Hi Laura 
Macht das Pferd das auch wenn andere (gute ) Reiter sie reiten
sie macht es auch bei ihrer Besitzerin (gute Reiterin)
dann scheint alles im Moment darauf hinzudeuten, dass es in der Ausbildung noch ein bisschen was hapert … ich tippe jetzt erstmal so auf grundsätzliche Balance- und/oder Verständnisprobleme
Was sagt dein Reitlehrer dazu ?
die Besitzerin des pferdes ist meine Reitlehrerin und sei kann
es ja auch nicht anders
ist sie wirklich ausgebildete Reitlehrerin FN (uns sollte somit mindestens M-Niveau reiten können) oder nennt sie sich nur so ? Sorry aber die Frage ist nichtso ganz abwegig weil „Reitlehrer“ an sich kein geschützter Begriff ist - jeder darf sich so nennen, selbst wenn er noch nie eine Ausbildung genossen hat … *seufz* o.k. ändern könntest du es eh nicht …
Macht die Stute das auf beiden Händen ?
ja
gut - also kann man mal gesundheitliche Probleme ausschliessen 
Macht sie es auch beim Longieren ?
nein, wie gesagt sie kann, wenn sie denn will sich gut biegen
gut - also wirklich körperlich alles i.O. …
Wie lang wird das Pferd schon geritten ?
1 Jahr (5 1/2 Jahre alt)
ist ja noch nicht sooo lang
aber ist prima wenn du da jetzt gegenwirken willst, weil jetzt glaub ich der richtige Zeitpunkt ist
Wie und wie weit wurde sie ausgebildet ?
nur als Freizeitpferd, kann ein paar Dressurlektionen…
kann sie schon so Dinge wie Schenkelweichen (wahrscheinlich ja) ? Vorhandswendung (wohl auch) ? Schulterherein (eher noch nicht) …
Ich hoffe die Informationen reichen dir???
doch ja für den anfang 
Danke für deine Hilfe
ich weiss ja noch nicht OB ich dir helfen kann, aber ich probiers halt mal 
Im Moment klingt es so als würde dein Pferd (wie anfangs alle jungen Pferde) seinen Körper parallel zur Bande bewegen (auf der Suche nach Halt) … da aber die Schultern schmaler sind als die Hüften ist das automatisch schief und wirkt als wäre das Pferd nach aussen gestellt 
Aaaaaaaaaaalso … Bodenarbeit machst du ja schon mit ihr, da macht ihr das Biegen an sich kein Problem - hast du auch mal Langzügel probiert ? einfach nur um zu überprüfen ob dein Pferd überhaupt versteht was „das mit den Zügeln“ an sich soll ?
Also Richtungswechsel unter dem Sattel an sich klappen gut ? Da stellt und biegt sie sich dann auch richtig ?
Wenn ja : kannst du an der Longe dein Pferd Zirkel verkleinern und vergrössern lassen ? und tritt sie dabei mit den Hinterfüssen in die Spur der Vorderfüsse, oder seitlich raus ?
(Wenn es an der Longe gut klappt, aber unter dem Sattel nicht : Würde ich mal den Sattel überprüfen lassen - Isländer haben mitunter recht kurze Rücken und werden trotz allem aber gern mit Trachtensätteln geritten die meistens zu lang sind und es dem Pferd unnötig schwer machen sich in den Rippen zu biegen )
Prinzipiell müsst ihr evtl. in der Ausbildung jetzt mehr Wert auf Stellung und Biegung (also nicht im Hals biegen sonden in den Rippen !) und viele, viele Handwechsel legen - also vorsichtig auch unter dem Sattel anfangen, grosse gebogene Linien (Zirkel, einfache Schlangenlinien) zu reiten, dabei die Stellung zwar mit dem inneren Zügel verlangen aber nicht durch verkürzen sondern durch Einwärtsführen der Hand (wie man das beim Anreiten auch macht - um dem Pferd die Richtung und denn Sinn klar zu machen) - gleichzeitig ein bisschen deutlicher den inneren Schenkel verwenden um dem Pferd die Biegung um den Schenkel zu erleichtern und evtl. die Gerte neben den äusseren Schenkel anlegen (wirklich nur anlegen und liegen lassen) um dem Pferd einfach das Verständnis zu erleichtern.
Soweit möglich überhaupt nicht mehr (oder nur ganz, ganz wenig) geradeaus in der Bahn an der Bande entlang reiten sondern erstmal Wert auf gebogene Linien legen - und dabei genau darauf achten dass du das ungefähr zu gleichen Teilen links und rechts herum machst - im Zweifelsfall lieber mal mit dem Blick auf die Uhr reiten 
Wenn das alles klappt fängst du sozusagen an, die Vorhand auf die Hinterhand einzustellen … Bsher tritt die Hinterhand automatisch etwas neben den Schwerpunkt, weil ja die Hüften und die Schultern ungleich breit sind. Genau genommen musst du dem Pferd beibringen die Schulter von der Bande zu lösen und frei geradeaus zugehen anstatt sich „an der Wand anzulehnen“ - dazu muss es aber erstmal ins Gelcihgewicht kommen udn das geht eben am besten mit Hilfe von gebogenen Linien und vielen Handwechseln (bis zum Erbrechen - des Reiters *g*)
Mit Hilfe der gebogenen Linien kommt dein Pferd schneller ins Gleichgewicht - sobald die gebogenen Linien klappen (immer von unten jemand schauen lassen ob auch die _Hinterhand wirklich in die Spur der Vorderbeine tritt) kannst du anfangen mit „Schenkelgehorsam“ also der Kontrolle der Hinterhand durch deinen Schenkel
Die einfachste Übung dazu ist Schenkelweichen und Vorhandswendung - damit erstmal anfangen - danach dann Viereck verkleinern und vergrössern (im Schritt) - wenn das klappt und wirklich erst dann weitermachen mit Schultervor / Schulterherein … und wenn DAS klappt hast du mit einem nach aussen gestellten Pferd sicher keine Probleme mehr 
Gruß Hexerl
P.S: probier mal ein bisschen und erzähl was funktioniert hat und was noch nicht …