Einschläfern oder nicht?!

Hallo!

Unsere Hündin geht auf die 16 zu und hat leider seit einiger Zeit Geschwüre am Körper. Eines davon wächst geradezu rasend weiter und hat mittlerweile schon die Größe eines (großen) Hühnereis. Da sie ein Whippet-Spitz-Mischling ist, bedeutet das natürlich schon mehr als bei einem großen Hund… Die Haut ist an dieser Stelle sehr gedehnt und das Geschwür steinhart. Bei uns traut sich niemand so recht, mir ihr zum Tierarzt zu gehen, da wir davon ausgehen, daß diese Geschwüre Tumoren sind und er uns zur Einschläferung rät. Das „Dumme“ ist nun, daß sie offensichtlich keine Schmerzen hat, selbst wenn man die Geschwüre berührt, nimmt sie davon kaum Notiz. Ansonsten verschläft sie die meisten Tage, kann aber an guten Tagen noch wie ein junger Feger durch den Garten rasen. Und ich meine rasen, schließlich ist ja ein kleiner Windhund mit drin. Daß sie nicht mehr so gut hört und sieht kommt noch dazu, ist doch in dem Alter wohl normal.
Uns tut es jedenfalls schon weh, sich diese Geschwüre anschauen zu müssen - was aber tun, wenn sie vielleicht nicht darunter leidet?

Wer kann mir was raten bzw. hat schon ähnliches beim eigenen Hund erlebt?

Für eure Antworten bedanke ich mich schon mal.
Thomas

Hallo,

Unsere Hunde sind gottseidank von Tumoren verschont geblieben, aber als kleines Mädchen hatte ich ein Kaninchen, das Krebs bekam…

Generell können gute Veterinäre Krebs opderieren. Dafür ist Eure Hündin aber sicher zu alt, und der Krebs zu weit forstgeschritten, ich denke nicht, daß die OP sich lohnen würde, und sie wäre für Eure Hündin nur Streß.

Jaaa… *seufz*. Also: Zum Tierarzt würde ich auf jeden Fall mt ihr gehen. Schließlich wollt Ihr doch sicher gehen, daß sie wirklich nicht leidet, oder? Das würde ich allerschnellstens tun!

Und dann… redet einfach mit dem Tierarzt drüber. Wenn sie wirklich nicht leidet (und bei meinem Kaninchen war es so), dann wird sie einfach immer schwächer werden. Und vielleicht irgendwann einfach einschlafen. Dann solltet Ihr es vielleicht dabei belassen.
Wenn sie sie aber quält - nicht durch Schmerzen, sondern weil sie nicht mehr fressen oder nicht mehr laufen kann - dann wäre es vielleicht das Beste, Ihr laßt ihr früher oder später doch eine Spritze geben und sie in Eurem Arm einschlafen… das seid Ihr Eurer Kleinen wohl schuldig.

Viel… was wünscht man denn da? Ach…
Alles Liebe! Nike

Hallo Thomas,

hört sich ganz nach „Fettbeulen“ an. Sind sehr oft bei älteren Tieren zu finden und sind normalerweise schmerz- und harmlos.

Ich würde aber trotzdem mal mit ihr beim Tierarzt vorbeischauen, er wird hoffentlich meine Vermutung bestätigen. Sollte es sich tatsächlich um einen bösartigen Tumor handeln ist es trotzdem nicht unweigerlich nötig den Hund einzuschläfern.

Bei einem 16jährigem Hund solltest Du Dich allerdings langsam mit der Tatsache vertraut machen, das Dein Kamerad leider nicht ewig leben wird. Ich kann Deine Angst aus eigener Erfahrung gut verstehen, hatte aber stets mehr Angst davor mein Tier wegen meinem Egoismus länger als nötig leiden zu lassen…

Solltest Du noch Fragen zu den „Fettbeulen“ haben, kannst Du mich gerne direkt anmailen.

