Hallo Ihr,
mein Partner und ich sind derzeit am Überlegen uns einen Hund anzuschaffen.Wir haben eine 130 Quadratmeter Wohnung aber leider keinen Garten. Reicht es mehrmals täglich ausgiebig spazieren zu gehen? Gibt es vielleicht sogar Rassen die nicht so imens viel Auslauf benötigen?
MfG Jini
hallo,jini:
erstmal,ich schaffe mir kein lebewesen an,oder hast du deinen partner auch ‚angeschafft‘?
aber zu deiner frage:es reicht normalerweise aus, wenn ihr mehrmals täglich mit dem tier rausgeht,bzw,spazieren geht.(damit meine ich aber nicht nur mal so eben 10 min.)aus deiner frage entnehme ich,das einer von euch beiden nicht arbeitet?.überlegt aber auch,das ein hund eine relativ lange lebenserwartung hat,und er euch auch einschränken kann in eurer freizeit.
ich würde an eurer stelle nach einer kl.oder mittelgrossen rasse sehen,(yorkie,malteser,bijou-frisee o.ä.).je grösser der hund,desto mehr zeit nimmt er in anspruch(auslauf,evtl.hundeplatz usw.)
P.S.:seht doch auch mal im tierheim nach
gruss wolfgang
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Hallo Janine,
mein Partner und ich sind derzeit am Überlegen uns einen Hund
anzuschaffen.
Das will gut überlegt sein. Im wesentlichen sollte es nichts mit der Wohnung zu tun haben. Es sei denn, der Vermieter verbietet es, was vorher geprüft werden sollte.
Viel wichtiger sind unter anderem folgende Überlegungen:
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Ein Hund kostet. Und zwar Richtig. Da sind die Kosten für´s Futter, für Steuern und Versicherung. Und ganz wichtig: Die Kosten für den Tierarzt. Da kann was zusammen kommen. Regelmäßig Impfungen und Entwurmungen. Medikamente im Krankheitsfall usw. Aus meiner Erfahrung kann ich Dir sagen, das wir in den letzten sechs Jahren für Tierarztkosten knapp 18.000,- DM (achtzehntausend!!!) gelöhnt haben. Sicherlich ist das eine Ausnahme, aber eben möglich. Muß aber nicht so sein. In der Regel kommen an festen Kosten (Impfung usw.) im Jahr knapp drei- bis fünfhundert Mark zusammen.
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Verantwortung. Du übernimmst eine Menge davon. Du hast dafür zu sorgen, das es dem Tier gut geht, mußt dafür sorgen, das von ihm keine Gefahr ausgeht, mußt den Hund vernünftig erziehen (gar nicht so einfach).
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Wetter. Wetter? Ja, genau. Ein Hund muß raus. Bei jedem Wetter. Ob´s stürmt oder schneit, egal. Du kannst nicht einfach sagen, ich hab heute keine Lust.
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Urlaub. Ganz wichtig. Wer kümmert sich um das Tier, wenn ihr im Urlaub seid? Oder wenn ihr mal krank oder auf Dienstreisen seid? Das muß vorher geklärt sein. Es gibt genug Idioten, die ihre Hunde einfach auf die Straße setzen.
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Die öffentliche Meinung. Im Moment werden Hundehalter in Deutschland übermäßig diskriminiert. Kannst Du damit umgehen? Könntest Du damit leben, wenn Dein Nachbar Dich beschimpft und Du auf der Straße angepöbelt wirst? Kannst Du damit leben, das Du von vornherein als potentieller Krimineller seitens der Behörden behandelt wirst? Solltest Du drüber nachdenken.
Und ganz wichtig: Die Lebenserwartung. Ein Hund wird i.d.R. zwischen acht und fünfzehn Jahren alt. Ausnahmen bestätigen die Regel. Ihr habt also für eine sehr lange Zeit diese Verantwortung.
Wir haben eine 130 Quadratmeter Wohnung aber
leider keinen Garten. Reicht es mehrmals täglich ausgiebig
spazieren zu gehen?
Ich habe keine so große Wohnung und auch keinen Garten, dafür aber einen sehr großen Hund. Trotzdem geht es meiner Hündin fantastisch. Sie hat täglich insgesamt vier bis fünf Stunden Auslauf, den braucht sie auch. Je nach Rasse muß der Hund eben viel bewegt werden. Das wichtigste ist, das der Hund sich bei Dir wohl fühlt und viel Liebe bekommt. Du wirst dafür unheimlich viel zurück bekommen. Dein Hund wird es Dir mit bedingungsloser Liebe danken.
Gibt es vielleicht sogar Rassen die nicht
so imens viel Auslauf benötigen?
Ja, gibt es. Jede Rasse hat ihre Eigenarten. Man sollte sich überlegen, was man erwartet und was man will. Ein Dalmatiner oder ein Husky z.Bsp. braucht eine Unmenge Bewegung. Das sind totale Temperamentbündel. Den meisten Terriern wirst Du den Jagdinstinkt kaum abgewöhnen können, diese Rassen brauchen eine besonders starke Hand. Manche Rassen -z.Bsp. Labrador oder Retriever- gelten eher als gutmütig und sind entsprechend leicht zu führen. Im Vorfeld sollte man sich über die gewählte Rasse sehr gut informieren. Es gibt sehr gute einschlägige Literatur zu jeder Rasse.
Wenn Du irgendwelche Fragen zu dem Thema hast, dann schreib mir eine direkte E-Mail. Ich kann Dir mit Sicherheit noch den einen oder anderen Hinweis geben. Wie gesagt, ich beschäftige mich seit nunmehr sechs Jahren mit Hunden und allem was noch so dazu gehört.
