Tierschutzgesetz in Bezug auf Katzen

Von: , Frage gestellt am Do, 4. Nov 1999

Hallo Rassekatzen-Liebhaber und Züchter,

der Sachverständigenausschuß beim BML hat sein Gutachten zum § 11b dem Ministerium im Sommer vorgelegt und der Herr Bundesminister hat dies Gutachten inzwischen gebilligt. Damit ist für alle Katzenzüchter verbindlich, daß z.B. kein Elterntier ohne eindeutiges Identifizierungsmerkmal ( CHip oder Tätowierung ) mehr verpaart werden darf. Ferner muß eineUltraschalluntersuchung auf PKD vorliegen. Beides muß im Stammbaum der Eltern eingetragen werden. Der Stammbaum muß fälschungssicher sein ( eingeschweißt )
Ein Jungtier muß vor Abgabe an den Käufer vom Züchter gechipt werden. Die Chipnr. muß im Stammbaum eingetragen werden. Erst wenn 3 Generationen durch die Ultraschalluntersuchung gegangen sind, kann davon ausgegangen werden, daß kein PKD-positives Tier aus Versehen "negativ" getestet worden ist.
Den Katzenvereinen wird im gutachten empfohlen, Vorkehrungen zu treffen, daß alle
Katzen mit Chip versehen werden und zu jedem Tier ein Ultraschallergebnis vom Züchter vorgelegt wird und vom Verein gespeichert wird, damit die Tiere, die fälschlicherweise negativ begutachtet worden sind in der nächsten Generation auffallen und nachträglich aus der Zucht genommen werden kann.
Bitte kaufen Sie nur von solchen Züchtern eine Rassekatze, die Ihnen die PKD-Untersuchungen und die Kenntlichmachung durch Chip auf dem fälschungssicheren Stammbaum nachweisen können.
Den Amtstierärzten ist die Handhabung in einer allgemeinen Verwaltungsvorschrift inzuwischen bekannt und sie wird in ganz Deutschland gehandhabt
grüsse

Winfried

19 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde hilfreich
    Re: Tierschutzgesetz in Bezug auf Katzen

    Hallo Winfried,

    mal ganz abgesehen davon, dass ich nie eine Katze beim Züchter kaufen würde, da es im Tierheim mehr als genug (auch immer mehr Rasse-) Katzen gibt, was ist PKD???

    Gruss,
    Lola

    • Antwort von nach 3 Stunden hilfreich
      Re^2: Tierschutzgesetz in Bezug auf Katzen

      Das heißt "polycistic kidney disease", also eine Nierenkrankheit, die hauptsächlich bei persern aufritt und vererbt wird, also nicht ansteckend ist. Züchter wissen schon, worum's geht. Diejenigen aber vielleicht nicht, die ihre (Rasse-)Katze ins Tierheim abschieben!
      Gruß
      Carmen

      • Antwort von nach 17 Stunden hilfreich
        Re^3: Tierschutzgesetz in Bezug auf Katzen

        Hallo Carmen, Züchter wissen schon, worum's geht.
        Diejenigen aber vielleicht nicht, die
        ihre (Rasse-)Katze ins Tierheim
        abschieben!
        Wobei ich davon ausgehe, dass viele der Rassekatzen (vor allem Perser) die ins Tierheim abgeschoben werden, auch bei einem Züchter gekauft wurden. Du solltest Dich wundern, wie viele Tiere mit Stammbaum es da gibt!!! Wahrscheinlich war den Erwerbern die tägliche Fellpflege doch etwas zu viel!
        Das kommt dabei raus, wenn die Leute sich unbedacht eine "Vorzeigekatze" zulegen.
        Das wird immerhin bei den Tierschutzorganisationen vermieden, weil sie genau prüfen, an wen sie ein Tier abgeben.

        Gruss,
        Lola
        *dieübrigenszweiKatzenausdemTierheimhat

    • Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
      Re^2: Tierschutzgesetz in Bezug auf Katzen

      Hallo Lola,
      Du weißt ja jetzt ungefähr, was PKD bedeutet. Es ist immerhin eine Erbkrankheit, die heute so verbreitet bei Katzen ist, daß z.B. ohne Test vor der nächsten Verpaarung von Zuchttieren, in ca 2 Jahren alle Perserkatzen davon betroffen sein würden. Aber nicht nur Perserkatzen sind davon betroffen. Es gibt kaum noch eine Katzenrasse, die bisher nicht PKD kranke Tiere aufweist. Das ist der Grund, warum heute verantwortungsbewußte Züchter und Katzenvereine alles daran setzen, diese Erbkrankheit schnellstens auszurotten.

      Deine Meinung, keine Katze bei einem Züchter zu kaufen in allen Ehren. So wie Du dies emotional erklärst, steckt wohl wenig Sachkenntnis hinter Deiner Aussage. Tatsache ist, es gibt sowohl für die sog. "Bauernhofkatze" wie für alle "Rassekatzen" ein Publikum und Liebhaber. Da Rassekatzen nur über eine gezielte Zucht ihre rassetypischen Merkmale zeigen, braucht es dafür auch Züchter. Das ist aber doch bei allen Tier- und Pflanzenarten so. ( oder ißt Du nur selbstgesammelte Wildkräuter und schießt Dir dein Schwein im Wald selbst?)

