hallo ich bin neu hier und brauche dringend Rat.
Uns starb heute ein Welpe, Abgabe wäre am Samstag. Ich teilte das den neuen Besitzern mit, erklärte ihnen den Sachverhalt und bekomme dauernd anrufe, warum und wieso.
Der Welpe hatte eine Krankheit, die nicht äusserlich erkennbar war. Dieser wird nun obdusziert beim Tierarzt. Die angehenden Besitzer machen mich für den Tod des Kleinen verantwortlich, wollen uns beim Veterinäramt anzeigen, was soll ich tun? Ich kann doch nichts für den Tod.
Bitte helft mir!
Ebenfalls Hallo,
ich kann Dir leider keinen rechtlichen Rat geben. Würde Dir aber vorschlagen, die Sache mit Deinem Tierarzt zu besprechen. Wenn der Hund (für Dich nicht erkennbar) krank war und diese Krankheit zum Tode geführt hat, glaube ich icht, daß Du vor einer Anzeige Angst haben mußt. Der Tierarzt wird Dir sicherlich nach der Obduktion die Todesursache nennen können. Weiß der Tierarzt, daß der Mensch Dich anziegen will?
Viele Grüße
Hasenschnitte
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Rechtlich gesehen kann sie dich anzeigen. Dann kommt jemand vom Veterinäramt und wird dich überprüfen. Sollte dies geschehen sofort kompetenten Anwalt suchen. Sonst kann es schief gehen.
Praktisch gesehen, machst du es richtig. Hol dir einen Schein was los war. Dann hast Du was in der Hand.
Im Übrigen ist es „besser“ es passierte bei dir als beim neuen Besitzer, so muß nicht erst wieder Geld zurückgegeben werden etc. D.h. „weniger“ Ärger.
Ansonsten bleibt mir nur mein Mitleid. Es wäre nett wenn du uns hier über die Krankheit aufklären würdest. Denk dran daß es evtl. die anderen Welpen auch haben können. D.h. die anderen neuen Besitzer warnen.
Gruß Steffen
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der Welpe hatte eine schwere Hepatitis nicht Infektiös, er wäre nicht älter als 3-4 Monate geworden.
der Welpe hatte eine schwere Hepatitis „nicht infektiös“ der Welpe wäre nicht älter als 3-4 Monate geworden. Die Impfung hat sein imunsystem erst recht schwer belastet! So das er daran frühzeitig gestorben ist. Im übrigen ist unser Tierarzt auch der Veterinärarzt!
einige Fragen
Hallo,
ich hätte zu dem ganzen einige Fragen, weil ich dem nicht so ganz folgen kann.
Die zukünftigen Besitzer hatten den Welpen doch noch nicht bezahlt (?), in wie weit haben sie da überhaupt einen rechtlichen Anspruch?
Weshalb reagiert der zukünftige Besitzer derart krass und droht dem „noch“ Besitzer des Welpen mit einer Anzeige?
Ich kann den wirklich nicht ganz folgen.
Auch wir hatten vor ein paar Jahren einen Welpen bei einem Züchter ausgesucht und auch dieser kleine Kerl starb wenige Tage vor der „Übergabe“. Er hatte sich irgend einen Virus eingefangen.
Aber wir wären nie auf die Idee gekommen, den Züchter anzuzeigen. Warum auch!
Kann mich vielleicht jemand darüber aufklären? Wie gesagt, ich verstehe die Handlung nicht so ganz.
MfG Userine
Hi Userine,
aus sicht des neuen Halters kam es zu einer Enttäuschung, deshalb reagieren manche Menschen etwas hektisch. Kommt in allen Feldern des Sozialen Zusammenlebens vor. Berühmtestes Beispiel: Knallerbsenstrauch.
Zur rechtlichen Situation: Zwar bin ich kein Rechtsanwalt, aber soweit ich es einschätze, war ein gültiger Vorvertrag per Handschlag da. Das Geld war dann sekundär. Zwar geht der Hund erst bei bezahlung in das „Eigentum“ des neuen Besitzers über aber der Züchter hat die rechtliche Verpflichtung alles Menschenmögliche zu tun daß der Vertrag rechtskräftig wird. D.h. der Welpe angegeben und übernommen werden kann. Alle Anwälte bitte korrigiert mich wenn ich falsch liege!
Klar ist die Reaktion überzogen aber… s.o.
Da kein Geld übergeben wurde kann der Kläger IMHO nicht auf Schadensersatz klagen, d.h. einen neuen Welpen verlangen. Nur könnte er auf Tierschutzwidrige Haltung klagen etc. Alles was damit zusammenhängt kann er anklagen. Ob der Erfolg sich einstellt hängt vom Richter ab.
Gegen die Krankheit die du beschreibst ist kein Kraut in dem Alter gewachsen. Es war besser so, bei Dir als beim neuen Besitzer. Schade um den Kleinen.
Gruß Steffen
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Hallo Steffen,
danke, dass Du mir das erklärt hast.
Wenn ich es richtig verstanden habe, dann war es einfach eine blöde Reaktion des zukünftigen Besitzers.
Traurig!
Liebe Grüße
Userine
Ziemlich richtig, nur daß aus einer blöden Reaktion erstens dein Ansehen als Züchter kaputt gemacht werden kann, zweitens es sehr viel Geld kostens kann, und es sehr viel Stress mit sich bringt zusätzlich zum Ärger mit dem Amt für Öffentliche Ordnung etc.
Wenn man es genau nimmt kann so eine Anzeige bis zu 10.000 DM kosten wenn sie verloren geht.
Neuer Welpe= 1-2000 DM
Anwaltskosten von beiden Parteien schnell bei 1000.-DM
Tierschutzstrafe: schwer zu definieren.
Deshalb meine Bitte an alle die das hier lesen. Tiere sterben, doch der Züchter kann wenn er ein Guter ist, oft nichts machen, also laßt den schnellen Gang zum Anwalt oder der Polizei eher mal sein.
Wie heißt es so schön, erst denken dann reden?
Gruß Steffen
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Ich habe eine ganze Zeit lang selber mal Hunde gezüchtet. Wir haben die Welpen grundsätzlich erst mit 9 Wochen abgegeben, nicht wie die meisten Züchter schon mit 8 Wochen. Mit 8 Wochen bekommen sie nämlich gerade erst die vorerst letzte Impfung. Deshalb haben wir die „Kleinen“ immer noch eine Woche länger dabehalten, um zu sehen wie Welpen auf die Impfstoffe reagieren. Manche vertragen diese Stoffe nämlich nicht. Da der neue Hundebesitzer aber oftmals nicht weiß wie er dann damit umzugehen hat und wir immer einen Tierarzt in der Nähe hatten, fanden wir es so besser = Für den Hund und für den neuen Besitzer!
Einmal hatten wir jedoch eine sogenannte Katzenseuche . Das war der Horror! Die „Kleinen“ sind uns so unter der Hand weggestorben. Wir haben daraufhin sofort die gesunden Tiere von den kranken getrennt. Die Kranken hat dann der Tierarzt weiter behandelt, leider kamen aber nicht alle durch. Das bedauere ich immer noch ziemlich. Wenn man sieht, wie die Welpen geboren werden und dann einfach sterben ohne daß man großartig etwas dagegen tun kann, ist es schon schlimm. Vielleicht lag ja bei dir ein ähnlicher Fall vor???
Gruß, Ela!
P.s.: ich hoffe die anderen Welpen sind okay?
Die anderen Welpen sind alle supergesund und schon bei Ihren neuen Familien.