Ich weiß, das Katzen regelmäßig „kotzen“, um Haare vom Putzen hochzuwürgen - aber bei unserer scheint es so, als stecke sie sich nach dem Fressen die Pfote in den Hals. Tage- oder wochenlang passiert nichts (Fressverhalten normal), dann jedoch gibt sie über Tage sofort jede Mahlzeit wieder komplett von sich. Dabei ist sie jedoch vom Verhalten her nicht auffällig, spielt und schmust, lässt eine Krankheit also nicht vermuten. Woran kann das liegen?
Ursachenforschung
Hallo erstmal,
kann es sein, dass ihr der Katze sog. Supermarktfutter füttert?
Es gibt zwar auch viele Katzen, die mit dem minderwertigen Futter alt werden, aber einige reagieren mehr oder weniger empfindlich darauf.
Bei den Nebenerzeugnissen in Whiskas & Co. handelt es sich nicht um so hochwertige Proteinlieferanten, sondern um z. B. Därme, Krallen, Schnäbel, Klauen, Lungen oder auch Federn, also absolut minderwertige Schlachtabfälle. Federn sind übrigens ebenfalls sehr proteinreich, deshalb ist beim Billigfutter auch der Proteingehalt meist genauso hoch wie bei Premiumfutter. Nur leider können Katzen diese Art von Proteinen nicht verwerten und z. T. landen über 80 % dieses Futters letztendlich wieder im Katzenklo. Zudem sind viel zu viel pflanzliche Proteine enthalten, um den Rohproteingehalt in die Höhe zu treiben.
Bei Trockenfutter verhält es sich ebenso: bei BilligTroFu wird oft ‚gepanscht‘, unter 10kg muss die genaue Bezeichung der Konservierungsstoffe nicht mal angegeben werden, sondern nur unter dem Begriff EWG-Zusatzstoffe zusammengefasst werden. Farbstoffe, Geschmacksversärker, Zucker (!) tun ihr übriges. Zucker hat in Katzenfutter nichts zu suchen, das schadet den Zähnen, und der Bauchspeicheldrüse. Leider wird Caramel oft als Lockstoff eingesetzt (siehe Whiskas)
Schaut euch mal bei hochwertigen Premiumfutter um, zb. Iams, Precept, Nutro.
Desweiteren könnte die Miez ein Zahnproblem haben -> TA zum überprüfen.
Oder sie schlingt zu stark, besonders gefährlich bei TroFu, wenn die Katze viel frisst, und das Futter im Magen erst aufquillt, kommt es dann schnell wieder oben raus.
Oder ihr habt zeitweise schlechte Trinkwasserqualität, dann wäre es besser, es mit abgekochten Trinkwasser für die Katz zu versuchen.
Oder einfach nur mal das Futter wechseln, jeden Tag dieselbe Sorte muss auch nicht sein.
Auch mal _Malz_paste verfüttern, dass fördert die Verdauung, besonders die Haarballen ‚rutschen‘ besser durch, und kommen nicht oben raus.
Gruss,
Nicole
Hallo Nicole,
vielen Dank für die schnelle Antwort. Zur Info:
- Deine Vermutung „Supermark-Futter“ trifft zu (ist von Aldi, kommt aber gut an, sog. „hochwertige“ Marken wie Whiskas oder Kittekat bleiben einfach unangetastet im Napf liegen)
- Trockenfutter-Schlingen trifft auch zu.
Die Sache mit dem Premium-Futter testen wir mal, danke.
Gruß
Marcus
die 4% Hürde
Hallo nochmal, Markus!
Ich möchte mal etwas ausholen, was das Nassfutter betrifft.
Du meintest, Whikas, Kittekat seien hochwertig.
Aber das sind sie absolut nicht!
Firmen wie Waltham, Effem stecken mehr Geld in die Vermarktung (Werbung) als in die Futterzusammensetzung.
