Schuppen im Schweif

Von: , Frage gestellt am Do, 17. Jan 2002

Halli-Hallo!

Ich hoffe, Ihr könnt mir helfen. Ich habe eine Stute, die bis vor kurzem im Offenstall stand. Jetzt ist sie aber auf einem Reiterhof in einer Einzelbox. Seit ein paar Tagen scheuert sie sich den Schweif. Bei genauerem Hinsehen, kann man sehr gut erkennen, dass die gesamte Schweifrübe total schuppig ist. Weiß jemand, was ich dagegen tun kann? Zum Waschen ist es ja noch zu kalt. Ich hab auch schon im neuen Stall gefragt, aber dort geht kein Pilz um. Kann es vielleicht am Stallwechsel liegen? Bitte helft mir schnell, sonst ist bald nichts mehr von ihrem Schweif übrig!
Danke schon mal im Voraus...

Kim

8 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 20 Stunden 0 hilfreich
    Re: Schuppen im Schweif

    Hi Kim Seit ein paar Tagen scheuert sie sich den Schweif.
    das kann die Haltungsumstellung (Umweltreize, Futter...) sein , die für trockenere Haut sorgt ... Bei genauerem Hinsehen, kann man sehr gut
    erkennen, dass die gesamte Schweifrübe total schuppig ist.
    Weiß jemand, was ich dagegen tun kann? Zum Waschen ist es ja
    noch zu kalt.
    Warum ist es zu kalt ? Wenn mein Pferd sich auf der Matschkoppel wälzt fragt sie auch nicht vorher ob sie danach einen nassen schweif hat und ob die Temperatur zu nieder dafür ist *g* nein ernsthaft wenn du dein Tier eh im stall hältst kanns du den Schweif auch im Winter waschen - danach halt einigermassen abtrocknen (Handtuch) und eventuell vor dem reiten waschen, dann trocknet er ratzfatz dort geht kein Pilz um. Kann es vielleicht am Stallwechsel
    liegen?
    ziemlich sicher sogar Bitte helft mir schnell, sonst ist bald nichts mehr
    von ihrem Schweif übrig!
    Hast du den TA mal gefragt ? nicht dass sie sich doch einen Parasiten zugezogen hat (Haarlinge, Milben etc) . Oder ist sie womöglich gerade rossig ? Oder langweilt sie sich zu sehr (kommt schliesslich aus einer etwas natürlicheren Haltung) ?

    Ansonsten reibe ich bei meinen Mädels Birkenhaarwasser in die schweifrübe ein wenn sie sich schubbern - hat bisher immer gut gegen den Juckreiz geholfen

    gruß Hexerl :-)

  2. Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
    Re: Schuppen im Schweif

    Hallo Kim, ich würde einzeln irgendwo eingesperrt wahrscheinlich auch mit Fingernägelkauen oder sowas anfangen. Vielleicht gibt es ja eine Möglichkeit, die Stute wieder in die sehr viel artgerechtere Offenstallhaltung zu lassen.

    Tanja

    • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
      Re^2: nicht alle Offenställe sind 'artgerecht'

      Hallo Kim, ich würde einzeln irgendwo eingesperrt
      wahrscheinlich auch mit Fingernägelkauen oder sowas anfangen.
      Vielleicht gibt es ja eine Möglichkeit, die Stute wieder in
      die sehr viel artgerechtere Offenstallhaltung zu lassen.
      ... es soll durchaus Gründe geben wieso ein Pferd für die "ach so artgerechte Offenstallhaltung" eben nicht geeignet ist - und nicht jede Art der "artgerechten" Offenstallhaltung ist für jedes Pferd geeignet ..

      .. in so manche Offenställe (Schlammwüsten ohne Unterstand) würd ich meine nicht einmal dann stellen, wenn ich Geld dafür bekäme - aber durchaus in so manche gut gemachte und durchdachte Boxenhaltung (mit Ganztagsauslauf in Herden etc.) !

      Sie hat nunmal nichts drüber gesagt, ob es z.B. nur zeitlich begrenzt ist (zum Anreiten etc. ) oder auf Dauer wie es dort ansonsten aussieht und vor allem warum ihr Pferd dort steht ... und es war auch nicht die Frage ...

      Gruß Hexerl

      • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
        Re^3: nicht alle Offenställe sind 'artgerecht'

        Hallo Hexerl, Sie hat nunmal nichts drüber gesagt, ob es z.B. nur zeitlich
        begrenzt ist (zum Anreiten etc. ) oder auf Dauer wie es dort
        ansonsten aussieht und vor allem warum ihr Pferd dort steht
        ... und es war auch nicht die Frage ...

