Katzenkrankheit FIP (Fel. infektiöse Peritonitis)

Hilfe!
ich mußte letzte Woche einen kräftigen, bis dahin gesunden jungen Kater einschläfern lassen, weil bei ihm FIP akut ausgebrochen war. Er war, wie meine anderen 4 Katzen, im Juni wegen eines Falles in der Nachbarschaft auf diese Krankheit negativ getestet und geimpft worden. Ich fürchte jetzt für meine anderen Katzen. Ein Jungtier, das erst im Sommer zu uns kam, habe ich bei Fieber und aufgedunsenem Bauch ebenfalls testen lassen, er war negativ. Aber im Serum konnte man bei dem armen Kater auch nichts finden, erst in der Flüssigkeit aus dem Bauchraum. Die ließ sich bei dem Kleinen (noch?) nicht finden bei Punktierungsversuch. Meine Tierärztin schlägt nun vor:1. Katzen weiter so behandeln wie bisher, bei irgendwelchen Symptomen zu ihr, 2. eine Gabe von Mercurius solubilis C 200 an alle (hat sie von ihrem eigenen Hausarzt, einem klassischen Homöopathen erfragt) und 3. beten. Letzteres schien ihr wohl die aussichtsreichste Prophylaxe zu sein. Hat irgendjemand noch andere Vorschläge? Ich habe alle Katzenfreunde, Tierärzte und -kliniken , die ich kenne angerufen, niemand hatte einen Rat, außer, keine neue Katze ins Haus nehmen, bis die ganze jetzige Besatzung „weg ist“ und die Nachbarn warnen. Das ist nur schwer aushaltbar!
Ich bin dankabar für jeden Rat
Zoe

gut, viel kann ich dir vielleicht nicht helfen, aber ich habe mich unlaengst mit dieser krankheit auseinandergesetzt.
eine tieraerztin hat mir erklaert, dass diese krankheit nicht bei anderen ausbrechen MUSS, nur wenn ein tier immunschwach ist, ist das risiko gross. es soll sich anscheinend so ähnlich verhalten wie beim menschen-herpes. oft sind tiere träger, erkranken aber nicht. viele menschen sind herpes-träger, aber herpes bricht niemals auf.

ich wuerde versuchen nicht panisch zu werden. allerdings wuerde ich sagen wir mal ca. 1/2 jahr ins land gehen lassen, bevor ich mir ein „neues“ tier dazu holen würde, einfach zur beobachtung und vorsicht.

gruss sabine

Hallo Zoe,

weiterhelfen kann ich auch nicht, aber ich muß mein Erlebnis auch hier schreiben, da es mich sehr beschäftigt.

Am Donnerstag, 9. 12. 99, mußten meine Eltern unsere Katze einschläfern lassen.

Angefangen hat es damit, daß sie vor zwei Wochen auf einmal nichts mehr fressen wollte. Am folgenden Montag war mein Vater dann mir ihr beim Arzt, der eine Leberentzündung festgestellt hat. In weiterer Folge waren meine Eltern dann manchmal fast täglich oder jeden zweiten Tag beim Tierarzt. Der erste Besuch hat gleich mal über 1000 Schilling gekostet und die Folgebesuche dann auch je über 500. Am Mittwoch Abend hat sie uns noch so lieb begrüßt und geschnurrt und am Donnerstag in der Früh waren wir noch recht zuversichtlich, daß alles wieder gut werden würde. Meine Eltern sind in die Veterinärmedizinische Universität gefahren und dort hat sich dann herausgestellt, daß sie mit der Bauchspeicheldrüse total überhöhte Werte hatte und daß ein sogenanntes FIP-Virus sich schon im ganzen Körper ausgebreitet hatte, wenn wir sie noch weiter versucht hätten, am Leben zu erhalten, wäre sie nur mehr vor sich dahinvegetiert, sie wäre an der Krankheit schön langsam verhungert. Ich habe auch im Internet was über FIP gefunden:

http://ourworld.compuserve.com/homepages/VuPnet/FIP.HTM

Aber die schöne Erinnerung an sie kann uns zum Glück niemand nehmen. Ihr geht es ja jetzt wahrscheinlich gut, wenn es ein Leben nach dem Tod gibt, auch für Tiere. Die wirklich armen sind ja die, die noch weiterleben und mit dem endgültigen Trennungsschmerz klarkommen müssen.

Die Katze war ca. 7 Jahre jung, also absolut noch kein Alter für den Tod, einfach ungerecht sowas.

Und sie war unser einziges Haustier, jetzt ist es zu Hause einfach zu still.

Schöne Grüße
Robert

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eine tieraerztin hat mir erklaert, dass
diese krankheit nicht bei anderen
ausbrechen MUSS, nur wenn ein tier
immunschwach ist, ist das risiko gross.
es soll sich anscheinend so ähnlich
verhalten wie beim menschen-herpes. oft
sind tiere träger, erkranken aber nicht.
viele menschen sind herpes-träger, aber
herpes bricht niemals auf.

ich wuerde versuchen nicht panisch zu
werden. allerdings wuerde ich sagen wir
mal ca. 1/2 jahr ins land gehen lassen,
bevor ich mir ein „neues“ tier dazu holen
würde, einfach zur beobachtung und
vorsicht.

gruss sabine

hallo Sabine, hallo die anderen FIP geschädigten.

Zur Krankheit:

die FIP ist eine Infektionserkrankung, die hauptsächlich Jungtiere bis 2 Jahre und alte Katzen über 10 Jahre befällt. Ansteckung erfolgt über Körpersektrete von Tier zu Tier oder über eine Entartung des Corona-Viruses, das für Durchfallerkrankungen verantwortlich ist. Dieses Virus mutiert hauptsächlich dann, wenn die Katze Streß ausgesetzt wird und gleichzeitig Durchfall hat. Die Erkrankung wird wahrscheinlich eher durch Mutation als durch Übertragung von Tier zu Tier ausgelöst. Sie ist unheilbar. Es gibt eine Impfung. Der Impfstoff wird über die Nase der Katze zugeführt.
Eine Leukoseimpfung sollte vorher und nicht danach erfolgen. ( dies haben einige Züchter ausprobiert und negative Ergebnisse bei umgekehrter Reihenfolge erlebt ) Ein Titer sagt nichts über FIP aus. Der titer beschreibt die Höhe der Antikörper gegen das Koronavirus, nicht aber ob dies mutiert ist oder nicht. Allenfalls Titer plus Labor plus Inaugenscheinnahme des Tieres können einen Verdacht auf FIP rechtfertigen.

Grüsse

Winfried