wir haben bei uns im Bad (Eigentumswohnung) einen kleinen Bereich mit einer Wärmebrücke. Wir können lüften wie wir wollen, in diesem Bereich sind Wand und Decke nach jedem Duschen feucht. Folgerichtig schwingen wir die chemische Keule gegen den Schimmel
Die vernünftige Lösung (von aussen isolieren) ist leider bautechnisch nicht - oder nur mit großem Aufwand - möglich. Mir würde es schon reichen, wenn ich diesen Bereich so versiegeln könnte, dass das Kondenswasser an der Oberfläche bleibt oder von mir aus zu Boden läuft - auf jeden Fall aber nicht eindringt. Im Augenblick bappt überall oberhalb der Fliesen Rauhfaser (jaja, ich weiss…, schlimmer geht’s nimmer!)
An der Wand werde ich wohl hochfliesen, aber was mache ich an der Decke? Fliesen an die Decke kleben??? Wie soll das denn gehen? Was gibt es für Alternativen? Irgendwas draufpinseln? Was wird denn von Schimmel nicht angegriffen?
besteht vielleicht die Möglichkeit eine abgehängte Holzdecke aus wasserfesten Panelen anzubringen. Der Hintergrund könnte wärmegedämmt werden. Ebenso könnten in die Panelen Leuchtstrahler eingelassen werden; das sieht sehr Edel aus.
Grüße
Andy
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Aber: schimmelt es dann hinter den Panelen nicht munter weiter bzw. noch „schöner“ als vorher?
Aus ästhetischen Gesichtspunkten habe ich ja schon lange mit Panelen geliebäugelt - aber kann man da wirklich verhindern, dass die warme, feuchte Luft dahinter kommt und doch irgendwo kondensiert?
Mein Alptraum wäre eine Paneldecke mit einem unentdeckt dahinter wuchernden Schimmel-Rasen!
Wasserdampf kondensiert an den kältesten Stellen der Wand/Decke; wenn Du hinter den Panelen jedoch eine Wärmedämmung anbringst, solltest Du eine gute Isolation zwischen kalter Decke und warmem Raum erreichen. Aber Du hast Recht, vorher solltest Du den vorhandenen Schimmel natürlich bekämpfen, damit dieser sich nicht hinter der gesamten Konstruktion munter ausbreitet.
Grüße
Andy
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man kann alles gnädig zudecken. Das ist etwas für Leute, denen der Schimmel egal ist, solange man ihn nicht sieht.
Wenn es eine Wärmebrücke in der Wand gibt, liegt der Taupunkt nicht in der Wand (da gehört er hin), sondern an der Wandoberfläche. Mit einer innen angebrachten Dämmung wird der Taupunkt etwa da bleiben, wo er auch vorher war. Verschärfend kommt hier noch dazu, daß es sich um einen Feuchtraum handelt. Du kannst ganz sicher davon ausgehen, daß hinter irgendwelchen vorgesetzten Platten ein wahres Schimmelparadies entsteht. Laßt Euch auch nichts von „hinterlüftet“ erzählen. Es kommt warme, feuchte Luft in die vermeintliche Isolierung, kühlt an der kalten Wand ab und gibt ihr Wasser ab. Nach kurzer Zeit wird das eine moderige Angelegenheit.
So bitter es klingt: Baufehler an der Außenhaut lassen sich von innen nicht beheben.
man kann alles gnädig zudecken. Das ist etwas für Leute, denen
der Schimmel egal ist, solange man ihn nicht sieht.
Da gehör’ ich nicht dazu.
So bitter es klingt: Baufehler an der Außenhaut lassen sich
von innen nicht beheben.
Ich weiss *seufz*. Aber nochmal auf meine Ursprungsfrage zurückzukommen: Wie kann ich an einer Kondensstelle zumindest (als Schadensbegrenzung) verhindern, dass das Wasser in die Wand/Decke kommt. Lackieren?
Hallo Stefan,
ähnlich war es bei meiner Mutter. Auch da wurde in Eigenarbeit Paneele an die Wand gebracht, was das ganze nur deutlich verschlimmerte (aber immerhin, man sah es erst nach 2 Jahren).
Als meine Mutter dann noch neue Fenster bekam wars ganz aus. Man konnte lüften wie man wollte, die Feuchtigkeit blieb. Erst nach dem ich einen Rohreinschublüfter in die Aussenwand eingebracht habe war Ruhe (Die Paneele habe ich sofort rausgerissen).
Gruss Sebastian
dichtmachen ist kein Problem…
… dazu mußt Du nur auf alle feuchtegefährdeten Bereiche
elastische Gummihaut streichen (z.B. Elastogum von Fa. PCI ).
Das ist sowieso im Feuchtbereich über Wanne und besonders
Dusche zu empfehlen.
Fugen und Spalte können mit speziellem Gummiband und dem
Elastogum dichtgeklebt werden bzw. mit Silikon dichtmachen.
Darüber kann dann prima gefließt werden.
Statt der Tapete empfehle ich im Deckenbereich einen
mineralischen Innenputz aufzubringen z.B. „Münchner Rauputz“.
Der nimmt gut Feuchte auf ohne gleich naß zu sein und ist
weniger Schimmelempfindlich, schon deshalb weil kein Leim/Papier
(prima organischer Dünger) drin sind. Der Putz ist außerdem auch
dekorativ.
Gruß Uwi
Ich weiss *seufz*. Aber nochmal auf meine Ursprungsfrage
zurückzukommen: Wie kann ich an einer Kondensstelle zumindest
(als Schadensbegrenzung) verhindern, dass das Wasser in die
Wand/Decke kommt. Lackieren?
… dazu mußt Du nur auf alle feuchtegefährdeten Bereiche
elastische Gummihaut streichen (z.B. Elastogum von Fa. PCI ).
Das habe ich bei der GROSSEN Bad-Sanierung im nächsten Jahr sowieso vor - wäre mir aber für dieses Stück (ca. 2 qm) zu aufwändig.
Statt der Tapete empfehle ich im Deckenbereich einen
mineralischen Innenputz aufzubringen z.B. „Münchner Rauputz“.
Der nimmt gut Feuchte auf ohne gleich naß zu sein und ist
weniger Schimmelempfindlich, schon deshalb weil kein
Leim/Papier
(prima organischer Dünger) drin sind. Der Putz ist außerdem
auch
dekorativ.
Das wäre sicher toll - allerdings habe ich’s nicht so mit den Überkopf-Arbeiten. Mir fallen immer nach wenigen Minuten regelrecht die Arme runter…
Ich denke ich werde für den Übergang doch einfach die Rauhfaser mit irgendeiner wasserdichten Farbe überpinseln - im Zweifel wirklich ein Lack.