Slogans wie ‚Lifecare‘, oder ‚Joghurt macht fit‘ halte ich für Humbug.
Bitte mach Dir mal die Mühe und vergleiche die Inhaltstoffe auf einer Dose Supermarktfutter.
Zur Erläuterung des Begriffes: Supermarktfutter bekommt man in jeden Discountmarkt, in jeder Drogerie.
Premiumfutter erhält man nur im Fachhandel. (Fressnapf etc., meist aber etwas teuerer als wenn man online bestellt)
Der Gesetzgeber schreibt vor, dass in Katzenfutter mindestens 4% Fleisch-und tierische Nebenerzeugnisse enthalten sein müssen.
Was das unter anderen für minderwertiger ‚Müll‘ sein kann, siehe erstes Posting.
Dir wird sicher bekannt sein, dass die Zutatenlisten quantitativ abnimmt. (wie auch bei Nahrungsmitteln für Menschen)
Grob umrissen: 80% Feuchtigkeit, und der Rest besteht aus Rohasche, Rohprotein, und ein bischen Fleisch.
Bsp: Ein Lammtöpfchen enthält 4% Lamm (muss kein Fleisch sein!das können Fell, Zähne, Krallen, Hufe sein),dazu Rind/Schwein/Huhn nach Menge und Belieben des Herstellers, und noch weitere Zutaten.
Wenn die Mieze nach 4 Wochen das Lammtöpfchen nicht mehr mag, hat sich vielleicht der Fleischanteil geändert.
Auf gut Deutsch: wenn da Lamm drauf steht, muss noch lange kein Lammfleisch enthalten sein!
Die Fleischvielfalt (siehe auch Sheba) ist nur ein weiteres Werbelocken, man will doch seiner Katze was gutes tun.
Schade dass ein ‚Putentöpfchen‘ mitunter mehr Rind/Schwein/Huhn enthält als deklariert. Hauptsache die 4% Marke wird aufgefüllt.
Bei den sog. Premiumsorten sind meist >24% Fleischanteile enthalten, und wenn da Huhn drauf steht, kann man auch sicher sein, dass Fleisch vom Huhn drinnen ist.
Manch einer mag sagen, dass das Premiumfutter (dass es nun mal nicht an jeder Ecke gibt) überteuert scheint.
Aber nur auf den ersten Blick!
Im Endeffekt ‚schmeisst‘ man das Geld überhaupt nicht zum Fenster raus, im Gegenteil.
Das Geheimnis liegt in dem Bedarf, was man der Katze laut Hersteller füttern soll.
So wundert es nicht, dass man einer 4kg Katze vom 4%-Futter am Tag ca. 400g füttern soll!
80% davon kommt sowieso wieder hinten raus, und die Katze wird einfach nicht richtig satt.
Stell Dir vor, Du würdest jeden Tag Schokolade essen.
Irgenwann ist zwar der Magen gefüllt, aber die Nährstoffe bleiben aussen vor.
Bei hochwertigen Futter liegt der Gramm Anteil je nach Hersteller und Gewicht der Katze nur bei ca. 200g pro Tag.
Ebenso bei Trockenfutter! Vergleich der Fütterungsempfehlungen lohnt sich! (macht sich gut im Zoofachhandel)
Whiskas, Annimonda, Felix, Kittekat und wie sie alle heissen, mal bitte ohne Werbeverblendung kritisch betrachten.
Bei Nassfutter empfiehlt sich Iams, Precept, Nutro, Hill’s, Eukanuba.
Man mixe sich testweise ein „Katzenfutter“ aus den folgenden Zutaten und untersuche sie in einem Labor: 4 Paare alte Lederschuhe, 4 Liter Motoröl, gemahlene Kohle und 30 Liter
Wasser. Diese Inhaltsstoffe entsprechen der folgenden Analyse: Rohprotein 10%, Fett 6,5%, Fasern 2,4% und Feuchtigkeit 68%. Eigentlich verdient dieses Futter ein recht gutes Urteil, denn die Analyse beweist, dass das Futter weitgehend katzengerecht ist.
