vor ca. 2 Wochen habe ich hier im Forum eine Frage wegen Röntgenaufnahmen von meinem Hund gestellt. Tja heute war ich dann bei der Tierärztin und das befürchtete ist leider wahr: Mein 5jähriger Schäferhund-Rottweiler-Mischling hat HD und Arthrose, bereits sehr stark. Die Tierärztin hat mir die drei Möglichkeiten die ich habe erklärt: Entweder ich lasse ihn so weiterleben wir er will, also er kann trotzdem weiter mit dem Ball spielen, rumrennen usw. und er muß in ein paar Jahren eingeschläfert werden oder ich schone ihn, also er darf nicht mehr spielen usw. und er hat ein paar Jahre länger. Wenn ich nur diese beiden Möglichkeiten hätte wäre ich ganz klar für die erste denn er soll lieber ein schönes Leben haben auch wenn es dafür etwas kürzer ist. (Er ist ein total abgedrehter Hund der am Liebsten nur am Fahrrad läuft und rumrennt) Naja und dann ist da noch die dritte Möglichkeit: eine Operation. Und über die Möglichkeit möchte ich mich informieren. Was jemand von Euch schonmal in dieser Situation? Haltet Ihr das für sinnvoll? Ist hier vielleicht auch jemand der so eine Operation bei seinem Hund hat durchführen lassen? Ich kann mit darunter nichts vorstellen. Eine künstliche Hüfte kann doch nicht so gut sein wie eine echte…? Er könnte doch nach so einer Operation auch wieder Probleme haben und man ist letztendlich vielleicht wieder auf dem Stand wie vor der Operation daß man ihn entweder machen lassen kann was er will oder ihn schonen muß. Sollte eine Operation wirklich nicht besonders sinnvoll sein würde ich ihn so weiterleben lassen wie bisher (Fahrradfahren natürlich ausgeschlossen, so stark belasten will ich ihn dann auch nicht) Aber dann hat man auch jedesmal wenn man mit ihm spielt usw. ein schlechtes Gewissen weil man ihm damit ja schadet… Alles in allem ist das eine ganz schöne Sch… aber leider, leider lässt sich daran ja nichts ändern. Also, was meint Ihr zu der Operation? Ich danke jetzt schonmal ganz, ganz doll für Eure Anworten.
Sandra
… die sich jetzt erstmal um den Hund kümmert der immer noch mit der Narkose zu kämpfen hat.
grade heute hab ich einen Link entdeckt, der Dir vielleicht ein Stück weiterhilft. Und Dir vor allem zeigt, daß Dein Hund sehr wohl noch ein schönes Leben haben kann.
Und nicht zuletzt findest Du dort Berichte von „Leidensgenossen“.
Nur ganz kurz angerissen: Vernünftiges Laufen am Rad (kein Asphalt, nicht jeden Tag) kann die Schmerzen lindern, weil Muskeln aufgebaut werden.
Ball spielen ist zumindest mit springenden Bällen ein Tabu, gibt aber genug andere Möglichkeiten.
Ganz wichtig: Der Hund sollte Normalgewicht, eher noch ein bißchen drunter halten. Leider meinen viele Besitzer von HD-Hunden, daß Bewegung schadet. Tatsächlich ist Übergewicht aber sehr viel schlimmer.
Und es gibt mittlerweile (falls es denn doch schlimmer wird) etliche Behandlungsmethoden.
Viele Grüße
Wilma
HD-Infos: http://www.arche-nienaber.de
grade heute hab ich einen Link entdeckt, der Dir vielleicht
ein Stück weiterhilft. Und Dir vor allem zeigt, daß Dein Hund
sehr wohl noch ein schönes Leben haben kann.
Und nicht zuletzt findest Du dort Berichte von
„Leidensgenossen“.
Ja, ich denke diese Seite hilft mir wirklich weiter, ich schaue mich dort gerade um.
Nur ganz kurz angerissen: Vernünftiges Laufen am Rad (kein
Asphalt, nicht jeden Tag) kann die Schmerzen lindern, weil
Muskeln aufgebaut werden.
Kommt das vielleicht auch auf den Grad der HD an? Meine Tieräztin meinte nämlich daß wir das mit dem Laufen am Rad ganz und gar lassen sollen… Ich habe mir gedacht, daß ich stattdessen mit ihm joggen gehen, das ist nicht so schnell wie am Fahrrad und er ist ein bisschen ausgelasteter. Wenn ich einfach nur mit ihm spazieren gehe scheint es mir, daß er sich langweilt und er macht nur Blödsinn. Und so heftige Spiele mit Stöckchen usw. sind ja auch nicht mehr drin.
Ganz wichtig: Der Hund sollte Normalgewicht, eher noch ein
bißchen drunter halten. Leider meinen viele Besitzer von
HD-Hunden, daß Bewegung schadet. Tatsächlich ist Übergewicht
aber sehr viel schlimmer.
Zumindest in diesem Punkt kann ich beruhigt sein. Mein Hund hat eigentlich schon von Anfang an nicht viel gegessen. Bevor ich das mit der HD wußte habe ich immer versucht ihm hier und da noch was zu geben damit er etwas zunimmt. Jetzt bin ich aber froh, daß er so wenig wiegt.
Durch den Link von Wilma habe ich -glaube ich- die beste Lösung für meinen Hund gefunden: Goldakkupunktur bzw. Goldimplantate. Auf www.arche-nienaber.de liest man nur gutes darüber und auch sonst höre ich darüber nur Gutes. Hat jemand damit Erfahrung?
ja ob und wieviel der Hund am Rad laufen darf, hängt vom Schweregrad der HD ab.
Wenn Du aber geübt joggst ist es für den Hund tempomäßig ja nicht der große Unterschied. Wichtiger ist meiner Meinung nach und nach dem was ich so weiß, der Untergrund (möglichst nur Waldwege u. ä. das dürfte auch fürs joggen gelten) und das Du langsam steigerst bzw. aufhörst wenn der Hund lahmt (auch am nächsten Tag gut beobachten). Das ist auf der Seite von einer Tierheilpraktikerin ja auch noch nochmal genau beschrieben.
Sehr gut ist übrigens schwimmen. Hier werden genau wie beim am radlaufen Muskeln aufgebaut, zusätzlich ist der Hund quasi schwerelos.
Das abrupte abbremsen beim Stöcke holen o. ä. sollte man allerdings wirklich so weit wie möglich vermeiden.
Ich denke aber man muß wirklich abwägen wie weit man den Hund schont, er soll ja auch noch Lebensfreude haben.
Viele Grüße
Wilma