Homöopathie beim Hund (sehr lang...)?

Mahlzeit!

Also, meine Hündin (Rotti, 6 Jahre) ist mit ungefähr elf Monaten kastriert worden. Wir hatten damals keine andere Wahl, sie hatte ´ne Gebährmuttervereiterung und die Alternative sah verdammt übel aus. Nach der Kastration verging so etwa ein dreiviertel Jahr ohne Probleme. Dann plötzlich legte sie richtig heftig Gewicht zu. Sie ist richtig fett geworden, obwohl wir absolut nix am Futter oder an der täglichen Bewegung verändert haben. Das gab damals innerhalb kürzester Zeit ´ne Steigerung von 38 auf 55(!) kg. Wir haben sie dann in Absprache mit unserem Tier-Doc auf Diät gesetzt. Diverse Futtersorten durchprobiert, alles erfolglos. Es wurde zwar nicht mehr mehr, aber eben auch nicht weniger. Wir haben ´ne Hormonuntersuchung machen lassen und es wurde festgestellt, das irgenwo noch´n Rest von ´nem Eierstock drin sein müßte, da die Hormonwerte sehr ungewöhnlich für ´ne kastrierte Hündin waren. Von einer weiteren OP haben wir abgesehen, da das wie ´ne Suche nach der Nadel im Heuhaufen gewesen wäre.

Vor knapp zwei Jahren sind wir dann auf ein neues Futter gestoßen. Nennt sich BOZITA, kommt aus Schweden und wird phantastisch vertragen. Wir nehmen da die Light-Variante, wegen Diät und so. Sie kriegt jetzt davon 400g am Tag gemischt mit ca 400g Naßfutter (RINTI). Das ist alles. Sie kriegt am Tag etwa 4 bis 5 Stunden intensive Bewegung, daran kann es also auch nicht liegen. In den letzten zwei Jahren hat sie jetzt endlich mal etwas abgebaut, wir sind jetzt auf knapp 45kg runter.

Da unser neuer Tier-Doc (und wir auch) der Meinung sind, das sie noch mehr abbauen müßte (wegen der hohen Belastung der Gelenke). Leider geht auf dem Weg der Diät offensichtlich nix mehr. Jetzt hat uns unser Tierarzt dazu geraten, etwas homöopathisches auszuprobieren. Das soll die Verbrennung gerade bei kastrierten Hündinnen anregen. Sie kriegt jetzt parallel zwei Präparate, erstens Thuja D3 und zweitens Arist. Clematitis D15. Von beiden Sorten jeweils zweimal täglich je 10 Perlen. Wir machen das jetzt ca. sechs Wochen und können noch keinen Erfolg feststellen.

Hat vielleicht jemand Erfahrungen mit so etwas gemacht? Kann mir vielleicht hier jemand entsprechendes berichten? Oder hat jemand noch andere Ideen zu dem Thema?

Ich bin für jede Anregung und jeden Bericht dankbar.

So long.
Mathias

Mahlzeit!
Außer für Rotti :smile:

Homöopathika beim Hund helfen unspezifisch und indirekt, wenn durch Zuwendung eine Besserung möglich ist, z.B. das Wohlbefinden nach einer OP gesteigert und dadurch die Heilung beschleunigt wird. Die Wirkungsweise von Homöopathie kann man auf den beiden Links gut nachlesen.
Daß sich Verdauungsprozesse so kaum beeinflussen lassen, erscheint mir plausibel.

http://www.gwup.org/themen/broschuere/homoeopathie/i…
http://www.handrick-net.de/homoeopathie/homoeopathie…

Light-Produkte wirken bei Tieren nicht gewichtsreduzierend.
Mein Lösungsvorschlag ist daher, statt 2x400g nunmehr 2x320g zu geben und die Homöopathika abzusetzen (wenn sie nicht wirken, unnützes Geld).

Die Bewegung ist prima, da wird Rotti von den meisten Hunden sicher beneidet!

Tschuess, Sven.

