Brutstätte 'Frühstücksbrettchen'

Die schönen Holzbretter, auf dem die leckeren Schnittchen und Käsebrötchen lagen, sind nicht gerade als keimfreie Unterlagen bekannt. Bei Spülen wird vermutlich auch nur oberflächlich gereinigt. Ich habe aber ein Lieblingsbrett, auf das ich nicht verzichten will… ich liebe es halt!
Nur stelle ich mit eine Methode vor, es zu sterilisieren: Kann ich es in die Mikrowelle stellen und einfach ein paar Runden kreisen lassen? Das sollte die kleinen Biester abtöten. Nur fürchte ich aber, daß die Restfeuchtigkeit im Innern - das gute Stück ist immerhin 2cm stark und beherrberg bestimmt noch ein paar Gramm Wasser - durch die Bildung von Wasserdampf sprichwörtlich zerplatzt.
Hat jemand eine bessere Idee?
Vielleicht eine kalte Nacht im Gefrierfach (was allerdings die Wassermenge im Holz eher noch erhöhen dürfte und somit keine Investition für die Zukunft wäre)?

Otto

Hallo Otto,

einer der Gründe, weshalb Injektionsspritzen nicht aus Holz sind, ist der, daß man Holz schlecht sterilisieren kann :smile:.

Mal im Ernst: Wenn Du’s gerne steril hast, darfst Du nichts mehr essen und eigentlich auch nicht mehr atmen. Mit den Foltermethoden, die Du erwähnt hast, kannst Du Frühstücksbretter nur ruinieren. Wasche das Brett ab, wenn einfaches Abwischen nicht reicht und lasse es nicht zu lange im Wasser liegen. Ansonsten gut abtrocknen und luftig lagern, dann gammelt auch nichts vor sich hin.

Wenn Du trotzdem (unbegründete) Bedenken hast, darfst Du nur Gegenstände mit geschlossener Oberfläche verwenden, also aus Kunststoff, Glas oder Keramik.

Gruß
Wolfgang

Hi Otto,

warum wird in der Sauna so viel Holz verbaut? Wenn das Keimen auf Holz so ein Problem wäre, müsste in der Sauna der Schimmel bis zur Decke wachsen, warm genug und nass genug wäre es da allemal. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Holz wirkt keimtötend, solange Luft dran kann. Leider finde ich immoment den Report nicht, in dem Holz- und Kunststoffbrettchen auf ihre Eignung als Wuchsgrund für Keime verglichen wurden (ich suche weiter) - Holz war eindeutig Sieger.

Gruß Ralf

Hallo Otto,

noch ein Tip zum Saubermachen: streue normales Salz auf das Brett und dann mit wenig Wasser und einer harten Bürste (Handwaschbürste) fest scheuern. Dann abspülen und trocknen lassen.

Gruß
André

Hi,

wie schon unten gesagt, ist das Problem bei Holz nicht so gravierend. Mit einer Ausnahme: wenn auf dem Brett viel geschnitten wird, dann wird die Oberfläche mit der Zeit sehr rauh - und dann siedeln sich auch Bakterien an (man kriegt das Brett nämlich nicht mehr richtig sauber).

Dann hilft nur abschleifen. Mache ich mit meinen großen Schneidbrettern regelmäßig (ca. 2 x im Jahr).

Eine andere Möglichkeit (auch wenn ich hier erschlagen werde) ist der Geschirrspüler! Geht aber nur bei hochwertigen Brettchen, die aus einem Stück Holz bestehen (also kein Leimholz) - und selbst hier kann es springen. Aber die Keime killst damit auf jeden Fall.

Gruß
Stefan

Huhu Otto,

die von Dir beschriebene These ist überholt:

[http://www.holzwerkstatt-ebner.de/Home/Firma/Umwelt/…](http://www.holzwerkstatt-ebner.de/Home/Firma/Umwelt/Holz Hygiene/body_holz hygiene.html)

Gruß & guten Hunger

Diana

Ja, Holz war wohl Sieger in dem Vergleich

Holz wirkt
keimtötend, solange Luft dran kann. Leider finde ich immoment
den Report nicht, in dem Holz- und Kunststoffbrettchen auf
ihre Eignung als Wuchsgrund für Keime verglichen wurden (ich
suche weiter) - Holz war eindeutig Sieger.

