur der Meinung meiner Vorrednerin anschlieBen: geht doch mal in ein Tierheim, oft sieht man da einen Mischling, den man einfach ins Herz schlieBt, und vielleicht kann das Haar ja auch ein wenig laenger sein… Eine Bekannte von mir wollte unbedingt einen Hund mit haengendem Schwanz, damit sie das „Arschloch“ nicht sehen kann. Jetzt hat sie einen mittelgroBen Hund, der seinen Schwanz stolz erhoben traegt und sein „Arschloch“ zur Schau stellt, und seine Besitzerin ist ausgesprochen zufrieden mit ihm… Es kommt doch in erster Linie darauf an, ob die „Chemie“ zwischen Deinen Eltern und dem Hund stimmt. Und: wenn Ihr einen ausgewachsenen Hund zu Euch holt, wiBt Ihr schon, was Ihr von dem Hund zu erwarten habt, was bei einem Welpen nicht immer der Fall ist.

Viel Glueck
und halt uns auf dem Laufenden :o)

Sylvia

Hi Merit,

also, ich weiß, das wird jetzt hier auf herbe Kritik stoßen, aber für mich, wie für meine Eltern käme ein (erwachsener) Tierheimhund nicht in Frage.
Warum?
Weil man ihn einfach nicht wirklich kennt, sowie man einen Hund kennt, den man vom Welpenalter an bei sich hat, den man hat aufwachsen sehen und den man mitgeprägt hat. Für uns wäre einfach nicht dieses absolute Vertrauen da, wie bei unserem ersten Hund. Die Tiere aus dem Tierheim haben viele (oft schreckliche) Erfahrungen gemacht, von denen man nichts weiß und auch wenig Ahnung hat, ob die nicht in irgendeiner Situation wieder plötzlich zum Vorschein kommen… Wir glauben eben, auch nach Jahren kennt man solch einen Hund nicht wirklich.
So, damit will ich hier nicht die ultimative Meinung/Wahrheit posten, sicher gilt sie nicht für die Mehrheit unter den Tierfreunden und vielleicht ist sie auch falsch, aber bei bestimmten Dingen muß man halt der ureigenen Intuition folgen…

Und natürlich ist mir bewußt, daß sich die Hundis im Tierheim über neue Besitzer „tierisch“ freuen würden und jeder, für den so ein Tier in Frage käme, sollte es aus dem Tierheim holen.
Auch ich würde am liebsten alle Hundis aus Herrrchen gesucht adoptieren…:wink:

So, war jetzt ne Menge nebenher, wollt ich halt mal loswerden…

Zur Rasse: Klar bin ich für Mischlinge, wir hatten ja früher auch einen! Es ist halt so, daß meine Eltern ganz bestimmte Vorstellungen über ihren neuen Hund haben, auch , damit dieser gut zu ihnen passt (=nicht unglücklich ist/wird). Früher waren wir der ideale Besitzer für fast jeden Hund (Familie mit Kindern, immer was los, Haus, großer Garten…), jetzt ist die Situation spezieller…
Ein Rassehund ist halt (in Grenzen) in seinen Eigenschaften doch vorhersehbarer als ein Mischling, bei nem guten Züchter kann man die Elternteile besichtigen und auch sehen, wie sie ihre Eigenschaften vererben (schon vorher vererbt haben). Bei uns kommt nur ein Welpe in Frage, dei Vorstellungen sind recht spezielle - da wärs schon gut wenn man wenigstens im Ansatz weiss, was später draus wird…

Gut, ne Menge geschrieben, hoffe habe meinen Standpunkt klar gemacht

Liebe Grüße

Christina

Ihr seid doch Experten :wink:
Hi Sylvia,

ist richtig, eigentlich suchen wir einen kleineren Hund mit den Eigenscaften eines großen *g* (wenn ich hier „klein“ sage, dann meine ich nicht schoßhundklein - etwas kleiner und zierlicher als Labrador ist okay…)
Im Grunde sind wir Fans von großen Hunden, aber das geht halt nicht…
Zum Thema Tierheim hab ich Merit was geschrieben…

Wahrscheinlich läufts so wie du geschrieben hast - meine Eltern verlieben sich einfach in irgendein Hundi…

Die Hunde, die häufig aus Spanien kommen, wären vielleicht was - sehen aus wie schlankere Dingos (ist das ne Rasse?wie heißt die?) - haben zwar keine Schlappohren, aber ansonsten… schade, daß es die selten als Welpen gibt…

Suche geht weiter

Liebe Grüße Christina

Hallo Christina,
wollte Dir mal einen Vorschlag machen. Bei fast 400 Hunderassen weltweit, ist es natürlich schwierig den geeigneten Hund zu finden, zumal Ihr noch genaue Vorstellungen von dem Selben habt und es soll ein Welpe sein.
Schau doch mal hier herein

hptt://www.VDH.de

Die können euch bestimmt weiterhelfen.