Also, meine Hündin (Rotti, 6 Jahre) ist mit ungefähr elf
Monaten kastriert worden. Wir hatten damals keine andere Wahl,
sie hatte ´ne Gebährmuttervereiterung und die Alternative sah
verdammt übel aus. Nach der Kastration verging so etwa ein
dreiviertel Jahr ohne Probleme. Dann plötzlich legte sie
richtig heftig Gewicht zu. Sie ist richtig fett geworden,
obwohl wir absolut nix am Futter oder an der täglichen
Bewegung verändert haben. Das gab damals innerhalb kürzester
Zeit ´ne Steigerung von 38 auf 55(!) kg. Wir haben sie dann in
Absprache mit unserem Tier-Doc auf Diät gesetzt. Diverse
Futtersorten durchprobiert, alles erfolglos. Es wurde zwar
nicht mehr mehr, aber eben auch nicht weniger. Wir haben ´ne
Hormonuntersuchung machen lassen und es wurde festgestellt,
das irgenwo noch´n Rest von ´nem Eierstock drin sein müßte, da
die Hormonwerte sehr ungewöhnlich für ´ne kastrierte Hündin
waren. Von einer weiteren OP haben wir abgesehen, da das wie
´ne Suche nach der Nadel im Heuhaufen gewesen wäre.

Vor knapp zwei Jahren sind wir dann auf ein neues Futter
gestoßen. Nennt sich BOZITA, kommt aus Schweden und wird
phantastisch vertragen. Wir nehmen da die Light-Variante,
wegen Diät und so. Sie kriegt jetzt davon 400g am Tag gemischt
mit ca 400g Naßfutter (RINTI). Das ist alles. Sie kriegt am
Tag etwa 4 bis 5 Stunden intensive Bewegung, daran kann es
also auch nicht liegen. In den letzten zwei Jahren hat sie
jetzt endlich mal etwas abgebaut, wir sind jetzt auf knapp
45kg runter.

Da unser neuer Tier-Doc (und wir auch) der Meinung sind, das
sie noch mehr abbauen müßte (wegen der hohen Belastung der
Gelenke). Leider geht auf dem Weg der Diät offensichtlich nix
mehr. Jetzt hat uns unser Tierarzt dazu geraten, etwas
homöopathisches auszuprobieren. Das soll die Verbrennung
gerade bei kastrierten Hündinnen anregen. Sie kriegt jetzt
parallel zwei Präparate, erstens Thuja D3 und zweitens Arist.
Clematitis D15. Von beiden Sorten jeweils zweimal täglich je
10 Perlen. Wir machen das jetzt ca. sechs Wochen und können
noch keinen Erfolg feststellen.

Hat vielleicht jemand Erfahrungen mit so etwas gemacht? Kann
mir vielleicht hier jemand entsprechendes berichten? Oder hat
jemand noch andere Ideen zu dem Thema?

Ich bin für jede Anregung und jeden Bericht dankbar.

So long.
Mathias

Hi, Sven!

Mahlzeit!
Außer für Rotti :smile:

Das würde sie glaub ich gar nicht freuen :frowning:

Erstmal Danke für Deine Antwort. Ich wird mich mal unter den beiden Links von Dir umschauen, wird aber ´ne Weile dauern.

Light-Produkte wirken bei Tieren nicht gewichtsreduzierend.

Da hab ich aber andere Erfahrungen gemacht. Seit sie dieses Schweden-Futter bekommt, ist es halt deutlich weniger geworden. Gewicht mein ich. Das Zeug ist absolut Energiereduziert. Bei gleicher Menge enthält es halt wesentlich weniger Kalorien, besteht im wesentlichen aus Getreide mit Geflügelanteilen.

Mein Lösungsvorschlag ist daher, statt 2x400g nunmehr 2x320g
zu geben und die Homöopathika abzusetzen (wenn sie nicht
wirken, unnützes Geld).

Sie kriegt ja derzeit nur das bisserl. Weniger ist schon fast gefährlich, da dann der Energiebedarf kaum noch gedeckt werden kann und es zu Mangelerscheinungen kommen würde. Das sagen jedenfalls inzwischen drei Tierärzte unabhängig voneinander. Einer war der Meinung, das das eh schon zu wenig ist für ein Tier dieser Größe. Naja, wenn ich mir die Menge so ansehe, halte ich es auch für zu wenig. Meine Dicke natürlich auch, aber die würde wahrscheinlich alles fressen, hat halt ständig Knast :wink:

Ich befürchte, wir werden damit wohl weiterleben müssen. Aber die Homöopathika werd ich wohl absetzen, kostet nur unnötig. Das glaube ich inzwischen auch. Obwohl mein Tierarzt das mit Sicherheit nicht schlecht gemeint hat. Und irgendwie muß er ja auch drauf gekommen sein. Er verdient jedenfalls nix dran, ich hol das Zeug ja aus der Apotheke und nicht von ihm. Sonst wäre ich vielleicht schon auf schlechte Gedanken gekommen. Aber dazu ist er andererseits eigentlich zu nett.

Die Bewegung ist prima, da wird Rotti von den meisten Hunden
sicher beneidet!

