Hund und Kind?

Hallo,
wir haben ein Kind in Planung und ich möchte mir einen Schäferhund (Welpen) zulegen. Welche Meinung habt Ihr, müßte der Hund vor dem Kind oder umgedreht da sein? So das sich die zwei verstehen und sich zusammenleben. Wir haben schon öfter gehört, daß sich der Hund an das Kind klammert und es bewacht wie nichts anderes, daß währe natürlich schön.
Also was sagt Ihr dazu, oder habt Ihr ähnliche Erfahrung über dieses Thema gemacht.

Tschau
Max

Hallo Max!

Es ist vollkommen egal, wer zuerst in die Familie kommt.
Wir haben mehrere Fälle beobachtet und es ging immer gut.
Die Hauptsache ist die Frage, könnt Ihr als Anfänger (Kind und Hund) mit beiden Neuigkeiten gleichzeitig fertig werden??. Oft beansprucht ein Hund die Familie so sehr, daß für ein Kind keine Zeit mehr vorhanden ist. Oder umgekehrt natürlich.

Also schafft Euch erstmal das Kind an und wenn Ihr seht, für einen Hund ist noch Zeit und Platz, besorgt Euch einen.
Bitte nicht den Hund zuerst, da dieser nach Geburt des Kindes oft stört und im Weg ist und zuviel Zeit beansprucht. Dann kommt man sehr schnell auf die Idee, ihn wieder abzugeben. Das Kind werdet Ihr ja sicher behalten!!

Gruß Werner

Hallo Max
Ich kann Dir mal erzählen, wie es bei uns war/ist:
Unser Hund ist jetzt 1Jahr und 9 Monate alt, das Kind ist 4 Monate alt.
Ich habe schon aus dem Krankenhaus Klamotten und Windeln mitgebracht, damit der Hund den Geruch des Kindes kennt. Der Hund hat das Kind sofort als „Rudelmitglied“ anerkannt und verteidigt es gegen Unbekannte. Aber:
Auch wenn er das Kind „mag“ und den Kleinen andauernd ablecken möchte (was er auch ab und zu darf), so ist er doch sehr eifersüchtig. Der Hund verliert schließlich seine „Prinzenrolle“, er muss seine Rolle im Rudel neu definieren. Und warum sollte so ein kleiner Hosenscheißer, der offensichtlich des Schutzes bedarf, über ihm stehen?
Irgendwann wird der Hund seine Stellung verteidigen wollen…
Wir werden, egal wie sehr wir dem Hund vertrauen, Hund und Kind Nie!! alleine lassen. Und das kann ganz schön anstrengend sein. Der Hund muss es ja nicht böse meinen, aber das Kind als der Schwächere kann dem Hund nicht zu verstehen geben, daß es aufgibt. Klar, das ist jetzt das absolute Horrorszenario, aber genau das gilt es ja zu verhindern.

Dann gibt es noch folgendes zu bedenken: Ein Hund braucht Auslauf- und das jeden Tag. Wenn Deine Frau im Mutterschutz ist, Du arbeiten gehst- wer geht dann mit dem Hund raus? Auch im 9.Monat, bei Wind und Wetter? Und dann entscheidet das Kind kurzerhand, 2 Wochen zu früh zu kommen…In den Tagen nach der Geburt wirst Du wohl hauptsächlich bei Deinem Kind sein wollen und Hunde sind auf Neugeborenenstationen ziemlich selten. Ihr braucht also einen Hundesitter, und das jedesmal, wenn mit dem Kind was sein sollte.
Wir haben ganz gut den Stress, beides unter einen Hut zu bekommen. So ein Kind macht schließlich auch so ein gaaaanz klein bischen Arbeit, und dann noch ein Hund dazu?
Wartet lieber mit dem Hund, bis der Nachwuchs aus dem Gröbsten raus ist- dann kann Euer Zwerg einen Welpen mit großziehen, und das ist ja auch was…

Aber: Auch wenns Stress ist- Ich möchte weder Hund noch Kind missen :smile:

Gruß

Weikko

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