Schimmel auf Betonwand

Hallo an alle Heim- und Handwerker!

Ich habe folgendes Problem:
Freunde von mir haben den Keller einer Garage, der bisher als Lagerraum genutzt wurde, in einen Hobbyraum bzw. Treffpunkt umgewandelt. Die Aussenwände sind aus Beton, 24 cm stark und liegen bis zur unteren Hälfte direkt im Erdboden.
Seit Herbst letzten Jahres nutzen sie den Raum (ca. 60 m²) nun also fast täglich als Aufenthaltsraum. Und seit ca. 3 Monaten bildet sich an den Innenseiten der Aussenwände Schimmel, allerdings nur auf der oberen Hälfte, also dort wo aussen kein Erdreich anliegt. Liegt wahrscheinlich daran dass sie den Raum jetzt heizen (was bisher als Lagerraum nicht der Fall war) und die Feuchtigkeit an den kalten Kellerwänden kondensiert. Kann das sein? Das Feuchtigkeit von aussen durch die Betonwände drückt glaube ich nicht, da die Wände nicht feucht sind und ja gerade im unteren Bereich, wo Wasser von aussen anstehen könnte, kein Schimmel auftritt.

Jetzt habe ich mir überlegt, die Wände zu dämmen. Eine Aussendämmung wäre sicher am besten, ist aber aus finanziellen Gründen wahrscheinlich nicht möglich. Bei einer Innendämmung ist jetzt meine Frage, wie ich sie am optimalsten aufbaue. Ich hab mir gedacht Folie auf Wand, dann Isolierplatten, noch mal Folie und anschließend Rigips-/Fermacellplatten. Oder muss ich die Innenschale hinterlüften?
Hat jemand Erfahrung mit solchen oder ähnlichen Problemen? Soll ich auf jeden Fall auf eine Aussendämmung setzten oder gibt es auch gute Lösungen von innen her? Ich bin gespannt auf eure Vorschläge.

Jan

Bei einer Innendämmung ist jetzt meine Frage, wie ich sie am :optimalsten aufbaue.

Hallo Jan,

eine ganz einfache Antwort zum Aufbau einer Innendämmung: Weglassen!

Entweder es wird außen gedämmt oder man vergißt die Dämmung. JEDE Art der Innendämmung wird ein wahres Schimmelnest. Alles was da von „hinterlüftet“ o. ä. erzählt wird, vergißt Du am besten ganz schnell. Mit anderen Worten: Schimmel kannst Du mit innen liegenden Konstruktionen gleich welcher Art nur zudecken. Irgendwann „nützt“ aber auch das nichts mehr, weil man dann den muffigen Geruch nicht ignorieren kann.

Also Außendämmung, um damit den Taupunkt in das Wandinnere zu legen und/oder für intelligente Lüftung sorgen. Eine Lüftung taugt genau dann etwas, wenn sie zum Feuchtigkeitsabbau beiträgt. Das erreicht man, indem gelüftet wird, wenn die Außentemperatur niedriger als die Wandtemperatur ist, i. d. R. also über Nacht. Damit arbeitet so eine Lüftung zwangsläufig gegen die Heizung. Damit kommt man wieder auf eine Außendämmung.

Gruß
Wolfgang

Also doch…!
Hallo Wolfgang

Danke für deinen Hinweis von wegen Innendämmung weglassen.
Ich hab’s mir ja schon fast gedacht, aber die Bestätigung ist eben doch nochmal was anderes…
Jetzt muß ich nur noch die Leute von der Aussendämmung überzeugen, die machen mir zur Zeit nicht den Eindruck dass sie das so richtig wollen… Naja, mal sehen.

Nochmals vielen Dank für deine Antwort!

Jan