Grundsätzlich kann ich Dir aber nur empfehlen, Dir einen Hund zuzulegen. Aber nur dann, wenn es vorher gut überlegt ist. Ein Hund ist kein Spielzeug sondern ein eigenständiges Lebewesen. Einfach zurückgeben oder umtauschen ist da nicht drin. Wie ich schon erwähnte, wirst Du von einem Hund sehr viel zurückbekommen, wenn Du bereit bist, auch viel zu geben.
Wenn ich Dir noch weiterhelfen kann, schreib mir. Mach ich wirklich gerne.
So long.
Mathias
Hallo !
Für einen Hund ist es vollkommen unwichtig, ob seine Besitzer einen Garten haben oder nicht. Hat man einen und läßt ihn raus, weil man denkt, er muß mal an die Luft oder er wird in der Wohnung lästig, legt er sich meistens hin und wartet, daß die Menschen rauskommen und sich mit ihm beschäftigen.
Grundsätzlich : Hunde brauchen keinen Garten!
Hunde brauchen täglichen Auslauf (3 mal mindest) zusammen mit den Menschen,
so um die 1,5 bis 2 Stunden.
Ein Garten ist nur für die Hundehalter nützlich. Man läßt seinen Liebling raus und meint, man tut ihm Gutes. Das ist ein Irrtum, man tut sich selbst damit Gutes, man ist ihn für ein paar Stunden los.
Bewegung ist wichtig!
Natürlich gibt es auch Hunderassen die weniger Bewegung brauchen, als andere. Dann sind es aber meistens sehr große, langhaarige Hunde.
Hunde benötigen auch keine große Wohnung, wenn der Auslauf mit den Menschen stimmt.
Großer Garten, große Wohnung bei Hundehaltung sind nur Augenwischerei bei Hundebesitzern, die keine Lust haben, sich zusammen mit dem Hund zu bewegen!!!
Gruß Werner
doch, doch…
Hallo,
Jetz bin ich mal kleinlich:
erstmal,ich schaffe mir kein lebewesen an,oder hast du deinen
partner auch ‚angeschafft‘?
Haustiere schafft man sich eigentlich schon an. Meine Katzen habe ich mir einfach geholt, also angeschafft. Meine Partnerin ist freiwillig zu mir gekommen.
Die Katzen habe ich nicht vorher gefragt, ob sie freiwillig zu mir wollen. Dass sie nun freiwillig bei mir bleiben, ist eine andere Sache.
Aber wie wuerdest du denn das Zulegen, Anschaffen eines Haustieres bezeichnen?
Gruss, Niels
Hund in Wohnung
Gut, dann bin ich ja einigermaßen beruhigt, ich dachte ohne Garten gehts gar nicht. Ich hab gewiss auch nicht vor nur einmal täglich kurz spazieren zu gehen.Ich bin mit Hunden groß geworden, weiß also ein wenig Bescheid, jedoch haben wir daheim viel Platz draußen so das die Hunde wenn sie allein waren meist im Garten laufen konnten.
Die Idee mit dem Tierheim hatte ich auch schon, werden uns den Hund auch von dort holen…
Liebgruß Janine
TOTAL off topic
tach niels
mir gefaellt dein name sehr, frag mich nicht warum. mit meinem mann ueberlege ich mir oft kindernamen und niels gefaellt mir da sehr. jetzt wollt ich mal fragen, welche schimpfwoerter oder ableitungen kann man aus niels machen (wie zB martina, das wurde bei uns macho)? wird mit dem namen immer der hohe norden assoziiert oder hat er sonst irgendwelche unerwuenschten nebenwirkungen?
ich weiss, es ist ne komische frage aber weil du schon mal so heisst … ;o)
danke,
liz
Hallo Liz,
mir gefaellt dein name sehr,
ich fuehle mich geschmeichelt!
Niels ist die nordische Kurzform von Nikolaus, wobei Niels die daenische Schreibweise und Nils die schwedische ist.
jetzt wollt ich mal fragen, welche schimpfwoerter
oder ableitungen kann man aus niels machen (wie zB martina,
das wurde bei uns macho)?
Das ganze beschraenkt sich im Wesentlichen auf die Frage, wo man denn die Gaense gelassen hat (wie originell, gaehn). Aber wer weiss schon, was den Leuten sonst noch so einfaellt.
wird mit dem namen immer der hohe
norden assoziiert oder hat er sonst irgendwelche
unerwuenschten nebenwirkungen?
Der Name wird staendig mit Jens verwechselt.
Gruss, Niels
Du hast ja so Recht…
Hallo *Werner*!
Endlich findet sich jemand mit meiner Meinung! Danke für Deinen Beitrag, Du sprichst mir aus der Seele.
Siehe auch meinen Beitrag zu dem Thema.
Wollte ich nur mal loswerden.
Gruß
Mathias
Hallo,
vielen Dank für die ausführliche mail. Also wenn es an der Größe der Wohnung oder des fehlenden Gartens nicht scheitert, dann denke ich werden wir es versuchen. Mit dem Informieren über jede einzelne Rasse, ohje, wir möchten gern einen Hund aus dem Tierheim, aber ob man da dann genau die gewünschte Rasse bekommt.Desweiteren, wie gesagt, ich bin mit Hunden aufgewachsen und hab so auch was von Hundeerziehung mitbekommen, im Heim gibts ja meistens keine Welpen bei deren Erziehung man dann noch alles richtig bzw falsch machen kann…Aber ein stubenreiner Hund der schon ein paar Jahre alt ist hat bestimmt auch seine Vorteile…alles nicht so einfach in der Auswahl…wir denken noch ein wenig drüber nach.
Liebgruß Janine
Hallo Janine,
vielen Dank für die ausführliche mail.
