Katzenallergie

Bei mir wurde vor Jahren eine Katzenallergie festgestellt. Ich liebe zwar Katzen, muss aber nicht unbedingt eine haben. Jetzt wünscht sich allerdings mein Sohn eine Katze. Ich würde ihm den Wunsch ja gern erfüllen, aber ich will natürlich auch nicht meine Gesundheit gefährden. Die Allergiesymptome bei mir sind: juckende Nase und ständiges Niesen - allerdings nicht bei allen Katzen. Hat jemand einen Tip? Gibt es eine Desensibilisierungsmöglichkeit? Ich hab da vor Jahren mal nach gefragt, da sagte mir der Arzt, dass man so etwas allenfalls bei Tierärzten machen würde, wenn diese gegen Katzen allergisch sind.
Gruß,

Delia

Hi Delia,

ich kann Deinen Sohn gut verstehen. Ich wollte meine ganze Kindheit lang eine Katze und bekam keine. Es war einfach schrecklich. Allerdings hatten meine Eltern nix als - in den Augen eines Kindes - blöde Ausreden wie „kostet Geld“, „wohin damit im Urlaub“ und „macht Arbeit und Schmutz“. Ich habe es meinen Eltern bis heute nicht ganz verziehen, daß sie mir diesen Herzenswunsch nicht erfüllt haben.

Aber Du mußt auch eines bedenken. Katzen können u.U. mehr als 20 Jahre alt werden. Ich kenne mehrere Katzen, die 23 Jahre und älter wurden. Sicher das sind Methusalems, vergleichbar mit Menschen die über 100 werden. Aber es gibt solche, und wenn Du Dir so ein Tier anschaffst, mußt Du erst mal damit rechnen, daß es so alt werden könnte und überlegen, ob Du die Verantwortung übernehmen kannst, eine so lange Bindung einzugehen.

In Deinem Fall mit der Allergie würde ich das sehr sorgfältig überlegen!!! Ich persönlich halte von Hyposensibilisierungen rein gar nichts. Meine beste Freundin hat so was mit 15 Jahren machen lassen, weil sie im Frühjahr immer so Heuschnupfen und Bindehautentzündung hatte. Nach dieser Behandlung, die rein nichts half, kamen nach und nach immer mehr Allergien dazu, ein paar Jahre danach trat der erste Asthmaanfall auf. Und seither derer viele. Das ist vielleicht ein Einzelfall, das kann ich nicht beurteilen. Aber er ist so passiert. Allergie ist eine ziemlich vertrackte Sache. Sie beschränkt sich nicht auf einen oder ein paar Stoffe. Allergie ist immer eine Sache bei der sich mehrere Auslöser addieren. Reizstoffe, die bislang nichts mit Dir machen, können - wenn erst mal die Dauerbelastung Katze da ist - auch zu erheblichen Über- und Kettenreaktionen führen.

Lange Rede, kurzer Sinn… mein Rat: Laß es sein!!!. Du hast nichts davon. Und für Deinen Sohn und das Tier ist das Drama unendlich, wenn Du es nach ein paar Monaten oder Jahren wieder aus dem Haus geben mußt, weil Du sonst keine Chance hast ein einigermaßen gesundes Leben zu führen. Und Dein Sohn wird das vielleicht jetzt noch nicht, aber doch irgendwann verstehen. Es tut mir leid um jedes Kind, das ohne Tiere aufwachsen muß. Aber wenn Du mit Asthma im Bett liegst, hat Dein Sohn nicht mehr viel von Dir.

Tut mir leid, Dir nix schöneres sagen zu können. Liebe Grüße,

Nena

Hallo Delia,

Du schreibst, dass Du nicht auf alle Katzen allergisch reagierst. Oft ist es so, dass eine allergische Reaktion z.B. bei Langhaarkatzen ausbleibt. Wie ist es bei Dir? Ist es ganz sicher, dass es Katzen sind, auf die Du allergisch reagierst? Es gibt heute durchaus verschiedene Moeglichkeiten, eine Allergie zu bekaempfen. Wie Nena schon schreibst, muss man sich natuerlich darueber klar sein, das eine Katze 20 Jahre alt werden kann und ein Tier, was man ins Herz geschlossen hat, wieder fortgeben zu muessen ist grausam.
Herzl. Gruesse
Inge m. Felix, Fridolin und Fritzchen

Hallo Delia,

bei mir hat vor Jahren ein Allergologe eine Katzenallergie festgestellt. Seit fast zwei Jahren besitzen wir eine Katze und trotz Intensiv-Schmusen zeige ich keine Symptome. Scheint also eine Fehldiagnose gewesen zu sein. Es bleibt allerdings die Angst, dass ja doch was dran sein koennte.
Wenn Du aber schon Symptome zeigst, die sich deutlich auf Katzen zurueckfuehren lassen, dann lass es bleiben. Das kann nur noch schlimmer werden. Du wirst keinen allergenfreien Platz im Haus mehr finden.

