Können Katzen sprechen?

Hi @ll!

Nun habe ich also meine Mietze von klein auf an mich gewöhnt und auch immer mit ihr „gesprochen“. Gerade Besuchern fällt auf, daß sie mir häufig „widerspricht“, so als wollte sie ihren Senf immer noch dazugeben bzw das letzte Wort haben.

Das hat sie so weit kultiviert, daß sie sich auch mit der reinen Show begnügt, also Mund auf ohne Ton: nur eine angedeutete „Antwort“. Häufig genug habe ich den Eindruck, daß sie mich durchaus versteht.

Meine Frage nun: Gibt es Literatur oder Links zu diesem Thema und wer von Euch hat ähnliche Erfahrungen gemacht bzw wie gestaltet sich dann so ein Zwiegespräch?

Ganz neugierig auf Antworten
verbleibt Richard

Hallo Richard,
Literatur kann ich Dir keine nennen, aber dieses Verhalten habe ich auch schon oft an unseren Katzen erlebt. Es ist mal ausgeprägter, mal schwächer, kommt ganz auf den jeweiliger Charakter der Miez an.
So hatten wir mal einen grossgewachsenen, kastrierten Kater. Er war zwar nicht dominant, liess sich aber nichts vom Hund gefallen, und er bestimmte, wann es Fresschen gab. Und wenn dafür nachts um 1Uhr die Bude auseinanderfiel…*g*
Das ‚Sprechen‘ fing bei Protestaktionen an; Kater verzierte Wände, oder schmiess Blumentöpfe runter: beim Rufen seines Names im Schimpftonfall, drehte er sich um, und schnatterte. Wenn er sah, dass hat keinen Sinn, wenn also jemand hinter ihm herrannte, plärrte er noch jämmerlicher, was meist auf der Treppe endete, wo er sich hinlegte, mit schwarzen Augen nach oben schaute, und die Ohren anlegte. So wie ‚Tu mir nichts, ich habe mich ergeben!‘. Das Japsen fing auch so an: wenn er nicht wollte, dass man ihn verfolgte, aufgrund einer Straftat, drehte er sich um mauzte und hechelte, so frei nach dem Motto ‚Schaut nur, wie erschöpft ich bin!‘. Und er war weiss Gott nicht unsportlich, oder fettleibig! Und da er damit Erfolg bei uns hatte, schnatterte er bei der kleinsten für ihn schmählichen Gelegenheit, z.B. etwas vom Tisch stibitzen. Wenn er schlecht drauf war, drehte er sich beim Wegrennen nochmal um, und fuchtelte in der Luft herum, ‚Schaut, ich lass mir nix gefallen!‘, riesen Mauzer, und weg war er.
Aber auch bei positiveren Angelegenheiten erzählte er, beim Rufen seines Namens, in besonders hoher Tonlage, mauzte es irgendwo im Haus, oder im Garten, und er rannte erhobenen Schwanzes auf den Rufer zu. Dieses Verhalten lernte er von ganz allein, er bekam nicht jedesmal ein Leckerli, die Streicheleinheiten genügten, und er hörte wie ein Hund. Dieses Erzählen war bei ihm besonders ausgeprägt, bei anderen Katzen ist es meist so, dass sie Plärren, wenn es Fresschen gibt. Oder man stösst an die Trockenfutterpackung. Oder es gibt Auslauf.
So geschehen in meiner Erfahrungskiste.
Es grüsst,
Nicole

Hallo Richard!

Katzen sprechen meistens nur mit Menschen. Wenn nicht gerade eine Katze rollig ist, geben Katzen untereinander eher wenig Laute von sich, nur im Umgang mit Dosenöffnern miauen oder maunzen sie (unsere quakt, doch, wirklich!) Scheinbar haben Katzen erkannt, daß Dosenöffner eine Spezies sind, die über Lautäußerungen eher kommunizieren als über Körpersprache. Deshalb geben sie freundlicherweise Antwort. Aus Tonfall und Stimmlage können sie in etwa auch die Stimmung oder Absicht des Menschen erkennen. Es gibt eben einen kleinen stimmlichen Unterschied zwischen „Eiwasbistdufüreinsüsseskätzchen“ und „Machdaßduausdemblumenbeetverschwindestdudreckvieh“