Gern geschehen 
Also wenn es an der Größe der Wohnung oder des fehlenden Gartens nicht scheitert, dann denke ich
werden wir es versuchen.
Nur zu. Ich wünsche viel Spaß dabei.
Mit dem Informieren über jede einzelne Rasse, ohje, wir möchten gern einen Hund aus dem
Tierheim, aber ob man da dann genau die gewünschte Rasse bekommt.
Sicherlich kaum. So sehr ich es begrüße, wenn man einen Hund aus dem Tierheim holt, so groß sind auch meine „Bauchschmerzen“ dabei. Zunächst ist es so, das kleine Hunde meist nicht lange im Tierheim sind. Sie sind halt begehrter 
Und große Hunde, die meist lange dort „eingesperrt“ sind, bringen meist andere Probleme mit sich. So ist es häufig der Fall, das die Hunde aufgrund mangelnder Sozialkontakte im Tierheim langsam aber sicher einen psychologischen Knacks bekommen. Diese Hunde haben dann manchmal Probleme, mit ihren Artgenossen „normal“ umzugehen.
Was ich jedoch viel schlimmer finde, ist der „Gschäftssinn“ mancher Tierheime. Das sollte man jetzt bitte nicht falsch verstehen. Ich finde es durchaus richtig, das ein Hund (oder ein anderes Tier) auch im Tierheim Geld kostet. Nur so kann man halbwegs sicherstellen, das der Hund nicht als Spielzeug endet und Kosten haben die Tierheime ja schließlich auch. Und mit Finanzen der öffentlichen Hand sieht es meist nicht so rosig aus. Ich habe nur mit einer Sache ein Riesenproblem. Es gibt auch Vereine, die die Hunde aus dem südeuropäischen Ausland (z.Bsp. Spanien) quasi „importieren“, meist sind es gerade kleinere Hunde. Diese Hunde werden dann hier für gutes Geld abgegeben, in der Regel ohne entsprechende Hinweise. Das ist unterm Strich ein Recht gutes Geschäft. Solche Machenschaften stinken mir gewaltig. Sind zwar hoffentlich Einzelfälle, aber so selten wohl auch wieder nicht.
Desweiteren, wie gesagt, ich bin mit Hunden aufgewachsen und hab so auch was von
Hundeerziehung mitbekommen, im Heim gibts ja meistens keine Welpen bei deren Erziehung man
dann noch alles richtig bzw falsch machen kann…
Das ist wohl richtig. Ein Nachteil ist allerdings -und das solltet ihr berücksichtigen- das ihr auch nie wissen könnt, was bei dem jeweiligen Hund bisher alles falsch gemacht wurde. Und gerade bei älteren Hunden ist es oft schwierig, bestimmte Eigenarten wieder raus zu bekommen. Daher kann ich nur empfehlen, genauestens auf die jeweilige Vorgeschichte des Hundes zu achten. Ohne eine bekannte Vorgeschichte würde ich sagen Hände weg. Das Risiko wäre mir zu hoch. Es ist beispielsweise sehr schwierig, einen Hund, der immer im Zwinger gehalten wurde, an eine Wohnung zu gewöhnen. Umgekehrt ist es allerdings noch schwerer. Wobei ich gleich sagen möchte, das ich Zwingerhaltung für Grundsätzlich falsch und verwerflich halte. Meiner Meinung nach braucht ein Hund als Rudeltier den ständigen Kontakt zu seiner „Familie“ als Rudel. Und das ist im Zwinger nicht gegeben. Generell bin ich der Meinung, das Hunde aus dem Tierheim nur in sehr erfahrene Hände gehören. Wenn man mit diesen armen Würstchen vernünftig umgeht, dann sind sie allerdings sehr, sehr dankbar und mit Sicherheit eine große Bereicherung des Lebens.
Aber ein stubenreiner Hund der schon ein paar Jahre alt ist hat bestimmt auch seine Vorteile…
Auch wieder richtig. Aber nur als Hinweis: Einen Welpen stubenrein zu kriegen, ist bei richtiger Herangehensweise in der Regel nicht so schwierig und dauert auch nicht lange. Bei uns waren es gerade mal drei Wochen. Und ein weiteres Pro für einen Welpen: Ein Hund, der von klein auf von Dir erzogen wird und mit Dir aufwächst, wird eine sehr starke soziale Bindung zu Dir aufbauen. Diese Bindung ist nicht zu unterschätzen. Bei einem Hund aus dem Tierheim wirst Du soetwas nur sehr schwer aufbauen können.
alles nicht so einfach in der Auswahl…wir denken noch ein wenig drüber nach.
Es ist wirklich nicht einfach, da hast Du wohl Recht. Aber wie ich schon sagte, lieber länger überlegen und dafür keinen Fehler machen den man später vielleicht bereut. Liebenswert sind die kleinen Scheißer alle. Ich weiß, das es gerade im Tierheim verdammt schwer ist, eine objektive Entscheidung zu treffen. Vor allem, wenn man durchs Gitter aus glänzenden, erwartungsvollen Augen angeschaut wird.
Ich wünsche Euch viel Erfolg bei Eurer Entscheidungsfindung. Wenn Du noch Fragen hast, kannst Du mich jederzeit anmailen.
So long.