Uebrigens sollen nicht-kastrierte Kater am meisten Allergen verbreiten, da ihr Speichel am meisten „Duftstoffe“ enthaelt.

Gruss, Niels

Uebrigens sollen nicht-kastrierte Kater
am meisten Allergen verbreiten, da ihr
Speichel am meisten „Duftstoffe“
enthaelt.

Ich dachte immer, es sind die Hautschuppen, die die Allergie auslösen.

Delia

Ich dachte immer, es sind die
Hautschuppen, die die Allergie auslösen.

Naja, das kann natuerlich auch sein. Ich hab Dir nur mitgeteilt, was ich unlaengst gelesen habe. Vielleicht ist es ja auch beides.

Niels

Hallo Delia,

die Allergie wird durch den Speichelden die Katze beim putzen auf dem Fell verteilt ausgeloest.
Herzl. Gruesse
Inge m. Felix, Fridolin und Fritzchen

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Hi Delia,

In Deinem Fall mit der Allergie würde ich
das sehr sorgfältig überlegen!!!

Lange Rede, kurzer Sinn… mein Rat:
Laß es sein!!!. Du hast nichts
davon. Und für Deinen Sohn und das Tier
ist das Drama unendlich, wenn Du es nach
ein paar Monaten oder Jahren wieder aus
dem Haus geben mußt, weil Du sonst keine
Chance hast ein einigermaßen gesundes
Leben zu führen. Und Dein Sohn wird das
vielleicht jetzt noch nicht, aber doch
irgendwann verstehen. Es tut mir leid um
jedes Kind, das ohne Tiere aufwachsen
muß. Aber wenn Du mit Asthma im Bett
liegst, hat Dein Sohn nicht mehr viel von
Dir.

Hallo Nena, hallo Delia,

ich war ca 10 jahre Katzenzüchter, bevor mich die sog. „Katzenallergie“ ereilt hat. Allerdings hatte ich bis dahin auch schon ca. 40 erkannte Allergien und wahrscheinlich die gleiche Zahl nicht identifizierter Allergien. Heute bin ich deswegen leider sogar Frührentner…
Als der Allergologe dann sagte, Katzenallergie brach für mich eine Welt zusammen. Wir hörten mit der Zucht auf, gaben alle Tiere her und …
Dann hatte ich ein aha-Erlebnis. Ich kam zu einem Bekannten, der einen potenten Kater hatte und dort stank es nach seiner Markierung. Minuten später hatte ich Hautreaktionen und einen Asthma-Anfall.
Wochen später besuchte ich einen anderen Züchter. Keine allergische Reaktion. Dann habe ich mich für das Phänomen interessiert. Heute weiß ich, daß es Allergiker gibt, die auf Lang- oder Kurzhaarkatzen, auf rote oder Nicht-Rote reagieren und ich reagiere auf den Katerurin. Wir haben seit ca 1 Jahr daher eine KÄtzin und mir ist es in den vergangenen Monaten nicht besser oder schlechter gegangen, als in den Jahren vorher, als ich noch keine Katzenallergie hatte. So sehr also Nenas Einwände bedacht werden müssen, so will ich Euch und Eurem Kind auch ein bißchen Hoffnung geben.

Frohe Weihnachten und eine gute Entscheidung. Übrigens: Weihnachten ist eine schlechte Zeit, ein 3 Monate altes Kätzchen zu erstehen. Schließlich werden ende September nicht so viel Kätzchen geboren wie ab Mai

Winfried

Hallo Winfried,
danke für Deinen Artikel, er hat mir wieder ein bisschen Hoffnung gemacht. Übrigens habe ich nicht vor, die Katze JETZT zu kaufen. Ein bisschen würde ich schon noch abwarten, vor allem, um zu sehen, wie stark der Wunsch meines Sohnes wirklich ist. Wenn du jetzt noch einen Tip für mich hättest, wie ich herausfinden kann, gegen welche Katzen ich allergisch bin, wäre ich dir sehr dankbar. Wie bereits gesagt, ist mir auch schon aufgefallen, dass ich nicht auf alle Katzen allergisch reagiere.
Gruß,
Delia

Hallo Delia,

mach doch eine Versuchsreihe. Immer wenn Du die Moeglichkeit hast, eine Katze zu streichel, dann tu es. Schreib auf, wie Du reagierst und was fuer eine Katze das war (Rasse, Farbe, Geschlecht, Haarlaenge…).
Anders wird es nicht moeglich sein.

Gruss, Niels

Ich bin Katzenallergiker, habe 2 Katzen.
Meine Strategie:
Wohnung sauberhalten, oft staubsagen etc.
Luftwäscher verwenden
Kurzhaarkatzen halten
Viel Fisch mit normalem Fettgehalt füttern (dann schuppen sie weniger)

Solange ich nicht meine Nase in ein Katzenfell stecke, geht es.

Gruß

Harald

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