Gruß

Tomcat

Hallo Richard,

Literatur kenne ich auch nicht dazu aber es hat auch bei unseren Katzen den Anschein, als wenn sie mit uns reden würden. Mein Kater gibt grundsätzlich Wiederworte und muß auch immer das letzte Wort haben. Meine eine Katze bringt immer ihr Spielzeug als Geschenk und bringt es dann auch noch fertig, mit dem Spielzeug im Maul alles laut anzukündigen. Die dritte Katze im Bunde sagt einem ganz genau, wenn Zeit zum schmusen ist.

Also: Katzen können reden.

Bis dann
Yvonne

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Was heißt sprechen? Mein Kater „hört“ (wenn er will) nur auf mich, meine Frau ignoriert er. Doch wenn es ans Schmusen geht, dann rennt das Vieh zu meiner Frau, von mir hat er noch nie Streicheleinheiten bekommen. Trotzem liebe ich ihn abgöttisch. Manchmal unterhalten wir uns, er mauzt, ich mautze zurück. Manchmal reicht wirklich nur ein Öffnen des Mundes, der Kater tut es ebenso (gibt er dann Ultraschalllaute von sich? Katzen können das!). Wenn es ums Futter geht, dann weiß er, daß nur ich das Fresschen habe (er ist eine Wohnungs-Terrassenkatze). Ja, und wenn er Blödsinn plant, dann möglichst, wenn Herrchen im tiefsten Schlaf liegt (nachts 2 Uhr), da wird schon mal randaliert, Blumentöpfe und Geschirr umgestellt, die Wand bearbeitet, Kissen umhergeschmissen, meine Füße gekrallt - aua!!! ). Sonst ist er ganz lieb. Aber, wenn dem Kater was nicht passt, besonders im Frühjahr (übrigens, Katerchen ist kastriert), da protestiert er auf seiner Toilette mit Hintern hoch beim urinieren! STINK! Aber als echter Katzenfan schimpft man mit Katerchen (mit einem Grinsen im gesicht) und beseitigt den „Unfug“.

KATZEN SIND WEDER ERZIEHBAR, NOCH AN IRGENDETWAS ZU GEWÖHNEN, DIE HABEN IHREN EIGENEN SINNLICHEN SINN!

André

Hallo Yvonne,

Mein Kater gibt grundsätzlich Wiederworte und muß auch
immer das letzte Wort haben. Meine eine Katze bringt immer ihr
Spielzeug als Geschenk und bringt es dann auch noch fertig,
mit dem Spielzeug im Maul alles laut anzukündigen. Die dritte
Katze im Bunde sagt einem ganz genau, wenn Zeit zum schmusen
ist.

Deine Ausführungen kommen der Sache am nächsten. Ich meine bei meiner Mieze also nicht situationbedingtes Maunzen, sondern ein reines „Geplapper“ wie eine Diskussion. Dabei stellt sie ihre Ohren hoch, schaut mich ganz intensiv an und quäkt regelrecht. Sie kriegt dann eine entsprechende Antwort von mir: „Quak-quak“ oder, was ihr gut gefältt „Mä-mä-mä…bis zu 10-mal hintereinander“. Dann kommt bei ihr nur noch das Maulöffnen ohne Ton, aber das letzte Wort muß sie allemal haben. Gerne legt sie sich dann auf meinen Schoß und schnurrt, daß die Wände wackeln (so laut wie sie schnurrt keine Katze weit und breit). Und was mir noch aufgefallen ist: Das Herumtrampeln auf den Vorderpfoten, abwechselnd mal links, mal rechts; und notfalls werden dabei noch meine Hosen mit ihren Krallen ramponiert. Dann fasse ich sie an den Tatzen und sie zieht sofort die Krallen wieder ein. Weh hat sie mir noch nie getan.