Mathias
ABSOLUT richtig! (owT)
Großer Garten, große Wohnung bei Hundehaltung sind nur
Augenwischerei bei Hundebesitzern, die keine Lust haben, sich
zusammen mit dem Hund zu bewegen!!!
danke! also ich glaube, wenn wir in ein paar jahren mal einen sohn haben sollten, wirds wohl ein niels werden. :o)
schoenen tag noch!
liz
Tierheimhund
Hallo Janine,
ich freue mich, dass Ihr ueber einen Tierheimhund nachdenkt. Da ich selbst mit Tierheimhunden arbeite, moechte ich auch meinen Senf dazugeben… Ich fand Mathias’ erstes Posting schon sehr gut, moechte auch nur bestaetigen, dass die Wohnungsgroesse oder der nicht vorhandene Garten kaum eine Bedeutung fuer den Hund haben wird und es vor allem auf die Zeit ankommt, die Ihr mit dem Hund verbringen werdet.
Was das Thema Tierheim angeht, moechte ich Mathias aber doch in einigen Punkten widersprechen.
Aber zuerst mal: die Rasse des Hundes sollte fuer Euch nicht entscheidend sein. Ueberlegt Euch aber vorher, was Ihr von Eurem Hund erwartet. Soll’s ein Labrador sein, so muss er auch mal im Teich rumschwimmen koennen (und dann dementsprechend stinken duerfen). Terrier bellen recht gern und sollten bei empfindlichen Nachbarn lieber nicht ins Haus. Vorsicht bei langhaarigen Rassen, wenn Ihr nicht staendig Haare auf den guten Moebeln wollt (die liegen allerdings auch bei kurzhaarigen Hunden rum, aber nicht in derartigen Massen). Huetehundrassen (Schaeferhundrassen o.ae.) wollen hueten, wenn das Tier nicht ausreichend beschaeftigt wird, kann es sich zum Fahrrad- oder Autojaeger entwickeln ;o) Manche hueten auch Kinder…
Ueberlegt Euch auch, ob Ihr mit dem Hund ausgedehnte Wanderungen machen wollt oder lieber nicht. Dalmatiner z.B. koennen recht nervig werden, wenn sie nicht ausgelastet sind (genuegend Auslauf). Und so weiter und so fort. Alle diese Eigenschaften sind mehr oder weniger ausgepraegt auch bei Mischlingen zu finden, das hier sollte Euch nur Anhaltspunkte geben, worauf Ihr achten koennt.
Wenn Ihr Euch soweit darueber klar seid, was Ihr fuer einen Hund wollt (verspielt oder eher zum Spazierengehen, quirlig oder eher ruhig, mit pflegeleichtem Fell oder nicht usw.), dann koennt Ihr Euch auf die Suche machen. Ihr merkt dann auch im Tierheim schon einigermassen, ob der Hund eher aktiv ist oder nicht und so weiter (Tipp: die meisten Hunde werden mit ca. drei Jahren deutlich ruhiger, also vielleicht nehmt Ihr lieber einen etwas aelteren).
Wenn Ihr ins Tierheim geht, achtet mal darauf, ob die Leute dort ueber ihre Hunde Bescheid wissen (aber nicht nur ueber die Vorgeschichte). Zum Beispiel: vertraegt sich der Hund mit anderen Hunden (Rueden und/oder Huendinnen)? Hat er vielleicht eine Abneigung gegen Maenner oder Kinder? Spielt er gern? Ist er eher fuer Menschen oder Hunde oder vielleicht am ehesten fuer Baelle zu begeistern? Bellt er viel? Reagiert er auf Euch (streicheln lassen, Kontakt suchen,…), oder schnueffelt er unbeteiligt in den Ecken rum? Lasst Euch auch von Eurem Gefuehl leiten, oft sucht sich der Hund gewissermassen seine Leute selber aus. Das merkt Ihr dann schon.
So, und nun geht’s mit den Vorurteilen weiter. Zunaechst mal: bei jedem Hund, sei’s ein Welpe oder ein aelterer Hund, habt Ihr die gleichen Chancen, eine enge Bindung aufzubauen. Egal, ob er aus dem Tierheim kommt oder anderswoher. Ihr koennt natuerlich Pech haben mit einem Tierheimhund (in verschiedener Hinsicht, also z.B. mit mangelnder Stubenreinheit, Aggression, Krankheiten o.a.). Aber vergesst nicht: diese Probleme koennt Ihr auch mit einem Welpen bekommen! Wer einen Welpen kauft, bekommt genauso wenig eine Garantie auf ein langes problemloses Zusammenleben wie einer, der sich einen Tierheimhund holt. Ich gehe jetzt nicht naeher darauf ein, aber wenn Ihr wollt, kann ich das noch genauer erklaeren. Einen Hinweis moechte ich Euch aber noch mit auf den Weg geben: informiert Euch vorher, wie man einen Hund zur Stubenreinheit erzieht. Manche Hunde verlernen das im Tierheim, weil sie nicht oft genug rauskoennen oder ganz einfach den Unterschied zwischen draussen und drinnen nicht mehr erkennen (so ein Zwinger ist halt kein Wohnzimmer). Die meisten lernen das aber schnell wieder.
Zweitens: fast jeder Hund kann erzogen werden. Es mag Faelle geben, bei denen auch erfahrene Trainer keine Chance haben, aber auch ein Welpe kann sich in diese Richtung entwickeln. Ich arbeite schon laengere Zeit in einem Tierheim und bin dort v.a. mit der Erziehung unserer „Problemfaelle“ beschaeftigt. Ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, dass aeltere Hunde oft leichter und schneller formbar sind als kleine Welpen. Und ich habe bisher noch keinen erlebt, dem nicht „beizukommen“ gewesen waere (was nicht heissen soll, dass es so etwas nicht gibt). Auf jeden Fall wuerde ich Euch aber raten, dass Ihr Euch Hilfe sucht, sei’s bei Hundetrainern bei Euch zu Hause oder hier im Forum oder anderswo. Auch bei einem Welpen. Und, ganz wichtig: vor der Anschaffung des Hundes informieren! So laesst sich viel Aerger vermeiden.
