Hallo,
mein Kater (11 Jahre) leidet unter einer extremen Nierenschwäche (bzw. -versagen). Die Nierenwerte waren „normal“ bei ca. 2 - 3.5 (!!) (seit ca. 1 1/2 Jahren), die letzten 2 Wochen hatte er ca. 3-4 mal Wöchentlich eine Infusion beim Tierarzt (inklusive VitB) - leider auch Antibiotika weil eine Blasenentzündig dazu gekommen ist. Vorgestern hatte er Nierenwerte bei ca. 6.4 (für’n Mensch knapp vor der Transplantation bzw. RIP) (mitlerweile tägliche Infusion beim Tierarzt)
Wenn er „mehr oder weniger“ aus seinem „Koma“ (Selbstvergiftung) aufwacht kann man dies noch als „lebenswertes Leben“ berachten, jedoch ist wahrscheinlich schon das Nervensystem angegriffen (keine Pupillenreaktion mehr am rechten Auge)
Fressen - wenn überhaupt noch - nur noch hochwertiges frisches Fütter. Leider muss ich ihn mit rohem Fleisch (auch hochwertig) füttern da er ansonsten das Futter total verweigert (hat ohnehin innerhalb eines Monats schon 2 kg verloren - Stand derzeit 2,5 kg) …
nun - für jeden (sinnvollen) Ratschlag würde ich - und vor allem mein Kater - sich sehr freuen - danke & lg
Michi
So hart es klingt, es gibt in Kürze nur eine Lösung! Abschied nehmen. Ich habe ähnliches mit einem Schäferhund mal erlebt. Die Tierklinik München hat viel, sehr viel unternommen, um das Leben zu erhalten. Als zudem das Medikament nicht einmal in München aufzutreiben war, ging ich kurzerhand zur Nierenabt. des Schwabinger Krankenhauses (nicht nur Nachahmung empfohlen - ich war damals in der Verwaltung tätig) und besorgte mir ein Ersatzpräparat.
Eine Woche nach langen, schlaflosen Nächten, gab der Hund und damit auch wir auf. Die letzte Spritze war notwendig geworden.
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Hallo Michael,
auch wenn es Dir unendlich schwer fällt: laß den Kater in Ruhe einschlafen. Vor einigen Jahren mußte ich meinen Hund einschläfern lassen; es war die schwerste Entscheidung, die ich je in meinem Leben treffen mußte. Heute kann ich sagen: es war gut so; nein, nicht für mich (ich war danach ein Häufchen heulenden Elends) sondern für meinen Hund. Ich habe tagelang mit mir gerungen. Am letzten Tag konnte er nicht mehr auf mein Bett (dort hat er für gewöhnlich geschlafen) springen - er lag davor. Nenn mich bekloppt: den Ausdruck in seinen Augen werde ich nie vergessen; es war, als ob er mir sagen wollte ‚Mach, daß es aufhört - ich kann nicht mehr‘. In dem Moment war es für mich klar.
Laß den Kater in Ruhe gehen und erspare ihm weitere Schmerzen.
Liebe Grüße
Tessa
Hi Tessa & Klaus,
danke erstmals für Eure Ratschlänge & persönlichen „LeidensGeschichten“.
Eine Entscheidung zu treffen was das beste für’s Tier ist - ist ja ohnehin schon nicht „sooo“ leicht …
(selbstverständlich denk man auch erstmal (vorschnell) : „ich weiß doch am BESTEN was MEINEM Tier [bei manchen auch „MIR“] gut tut“)
… andererseits ist „die“ ENTscheidung eine Gradwanderung zwische „gut“ & „unschön“ (in beiden Fällen - sei es die ENTnahme des Lebens oder die VERtherapierung - somit Qual).
Ich habe hier gepostet - weil ich auf diesem schmalen Grad noch nicht weg-gekippt bin … weder in die eine noch in die andere Richtung. Ich möchte somit noch jede „vertretbare“ Therapie nicht außer Acht lassen - damit ich letztEnde mit ruhigem Gewissen (jo, da bin ich ein wenig egoistisch) sagen kann:
„Solange ich eine Therapie noch vertreten konnte habe ich damals alle mir möglichen & sinnvollen Behandlungen ausgeschöft“
in diesem Sinne danke ich nochmals - denn Entscheidungen trifft man selten alleine … Eure wird auf jeden Fall einen kleinen Platz in meiner einnehmen …
… für jede weitere Hilfe freut sich nach wie vor mein Kater als auch meine Wenigkeit 
cu
Michi