Das glaub ich wohl auch. Jedenfalls ist sie immer völlig fertig, wenn´s wieder reingeht. So sollte es auch sein denke ich.

Trotzdem erstmal Danke für Deine Antwort.

So long.
Mathias

Moin!
Mir kommt das Problem sehr bekannt vor…mein Rüde ging nach der Kastration auch förmlich auseinander und hatte im Gegensatz zu seinen 38 kg jetzt, zeitweilig bis zu 55 kg auf den Rippen trotz Bewegung, Agility und anderem! Ich habe damals allerdings nicht den Tierarzt gefragt, sondern einfach über Wochen und Monate die Ernährung auf ein fettreduziertes Futter umgestellt. Davon habe ich sogar nur die Hälfte der Packungsangabe für sein Zielgewicht gefüttert, was in seinem Fall so ca. 200gr. am Tag waren! Die paar Pellets habe das mit Reis aufgefüllt. Wenn Du Angst hast das deine Hündin Mangelerscheinungen bekommt, dann füttere doch ein Vitamin- und ein Mineralpräparat zu, aber da würde ich mir ehrlich gesagt so schnell keinen Kopf drum machen, denn die äußeren Anzeichen stumpfes Fell und Lustlosigkeit wären schnell zu erkennen! Jetzt kriegt mein Hund ein normales Futter, wo ich die Portion auch seinem Stoffwechsel anpasse, also nach Futtersorte so 350 gr. am Tag in zwei Portionen aufgeteilt. Mit viel Aufpassen (in den Leckerlies liegt die große Gefahr!!!) hält er sein Gewicht, ich denke das ist auch für Euch zu schaffen, wenn ihr den hungrigen Blicken Eures Mädels widerstehen könnt!

Hi Matthias, ich gehe davon aus, daß der Tierarzt diese homöopathischen Mittel verordnet hat. In letzter zeit gehen viele Schulmediziner dazu über, auch mit Homöopathie zu behandeln, wenden dabei aber ihr schulmedizinisches Wissen an.
Merkwürdig ist, daß sie die Hündin mehrere Mittel auf einmal bekommt, das würde ein richtiger Homöopath nur in Ausnahmesituationen machen. Über Tierheilpraktiker24.de kommst du an eine Liste mit seriösen Tierheilpraktikern, da ist bestimmt auch einer bei Dir in der Nähe. Tierheilpraktker haben zwar nicht die Ausbildung eines Tierarztes, dafür aber meist mehr Ahnung von Homöopathie als diese (natürlich mag es auch da Ausnahmen geben).
Letztendlich muß ja wohl „nur“ der Stoffwechsel deiner Hündin wieder auf Trab kommen, dabei habe ich bei Tieren mit diesem Problem mit der Homöopathie schon sehr gute Erfahrungen gemacht.

Und für die Kritiker: Ich persönlich kann nicht glauben, daß ein sogenannter Placebo-Effekt durch Homöopathie auch bei Tieren hervorgerufen werden kann, schließlich sind sie nicht in der Lage, an die mögliche Wirkung des Mittels zu glauben…

Noch was zum Futter: Versuche es doch mal mit einer 2-wöchigen Reis-Gemüse-Kur (einfach gekochten Reis und gedünstete Möhren füttern, ab und an etwas Hüttenkäse drunter), über diesen Zeitraum bekommt der Hund auch keine Mangelerscheinungen und es wirkt manchmal Wunder.

Viel Glück Tanja

Hi!

Noch was zum Futter: Versuche es doch mal mit einer 2-wöchigen
Reis-Gemüse-Kur (einfach gekochten Reis und gedünstete Möhren
füttern, ab und an etwas Hüttenkäse drunter)

Da sagt meine Tierärztin was anderes. Ich würde dem Tier kein Reis geben, hat auch Kalorien. Allerdings ist das bei Magenproblemen das Beste.
Käse würde ich meinem Tier nicht geben.
Natürlich ist Gemüse immer gut! :smile:

Davon abgesehen habe ich auch einen Hund, der seit der Kastration zugenommen hat. Ich habe das Fressen drastisch reduziert und auf drei Mahlzeiten verteilt. So läuft sich nicht immer mit leerem Magen rum. Die Tiere gewöhnen sich daran.
Es dauert zwar etwas, aber man sollte hart sein, dem Tier zuliebe.
Jetzt hat sich meine Hündin daran gewöhnt. denn soviel Fressen braucht das Tier nicht um seinen Tagesbedarf zu decken.
Übrigens, man sollte das Tier auch sportlich bewegen…*g*
Ich fahre sehr viel Fahrrad.

Gruß

Sonja.-