Und noch ein Vorurteil: es sind laengst nicht alle Tierheimhunde problematisch. Ich moechte jetzt keinem weismachen, dass die Zustaende in Tierheimen paradiesisch sind, aber verschiedene Hunde gehen mit der Belastung unterschiedlich um. Manche werden ganz schnell „depressiv“ oder aggressiv, andere scheint es gar nicht zu stoeren. Ausserdem kann es ja auch sein, dass „Euer“ Hund erst zwei Tage dort ist und sozusagen noch unbelastet. Die Devise ist hier: auf alles vorbereitet sein, aber nicht zu viel Angst haben.
Was Mathias’ Beispiel vom Zwingerhund angeht: wir hatten auch schon solche Faelle. Einen Zwingerhund an die Wohnung zu gewoehnen, kann ein Problem sein, muss aber nicht.
Wenn Ihr spezielle Fragen zum Thema Tierheim habt oder auch zu Verhaltensproblemen bei Eurem Hund (wenn’s dann so weit ist): ich helfe gern! Koennt mir auch eine Mail schreiben.
Viele Gruesse
Sylvia
(habe leider keine Umlaute und „Eszetts“ zur Verfuegung)
Also www ist schon einmalig!!
Da fragt jemand danach, wie man einen Hund hält und heraus kommt eine Diskussion über den nächsten Namen seines Stammhalters!
Hallo Sylvia,
ich möchte mich doch noch einmal zu Wort melden. Irgendwie habe ich den Eindruck, du könntest mich mißverstanden haben.
Anhand Deiner Ausführungen schlußfolgere ich mal, das wir eigentlich doch in etwa die gleiche Meinung haben. Ich habe ja auch bereits versucht, auf die jeweiligen Unterschiede zwischen den Rassen und den entsprechenden Anforderungen einzugehen. Du hast natürlich völlig Recht, wenn Du sagst, das jeder Hund andere Anforderungen an seinen Besitzer stellt. Ich bin ganz Deiner Meinung, wenn Du sagst, man soll vorher seine Erwartungen abstecken. Ich sag ja, lieber länger überlegen.
Wenn Ihr Euch soweit darueber klar seid, was Ihr fuer einen
Hund wollt (verspielt oder eher zum Spazierengehen, quirlig
oder eher ruhig, mit pflegeleichtem Fell oder nicht usw.),
dann koennt Ihr Euch auf die Suche machen. Ihr merkt dann auch
im Tierheim schon einigermassen, ob der Hund eher aktiv ist
oder nicht und so weiter (Tipp: die meisten Hunde werden mit
ca. drei Jahren deutlich ruhiger, also vielleicht nehmt Ihr
lieber einen etwas aelteren).
Ich habe in Tierheimen immer den Eindruck gewonnen, das die meisten Hunde gerade dort während einer „Besichtigung“ besonders auffallen wollen. Klingt vielleicht blöd, kann ich aber nicht anders ausdrücken. Ich habe von daher oft Probleme damit, den jeweiligen Hund einzuschätzen. Übrigens hat meine Hündin auch nach ca. drei Jahren ihren Charakter nochmal gewandelt. Allerdings eher in die andere Richtung, sie hat halt versucht, ihren eigenen Kopf immer öfter durchzusetzen… 
Aber ihr Temperament hat sie nicht verloren (Gott sei Dank
).
Wenn Ihr ins Tierheim geht, achtet mal darauf, ob die Leute
dort ueber ihre Hunde Bescheid wissen (aber nicht nur ueber
die Vorgeschichte). Zum Beispiel: vertraegt sich der Hund mit
anderen Hunden (Rueden und/oder Huendinnen)? Hat er vielleicht
eine Abneigung gegen Maenner oder Kinder? Spielt er gern? Ist
er eher fuer Menschen oder Hunde oder vielleicht am ehesten
fuer Baelle zu begeistern? Bellt er viel? Reagiert er auf Euch
(streicheln lassen, Kontakt suchen,…), oder schnueffelt er
unbeteiligt in den Ecken rum?
Das ist das, was ich mit „Vorgeschichte“ meinte. Ist vielleicht nicht ganz so rübergekommen. Mir ging es hauptsächlich um detaillierte Aussagen zum Wesen des jeweiligen Hundes.
Lasst Euch auch von Eurem
Gefuehl leiten, oft sucht sich der Hund gewissermassen seine
Leute selber aus. Das merkt Ihr dann schon.
Das meine ich mit „Auffallen während einer Besichtigung“. Manche Hunde biedern sich förmlich an. Find ich immer wieder niedlich.
So, und nun geht’s mit den Vorurteilen weiter. Zunaechst mal:
bei jedem Hund, sei’s ein Welpe oder ein aelterer Hund, habt
Ihr die gleichen Chancen, eine enge Bindung aufzubauen. Egal,
ob er aus dem Tierheim kommt oder anderswoher.
Ich habe auch nicht sagen wollen, das es bei einem Tierheimhund nicht funktioniert. Ich meine nur, das gerade bei diesen Hunden eine erfahrene Hand nötig ist. Eben weil die Hunde oft keine ausreichenden Sozialkontakte im Tierheim pflegen können. Ein Tierheim bedeutet für den Hund doch meist ziemlichen Streß denke ich.
Aber vergesst nicht: diese Probleme koennt
Ihr auch mit einem Welpen bekommen! Wer einen Welpen kauft,
bekommt genauso wenig eine Garantie auf ein langes
problemloses Zusammenleben wie einer, der sich einen
Tierheimhund holt.
Das es auch mit Welpen Probleme geben kann, weiß ich natürlich. Auch hier ist natürlich Erfahrung oder zumindest gute Beratung wichtig.
