Angst vor Hunden

Hallo, ich brauche dringend Rat!

Ich und meine Freundin sind beide in den letzten Jahren von Hunden gebissen (nein, wir haben die Tiere weder geärgert noch sonst irgendwas gemacht. Wir sind einfach auf dem Bügersteig gegangen und - Schnapp!) und haben jetzt ein ziemlich gestörtes Verhältnis zu diesen Tieren. Leider leben wir auch noch in Berlin, einer stadt, in der der Leinenzwang so gut wie nicht beachtet wird. Mir bleibt jedes mal das Herz stehen, wenn sich mir ein nicht angeleinter Hund nähert dessen Herrchen meilenweit entfernt ist und wenn ich im Wald unterwegs bin und von weitem Hundegebell höre, kriege ich ehrlich gesagt ganz schön Schiß.

Ich hätte zwei Fragen:

  1. Wo kann man lernen, wie man sich Hunden gegenüber am besten verhält, um im Zweifelsfall nicht gebissen zu werden? (Die Frage ist ernst gemeint. Ich hab einfach keine Ahnung wie ich reagieren soll, wenn so ein Tier auf mich zurennt.)

  2. Ist es ratsam, sich so ein Ultraschall-Hundevertreiber-Ding zu besorgen oder macht man damit einen Hund im Zweifelsfall nur noch aggressiver?

Danke für eure Antworten

Hi Olmo

Um die Angst vor Hunden zu verlieren könntet ihr euch vielleicht mal an einen Hundeverein wenden. Die können euch bestimmt Adressen von Besitzern mit gutmütigen Hunden vermitteln. Ich glaube kaum das die euch abweisen werden da Hundebesitzer doch eher daran interessiert sind das ihre Mitmenschen die Angst vor den Tieren verlieren und somit nicht mehr zu den Hundegegnern gehören.
Zum Ultraschall - ich bezweifle, das es eine wirksame Abwehr gegen Hunde ist.

Grüßle
Frank K.

Hallo, Olmo!

Klasse, daß ihr lernen wollt, Hunden anders zu begegnen! Sucht doch in Berlin nach einer Hundeschule. Normalerweise lernen dort zwar die Besitzer mit ihren Hunden, aber gute Hundeschulen vermitteln vor allem den Menschen Wissen über den Umgang mit Hunden. Also wärt auch ihr dort an der richtigen Adresse. Hunde spüren es, wenn man Angst vor ihnen hat. Und einige reagieren dann erst recht aggressiv (ich hab auch so einen Vertreter *g*). Wenn du nicht auf blauen Dunst hin nach einer Hundeschule suchen möchtest, empfehle ich dir auch das Forum von http://www.yorkie.ch Laß’ dich von der Schweizer Adresse nicht täuschen, dort sind auch viele User aus Berlin online.

Von den Ultraschallgeräten würde ich abraten - die Wirkung ist ziemlich umstritten. Der bessere Weg auf lange Sicht ist es, zu Lernen, Hunden anders gegenüberzutreten.

Viel Glück wünscht
Sams

für den notfall…
hi olmo,

im zweifelsfall, d.h. die bestie stürmt auf dich zu und du
kannst das tier nicht einschätzen:

einfach ruhig stehenbleiben (auch wenns schwerfällt), tief
durchatmen und dem tier die innenflächen der hände hinhalten,
ggf. irgendeinen blödsinn daherreden wie „na du mieser stinker“
oder so, aber in einem ruhigen ton. dann ist der jagdinstinkt
erstmal beruhigt, dein geruch wird abgespeichert und es sollte
keine probleme geben (killertölen und neurotische pudel
ausgenommen).

jede panik, fluchtbewegung oder agressivität motiviert einen
hund, auf seine instinkte zurüchzugreifen.
anschließend kannst du noch ein ernstes wörtchen mit dem
hundehalter reden…

gruß,
frank

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Auch Hallo!
Eigentlich ernst gemeint: Legt Euch selbst einen Köter zu…:smile:)

Gruß

Weikko

Hallo Weikko!
wir leben auf 55 qm im vierten Stock. Ich glaub das ist keine gute Idee.

