es ist manchmal zum verrückt werden!
Preisschilder, Etiketten, besonders diese bunten Preisschildchen…alles klebt auf den erworbenen Produkt, und lässt sich meist nicht mit einem Ruck entfernen (Papier+Klebstoff).
Ich habe im Laufe der Zeit ein bischen an Erfahrung sammeln können; manches Klebezeug lässt sich gut mit Spüli und heissem Wasser und einem Topfschwamm ablösen, oder ein heisses Essigbad könnte Abhilfe schaffen, oder der gute Alkohol (wobei der stärkste Alkohol bei uns im Haushalt Rasierwasser ist, und der unangenehme Geruch ist nicht unbedingt ‚lebensmittelecht‘), manchmal hilft auch (bei härteren Klebeschichten), wenn man das Etikett mehrfach ruckartig über den Klebstoff zieht, welcher dann mit etwas Glück am Papier haften bleibt.
Aber jetzt stehe ich vor folgender ‚Herausforderung‘: es geht um Hartplastikdosen (transparent, also Kratzer durch Scheuermilch wären unpassend), dass Papier lässt sich ablösen, allerdings bleibt ein hässlicher weicher (und schmierender) Klebefilm zurück.
Diese Sorte, die durch nichts abzugehen scheint, und Fusseln wie ein Magnet anzieht…
Die Sache ist auch noch sehr grossflächig, es scheint, als ob es verboten ist, das Etikett vom Produkt zu entfernen, und man in seiner Küche gefälligst Werbebotschaften zu horten hat…*grmpf*
Wer weiss Abhilfe? (möglichst geruchsneutral, es werden Lebensmittel in den Dosen gelagert)
nu isset zu spät, nu hilft nur noch Spucke auf den Finger und wuzeln. Mit Speiseöl geht es auch.
Aus gegebenem Anlass ein Satz zum Abziehen: Ohne Geduld geht gar nix; wenn überhaupt, dann lassen sich die Etiketten nur im Zeitlupentempo, nein, noch langsamer abziehen, so laaaangsam, dass Du zuschauen kannst, wie der Kleber erst lang wird und dann auf das Papier kriecht.
der Chemiker empfiehlt: entweder Ethanol oder Propanol-(2) )
Du brauchst da aber keine reinsten Stoffe: Ethanol ist nicht nur im (teuren !) Rasierwasser, nimm Brennspiritus, den bekommst Du billig im Baumarkt. Ist ca. 96%iger Alkohol, den man mit Geruchs- und Geschmacksstoffen aus Steuergründen „vergällt“ d.h. ungenießbar gemacht hat.
Propanol-(2) heißt auch Iso-Propanol, Du kannst ein Fläschchen (250 ml reicht lange hin) in der Apotheke kaufen, kostet auch nicht die Welt.
Beide Lösungsmittel sind unbegrenzt mit Wasser mischbar und die Gefäße können nach normalem Spülgang auch für Lebensmittel verwendet werden.
Bitte beachten: Beide Flüssigkeiten dürfen nicht in Reichweite von Kindern aufbewahrt werden, die Gefäße sind stets gut verschlossen zu halten.
Die Stoffe sind leicht entzündlich, rauchen und offene Flammen sind verboten. Benutzte Lappen solltest Du vor dem wegwerfen mit Wasser ausspülen um zu verdünnen. Dann stinkts nicht im Müll und ist auch nicht mehr feuergefährlich. In der verwendetn Menge sind die Stoffe im Hausabwasser unbedenklich und in der Verwendung als ungiftig zu sehen - es sei denn, Du schnüffelst Dir die Dämpfe konzentriert rein, aber wer macht schon so was ??
Gruß
Bernd
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
über solche Aufkleber habe ich mich auch schon tierisch geärgert. In einem Haushaltstip-Buch fand ich mal folgenden Vorschlag, der bei mir auch jedesmal hilft.