herzliche Grüße Petra

Hallo Thomas,
schließe mich Petra an. Geh mit dem Hund zum Tierazt, es können durchaus Fettabsammlungen sein, die sehen zwar unschön aus, sind aber meistens harmlos - aber auch nur das kann ein Tierarzt entscheiden. Ein Hund der durch einen Garten wetzt, altersbedingt natürlich hat im allgemeinen keinen fortgeschrittenen Krebs.
Aber wie gesagt, geh bitte mit DEinem Hund zum Tierarzt und lass es uns wissen, was der Hund hat.
Sollte es anders sein, dann schau mal weiter unten in diesem Brett, das wurde das einschläfern eines Hundes eingehends besprochen. Nur soviel - bleib bei ihr, dann fühlt sie sich sicher und kann in deinen Armen einschlafen.
Aber bitte lies es weiter unten nach. Geh zum Tierazt, dass ist das beste was Du machen kannst.

Gruss - BelRia
Die auch einen Windhundmischling hat.

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Hallo Thomas,

ich habe das gleiche mit meinem Kater mitgemacht und bin fest davon überzeugt, daß er Schmerzen hatte. Vielleicht haben wir mit der Erlösung zu lange gewartet. Meine Tierärztin sagte mir an dem bewußten Tag, daß die Nieren schon kurz vor dem Versagen sind und wir nicht mehr länger warten sollen, wenn wir dem Kater nicht noch größere Qualen zumuten wollen. Er war 19 Jahre alt und eine OP hätte er herzmäßig nicht mehr durchgestanden. Wir haben uns die Entscheidung wirklich nicht einfach gemacht und letzlich war ich diejenige, die die das letzte Wort sprach. Noch heute muß ich heulen, wenn ich an diesen Tag denke und er ist fast 3 Jahre her. Aber bereut habe ich es nicht: der letzte Blick aus seinen Augen sprach Bände. Ich wußte in diesem Moment, daß ich das Richtige getan habe. Auch heute noch ist er in meiner Erinnerung lebendig und ich glaube, ihn manchmal noch in meinem Elternhaus zu sehen, wenn ich dort bin. Für mich ist er nicht gestorben, sondern nur in einer anderen, nicht materiellen Welt, wo er wieder ganz gesund ist und keine Schmerzen mehr hat.

Tu’ dir und deinem Hund den Gefallen und erlöse ihn. Er ist dein treuer Gefährte so lange gewesen und verlangt es einfach von dir, daß du ihn nicht unnötig leiden läßt. Glaub mir, auch wenn es hart ist, es ist der größte Liebesbeweis, den du ihm entgegenbringen kannst.

Solltest du noch Fragen haben, schreib mir doch einfach!

Marion

Hallo Marion,
besser ist es, Thomas geht mit dem Hund zum Tierarzt, den nur der kann entscheiden, was der Hund hat. Und alt sein bedeutet nicht einschläfern und Krebs auch nicht. Es gibt gute heilchancen beim Krebs und es weiss doch keiner was es genau ist.
Also zum Tierarzt und nicht vom einschläfern reden, nur weil der Hund alt ist.
Und den gefallen kann Thomas wählen, wenn Er die Ergebnisse hat und ein gefallen ist das schon gar nicht, es ist eine schwerwiegende und endgültige Entscheidung.

Gruss BelRia


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Hallo BelRia,

sorry, war wohl 'ne Freudsche Fehlinterpretation. Ich hatte angenommen, er wäre schon beim Arzt gewesen, hab wohl ein bißchen zu schnell gelesen.

Selbstverständlich gehört erst einmal eine richtig gestellte Diagnose vom TA dazu und wenn es sich „nur“ um altersbedingte Fettgeschwüre handelt, die stören wirklich nur die Optik und nicht das Tier selbst.

Also noch mal: Entschuldigung. Sollte nicht so hart klingen, wie es vielleicht den Anschein hatte. Wie geschrieben, mein Kater wurde 19 Jahre alt und es war Krebs, der schon zu viele Methastasen gebildtet hatte. Seine Lebensgefährtin ist 23 Jahre alt geworden. Mein Perser wurde 14 Jahre alt und starb am Herzschlagt. Ich bin also kein Typ, der gleich einschläfert!!!, nur weil ein Tier alt ist.

Gruß Marion

Hallo Thomas!

