Ja, ja, so ab und zu muessen unsere Schatzchen mal zur Wurmkur. Das ist das Furchtbarste, das Schrecklichste was man sich vorstellen kann. Aber nicht fuer unsere Suessen, NEIN! Fuer uns selber!
Die Kleine bekommt entweder ein paar Tabletten oder Paste. Die muessen wir ihr irgendwie unterjubeln. Und da liegt das Problem. Es soll Katzen geben, bei denen das
unproblematisch ist, ich habe nur noch keine solche kennen gelernt.
Hier der normale Ablauf:
Der Tierarzt gibt unserem Kobold die erste Tablette. Dabei muessen wir gut zusehen, um zu lernen wie’s geht: Maeulchen auf, Tablette rein, Hals massiert, das wars. Wir kommen nach Hause und schon mit dem Maeulchen auf wirds ein
Problem. Wie war das? Hinten leichten Druck auf den Unterkiefer und das Maeulchen geht ganz von alleine auf. Nach einigen Fehlversuchen dann tatsaechlich der Erfolg, der Weg ist frei! Schnuffel wird zwar unter dem Fell blaue Flecken haben, vermutlich sind unsere Haende deswegen so zerkratzt, aber der Zweck heiligt die Mittel!
Irgendwie schaffen wir es dann die Tablette rein zu manoevrieren. Maul zu, Hals massiert und das wars. Aber denkste! Einen Augenblick spaeter liegt eine
eingesabberte schlonzige Pille auf dem Fussboden.
Na gut, Methode „Pille im Leberwurstbaellchen“ anwenden. Klasse: sie nimmts ohne Probleme. Doch was ist das? Da ist die Pille wieder. Jetzt haengt auch noch etwas
Leberwurst dran. Man mag sie schon gar nicht mehr anfassen. Aber wir sollten uns nicht dazu verleiten lassen, eine neue zu nehmen. Darauf spekuliert Miezi ja. Irgendwann sind keine
mehr da und sie hat gewonnen.
Nun ja, also die Pille zerbroeseln und unters frische Futter mischen. Das wuerde ja auch klappen, wenn da nicht das vertrocknete alte Futter vom Vortag stuende, das der
Mieze ploetzlich fantastisch zu schmecken scheint. Tatsaechlich bedenkt sie uns aber mit dem typischen Warum-tust-du-mir-das-an-Blick und so langsam meldet sich
unser Gewissen „ist das wirklich noetig?“ „sie hatte doch noch nie Wuermer“ „eigentlich ist es ja Tierquaelerei“ „bei meinem Dilettantismus muss es die reinste Folter fuer
die arme sein“… Diesen Gedanken duerfen wir nicht nachgeben!!
Also auf stur schalten, altes Futter weg, nur das Futter mit Pille anbieten. Soll sie doch verhungern. Und dann spielt Mieze all ihr Koennen aus! Anklagende Blicke, das
„stumme Miau“ (eine besonders wirksame Methode), sanft um die Beine schleichen oder einfach nur stundenlang vorm Napf sitzen bleibe. Selten haben wir die Suesse so
leiden gesehen wie in den Augenblicken, in denen ihr Futter durch eine Tablette ungeniessbar wurde.
Da hilft nur resignieren: Nochmal zum Tierarzt. Maeulchen auf, Pille rein, Hals massiert. Ist doch ganz einfach!!!
Gruss, Niels

) that’s all.