Viel Spass beim Futter Vergleichen!
Gruss,
Nicole
Danke Nicole!
Deinen Artikel sollten sich Hunde- und Katzenbesitzer gründlich zu Gemüte führen. Dann würden die meisten wohl Whiskas & Co. völlig zu Recht angeekelt im Regal stehen lassen. Diese Art „Futter“ besteht in der Hauptsache aus mit Lockstoffen vermengtem Abfall und Dreck.
Gruß
Wolfgang
ebenso Dank, Wolfgang
um zu wissen, nicht auf taube Ohren zu stossen!
Ich konnte sogar meine Mutter überzeugen, weil ihre Katze vom Trockenfutter (‚Brechkies‘) sich immer würgen musste, und das Futter immer gleich wieder ausspie.
Da würdigt doch die ‚sture‘ Katze ihr Futter nicht! Sowas…
Sie bekommt nun anderes Futter, und ich brauch wohl nicht zu erwähnen, dass die regelrechten K***orgien aufhörten.
Überrascht hat es mich nicht, beim Frolic (Lieblingsfressen vom Dackel) 4% Fleisch-Wasauchimmer und eine Zuckerangabe zu finden.
Interessiere mich weniger für Hunde, aber es wird genauso sein, wie beim Katzenfutter!
Eigentlich eine riesige Sauerei, wenn Du mich fragst.
(Wer läuft schon extra in den Zooladen, wo es doch an jeder Ecke ‚artgerechte, preiswerte‘ Tiernahrung gibt?!)
Gruss zurück,
Nicole
Hallo Nicole,
weil Du das Lieblingsfressen vom Dackel erwähnst: Ich hatte 17 Jahre lang einen Dackel. Er hat NIE Fertigfutter bekommen. Versucht hatten wir es schon und auch mit Nachdruck. Aber er rührte das immer wieder frisch aus der Dose in seinen Napf gefüllte Zeuchs einfach nicht an und fastete lieber 2 Tage lang, bis er seinen Dickkopf durchgesetzt hatte. Seitdem weiß ich, zu welcher Mimik ein Hund fähig ist, wie angeekelt er die Nase verziehen kann und dann der vorwurfsvolle Blick…
Frisch gekochtes Rinderherz (stinkt!) war ihm am liebsten, Kartoffeln und Blumenkohl ließ er auch nicht stehen. Im Urlaub war kein Rinderherz aufzutreiben und den Gestank wollten wir uns auch nicht antun. Beefsteak - „rear“ serviert - akzeptierte er. Na ja, allemal besser, als ihn mit Pottasche zu füttern.
Gruß
Wolfgang
zu DDR-Zeiten (Nähkästchen)
Hallo Wolfgang,
ich erinnere mich noch an unseren ersten Hund (auch ein Dackel), der wurde auch mehr mit gekochten Fleisch gefüttert, ab und an gabs es mal Haferflocken und Jagdwurst (Wurst ist ja eigentlich nichts für Tiere, er bekams als Leckerli).
Möhren (mussten allerdings frisch abgeraspelt sein) mochte er auch.
Er ist 15 Jahre alt geworden, ein stattliches Alter, trotz seines Krebsgeschwüres.
Zu Ostzeiten gab es kein Fertigfutter (und wenn, dann kann ich mich daran nicht erinnern), da wurden Knochen ausgekocht, Pansen, Fleisch. Für die Katzen wie für die Hunde.
Meine Oma macht das noch heute, und da sie selber kaum noch Nutztiere (was für ein Wort) hält, muss halt der Metzger herhalten.