Einen Hinweis moechte ich Euch aber noch mit auf den Weg
geben: informiert Euch vorher, wie man einen Hund zur
Stubenreinheit erzieht. Manche Hunde verlernen das im
Tierheim, weil sie nicht oft genug rauskoennen oder ganz
einfach den Unterschied zwischen draussen und drinnen nicht
mehr erkennen (so ein Zwinger ist halt kein Wohnzimmer). Die
meisten lernen das aber schnell wieder.
Halte ich auch für sehr wichtig. Wenn ich bei einigen Leuten erlebe, wie die vorgehen, wird mir übel. Will ich aber jetzt hier nicht näher beschreiben.
Zweitens: fast jeder Hund kann erzogen werden. Es mag Faelle
geben, bei denen auch erfahrene Trainer keine Chance haben,
aber auch ein Welpe kann sich in diese Richtung entwickeln.
Wieder die erfahrene Hand. Denke ich jedenfalls. Man sollte sich da schon m Vorfeld schlau machen.
Ich arbeite schon laengere Zeit in einem Tierheim und bin dort
v.a. mit der Erziehung unserer „Problemfaelle“ beschaeftigt.
Ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, dass aeltere Hunde
oft leichter und schneller formbar sind als kleine Welpen. Und
ich habe bisher noch keinen erlebt, dem nicht „beizukommen“
gewesen waere (was nicht heissen soll, dass es so etwas nicht
gibt).
Du hast natürlich recht. Obwohl ich sagen muß, das ich andere Erfahrungen gemacht habe. Gerade bei älteren Hunden war es meist relativ schwierig, alte Gewohnheiten loszuwerden. Letzten Endes klappt es fast immer, die Frage drängt sich für mich aber irgendwie auf, ob dazu ein „Neubesitzer“ immer die Nerven mitbringt. Viele reagieren leider dann völlig überzogen und bringen das arme Wesen zurück ins Tierheim. Das ist dann für die Hunde der nächste Kulturschock. Ständige Änderungen im Umfeld sind auf Dauer auch nicht das wahre.
Auf jeden Fall wuerde ich Euch aber raten, dass Ihr
Euch Hilfe sucht, sei’s bei Hundetrainern bei Euch zu Hause
oder hier im Forum oder anderswo. Auch bei einem Welpen. Und,
ganz wichtig: vor der Anschaffung des Hundes informieren! So
laesst sich viel Aerger vermeiden.
Ich sage ja, wir sind offensichtlich völlig einer Meinung. Ich kann Deine Aussage hier nur betonen.
Und noch ein Vorurteil: es sind laengst nicht alle
Tierheimhunde problematisch. Ich moechte jetzt keinem
weismachen, dass die Zustaende in Tierheimen paradiesisch
sind, aber verschiedene Hunde gehen mit der Belastung
unterschiedlich um. Manche werden ganz schnell „depressiv“
oder aggressiv, andere scheint es gar nicht zu stoeren.
Ausserdem kann es ja auch sein, dass „Euer“ Hund erst zwei
Tage dort ist und sozusagen noch unbelastet. Die Devise ist
hier: auf alles vorbereitet sein, aber nicht zu viel Angst
haben.
Ich hab glaub ich nix gegenteiliges gesagt, oder? Umso wichtiger wird das Wesen des individuellen Hundes.
Was Mathias’ Beispiel vom Zwingerhund angeht: wir hatten auch
schon solche Faelle. Einen Zwingerhund an die Wohnung zu
gewoehnen, kann ein Problem sein, muss aber nicht.
Sehe ich auch so.
Ich finde es schade, wenn bei Dir der Eindruck entstanden ist, ich würde Tierheimhunde pauschal ablehnen. Dem ist nicht so. Im Gegenteil. Ich wollte lediglich auf mögliche Probleme hinweisen. Das es auch mit Welpen Probleme geben kann, ist natürlich richtig. Doch meist wird in der einschlägigen Literatur darauf ausdrücklich hingewiesen, daher bin ich darauf nicht weiter eingegangen. Die möglichen Probleme mit Tierheimhunden werden dagegen meiner Meinung nach zu wenig anderweitig erwähnt und oft auch unterschlagen. Hier sollte man schon ein wenig Wissen zu bekommen.
Übrigens fand ich Deinen Beitrag zu diesem Thema absolut Klasse. Danke dafür.
So long.
Mathias
daß EIN hund sich ohne menschliche gesellschaft langweilt, ok. aber wie ist das, wenn man zwei oder mehr hunde hat?
können die sich dann auch mal miteinander beschäftigen, ohne daß ein mensch dabei is?
und wäre dann ein garten nicht doch vorteilhaft?
gruß
michael
Hallo Michael!
Sie können, wenn sie „wollen“.
Aber - zwei Hunde allein im Garten oder auf dem Grundstück kann Probleme bringen. Wie zwei Kinder kommen sie dann auf „dumme“ Gedanken und machen viel Unfug. Können machen, dabei bewegen sie sich natürlich.
Es kann aber auch sein, daß zwei Hunde, wie einer, den ganzen Tag nur rumliegen.
Sollten sie sich viel bewegen, ist es nicht deshalb, weil sie anfangen zu Joggen, sondern weil sie wie irre durchs Gelände rasen und ob das für die Halter gerade ein Vergnügen ist?
Auch bei zwei Hunden ist ein geregelter Ausgang das Wichtigste,
sie müßen ihre Nasen arbeiten lassen und das geht nicht auf dem eigenen Grundstück. Neue Geruchseindrücke braucht der Hund, das ist kein Witz.
