MKS-Impfung

Hallo,

nur aus Interesse: Weiß jemand, warum die Impfung gegen MKS so merkwürdig problematisch ist, dass sie genehmigt werden muss.
In den Nachrichten fiel mir das immer wieder auf. Eigentlich müsste es doch ganz einfach sein: Impfen und weiter nichts. Warum ist das nicht so?

fragt

Thomas Miller

Hallo Thomas Miller,

da tipp ich Dir ein Stück Süddeutsche Zeitung ab:

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SCHUTZIMPFUNG GERÄT ZUM SICHERHEITSRISIKO

[…] Die Tiere wurden mit abgeschwächten MKS-Erregern geimpft, damit sie Antikörper gegen die Seuche bilden können. Dabei besteht aber die Gefahr, dass die Erreger nicht ausreichend abgetötet wurden und ungeschützte Tiere angesteckt werden könnten. […]

Seit 1992 wird die vorbeugende Impfung gegen die Maul- und Klauenseuche in der EU nicht mehr praktiziert. Nacht Angaben des Bundes-Verbraucherschutzministeriums entwickeln die Tiere durch die Impfung zwar Antikörper. Aber man kann nicht mehr unterscheiden, ob das Tier Kontakt mit dem Virus oder nur Kontakt mit dem Impfstoff hatte. Dadurch wird die Bekämpfung der Suche erschwert. Die geimpften Tiere erkranken selbst nicht mehr, können das Virus aber unerkannt weiter beherbergen und so andere Tiere infizieren. […]

SZ von heute

Viele Grüße
Gitte

Hallo Thomas Miller,

danke schön, Gitte!

Erschöpfend beantwortet.

Liebe Grüße

Thomas

hallo thomas,

neben dem von gitte schon beantworteten aspekt gibt es noch einen weiteren, der gegen mks-impfungen spricht:

mks tritt mit verschiedenen virenstämmen auf (ähnlich wie influenza). gegen eine virengruppe geimpfte tiere können dann trotzdem von einem anderen nicht geimpften virenstamm befallen werden.

Hallo, miteinander,

entschuldigt, aber diese Diskussion regt mich auf!!
Warum bitte gab es zu den Zeiten, als geimpft wurde, k e i n e MKS? Warum wird nicht alles unternommen nicht nur den armen Viechern sondern auch den betroffenen Besitzern zu helfen?? Es spielen sich Tragödien ab. (Ich für meinen Teil fürchte, daß es wieder um den üblichen Hintergrund geht: Geld!)

Tschüß Lilo

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Liebe Lilo,

ich habe gar nichts bewertet und die anderen - glaube ich - auch nicht. Es handelte sich lediglich um eine reine Information. Ethik war nicht das Thema. Grundsätzlich würde ich die also zustimmen, ohne jetzt die Einzelheiten zu diskutieren. Die ethische Seite ist nämlich verflucht kompliziert.

Alles Gute

Thomas Miller

Hallo, miteinander,

entschuldigt, aber diese Diskussion regt mich auf!!

dieser satz und das nachfolgende posting regt mich wiederum auf!

Warum bitte gab es zu den Zeiten, als geimpft wurde,

welche zeiten waren das? präzisiere bitte!

k e i n

e MKS?

auch in den letzten 10 - 20 jahren (je nach region) gab es trotz KEINER impfung keine mks.

Warum wird nicht alles unternommen nicht nur den armen

Viechern sondern auch den betroffenen Besitzern zu helfen?? Es
spielen sich Tragödien ab.

du hast doch die oberen postings gelesen? da wird zumindest einmal erklärt, welche probleme impfungen verursachen. und ich kann dir versichern, es wird verdammt viel getan, um mks zu verhindern. gestern z.b. habe ich gehört, es gäbe in holland neue testmöglichkeiten, um geimpfte von mks-befallenen tieren zu unterscheiden. diese tests werden aber erst im herbst serienreif.

(Ich für meinen Teil fürchte, daß

es wieder um den üblichen Hintergrund geht: Geld!)

da hast du völlig recht, es geht immer um geld! mir stellt sich aber die frage, welches du meinst: das der bauern, der chemischen industrie, der behörden, oder um deines, das der konsumenten?

Lieber Thomas,

Danke für Deine Antwort. Nein, von Ethik war nicht die Rede - - - eben!
Aber Du hast recht, das Thema Ethik hier zu erörtern würde den Rahmen sprengen, obwohl es ja sehr interessant wäre!!

Auch für Dich alles Gute,

Lilo

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Hallo, Antennaria

danke für Deine Antwort.

