Statt Zaun: Kabel unter Erde

Hoffentlich kann ich das richtig beschreiben, was ich sagen will:

Meine Freundin hat mir erzählt, dass es in Amerika so Kabel gibt, die man ein Stück unter die Erde legt und somit den Gartenzaun spart. Wenn der Hund dorthin läuft, ertönt ein Signat (hört nur der Hund, so hoch ist der Ton) und er weicht zurück und haut nicht ab.

Problematik:
wir haben ein Haus gekauft mit 1400 m2 Grundstück und möchten einen Hund. Einzäunen? Wie hoch? Was für ein Zaun?

Ursprünglich wollte ich mal Thuja rundherum haben, aber da zwängt der sich bestimmt durch und läuft weg.

Wer kennt diese oben beschriebene Methode und befürwortet sie? WO bekomme ich dieses Set evtl. her und was kostet das?

Über ALternativvorschläge freue ich mich natürlich auch!!

Danke!

HEike

Moin!

Meine Freundin hat mir erzählt, dass es in Amerika so Kabel
gibt, die man ein Stück unter die Erde legt und somit den
Gartenzaun spart. Wenn der Hund dorthin läuft, ertönt ein
Signat (hört nur der Hund, so hoch ist der Ton) und er weicht
zurück und haut nicht ab.

Kurz und Knapp meine Meinung dazu: Vergiß es. Das halte ich für absoluten Blödsinn. Versteh das bitte nicht falsch, aber das kann keine Wirksame Methode sein.

Stell Dir nur mal vor, von außen käme ein anderer Hund dazu. Und die beiden könnten sich vielleicht nicht unbedingt leiden. Kein noch so hoher Ton würde beispielsweise zwei Rüden, die sich nicht leiden können, davon abhalten, ihre Abneigung gegeneinander auszuleben. Und wenn draußen eine läufige Hündin vorbei marschiert, wirst Du einen gesunden Rüden auch durch ein Tonsignal nicht davon abhalten können, hinterher zu flitzen :smile:

Problematik:
wir haben ein Haus gekauft mit 1400 m2 Grundstück und möchten
einen Hund. Einzäunen?

Auf jeden Fall. Ein Zaun ist die einzig wirksame Methode, das Grundstück gegen unbeabsichtigtes Entweichen des Hundes zu sichern. Zusätzlich mußt Du berücksichtigen, das Du sogar gesetzlich verpflichtet bist, Dein Grundstück angemessen so zu sichern, das Dein Hund nicht unbeabsichtigt entweichen kann. Außerdem solltest Du auch daran denken, das ein Zaun der einzig wirksame Schutz vor dem eventuellen Eindringen fremder Hunde auf Dein Grundstück ist. Von dem Eindringen fremder Personen will ich dabei gar nicht reden.

Wie hoch? Was für ein Zaun?

Das hängt sicherlich auch davon ab, was ihr Euch für einen Hund anschafft. Meiner Meinung nach wäre das Minimum eine Höhe von 1,50m, aber das ist eine Ansichtssache.

Ursprünglich wollte ich mal Thuja rundherum haben, aber da
zwängt der sich bestimmt durch und läuft weg.

Denk nicht nur dran, das es von innen nach außen geht, von außen nach innen ist genauso relevant. Nicht jeder unserer Mitbürger steht Hunden heutzutage aufgeschlossen gegenüber. Wenn dann jemand Dein Grundstück (auch unbefugt) betritt, dann bist Du verantwortlich für eventuell auftretende Probleme zwischen Deinem Hund und dem (eventuell auch ungebetenem) Besucher. Hast Du einen Zaun um´s Grundstück, dann ist die Grundstücksgrenze klar ersichtlich. In diesem Fall ist jeder, der ungebeten hereinkommt, selbst für seine Probleme verantwortlich.

Noch Fragen? Dann raus damit :smile:

Greetings and

So long.

Der Dicke MD.

Hallo Heike!

Diese Einrichtung kann es sicher geben! Warum auch nicht? Technisch kein Problem.
Dann muß der Hund einen Empfänger am Halsband tragen und eine sogenannte Hundepfeife mit Batterie. Obwohl ich glaube, dass diese Pfeife ein Elektroschocker ist.

Aber – der Hund wird nicht, wenn Du alles installiert hast, so reagieren, wie beschrieben. Erstmal muß er darauf abgerichtet werden. Nämlich bei Ertönen der Pfeife „zurück“.
Das heißt, erstmal müßt ihr Euch so eine Hundepfeife besorgen und in Eurem Garten/Grundstück genau bis zur demnächst festzulegenden Grenze gehen, pfeifen und dem Hund klar machen, das wars, weiter nicht.
Wenn das funktioniert, kann der Draht in Betrieb genommen werden und der Hund mit dem Empfänger und Pfeife auf dem Rücken losgelassen werden.
Kann sein, daß der Hund sich daran hält, kann aber auch sein, daß er nach einer gewissen Zeit selbst merkt, warum es pfeift und kein Mensch in der Nähe ist und macht, was er will.
Sollte bei einem normalen Hund ein Hase oder sonstiges Wild oder alte Oma mit Fahrrad vorbeifahren, vergißt er meistens, seine Pfeife und macht was er will.