        Doch, die Frage war, ob es am Stallwechsel liegen kann und ich habe meine Meinung dazu geschrieben. Wo Du Dein Pferd einsperrst, ist dann wieder was anderes.

        Gruß

        Tanja

        • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
          Re^4: nicht alle Offenställe sind 'artgerecht'

          Sie hat nunmal nichts drüber gesagt, ob es z.B. nur zeitlich
          begrenzt ist (zum Anreiten etc. ) oder auf Dauer wie es dort
          ansonsten aussieht und vor allem warum ihr Pferd dort steht
          ... und es war auch nicht die Frage ...

          Doch, die Frage war, ob es am Stallwechsel liegen kann und ich
          habe meine Meinung dazu geschrieben. Wo Du Dein Pferd
          einsperrst, ist dann wieder was anderes.
          Süsse,

          1. sind MEINE Pferde hier sowieso garnicht Thema gewesen - also lass sie bitte aussen vor

          2. Masse ich mir im Gegensatz zu dir nicht an, andere Menschen zu verurteilen ohne die genauen Umstände zu kennen

          3. Habe ich genügend sogenannte "artegerechte" Offenställe gesehen, die eher den Namen ungeeignetes Dreckloch verdienen als die Bezeichnung "artgerecht"

          4. Juckreiz in Schweifen hat in 99,9% aller Fälle nichts damit zu tun ob sie im Offenstall oder in der Box gehalten werden sondern kommen gerade bei Stuten eher von Hormonstörungen (und damit verbundener trockener Haut) oder Parasitenbefall ... die zwar durch Stallwechsel (und dem damit verbundenen psychischen und körperlichen Stress) ausgelöst werden können aber absolut unabhängig von der Haltungsform sind

          5. Es interessiert dich ja nicht weil du ja sowieso lieber vorveruteilst, ich sags aber trotzdem : meine Pferde sind garnicht eingesperrt, weil sie nämlich in einem GUTEN Offenstall leben - trotzdem billige ich anderen Menschen zu ihre Pferde auch in Boxen zu halten (genügend Auslauf vorausgesetzt), weil nicht alle Pferde für Gruppenhaltung geeeignet sind - für die Herdenleben permanenten Stresse bedeutet und die tatsächlich Nachts ihre Einzelboxen benötigen um in Ruhe liegen und fressen zu können ... und wenn ich so ein Pferd habe ist es meine verdammte Pflicht auch dem gerecht zu werden und es "artgerecht"zu halten ... und für DIESES PFerd bedeutet das dann eben nächtens Einzelbox damit es zur Ruhe kommen kann ...


          Gruß Hexerl

          • Antwort von nach 5 Tagen 0 hilfreich
            Re^5: nicht alle Offenställe sind 'artgerecht'

            Hallo Hexerl!

            Ich finde es ganz toll von Dir, dass Du mich verteidigst.
            Du hast ganz Recht mit Deiner Annahme, dass meine Stute nicht für die Offenstallhaltung geeignet ist. Da sollte man aber die Vorgeschichte hören:
            Sie ist als Fohlen in einer Gruppe gleichaltriger Stuten aufgewachsen. Tagsüber war die Herde auf der Koppel, nachts dann im Laufstall. Dann hatte sie leider einen Unfall. Die Pferde sind morgens, wie immer, auf die Koppel gelaufen und haben sich richtig ausgebuckelt. Dabei hat ein Pferd meine Stute (sie heißt übrigens Beverly) getroffen, so dass sie hingefallen ist und sich das Hüftlelenk ausgerenkt hat. Der Tierarzt meinte damals zum Besitzer, dass er sie wohl wieder "hinkriegen" würde. Als sie dann 3 Jahre alt war, und man sie anreiten wollte, hat sich gerausgestellt, dass sie zwar keine Schmerzen hat, aber trotzdem nie voll belastet werden kann. Tja und da der Besitzer ein begeisteter Turnierreiter war, hat er sich entschlossen, die Stute zum Schlachter zu bringen, denn so ein "verkrüppeltes" Pferd würde ja eh keiner kaufen. Und da hat er sich gewaltig getäuscht!!! Ich hab Beverly noch am selben Tag vom Schlachthof geholt. Zugegeben, sie sieht etwas merkwürdig aus - ihr Beckenknochen steht auf der linken Seite raus, wie bei einer Kuh, aber das stört uns überhaupt nicht. Sie ist jetzt der beste Freizeitpartner, den ich mir vorstellen kann.
            Da ich Pferde liebe und es nicht mitansehen kann, wenn sie in "Käfigen" gehalten werden, habe ich sie in einen sehr schönen, sauberen, wirklich artgerechten Offenstall gebracht. Dort ging am Anfang auch alles gut, bis ein Wallach in die Gruppe kam. Der hat nur noch Unruhe gestiftet. Als ich dann zufällig zugesehen habe, wie er Beverly ihren Platz in der Herde streitig machen wollte (was ja eigentlich auch normal ist), und er sie dabei so sehr getreten hat, dass sie ihr linkes Hinterbein kaum noch bewegen konnte, hab ich für sie einen anderen Stall gesucht. Ich hab da auch lange mit meinem Tierarzt drüber gesprochen und er meinte, dass sie verdammtes Glück gehabt hat. Wenn sie nochmal so einen Schlag abbekommt, hält das ihre Hüfte wahrscheinlich nicht mehr aus und ihr Bein bleibt steif. Und das will ich ja nicht. Jetzt ist sie, wie gesagt, auf einem Hof in einer Einzelbox. Allerdings ist es dort viel artgerechter, als in manch anderen Reitställen. Sie kann vorne den Kopf zur Tür rausstrecken, und sieht also, was sich auf dem Hof so alles abspielt (das ist sehr wichtig für sie. Ich kenne kein Pferd, das neugieriger ist *g*), und an der Rückseite der Box ist auch ne Tür. Durch die kann sie Tagsüber auf nen 63m² großen Paddock. Außerdem kommen dort alle Pferde vormittags auf die Koppeln. Ich finde, der Stall ist ganz in Ordnung. Da hätte sie es schlimmer erwischen können.