      Ich wünsche Dir jedenfalls weiter viel Freude an Deinen Tieren und jedem Anderen an seinen Stubentigern, ohne Präverenz der einen oder anderen Katzenart.

      Winfried [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

      • Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
        Re^3: Tierschutzgesetz in Bezug auf Katzen

        Hallo Winfried,

        ich gebe gerne zu, dass ich bei diesem Thema sehr emotional reagiere.
        Ich stehe nun mal auf dem Standpunkt, dass es weiß Gott schon genug Katzen(-Leid) gibt und dass, bevor nicht die letzte Katze aus dem Tierheim ein gutes Zuhause gefunden hat (was wohl etwas utopisch ist:-(), keine neuen Katzen gezüchtet werden sollten.
        Ist es denn unbedingt nötig, dass neue Rassen gezüchtet werden, wo man nur von einer Qualzucht reden kann??? Muss es sein, dass Perser mit einem soo extremen Überbiss gezüchtet werden, nur um den sogenannten Rassestandards zu entsprechen??? (Was dann zu einem verkürzten Augen-Nasengang führt und die Tiere ständig Triefaugen haben.)
        Muss es auf der Welt unbedingt nackte Katzen geben, die gegen Sonnenbrand mit Sonnenmilch eingerieben werden müssen???
        Oder Katzen mit einem Fell wie ein Pudel???
        Das sind nur einige Beispiele...
        Diese Katzenarten sind in der freien Natur so nie vorgekommen. Ein "Verdienst" der Züchter!
        Ich möchte Dich hier nicht persönlich angreifen, aber Du siehst wohl, dass Du bei mir einen wunden Punkt getroffen hast.
        Bin nun mal einfach nicht gut auf Züchter zu sprechen...

        Trotzdem einen lieben Gruss,
        Lola

        • Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
          Re^4: Tierschutzgesetz in Bezug auf Katzen

          Hallo Lola,

          ich bin da ganz Deiner Meinung. Wie üblich macht sich der Mensch mal wieder zum Maß der Dinge, indem er bestimmt was eine gut (rassegemäße) Katze ist und was nicht. Ob die Katze dadurch überlebensfähig ist oder nicht, ist egal. Unsere Katze kann das ganze Jahr hindurch nach draussen und macht auch an bitterkalten Tagen gebrauch davon. Ihr langes Fell pflegt sie sich selber, wir müssen nur alle paar Wochen mal mit der Bürste durch (im Frühling öfter).

          Viele Rassekatzen können dagegen ohne den Menschen nicht mehr überleben und es breiten sich Erbkrankheiten aus und das sind dann die "Edelkatzen".

          Niels

          • Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
            Re^5: Tierschutzgesetz in Bezug auf Katzen

            Hallo Niels,

            Das ist aber ganz tief aus der emotionalen Mottenkiste geholt. Woher beziehst Du denn Deine Kenntnis? Übrigens gibt es die PKD nicht nur bei Katzens, sondern bei Mensch und Schwein und Pferd. Sind die deshalb vergleichbar mit "Edelkatzen"????
            Mach Dich doch vor einem Kommentar aus dem Bauch heraus einmal schlau. Das ist im Internet möglich. Ohne sich so zu blamieren, wie Dein Beitrag es gerade getan hat.


            Grüsse


            Winfried [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

            • Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
              Re^6: Tierschutzgesetz in Bezug auf Katzen

              Hallo Winfried,

              ich weiss jetzt wirklich nicht, warum ich mich damit blamiere, dass ich gesunde, überlebensfähige Katzen wünsche. Du wirst kaum bestreiten können, dass bestimmte Züchtungsmerkmalen nicht nur bei Katzen zu degenerativen Veränderungen führen (Hunde => HD).
              Da werden bestimmte optische Merkmale als wertvoll herangezüchtet, ohne Rücksicht darauf, ob die Katze ständig Triefaugen hat oder der Hund nach ein paar Jahren kaum noch laufen kann.
              Würde man der Katze ihre normale Kopfform lassen und dem Hund nicht dieses unnatürliche Körperhaltung anzüchten, gäbe es zwar immer noch diese Krankheiten, aber sie würden eben nicht mehr gefördert.
              Wenn man dann noch behauptet, die Züchter würden mit ihren Kontrollen dafür sorgen, dass die Krankheit eingedämmt wird, dann ist das in meinen Augen blanker Hohn!! Vielleicht soll der Hund auch noch dankbar dafür sein, dass er dann operiert wird, und sein Leiden damit gelindert?

              Niels

            • Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
              Re^7: Tierschutzgesetz in Bezug auf Katzen

              Hallo Niels,

              Du hast meine volle Zustimmung!

              Aber das wird den Züchtern wohl wieder gegen den Strich gehen;-)))

              Da prallen zwei Welten aufeinander und ich sehe nicht, wie wir da auf einen Nenner kommen sollten...

              Uns steht halt das Wohl des Tieres an erster Stelle!

              Lieben Gruss,
              Lola



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