Reibe das Etikett (oder dessen Reste) einfach mit etwas Butter/Magarine/Fett ein und laß das einige Zeit einwirken. Danach kannst du die Reste problemlos entfernen, bei hartnäckigen Aufklebern ggfs wiederholen. Damit habe ich bisher noch ALLE Aufkleberreste ohne Kratzer wegbekommen.
garantiert geruchs- und geschmacksneutral, und ohne Herumgepantsche mit Öl oder Spüli: schnapp Dir einen handelsüblichen Fön, erwärme das Etikett aus ca. 10 cm Entfernung und schon kannst Du das blöde Ding nach und nach abziehen.
es gibt heute noch Kunststoffe, die sich bei 70 Grad in Wohlgefallen auflösen. Ist mir mal mit einer Fotoschale passiert, in der ich eine Platine ätzen wollte, die lag innerhalb von 3 Sekunden völlig platt auf dem Tisch. Die Ätzbrühe auch.
Gruß Ralf (der mit der neuen Tischdecke)
garantiert geruchs- und geschmacksneutral, und ohne
Herumgepantsche mit Öl oder Spüli: schnapp Dir einen
handelsüblichen Fön, erwärme das Etikett aus ca. 10 cm
Entfernung und schon kannst Du das blöde Ding nach und nach
abziehen.
aber wenn man ein widerstandfähiges Material hat (Metall) ist das günstiger Trick, Danke!
So halbweiche Plastgegenstände können übel unter zuviel Wärme leiden…ich werden nie wieder mit heissem Essigwasser Nippeltränken reinigen, obwohl das das beste Mittel gegen Algen ist.
Tessas Tipp, nämlich Erwärmen, kann helfen (ist Tessa krank oder schwanger? Sie kocht und beschäftigt sich plötzlich mit so praktisch-banalen Sachen), Alkohol kann helfen (auf’s Etikett natürlich, nicht trinken). Oft genug hilft aber schlichtes Leitungswasser. Kann man den ganzen Gegenstand unter Wasser setzen, ist es am einfachsten. Das ist natürlich z. B. bei Elektrogeräten nicht zu empfehlen. Dann hilft der Schwamm-Trick. Man lege über Nacht einen durchfeuchteten Schwamm auf das Etikett, das sich danach völlig durchgeweicht entfernen läßt.
will meinen Senf auch noch loswerden.
Biste Raucher?
Füllste manchmal deine Feuerzeuge nach?
Haste dementsprechend Feuerzeugbenzin da?
Damit geht bei uns jedes Etikett weg.
Und danach ordentlich abgespült, hat noch nix schlecht geschmeckt.
`s Teufli
manchmal hilft auch (bei härteren
Klebeschichten), wenn man das Etikett mehrfach ruckartig über
den Klebstoff zieht, welcher dann mit etwas Glück am Papier
haften bleibt.
Dazu nehme ich dann Tesafilm, klebt besser ;o). Ansonsten nehme ich den Föhn.
Das mit dem Fett wußte ich noch nicht, wird aber getestet…
Tesafilm!
Ist eine gute Idee, siehe die Methode, wo man das Etikett mehrfach drüber rubbelt, um alle Klebereste zur Adhäsion am Etikett zu überreden.
(habe aber festgestellt, dass das nur bei härteren Klebesachen funktioniert)
wollte nur ein wenig zur Vorsicht mit diversen Lösemitteln auf Kunststoffen raten. Benzin, Alkohol, der von mir früher gerne verwendete Tipp-Ex Verdünner (als der noch so eine richtige chemisch Keule war), Aceton, Glasreiniger und ähnliches können verschiedene Kunststoffe blind und spröde werden lassen. Gerade bei durchsichtigen Kunststoffen sieht dies dann nicht mehr schön aus. Auch habe ich schon Fälle erlebt, wo durch zu kräftigen Einsatz entsprechender Lösemittel dünne Kunststoffe so spröde wurden, dass sie kurz darauf zerbrachen. Daher bei Lösemitteleinsatz auf Kunststoffen immer vorher an verdeckter Stelle testen, ob die Kombination passt.
Danke,
Jörg, diese Erfahrung habe ich auch schon gemacht, was das Blindwerden angeht.
Deshalb bin ich mit Lösungsmitteln (ausser Alkohol, dass geht in den meisten Fällen gut) auch sehr vorsichtig.
Das berüchtigste Beispiel ist wohl Aceton, dass zersetzt den Kunststoff gleich noch mit.
Das konnte ich mir allerdings nur ab dem Zeitpunkt merken, als mir mal ein Schwapp Aceton über den Taschenrechner gekippt ist…schande.