Hallo Hagen!
Meine Freundin will unbedingt eine Katze in unserer viel zu
kleinen Neubauwohnung. Ich bin seit jeher ein Gegener von
Tieren in der Wohnung und möchte davon auch nicht abtreten.
Damit hast Du Deine Frage eigentlich schon selbst beantwortet. Wenn Du gegen eine Katze in der Wohnung bist, kann es eigentlich nicht gut gehen.
Wie sieht die Gemeinschaft das? Ist es nicht eine Quälerei,
wenn man in einer 50 m² Wohnung noch Haustiere unterbringt?
Das kommt auf das Haustier an und darauf, inwieweit man bereit ist, seine Wohnung tiergerecht auszustatten.
Warum muß der Mensch sich nur jedes Tier so zurechtzüchten,
daß er dann von sich behaupten kann, das Tier sei ein
Haustier? Gehört nicht jedes Tier in die freie Natur?
Darüber kann man endlos diskutieren und wird sich nie einig werden. Deshalb gibt es ja auch keine Vorschrift, dass man Haustiere halten MUSS. Wer dagegen ist, lässt es sein.
Schließlich haben wir es ja auch von da geholt. Ob Hund, Katze
oder sonstwas?
Hunde und Katzen sind seit vielen Generationen domestiziert. Wenn man sich heute einen Hund oder eine Katze zulegt, kann man nicht davon sprechen „sie aus der Natur zu holen“.
Was habt Ihr denn so für Tiere in der Wohnung oder im
Haus???
Wir haben 3 Katzen auf 103 m². Als ich vor ein paar Jahren noch alleine wohnte, war eine Katze immer dabei, in Wohnungen von 30-50 m². Alle meine Katzen sind/waren reine Wohnungskatzen. Bei der heutigen Verkehrssituation ist es an den meisten Orten sehr riskant, Katzen herauszulassen. Sie haben die Angewohnheit, beim Anblick eines Autos zu erstarren, um dann im letzten Moment loszurennen…das geht nicht immer gut. Weiterhin liegt in vielen Wohngebieten Rattengift aus usw. usw. Die „Natur“ in die ich die Katze zu lassen glaube, ist eben nicht mehr die Natur, aus der sie einst kam.
Allerdings habe ich auch mein Leben auf meine Katze hin ausgerichtet…nicht gleich nach der Arbeit ausgehen, sondern erst um die Katze kümmern…nicht mal spontan wegfahren…immer mindestens 2 Stunden am Tag nur mit der Katze befassen…Wohnung entsprechend ausgestattet…usw.
Was man bei Wohnungskatzen beachten sollte:
- wenn Du was gutes tun möchtest, nimm’ eine Katze aus dem Tierheim
- wenn es Jungtiere sein sollen, und Ihr berufstätig seid, nimm’ 2 Katzen! (ja, auch auf 50 m²). Eine junge Katze sollte nicht den ganzen Tag alleine sein (sonst langweilt sie sich und renoviert Eure Wohung
- sonst eine ältere, erwachsene Wohnungskatze, die schon etwas ruhiger ist und keine Artgenossen möchte
- ein (oder mehrere) deckenhohe Kratzbäume sind sehr beliebt, vor allem, wenn man von dort aus auf einen Schrank springen kann…man kann auch sehr kleine Wohnungen für Katzen sehr interessant machen
Insgesamt finde ich es toll, dass Du Dir vorher soviele Gedanken machst. Viele Leute schaffen sich einfach ein Tier an, ohne viel darüber nachzudenken…und darunter leidet meist das Tier. Wenn Du von den pro-Wohnungshaltungs-Argumenten hier nicht überzeugt wirst, dann leg’ Dir auch keine Katze zu, sondern warte, bis Ihr eine größere Wohnung habt, oder eine, wo es die Lage erlaubt, die Katze hinauszulassen.
Kätzische Grüße =^…^=
Myriam
Satan, Luzifer & Greta
zu sehen auf http://www.napfsuelze.de