Unser altes Pferd (24) steht auf einer 12 ha Rentnerweide, es leidet seit dem an einem Sommerekzem. Es ist aber ein sehr leichtes, d.h. die Mähne ist etwas verstrubbelt und der Schweif auch. Gelegentlich sind auch kleinere offene Stellen, die mit Teebaumöl behandelt, schnell wieder verschwinden. Der Juckreiz bleibt erhalten und peinigt unser Pferd sehr. Wir dachten deshalb schon an einschläfern, was aber schade wäre.
Das Pferd aufzustallen ist leider nicht möglich, da es auf dem Hof nur diese Weidehaltung mit Unterstand gibt und keine Boxen. Er benötigt auch die Bewegung da er Arthrose hat und es ihm seit er auf der Weide steht, viel besser geht.
Hat jemand Erfahrungen mit Produkten gegen Sommerekzem ?
Nützt es was, das Pferd mit Fliegenspray einzusprühen um die
Kribbelmücken abzuhalten?
Ich laß vor einiger Zeit einen Werbeprospekt über ein Fliegenspray welches angeblich eine Woche halten soll. Leider habe ich mir den Namen nicht gemerkt. Kennen jemand evtl ein solches Mittel?
Ich würde mich sehr freuen wenn man meinem Pferd helfen könnte.
mit sprays und ölen kannst du nur wenig ausrichten, und manche
pferde sind auch nicht so erfreut über die gerüche.
was sich meiner kenntnis nach bewährt hat, ist eine art cape,
welches das tier zumindest bis zur dunkelheit trägt.
natürlich ist es kein ganzkörperkondom und sieht auch albern
aus, aber das tier ist vor den insekten relativ gut geschützt.
wir haben hier eine isländerstute auf weide mit bösem exzem;
seit sie dieses cape trägt, ist es wesentlich besser geworden.
auch sollte auf der weide keine möglichkeit zum herumreiben sein
(bäume, geäst, alte pfosten etc.), dies führt durch das kratzen
zu offenen wunden.
in dem alter darf ein pferd auch schon ein mäntelchen tragen.
alles gute,
frank
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Hallo Claudia
Sommerekzeme können viele Ursachen haben; die Zusammenhänge sind noch nicht so genau geklärt.
Auf jeden Fall muß durch einen Tierarzt abgekärt werden ob das Ekzem unter Beteiligung von Hautpilzen oder Parasiten hervorgerufen wird. Wenn ja, so muß diese primäre Ursache natürlich erst mal behandelt werden.
Und wenn der Tierarzt sowieso schon mal da ist kann er Dir ja auch gleich eine kortisonhaltige Emulsion dalassen mit der Du die Stelle einreibst.
Nun hilft Kortison ja bei Ekzemen ganz gut, hat aber u.U. auch so seine Nebenwirkungen. Wenn Du sowas nicht anwenden willst kannst Du auch ein Shampoo der dermatologischen Reihe der Firma Virbac versuchen, Allercalm z.B. Diese Waschmittel sind eigentlich für Hund und Katze, helfen aber auch einem Pferd mit Hautproblemen. Gut hilft auch vet-o-care Aktiv Lotion. Alle diese Mittel bekommst Du nur beim Tierarzt.
Du kannst auch einen Homöopathen zu Rate ziehen, der sich mit Tierbehandlungen auskennt. Sulfur z.B. könnte man versuchen.
Du tust aber weder dem Pferd noch Deinem Geldbeutel einen Gefallen wenn Du ohne fachliche Beurteilung des Ekzems so alle möglichen Salben und Tinkturen versuchst!
Gruß, Werner
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Wenn dein Tierarzt keine Parasiten festgestellt hat, kannst du es auch mit Sulfur D6 probieren. Das nimmt für´s erste den Juckreiz, kann aber nicht unbedingt als Dauerlösung angesehen werden. Doch oft läßt sich schon schnell eine wesentliche Verbesserung sehen. Es gibt auch eine neue Pflegeserie für Tiere, Ixpet heiß es. Das ist eine Salbe, diese enthält auch Teebaumöl und noch weiter Bestandteile. Ich nutze es im Moment bei meinen Frettchen und eine Freundin nutzt es auch bei ihrem Hund und ihren Pferden. Wenn du noch mehr Infos brauchst, kannst du dich gern bei mir melden.
Gruß Daniela