Wie sich die Zeiten ändern.
es grüsst,
Nicole
hallo nicole,
noch nie „goldi“ hundefutter gesehen?
schien nicht der renner gewesen zu sein, da selbst abgebrühte hardcoreköter das zeug verweigerten.
es wurde in durchsichtigen gläsern in den handel gebracht und sah so aus, wie oben die zutatenliste für westdosenfutter.
cu
strubbel
§:o)
Huhu!
Danke für diesen sehr interessanten Artikel!
Wir haben zwar(derzeit) keine Tiere, aber merken werde ich mir das auf alle Fälle!
Bye, Vanessa *derjetztirgendwieschlechtist*
hallo Strubbel…
es wurde in durchsichtigen gläsern in den handel gebracht und
sah so aus, wie oben die zutatenliste für westdosenfutter.
GENAUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUU, brrrr…
aber überhaupt, was denkt ihr eigentlich, was Hunde oder Katzen nur mal z.B. …freilebend so fressen…
nix für ungut…
d.
Menschen- und Katzennahrung : eine Anmerkung …
Hallo allerseits.
Vorweg : ich weiß, daß das alles für die lieben Tiere furchtbar ungesund, unglaublich, unmöglich und „un“ mit weiteren Beiwörtern ist, aber trotzdem meine Beobachtung :
Als ich noch auf dem Dorf hauste, wurden die „Hauskatzen“ (eigentlich Haus-, Hof- und Scheunenkatzen) mit Menschennahrung gefüttert (natürlich nicht gesalzen!). Sie nahmen es gern, hatten natürlich Vorlieben (eine wollte kein Rind, die andere fraß Blumenkohl! bis zum Umfallen), wurden aber dabei in der Regel steinalt und starben an allem Möglichem, nur nicht an ernährungsbedingten Krankheiten.
Wenn eine Katze nicht nur in der Wohnung gehalten wird, wo sie sich nicht zusatzverpflegen kann, ist das m.E. die vernünftigste Ernährungsform. Alles, was Mieze sonst noch braucht, gibt es dann schließlich à la nature mit Mausflair … oder direkt von der Q, so welche vorhanden sind (ihr ahnt ja nicht, wie einfallsreich ein Tiger light ist, wenn der Euter eigentlich zu hoch hängt - absolut zum Piepen!).
Was meint ihr?
Gruß kw
Hi, Nicole!
Was bin ich froh, das noch andere meiner Meinung sind! In unserem näheren Umfeld werden wir immer schräg angeschaut, weil wir „so´n schweineteures Futter für den Köter“ kaufen.
Aber wir haben auch schon vor Jahren festgestellt, das es eben genauso ist, wie Du beschrieben hast. Die sogenannten Superfuttersorten mit den tollen Hyperergänzungsstoffen sind eigentlich nur für den Hersteller gut. Zumal ja sowieso der Großteil aus der gleichen Firma kommt (FM läßt grüßen…)
Ob da nun Chappi oder Pal draufsteht, ist doch völlig egal. Letztendlich heißt der Laden nicht umsonst FM = Friß Mehr 
Bei unserer Dicken ist es so, das die den „Billigfraß“ zwar verschlingt (aber eigentlich futtert die sowieso alles, was sie kriegen kann *grr*), aber leider immer mit durchschlagendem Erfolg wieder von sich gibt.
Schon vor Jahren hat uns unser Tierarzt gesteckt, was da so alles drin ist im Futter. Und siehe da: Seit sie von uns mit „noblen“ Sorten versorgt wird, ist auch alles im grünen Bereich.
Auf jeden Fall ein Riesenkompliment für Dein Superposting, ich finde, das sollte einfach jeder Tierhalter wissen.
Greetings and
So long.
Der Dicke MD.
Vielen Dank!
o/t
-FrissMehr- *g*
Hallo Nicole,
der Tipp scheint (toi toi toi) geholfen zu haben - seitdem kein Würgen oder dergleichen mehr zu beobachten. Vielen Dank
Gruß
Marcus