Gruß Werner
Hallo Mathias,
wie schon gesagt: ich fand Dein erstes Posting sehr gut, aber was die Tierheimhunde angeht, fand ich Deine Aussagen halt ein bißchen drastisch. Das klang so, als ob Du prinzipiell von Tierheimhunden abraten willst, solange der potentielle Hundehalter nicht schon sehr viel Erfahrung hat. Und das wollte ich so nicht stehenlassen.
Die Hunde im Tierheim wollen nicht „auffallen“, sondern ein bißchen Zuneigung. Davon bekommen sie sonst leider meist zuwenig - und wenn sie einmal die Chance haben, versuchen sie halt soviel wie möglich Aufmerksamkeit zu bekommen. Das hat aber nichts mit Anbiedern zu tun, so wie ich es verstehe (das setzt für mich menschliche, berechnende Denkweisen voraus). Abgesehen davon: Hunde in Tierheimen sind immer hoch erfreut, wenn sich ihnen jemand widmet, das gilt auch für Mitarbeiter und Freiwillige. So ein Tag im Zwinger ist halt langweilig. Deshalb sollte man sich auch Zeit lassen bei der Auswahl und nicht nach dem Eindruck urteilen, den der Hund im Zwinger (womöglich noch zusammen mit anderen Hunden) macht. Ich finde es ganz wichtig, daß man die Gelegenheit bekommt, den Hund weitgehend ohne störende Einflüsse zu „beschnuppern“, wenn’s geht auch mal ohne Tierheimmitarbeiter, nachdem die beim ersten Kennenlernen dabei waren.
Das ist das, was ich mit „Vorgeschichte“ meinte. Ist
vielleicht nicht ganz so rübergekommen. Mir ging es
hauptsächlich um detaillierte Aussagen zum Wesen des
jeweiligen Hundes.
Okay, dann widerspreche ich Dir auch nicht. Ich hatte das so verstanden, daß man wissen will, wie sich der Hund beim Vorbesitzer verhalten hat oder ob er schon mal gebissen hat etc. Daraus kann man manchmal herzlich wenig auf den Hund schließen, zumal auch nicht alle Vorbesitzer wahrheitsgemäße Aussagen machen. Es gibt tatsächlich auch Fälle, in denen Hunde „abgeschafft“ werden, weil sie farblich nicht zur neuen Wohnungseinrichtung passen (kein Scherz!).
Das meine ich mit „Auffallen während einer Besichtigung“.
Manche Hunde biedern sich förmlich an. Find ich immer wieder
niedlich.
Wie gesagt: ich sehe das nicht als Anbiedern. Die Hunde spüren meistens schon, wer für sie richtig ist. So kommt es, daß manchmal Leute kommen, die unbedingt einen Golden Retriever haben wollen und dann mit einem unscheinbaren Schäferhundmix nach Hause gehen. Die große Liebe!
Ich habe auch nicht sagen wollen, das es bei einem
Tierheimhund nicht funktioniert. Ich meine nur, das gerade bei
diesen Hunden eine erfahrene Hand nötig ist.
Ähem… die ist bei einem Welpen aber auch nötig! Abgesehen davon: manch ein Tierheimhund ist völlig problemlos zu handhaben. Das kommt ganz auf den Hund an.
Eben weil die
Hunde oft keine ausreichenden Sozialkontakte im Tierheim
pflegen können. Ein Tierheim bedeutet für den Hund doch meist
ziemlichen Streß denke ich.
Stimmt. Sollten wir dann nicht versuchen, etwas dagegen zu unternehmen, statt mit dem Argument „Tierheimhunde sind problembelastet“ für neue Welpen zu werben? Ich habe bei meiner Tierheimarbeit einige Leute kennengelernt, die den niiiiiiiiedlichen Welpen, den sie vor kurzem adoptiert hatten, wieder abgeben mußten, weil ihnen das Leben mit dem noch quirligen, unerzogenen Hund zu anstrengend geworden war. Manch einer von diesen Leuten wäre mit einem etwas älteren, „gesetzteren“ Hund besser beraten gewesen.
Zweitens: fast jeder Hund kann erzogen werden. Es mag Faelle
geben, bei denen auch erfahrene Trainer keine Chance haben,
aber auch ein Welpe kann sich in diese Richtung entwickeln.Wieder die erfahrene Hand. Denke ich jedenfalls. Man sollte
sich da schon m Vorfeld schlau machen.
So isses. Das spricht aber nicht gegen einen Tierheimhund… ;o)
Ich finde es schade, wenn bei Dir der Eindruck entstanden ist,
ich würde Tierheimhunde pauschal ablehnen.
Das nicht. Aber Dein Posting machte auf mich den Eindruck, als ob Du unerfahrenen Leuten eher zu einem Welpen als zu einem erwachsenen Hund aus dem Heim raten würdest. Und das halte ich für ganz falsch.
Ich freue mich, daß wir grundsätzlich einer Meinung sind. Ist schön zu wissen, daß es noch vernünftige Menschen gibt ;o) (Hoffentlich legt mir das jetzt keiner als Beleidigung aus, so ist es nicht gemeint.)
Viele Grüße
Sylvia
Hallo Sylvia,
wie schon gesagt: ich fand Dein erstes Posting sehr gut, aber
was die Tierheimhunde angeht, fand ich Deine Aussagen halt ein
bißchen drastisch. Das klang so, als ob Du prinzipiell von
Tierheimhunden abraten willst, solange der potentielle
Hundehalter nicht schon sehr viel Erfahrung hat. Und das
wollte ich so nicht stehenlassen.