Ich persönlich würde einen deutschen Pinscher vorziehen. Aber wie gesagt. Schau mal in den VDH hinein, hier findest Du direkt auch die passenden Züchter dazu.

Gruss - BelRia

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

wuerde dir diese Rasse zusagen (ohne Schlappohren und Kurzhaar aber mit dem passenden Charakter):

http://www.elo-hunderasse.de/info.html

Gruss, Niels

Hallo Christina,
wollte Dir mal einen Vorschlag machen. Bei fast 400
Hunderassen weltweit, ist es natürlich schwierig den
geeigneten Hund zu finden, zumal Ihr noch genaue Vorstellungen
von dem Selben habt und es soll ein Welpe sein.
Schau doch mal hier herein

http://www.VDH.de

Die können euch bestimmt weiterhelfen.

Ich persönlich würde einen deutschen Pinscher vorziehen. Aber
wie gesagt. Schau mal in den VDH hinein, hier findest Du
direkt auch die passenden Züchter dazu.

Gruss - BelRia

Liebe Experten,

ich hab da mal eine Frage an all die Wissenden unter Euch:

Meine Eltern sind vor kuzem umgezogen in eine Wohnung mit
Balkon und Garten. Vom Vermieter ist die Haltung eines Hundes
(solange nicht zu groß) erlaubt.
Wir hatten schon früher einen Hund (fast 13 Jahre lang) und
jetzt, da wir Kinder außer Haus sind, wollen sich meine Eltern
einen neuen Hund anschaffen.

Die Frage ist nun, was für einen Hund, welche Rasse?

Der Hund, den wir früher hatten, war ein recht großer
Jagdhundmischling - sowas kommt in der Wohnung leider nicht in
Frage…

Kennt jemand eine Rasse, etwa kniehoch, welche folgende
Eigenschaften verbindet (ja, ich weiß, man kann nichts
pauschalisieren - nur so als Anhaltspunkt…): ausgeglichen,
„in sich ruhend“, genügsam, „Schnüffelhund“ (kein
leidenschaftlicher Renner/Schoßhündchen), kurzhaarig und (ganz
wichtig!) Schlappohren ?

Ich hätte da jetzt an Beagle/Beaglemischling gedacht… Hat da
jemand Erfahrung, wär das was?

Wäre für Tips dankbar!

Grüße Christina

Hi!
Auch noch mal meinen Senf dazu: die Beagles kenn ich zwar nicht
so gut - aber genau das - lauffreudig - rennen auch mal gerne
weg - hab ich auch gehört.
Cocker finde ich auch gut, die sind sehr lieb und schlappohrig.
Ich hab mich ja schon als Labbi-Fan geoutet, wem ca. 55 cm nicht
zu groß ist - kommt ja darauf an, wo man sein Knie hat :wink: ist
das auch eine absolut liebenswerte und gut zu haltende Rasse.
Aber man sollte absolut darauf achten, wo man seinen Hund kauft
und bedenken, dass grössere Rassen oft mit Erbdefekten, wie HD und PRA etc. behaftet sein können. Ein guter Züchter läßt das
bei den Elterntieren untersuchen und verlangt auch vom Käufer
im entsprechenden Alter die entsprechenden Untersuchungen. Garantie hat man nie … aber man kann schon einiges im Vorfeld
abchecken.
Liebe Grüße
Uschi

Tierheim-Hunde
Hallo Christina,

schon im voraus: ich fuerchte, daB diese Email bei einigen im Forum nicht so gut ankommt, aber: Du schreibst, daB Du einen Tierheimhund nicht kennenlernen kannst, auch wenn Du ihn jahrelang bei Dir hast. Das ist, mit Verlaub gesagt, Bloedsinn. Wenn ein solcher „adoptierter“ Hund Probleme hat, dann bemerkt Ihr das schon, keine Sorge. Wenn Ihr in ein vernuenftiges Tierheim geht, dann geben die Euch auch keinen solchen problematischen Hund mit, wenn Ihr vorher deutlich sagt, daB das fuer Euch nicht in Frage kommt. Und den Hund, den Ihr dann mitnehmt, den lernt Ihr hundertprozentig kennen, da hab mal keine Sorge.