Hi drampeldier,
ich hatte da auch mal was in der Richtung gelesen/gehört aber scheinbar ist das nur die halbe Wahrheit. Auf der folgenden Seite wird dieser Vergleich auch erwähnt aber nachfolgende Untersuchungen zeigten wohl daß die Keime beim Holz nicht verschwanden sondern nur ins Innere wanderten…
Und Holz ist verboten bei Großküchen usw.
Lies mal selbst:

http://www.google.de/search?q=cache:jdc7ZgG4ErUC:dar…

Gruß
Reinhard

Hi Otto,

bei Holzbrettchen muß man unterscheiden; nach Hart- und Weichholz. Weichholz ist für solche Frühstückbrettchen nur bedingt geeignet, hartholz recht gut, weil viele Harthölzer (speziell Eiche) einen recht hohen Gehalt an Gerbsäuren haben, die ein Verrotten recht gut verhindern. Gleichzeitig fühlen sich nur recht wenige Mikroorganismen in Gegenwart von Gerbsäuren wohl, sodaß Hartholzbrettchen m.E. ein recht gut geeignetes Material ist. Zumal durch mechanischen Abrieb immer wieder gerbstoffreiche Holzpartien freiwerden.

Bei Kunststoffbrettchen wird durch mecheanische Beanspruchung eine mikrobenfreundliche Rauigkeit geschaffen, die mir nicht in die Küchen kommt. In Großküchen wird allerdings durch Einsatz entsprechender Reinigungsmittel (die mir auch nicht in die Küche kommen!!!) abgeholfen.

Fazit:
Hartholz ja
Weichholz bedingt, wenn es nicht stark mechanisch beansprucht wird.

Ansonsten sind vielleicht Glas- der Keramikbrettchen was für Dich. Aber vorsicht! Schneiden solltest Du nicht auf diesen Dingern, weil sie die Messer schnell stumpf machen.

Gandalf

Hallo Otto,

hast Du Probleme mit ständigen bakteriellen Magen- und Darmerkrankungen? Hast Du ein stark geschwächtes Imunsystem? Wenn nein, würde ich mir über dieses Thema überhaupt keine Gedanken machen. Küchen sind (trotz der ganzen tollen antibakteriellen Reiniger) die „dreckigsten“ Räume einer Wohnung. Aber nur unter obigen Bedingungen ist dies ein Problem. Ganz im Gegenteil; eine ständige „übliche“ Belastung des Immunsystems durch die gängigen Keime im Haushalt sorgt sogar dafür, dass die Abwehr „im Training“ bleibt.

Mir kommen jedenfalls keine unnötig antibakteriellen Reiniger ins Haus, und ich bin, so denke ich, trotz meines ansonsten eher ungesunden Lebenswandels eher überdurchschnittlich gesund. Mein Lieblingsfrühstücksbrett (nicht so ein kleiner Spahn) wird üblicherweise nur trocken mit einem Haushaltspapier abgerieben. Hin und wieder werden ernstere Verschmutzungen mal im Spülwasser beseitigt. Danach wird das Brett wieder mit normalem Keimöl eingerieben. So verhindert man Sprünge und behält eine schöne Oberfläche.

Gruß vom Wiz

Habt Dank!
Ihr habt mir wieder mal alle etwas beigebracht: Ich bin - wie alle Holzfrühstücksbrettchenbenutzer - ein „Dreckfresser“… und es macht mir gar nix! Klar, man darf sich so ein Teil, ob Holz oder Kunststoff - nicht unter dem Mikroskop betrachten. Sonst vergeht einem wirklich der letzte Appetit.

In diesem Sinne: Guten Hunger und Danke!

Otto

Ich möchte dringent empfehlen, Holzbrettchen zur Entkeimung weder in die Mikrowelle, noch in die Geschirrspülmaschine zu legen. Wie bereits mehrfach nachgewiesen wirkt Holz von Natur aus antiseptisch. Diese natürliche mikrobiologische Aktivität bleibt dauerhaft erhalten, wenn schonende Reinigungsverfahren angewendet werden. Feuchtes Abwischen ohne Reinigungsmittel sollte genügen.

Weitere Informationen:
http://www.holzwerkstatt-ebner.de

Tobias Ebner - Holzwerkstatt Ebner

Hallo Otto,

wenn Du nich AIDS oder eine andere Immunschwäche hast, stellen die Keime auf Deinem Brett kein Problem dar (solange da keine sichtbare Schicht entsteht). Dein Körper braucht sowas sogar um seine Immunabwehr zu trainieren. Nachweislich werden Kinder, die in sauberer Umgebung aufwachsen viel häufiger Krank und es treten bei solchen Kindern bis zu 100 mal häufiger Allergien auf. Also lass das Brett so wie es ist und lass Dich nicht von den Medien verrückt machen, denn wenn Du Dein Brett liebst, dann scheint es auch appetitlich auszusehen.

Gruß Tilo