Katzenschmuser Richard

Hallo Richard,

das mit dem Trampeln ist der Milchtritt (kleine Katzen machen das beim Trinken bei ihrer Mutter)

Wenn meine eine Katze das macht, schaukelt sie voll niedlich von einer Seite zur anderen (weil sie so intensiv dabei ist). Das mit dem lautesten Schnurren halte ich für ein Gerücht. Wenn meine zum schnurren ansetzen hören das die Nachbarn im Umkreis von mindestens 3 km wenn nicht noch mehr *g*

Viele Grüße auch von K.C., Gizmo und Catweazle

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Sag mal, sonst bist Du aber fit to page?! Habe ich was anderes gesagt bzw. geschrieben?? Was brüllst Du mich dann an?
(Und ich nehm das persönlich, weil Du auf mein Posting Dich ‚geäussert‘ hast!) Wie Du das mit den kätzischen Umgangslauten siehst, bleibt Dir überlassen, aber wenn nunmal andere Leutz diese Erfahrung gesammelt haben, dann ist das halt so! Jeder wie er interpretieren möchte. Meine Güte…!
Pass das nächste mal besser auf,denn hier hat doch keiner behauptet, dass Katzen erziehbar wären!

Nicole *sauer*

hi richard,
hab jetzt keine zeit, den ganzen thread hier zu lesen, kann also sein, dass ich was doppelt erzähle.
also: ich bin mir sicher, dass meine katze mit mir ‚redet‘, also durch verschiedene laut-äusserungen oder handlungen (meist un-taten *grrr*) mir etwas vermitteln (‚sagen‘) will.
meine katzen haben IMMER mit mir geredet. und ich hatte schon viele katzen!
wenn ich fremde katzen anmaunze (jepp, ich spreche perfekt kätzisch *ggg*), dann antworten die auch. sie maunzen, kommen maunzend an und wollen gestreichelt werden (mehrere maunzer zurück und mit erhobenem schwanz auf mich zukommen). oder ein maunzer, umdrehen, von mir weg schreiten…
*lach*… mag ja sein, dass alles pure phantasie ist, aber lustig ist es auf jeden fall… ausser oben genannte untaten kommen ins spiel. wenn ICH zum beispiel meine, meine kleine katze hat schon genug gefressen und SIE meint, dass dies absolut nicht der fall ist, dann kratzt sie am sofa. tut sie sonst nie.
oder diese ‚vorwurfsvollen‘ blicke von schräg unten mit einem sehr lauten, langen maunzer, wenn ich ein paar tage verreist war und sie auf fremde dosenöffner angewiesen war… die sind eindeutig.
auch die tatsache, dass sie gelegentlich mitten vor den monitor sitzt, möglichst noch auf die tastatur … eindeutig kommunikation: hey… red nicht mit den leuten da, red mit MIR!!
oder dieses leidende pienzen, wenn ihr das futter nicht ganz so passt
ja, meine katze kann reden… sie kann mich dazu bringen, dass ich tue, was sie will *gg*… das nenn ich wahre kommunikation *LOL*
viel spass noch mit deiner mieze, claudia

SO war das nicht gemeint, tschuldigung. (o.T.)
.

*abreagier* Entschuldigung angenommen :smile: (o.T.)
.

Kommunikatives Schnurren
Hallo Yvonne,

Wenn meine zum schnurren ansetzen hören das die Nachbarn im
Umkreis von mindestens 3 km wenn nicht noch mehr *g*

Und meine schnurrt bis Hamburg, hörst Du denn das nicht? Nein, das sind nicht die Jets von Fuhlsbüttel… ja, sitzt Du denn auf Deinen Ohren? Ätsch-bätsch, meiner schnurrt am wei-tes-täään!

Kindskopf Richard

Hallo Richard,

ich sage dzu nur PPPPPPPP
da ich ja drei habe mußt Du die Entfernung mit Faktor 1000 multiplizieren (kann dieses Wort nicht mehr schreiben) und dann hast Du die Entfernung, bis wohin man meine Mini-Mietzis hören kannst.

Wenn mein kleiner Kater Aufmerksamkeiten will, hören ihn sowieso alle. Er schreit und schreit und schreit dann.

Gruß
Yvonne

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Wie meine Mieze:

die will auch immer das letzte Wort haben…

Ich soll Dir von ihr ausrichten, daß ich sie hier vertrete. Also hat sie das letzte Wort! :smile:

Katzenbotschafter Richard

Bestimmt!
Hallo!