            Ich hab meinen Tierarzt mal gefragt, ob ein Pilz oder Parasiten Schuld daran sein können, dass sie sich den Schweif scheuert, aber er meinte, dass es wohl nur die Aufregung durch den Stallwechsel und die vielen neuen Pferde sei. Die Futterumstellung (sei bekommt jetzt Rübenschnitzel und Mashbrei) könnten auch eine Ursache dafür sein. Ich hab mir jetzt aus der Apotheke Teebaumöl gekauft, den ich in Beverly's Schweifrübe einmassiere. Es wird echt besser!

            So, ich denke, das war genug Infomaterial und hoffe, dass ich nicht nochmal an nem Streit schuld bin...;-)

            Liebe Grüße KIM [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  3. Antwort von nach 5 Tagen 0 hilfreich
    Re: Schuppen im Schweif

    Hallo Kim,
    ich kenne Dein Problem nur zu gut. Ich habe einen Friesen mit einem relativ kräftigem Schweifansatz. Ich habe die Erfahrung gemacht, das er sich besonders dann schubbelt, wenn er entweder beim Reiten stark geschwitz hat (also unbedingt die Schweifrübenunterseite kurz mit klarem Wasser abwaschen), der Schweif frisch gewaschen ist (die physiologische "Fettschicht" ist weggewaschen, die Haut trocknet aus und fängt an zu schuppen und zu jucken)oder Sand (z.B. nach dem wälzen in der Reithalle) sich zwischen den Haaren festsetzt. Ich bürste den Schweifansatz täglich kräftig mit einer Haarbürste, um auch die Schuppen raus zu bekommen, schüttel den Schweif ansonsten nur aus und verlese selten nach vorherigem einsprühen. Den Schweifansatz massiere ich außerdem mit ganz normalem, parfümfreien Babyöl ein. Das hat zum einen den Effekt, daß die Haut sich beruhigt, der Juckreiz nachlässt und die Schuppenbildung zurück geht und außerdem kann man im Sommer so wunderbar die Kribbelmücken davon abhalten dort zu stechen, da man mit längerer Anwendung einen stichundurcchlässigen Schutzfilm anlegt.
    Bei der Ursachenergründung kann ich dir leider nicht helfen, aber vielleicht helfen dir meine Tipps zur Bekämpfung.
    P.S. Birkenhaarwasser hat bei meinem Pferd die Schuppenbildung nur noch verstärkt.
    Gruß Andrea

  4. Antwort von nach 7 Tagen 0 hilfreich
    Re: alles Tünneff

    Hallo!!
    Mach da bloß nicht so ein Teater drum. Manche Leute raten einem einen Mist (Tschuldigung, aber stimmt doch). Das beste ist: wasch ihn gut durch mit normalem Schampoo, gut ausspülen das keine Reste mehr drin sind sonst juckt das. Zu kalt ist es nicht. Und nix anderes machen. Durch Öl oder anderes verklebt bloss alles- und juckt dann wieder. Ich habe auch oft das Problem, aber nach dem Waschen ist Ruhe.
    Gruß
    Petra

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