Wann und wo die Seuche durch Impfungen verhindert wurde?
Anfang der 60er Jahre gab es in meinem Heimatdorf MKS. Soweit ich mich erinnere in der ganzen DDR. Es wurden die üblichen seuchenhygienischen Maßnahmen durchgeführt und versucht alle Tiere auf einmal zu infizieren, damit alles schnell vorüber ging. Getötet wurden nur solche Tiere, die zu schwer erkrankt waren, also aus tiermedizinischen Gründen. Die anderen wurden wieder gesund. Seit dieser Zeit wurde in der DDR flächendeckend geimpft und es kam nur zu sporadischen Ausbrüchen der Seuche, die man aber schnell in den Griff bekam. Seit 1990 oder 91 wurde nicht mehr geimpft.

Warum dennoch in diesen 10 Jahren keine MKS auftrat?
Weil die Seuche immer nur aller paar Jahre kommt.

Ob ich die postings gelesen habe? Aber freilich, besonders den Zeitungsbericht, das war ja einer der Gründe, warum ich mich aufgeregt habe.

Wer nun von der „Marktbereinigung“ so sehr profitiert, würde ich auch gerne wissen!!

Übrigens habe ich mich inzwischen ein bißchen schlau gemacht: Laut Prof. Dr.Dr. Straub aus Tübingen steht z.Z. ausreichend Impfstoff für eben diesen, unsere Tiere bedrohenden Virus zur Verfügung.
Also, warum wird so lange gezögert??
Daß durch Impfungen andere Tiere infiziert werden können habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gehört!

Gruß Lilo

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Das Thema find ich interessant, obwohl ich darüber keine Ahnung
habe. Deshalb habe ich letzte Woche meinen Biobauern gefragt.
Der sagte, die EU habe die Impfungen verboten, weil die Eng-
länder ihr Fleisch in die USA liefern wollten und die USA keine
geimpften Tiere importiert. Mag sein aus den oben genannten Gründen.
Außerdem meinte er, früher habe es auch MKS gegeben. Dann wurden
die Tiere „gepinselt“. Einige sind wohl gestorben, aber die es
überlebten, waren danach immun.
Liebe Grüße
Uschi

Hallo Uschi,

genauso ist es. Ich meine nur, wenn niemand gegen diesen Keulungswahnsinn protestiert, wird es ja den entsprechenden Behörden zu leicht gemacht. Es gibt jetzt aber schon recht vernünftige Stimmen, die sagen, daß die Keulung allein auch nichts bringt. Aus verständlichen Gründen ist eine flächendeckende Impfung etwa in ganz Europa sinnlos, da es sich dann gewiß um verschiedene Virustypen handelt. Aber z.B. in Deutschland, wenn man den Virus kennt und genug Impfstoff vorhanden ist, ist mir unverständlich, warum man zögert. Die Gefahr, daß man geimpfte Tiere nicht mehr von erkrankten unterscheiden kann, muß anders geregelt werden. Da muß man warten, aber dann kann man das Fleisch halt nicht verkaufen - und da liegt der Hase im Pfeffer!

Liebe Grüße
Lilo

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Hi Lilo!
Also mein Biobauer sagte außerdem, er würde im Moment gar nix gegen die MKS machen, außer die betroffenen Höfe unter Quarantäne zu stellen. Dann schauen, was übrig bleibt und deren Nachkommen impfen. Wie wäre das dann mit den versch. Virus-Typen?
Sicher könnte das bei den Massentierhaltungen ein ziemlich großer Verlust werden. Die Keulungen sind das aber auch. Letzte Woche hatte er übrigens auch kein Schweinefleisch mehr. Er wollte eines schlachten lassen, bekam aber keinen Transport genehmigt. Wenigstens hatte das Schwein Schwein :smile:
Liebe Grüße
Uschi

Hallo, Uschi,

das ist vom Standpunkt eines Biobauern absolut folgerichtig. Und der Verlust wäre gar nicht so groß, ich glaube es sterben unter 10 % der Tiere an der MKS. Jedenfalls steht die Zahl der Tiere, die an MKS sterben in keinem Verhältnis zu diesem „Morden“.
Die Zeit, abzuwarten, bis die Seuche „durch“ ist, wie es früher war, wird ihm niemand geben.
Aber es könnte ehe sie ausbricht in 1/2 Tag (!!) die Art der Viren, die auf ihn zukommen bestimmt werden und so viel ich weiß einen Tag später geimpft werden, wenn der Virusstamm in der Vakzinebank vorhanden ist, praktisch sofort. Und das ist im Moment der Fall!
Freilich kann er jetzt keine Tiere transportieren, das ist auch verständlich
.Wir wollen alle den Daumen halten, daß sich die Lage beruhigt.

Viele Grüße

Lilo

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Vielen Dank Lilo!
Aber dann ist es eigentlich umso unverständlicher, dass so viele
Tiere gekeult werden.
Liebe Grüße
Uschi