Meinst Du, ein Welpe hat noch kein „Vorleben“ gehabt? Der ist auch mindestens acht Wochen lang irgendwo gewesen (im Idealfall beim Zuechter zu Hause, im unguenstigen Fall irgendwo in einem Zwinger mit Betonboden, ohne Kontakt zu Menschen oder seiner Umwelt). Das weiBt Du aber nicht, wenn Du den kleinen niedlichen Hund mit nach Hause nimmst. Wenn Dein Welpe aber aus einer schlechten Umgebung kommt und keine sozialen Erfahrungen gemacht hat, dann kannst Du mit ihm spaeter auch unangenehme Erfahrungen machen. Der Unterschied ist, daB das beim Welpen fuer Unerfahrene meist nicht zu erkennen ist, wohingegen bei einem erwachsenen Hund viele Eigenschaften schon ausgepraegt und damit oft auch bekannt sind. Natuerlich sollte man sich im Tierheim ueber das in Frage kommende Tier informieren und nicht einfach nach Aussehen urteilen, und wenn man den Hund dann noch unter Aufsicht kennenlernen darf, hat man im Normalfall einen sehr guten Eindruck von dem, was da „auf einen zukommt“ (eben, Intuition ist da wichtig!).

Ich will hier nicht gegen Zuechter im allgemeinen reden, aber ich wollte nochmal was gegen diese Vorurteile sagen, die den Tierheimhunden immer wieder (und in vielen Faellen grundlos) entgegenschlagen. Im uebrigen kann man auch im Tierheim einen Welpen holen, wenn’s denn unbedingt sein muB ;o)

Ich hoffe, das kommt jetzt so an, wie es gemeint ist, ich will keinem auf die FueBe treten, aber ich hoffe halt immer, daB ich meine Erfahrung aus der Tierheimarbeit doch weitergeben kann…

Sylvia

Hi Sylvia,
habe deine Meinung mit Interesse gelesen und kann sicher nicht mit deiner (Tierheim-)Erfahrung konkurrieren, wollte nur noch mal klarmachen:

Wenn ich sage, wir wollen einen Welpen, dann nicht, weil die „problemlos“ und niedlich sind (das wäre ein dummer Ansatz, schließlich lebt man die längste Zeit mit dem erwachsenen Tier…), sondern weil wir nur dann das Gefühl hätten, daß ist wirklich „unser“ Hund. Das läuft so ähnlich wie mit einem Kind, schließlich bezeichnet man einen Hund nicht umsonst als „Familienmitglied“. Was dann aus dem Welpen letztendlich wird, ob Problemhund oder nicht, ist natürlich nicht 100%ig vorherseh- oder steuerbar, doch das Vertrauen und die Toleranz gegenüber Unzulänglichkeiten ist bei weiten größer als gegenüber einem adoptierten Hund.
Wie beim eigenen Kind akzeptiert man auch leichter die möglichen Schwächen - wir würden unseren Hund, ist er einmal bei uns aufgewachsen, niemals wegen irgendwelcher „Fehler“ (solange sie nicht krankhaft sind) wieder weggeben…
Ich bin der Meinung, deswegen tendieren viele zukünftige Hundebesitzer zu einem Welpen… nicht weil sie „niedlich“ sind, sondern wegen oben genannter Punkte (natürlich gibts da Ausnahmen, doch diese sollten sich lieber nochmal überlegen, ob ein Hund für sie das Richtige ist…)

Also: Verständnis für Leute, die lieber einen Welpen haben wollen - denn diese sind nicht immer blauäugig und/oder verantwortungslos… (auch wenn ein solcher Wunsch gegenüber den vielen herrchensuchenden Hunden im Tierheim grausam erscheint und Leute, die mit solchen Tieren zu tun haben, natürlich alles versuchen, um diese zu vermitteln (verstehe ich natürlich auch…)).

Liebe Grüße
Christina