Gruß, Olmo

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Hallo Olmo
Die 55qm sind kein Problem, ihr müsst nur für genügend Auslauf sorgen. Der Zeitaufwand ist m. E. n. das grösste Problem. Alleine bewegt sich kein Hund, der brauch sein Rudel (soll heissen: Familienmitglieder) dazu.
Versucht doch mal, einen Hund für ein paar Tage „zur Pflege“ bei Euch aufzunehmen, dann wisst ihr, wie es klappt.

Gruß

Weikko

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Hallo Frank,

das stelle ich mir außerordentlich schwierig vor, sich so zu verhalten. Hat das bei dir schon mal geklappt, oder ist das Theorie?

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Hallo Weikko!

ein paar Tage zur Pflege könnte ich mir schon vorstellen. Ist vielleicht ne ganz gute Idee um sich irrationale Ängste abzugewöhnen. Mal sehen, ob sich irgendwo ne Gelenheit bietet.

Aber auf Dauer - auf keinen fall. Ich wüßte z.B. hier im Umkreis von zwei km keinen Ort, wo ich den Hund hinsch… lassen könnte, ohne dass ich mir vorkäme wie ein Schwein.

Gruß, Olmo

Hallo Thomas,

das stelle ich mir außerordentlich schwierig vor, sich so zu
verhalten. Hat das bei dir schon mal geklappt, oder ist das
Theorie?

Da hat Frank recht - Thomas, dass klappt :smile:).

Still stehen bleiben, auch wenn Deine Beine rennen wollen. Der Hund ist viel schneller als Du.

Gruss BelRia

hi!
ich denk auch dass es gut wäre wenn ihr euch mit Hunden konfrontieren würdet, mit Hunden Kontakt hättet. Die meisten Tierheime suchen Leute die manchmal mit Hunden spazieren gehen. Dort geht ihr keine Verpflichtung ein…könnt kommen oder auch nicht, ganz wie ihr wollt. Der Vorteil wäre, dass ihr mit einem eher kleinen Hund anfangen könnt und mit der Zeit könnt ihr euch an einen grösseren Hund heranwagen.
Aber psst auf!!! …man verliebt sich schnell in so ein „Biest“ :smile:

Sonja
der das vor 3 Jahren passiert ist und die darüber sehr glücklich ist

Ich kann mich Frank nur anschließen, durch meine Arbeit im Tierschutz bedingt hatte ich schon viel mit sogenannten Beißern zu tun, wenn man es schafft, selbst die Hand nicht wegzuziehen, wenn der Hund danach schnappt, hat man eigentlich gewonnen, es sei denn bei echten Psychopathen, doch da auch die im Zweifelsfall schneller sind, sollte man sich darüber keine Gedanken machen :wink:

Tanja

hi thomas,

das funktioniert. hier auf dorf komme ich öfters in solche
situationen, auch in der stadt kommt sowas vor.
nun habe ich eine gewisse hundeerfahrung und keine angst, daher
kann ich natürlich leicht daherreden.
aber die hundepsyche ist recht schlicht, und wenn man die
wichtigsten rituale einfach mitspielt, ist im normalfall alles
ok.

gruß,
frank

das stelle ich mir außerordentlich schwierig vor, sich so zu
verhalten. Hat das bei dir schon mal geklappt, oder ist das
Theorie?

Herzliche Grüße

Thomas Miller

nachtrag
…und wenn es wirklich ein killerpudel o.ä. sein sollte, dann
bewahrt stocksteifes nichtbewegen vor ernsthaften verletzungen.
das tier ist dann meistens ratlos, da dies im programm nicht
vorgesehen ist.

grüß,
frank

Rein psychologisch gesehen ist das nichts anderes wie Höhen oder Platzangst, und wird meistens mit einer Konfrontationstherapie unter FACHKUNDIGER Führung behandelt.

Woher kommst Du??

Gruss

Ich hätte zwei Fragen:

  1. Wo kann man lernen, wie man sich Hunden gegenüber am besten
    verhält, um im Zweifelsfall nicht gebissen zu werden? (Die
    Frage ist ernst gemeint. Ich hab einfach keine Ahnung wie ich
    reagieren soll, wenn so ein Tier auf mich zurennt.)

  2. Ist es ratsam, sich so ein Ultraschall-Hundevertreiber-Ding
    zu besorgen oder macht man damit einen Hund im Zweifelsfall
    nur noch aggressiver?

Danke für eure Antworten