Diese Anlage kaufen, installieren, Hund abrichten und dann nicht wissen, wie reagiert er denn nachher , ist schon ein Risiko. Niemand weiß, was so ein Hund macht. Es gibt sicher genug Hunde, vor allem Weibchen, die sich daran halten. Es gibt aber ebenso viele, die überhaupt nicht daran denken. Ein Rüde, erstmal den Geruch einer läufigen Hündin in der Nase, geht durch jeden Zaun. Und wenn sie auch 5 km weit weg lebt. Da gibts kein Halten.

Ein fast sicherer Schutz ist ein „Wildschutzzaun“. Der, an vernünftigen verzinkten Rohren aufgestellt, hält ewig und dazu noch Fremde vom Grundstück.

Gruß Werner

Hallo Heike,

wenn irgendwo freie Fläche ist, der Hund sieht/hört/riecht etwas und saust los, kann Du sonstwas verbuddelt haben, es wird ihn nicht weiter hindern.

So gibt es keine Alternative zu einem Zaun. Die nötige Höhe hängt sehr von der Hunderasse ab. Aber 1,2 bis 1,5 m sollten es schon sein. Außerdem dran denken: Mancher Hund entwickelt unglaublichen Ehrgeiz beim Graben. Wenn man das verhindern will, helfen z. B. direkt unter dem Zaun vollständig versenkte, senkrecht stehende Gehwegplatten.

Gruß
Wolfgang

Hai, HEike,

die Gründe, warum ein Kabel unter der Erde nicht funktioniert, wurden ja schon ausgeführt - die einzige Lösung ist wirklich ein Zaun, allerdings habe ich da noch was zu der Höhe anzumerken: 1,50m waren für meine Altdeutsche Schäferhündin keine Hürde (da ist sie just for fun 'rübergehüpft, nur um wieder zurückhüpfen zu können); mein Onkel hatte einen Schäferhund, der sich von 2 m Zaunhöhe nicht davon abhalten ließ, in den Wald zu kommen um Wildschweine zu scheuchen (an Jagen hat der gar kein Interesse gehabt, nur rumscheuchen); und wenn ein Baum dicht genug an dem Zaun steht, ist so manch ein kleiner Hund in der Lage, mehr als 2 m mit „sich-dazwischen-hochdrücken“ zu überwinden; und ich kenne einen Zwergpudel, der Maschendrahtzaun für eine Variante zum Thema Leiter hält. Also einen Zaun mit senkrechten Streben, der oben nach innen geneigt ist, sollte schon sein.

freundlichst
Sibylle

Elektrozaun
Hallo Heike,

ich bin regelmäßig in den USA und kenne diese „elektrischen Zäume“ (electric fences) - kann aber auch nur abraten.

Die Wirkung beruht darauf, daß der Hund einen Ton hört, wenn er in die Nähe des „Zaunes“ kommt - und wenn er dann weiterläuft, bekommt er einen Stromstoß. Mit der Zeit lernt er dann, nicht weiterzulaufen, wenn er den Ton hört - zumindest wollen Dir das die Verkäufer weismachen.

Bei manchen Hunden soll es wohl funktionieren, aber das scheint eher die Ausnahme zu sein. Was auch passieren kann: von außen kommt ein Hund (läufige Hündin, juhu) auf Euer Grundstück. Oder Kinder (mit dummen Ideen). Oder ein Eichhörnchen - dann pfeift Euer Hund auf den Piepton, wenn er denn einen entsprechenden Jagdtrieb hat, und rennt geradewegs dem Tierchen nach. Dabei lernt er dann: aha! Wenn ich schnell laufe, tut’s nur kurz weh - und dahinter wartet die große Freiheit. In Zukunft wird ihn der „Zaun“ nicht mehr halten.

Abgesehen davon, daß es offenbar nur in wenigen Fällen funktioniert, würde ich meinem Hund auch nicht freiwillig Stromstöße versetzen. Du vielleicht?

Ich würde vorschlagen, daß Ihr
1.) Euch einen guten Zaun errichten laßt (der steht ja dann ein paar Jahre, die Anschaffung lohnt sich schon) und
2.) Euren Hund sowieso nicht allein draußen laßt. Hunde wollen bei ihrer Familie sein und fühlen sich im großen Garten sowieso nicht wohl, wenn keiner dabei ist.

Alles Gute!
Sylvia