Erfahrungsberichte meiner beiden Hündinnen:

Shaddy, Schäfer-Collie, 6,5 Jahre, hat vor etwa einem Jahr viele split- bis murmelgrosse Knoten am Gesäuge gehabt, davon war eine so gross wie eine grosse Murmel. Ich entdeckte immer mehr davon. Meine Tierärztin riet erstmal, die Dinger zu beobachten und nur bei rasantem Wachstum zu operieren. Nach einiger Zeit stand sowieso eine OP an, und der grösste Knoten wurde entfernt. Eine Weile bangen Wartens folgte, nachdem die TÄ meinte, dass sowas bei einem so jungen Hund schon recht ungewöhnlich sei. Es stellte sich aber heraus, dass es gutartig ist, und solange die Knoten nicht wachsen, muss man nichts tun.

Lucy, Dackel-Cocker, 11 Jahre, wurde im Frühjahr operiert, nachdem sie am Gesäuge einen etwa tischtennisballgrossne Tumor hatte. Diagnose: bösartig. Da ist natürlich eine kleine Welt zusammengebrochen. Allerdings, sie wird nun mit Mistelspritzen behandelt (ist keine Tierheilpraktikerin, sondern klassische TÄ!). Und ihre Prognose: zwei bis drei Jahre werdens es wohl noch sein, und die Todesursache wird nicht der Krebs sein. Sie hat auch ein schwaches Herz, war wie Deine Hündin sehr ruhig, bekommt nun aber Tabletten und ist wieder fit wie ein Turnschuh.
Leider sind die Mistelspritzen schweineteuer, mindestens 1000DM müssen meine Eltern, bei denen mein Hund lebt, dafür hinlegen (sie wollen nicht selbst spritzen, da die Stelle schlecht zugänglich ist).

Was ich Dir damit sagen will: Ein Tumor, selbst ein bösartiger, ist kein Todesurteil!!
Aber euer Hund gehört dringendst zum Tierarzt, das seit ihr eurem Mädchen schuldig! Schmerzen muss sie nicht unbedingt haben, aber ihr nehmt ihr und euch vielleicht die Chance, noch etwas tun zu können, wenn ich noch recht lange wartet.
Einfach eingeschläfert wird sie sicher nicht, solange sie noch fit ist. Aber man kann vieles tun, um ihr noch einen angenehmen lebensabend zu ermöglichen.
Die Hündin von Bekannte, auch Schäfer-Collie, ist etwa 14 Jahre alt, hat einen tennisballgrossen Tumor an der Flanke, der sie weder stört noch schmerzt. Sie hat allerdings aus anderen Gründen (Nerv in der Wirbelsäule verklemmt) kein besonders tolles Leben mehr, ich habe recht kleine Hände und kann ihren Bauch umfassen, so dürr ist sie. Allerdings zeigt sie trotz allem Lebenswillen, es ist wirklich erstaunlich.
Also, nur Mut, geht mit dem Hund zum Tierarzt, denn egal, was es auch ist, ihr seid es ihr schuldig, und erst dann könnt ihr wieder ruhig schlafen, weil ihr einfach wisst, woran ihr seid.

Liebe Grüsse, viel Erfolg und viel Kraft wünscht
Bine

leider, leider…
Hallo,

leider ist die Gute gestern vom Tierarzt eingeschläfert worden. Es war Krebs im weit fortgeschrittenen Stadium, der ihr sehr bald auch starke Schmerzen gebracht hätte. Leider war ich noch nicht wieder zu Hause als der Tierarzt da war, so daß ich mich nicht von ihr verabschieden konnte. Aber wir haben sie im Garten begraben únd denken an sie.

Vielen Dank für eure Tips, Ratschläge und guten Wünsche. Ich denke mal, daß es nicht der letzte Hund für uns war…

Thomas

Hi Thomas
Du hast richtig gehandelt, so hart das auch war und ist - man muss vom
Tier ausgehen - wir können nur hoffen - uns erwartet auch einmal ein
gnädiges Schicksal.
Zum Trost findest Du einige Artikel in
http://members.tripod.de/Tierinformation/
Gruss
Marc

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