Ich habe mit meinen beiden schwarzen Monstern (Satan & Luzifer) und auch mit deren Vorgängerin (oder -maunzerin) ähnliches erlebt. Allerdings sind nicht alle Katzen gleich gesprächig.

Luzifer kommt oft mit einer Fellmaus im Maul ins Wohnzimmer geschlendert, legt sie hin und maunzt laut. Dann erwartet er, dass Satan und ich zu ihm kommen und mit ihm spielen. Wenn ich zurückmaunze, antwortet er.

Auch wenn ich nach Hause komme, werde ich maunzend begrüßt. Ich maunze zurück, eine Unterhaltung entspinnt sich. Ich stelle mir vor, dass es ungefähr so abläuft:

Luzi: Mau! Wo warst Du denn so lange…HUNGER!
Myriam: Hallo, ich bin da…
Luzi: Krieg ich jetzt was zu essen!
Myriam: Du süsse Katze, wie geht es Dir?
Luzi: Gut, aber krieg ich jetzt bitte Futter?
Myriam: Mein kleiner schwarzer Schatz, was hast Du denn den ganzen Tag gemacht?
Luzi: Darauf gewartet, dass Du mich fütterst. HUNGER!
Myriam: Ich hatte heute sooviel Stress im Büro!
Luzi: Na und? Füttere mich!
Myriam: Hast Du mich denn vermisst?
Luzi: Welchen Teil von „sofort“ verstehst Du eigentlich nicht? HUNGER! ESSEN! JETZT!

Scherz beiseite - ich habe gelesen, dass Hauskatzen, die bei Menschen aufwachsen, seelisch/geistig sozusagen im Kindesalter bleiben. Daher wenden sie weiterhin die Laute an, die sie als Welpen benutzen, um z.B. die Mutter zurufen, etc. Das würde auch erklären warum meine erste Katze (mit der Flasche aufgezogen) gesprächiger war als Satan & Luzifer (Wildfänge, erst mit ca. 4 Monaten eingefangen).

Kätzische Grüße!

Myriam, Satan & Luzifer
=^…^=

Bilder von meinen Katzen unter: www.napfsuelze.de

hallo myriam,

*LOOOOL* ja… genau… *ggg* diesen dialog kenn ich irgendwoher :wink:)

Luzi: Mau! Wo warst Du denn so lange…HUNGER!
Myriam: Hallo, ich bin da…
Luzi: Krieg ich jetzt was zu essen!
Myriam: Du süsse Katze, wie geht es Dir?
Luzi: Gut, aber krieg ich jetzt bitte Futter?
Myriam: Mein kleiner schwarzer Schatz, was hast Du denn den
ganzen Tag gemacht?
Luzi: Darauf gewartet, dass Du mich fütterst. HUNGER!
Myriam: Ich hatte heute sooviel Stress im Büro!
Luzi: Na und? Füttere mich!
Myriam: Hast Du mich denn vermisst?
Luzi: Welchen Teil von „sofort“ verstehst Du eigentlich nicht?
HUNGER! ESSEN! JETZT!

Scherz beiseite - ich habe gelesen, dass Hauskatzen, die bei
Menschen aufwachsen, seelisch/geistig sozusagen im Kindesalter
bleiben. Daher wenden sie weiterhin die Laute an, die sie als
Welpen benutzen, um z.B. die Mutter zurufen,

hmm… ganz kann ich diese theorie nicht unterstützen. meine katze ist mir im alter von 7 monaten zugelaufen. sie war derart abgemagert und verwahrlost, dass sie monatelang nicht gepflegt wurde, somit also wirklich draussen gelebt hat. und dennoch spricht sie so wie von dir von flaschenkätzchen beschrieben.
aber *lach*… ne andere theorie kann ich nicht bieten, ich red halt weiter und lass mir laufend von meiner katze sagen: du hörmal, ganz nett, was du da an mich ransabberst, aber das kannst mir auch während dem ESSEN erzählen *ggg*… MACH HINNEEEE!!!