So war´s ja auch nicht gemeint 
Die Hunde im Tierheim wollen nicht „auffallen“, sondern ein
bißchen Zuneigung. Davon bekommen sie sonst leider meist
zuwenig - und wenn sie einmal die Chance haben, versuchen sie
halt soviel wie möglich Aufmerksamkeit zu bekommen. Das hat
aber nichts mit Anbiedern zu tun, so wie ich es verstehe (das
setzt für mich menschliche, berechnende Denkweisen voraus).
Mir fiel kein anderer Begriff dafür ein. Ich weiß natürlich, das es den Tieren um Aufmerksamkeit geht. Übrigens habe ich manchmal doch schon das Gefühl, das Hunde auch berechnend sein können. Wenn ich sehe, wie meine Dicke versucht, uns gegeneinander auszuspielen, oh je…
))
Abgesehen davon: Hunde in Tierheimen sind immer hoch erfreut,
wenn sich ihnen jemand widmet, das gilt auch für Mitarbeiter
und Freiwillige. So ein Tag im Zwinger ist halt langweilig.
Wohl wahr. Tut mir immer irgendwie leid.
Deshalb sollte man sich auch Zeit lassen bei der Auswahl und
nicht nach dem Eindruck urteilen, den der Hund im Zwinger
(womöglich noch zusammen mit anderen Hunden) macht. Ich finde
es ganz wichtig, daß man die Gelegenheit bekommt, den Hund
weitgehend ohne störende Einflüsse zu „beschnuppern“, wenn’s
geht auch mal ohne Tierheimmitarbeiter, nachdem die beim
ersten Kennenlernen dabei waren.
So sollte es sein. Wenn´s nur mal überall so gehandhabt würde…
Es gibt tatsächlich auch Fälle, in denen
Hunde „abgeschafft“ werden, weil sie farblich nicht zur neuen
Wohnungseinrichtung passen (kein Scherz!).
Ich weiß, das das leider kein Scherz ist. Ich habe schon die härtesten Sprüche gehört. Es ist ganz klar gesagt zum kotzen wie einige Leute mit ihren Tieren umgehen. Dafür sollten die bestraft werden. Leider wird jedoch immer davon ausgegangen, es ist ja nur ein Tier…
(((((
Ich meine nur, das gerade bei
diesen Hunden eine erfahrene Hand nötig ist.Ähem… die ist bei einem Welpen aber auch nötig! Abgesehen
davon: manch ein Tierheimhund ist völlig problemlos zu
handhaben. Das kommt ganz auf den Hund an.
Mein Reden. Meiner Meinung nach sollte sich jeder, der sich einen Hund „zulegen“ will, vorher unbedingt sachkundig machen. Alles andere ist in meinen Augen sträflicher Leichtsinn. Das schlimmste ist in meinen Augen, wenn sich jemand unüberlegt einen Hund „zulegt“ und hinterher aus irgendwelchen Überforderungsgründen das Tier wieder abgibt. Das muß man sich vorher überlegen. Wer sich ein Tier anschafft, hat gefälligst auch die Verantwortung zu tragen. Es gibt schon viel zu viele arme Würstchen, die nicht wissen wo sie hingehören. Ob es nun ein Hund aus dem Tierheim oder ein Welpe ist, ist eigentlich egal. Ich finde nur, das man eben vorher einen Überblick über eventuell möglich Probleme haben sollte.
Stimmt. Sollten wir dann nicht versuchen, etwas dagegen zu
unternehmen, statt mit dem Argument „Tierheimhunde sind
problembelastet“ für neue Welpen zu werben?
Ich wollte nicht für neue Welpen werben und auch nicht das Pauschalargument „Tierheimhunde sind
problembelastet“ anführen. Ich wollte eben nur auf mögliche Probleme hinweisen. Das es auch anders sein kann, ist eigentlich doch klar oder?
Ich habe bei
meiner Tierheimarbeit einige Leute kennengelernt, die den
niiiiiiiiedlichen Welpen, den sie vor kurzem adoptiert hatten,
wieder abgeben mußten, weil ihnen das Leben mit dem noch
quirligen, unerzogenen Hund zu anstrengend geworden war. Manch
einer von diesen Leuten wäre mit einem etwas älteren,
„gesetzteren“ Hund besser beraten gewesen.
Was soll ich dazu noch sagen? Ich finde es abscheulich.
Wieder die erfahrene Hand. Denke ich jedenfalls. Man sollte
sich da schon m Vorfeld schlau machen.So isses. Das spricht aber nicht gegen einen Tierheimhund…
;o)
Sag ich doch 
Ich finde es schade, wenn bei Dir der Eindruck entstanden ist,
ich würde Tierheimhunde pauschal ablehnen.Das nicht. Aber Dein Posting machte auf mich den Eindruck, als
ob Du unerfahrenen Leuten eher zu einem Welpen als zu einem
erwachsenen Hund aus dem Heim raten würdest. Und das halte ich
für ganz falsch.
Unerfahrenen Leuten würde ich zu gar keinem Hund raten. Denen würde ich zunächst empfehlen, sich gründlichst Gedanken zu machen und sich entsprechend zu informieren. Zum Beispiel hier bei w-w-w.
Ich freue mich, daß wir grundsätzlich einer Meinung sind. Ist
schön zu wissen, daß es noch vernünftige Menschen gibt ;o)
(Hoffentlich legt mir das jetzt keiner als Beleidigung aus, so
ist es nicht gemeint.)
In meinen Augen kann das niemand als Beleidigung auffassen. Diejenigen, die vernünftig sind (Gott sei Dank immer noch die meisten) werden Dir zustimmen. Und der Rest? Muß halt mit seiner Unvernunft leben und könnte es daher eh nicht beurteilen.
In der Hoffnung auf ein Hundefreundlicheres Deutschland in nicht allzuferner Zukunft…
Viele Grüße
Mathias