Öltank -> Wassertank, wie aufsägen und reinigen

Hallo, ich habe einen gut erhaltenen 800-l-Öltank, der leer ist. Ich möchte ihn als Speicher für eine selbstgebaute Solaranlage benutzen.

Er enthält noch etwas Restöl, schätzungsweise so einen halben Liter und das, was an den Wänden rumschmiert.

Zwei Fragen:

Ich muss für meine Zwecke eine große Öffnung reinsägen. Wenn ich da jetzt ein Loch reinbohre und dann mit der Stichsäge rangehe, fliegt der mir um die Ohren? Sind die Öldämpfe explosiv?

Wenn ich dann eine große Öffnung habe, wie kann ich ihn umweltgerecht reinigen? Es soll Öllöser bzw. Bindemittel geben. Wenn ich ich damit spüle und nochmal mit dem Heißdampfgerät hinterhergehe, wo kann ich denn die Flüssigkeit abgeben, die sich dabei ergibt? Das sind ja bestimmt einige Liter. Gibt es da Sammelstellen?

Danke im voraus

Hans

Hallo Hans,

Sind die Öldämpfe explosiv?

Grundsätzlich ja, die Dämpfe können explodieren. Nun ist Heizöl nicht so gefährlich wie etwa Normalbenzin, aber noch gefährlich genug, um von solcher Aktion abzuraten.

Unabhängig davon: Ölreste und Kaltreiniger geben eine ziemlich üble Pampe ab, deren Entsorgung Geld kostet. Adressen dafür sind die Altölbeseitigungsfirmen, die auch für Tankstellen die Entsorgung leisten.

Das Ganze scheint mir keine besonders glückliche Idee zu sein. Ein versiffter Stahltank ist für Wasser nicht das Richtige. Mit irgend vertretbarem Aufwand wirst Du den Tank nicht wirklich sauber bekommen, so daß auch das Reinigungsmittel restlos weg ist. Am Ende sickert trotz Vorsicht Dreckwasser ins Erdreich, Du hast ein erhebliches Volumen zu entsorgen und einen von innen rostenden Tank. Nimm lieber einen blitzsauberen Kunststofftank.

Gruß
Wolfgang

Hallo Hans,

Bekannt von mir haben schon oft in der Privatabgabe der BASF Kunststoffbehälter mit 1000l Inhalt im Gitter auf Palette für einen Spottbetrag bekommen.

Du wirst wie Wolfgang schon beschrieb den Tank nie richtig Ölfrei bekommen und rosten tut er sowieso.

Alleine die Arbeit in den Öldämpfen ohne Absaugung würde ich nicht machen.

gruß

dennis

Hallo Hans,

selbst wenn Du den Tank sauber kriegen solltest, was ich aber bezweifle, ist er für Deine Zwecke völlig ungeeignet.
Öltanks sind nicht (ausreichend) korrosionsgeschützt, wenn Du Wasser, warmes sogar, einfüllst, wirst du innerhalb kürzester Zeit Probleme mit der Dichtigkeit kriegen.
Laß die Finger von solchen Provisorien und kauf Dir einen Tank, der für so was entworfen wurde. Scheint zwar im Moment teurer zu sein, aber mittelfristig ist es billiger.

Gandalf

Hallo

Ich bin für Experimente mit Solarenergie , und deswegen , mal sehen :
Erstmal , die anderen haben im Prinzip recht , aber umsonst ist umsonst , oder ?

Hallo, ich habe einen gut erhaltenen 800-l-Öltank, der leer
ist. Ich möchte ihn als Speicher für eine selbstgebaute
Solaranlage benutzen.

Bei thermoplastischem Kunststoff ist eventuell die Festigkeit bei hohen Temperaturen zu niedrig .( Wegen dem anderen Vorschlag ), müßte man testen .

Er enthält noch etwas Restöl, schätzungsweise so einen halben
Liter und das, was an den Wänden rumschmiert.

Die Innenbeschichtung hat auch etwas Oil absorbiert , so das man nicht gut Trinkwasser auch im gereinigten Tank aubewahren kann .
Es ist überhaupt unklar , wie sich die Innenbeschichtung mit Wasser verträgt . Gibt es eine Innenbeschichtung ?

Zwei Fragen:

Ich muss für meine Zwecke eine große Öffnung reinsägen. Wenn
ich da jetzt ein Loch reinbohre und dann mit der Stichsäge
rangehe, fliegt der mir um die Ohren? Sind die Öldämpfe
explosiv?

Den Tank mußt Du zuerst entleeren , und dann gut belüften , mit einem Lüfter oder so . Das gilt insbesondere , wenn Du Deinen Kopf reinsteckst . Ein Absorptionsmittel kann Öl aufsaugen .
Gerät Dir das Öl in Brand , weil Dir heiße Späne drauffallen , hast Du ein kleines Feuerchen und kann es eine kuriose Erscheinung geben :
Der Tankinhalt(Luft und Gas) wird periodisch aufgeheizt , dabei ausgestoßen , und neue Luft wieder angesaugt .( Mit Geräusch verbunden und kann ziemlich lange dauern ) Etwas was man den Familienmitgliedern oder Nachbarn nur schlecht erklären kann .

Wenn ich dann eine große Öffnung habe, wie kann ich ihn
umweltgerecht reinigen? Es soll Öllöser bzw. Bindemittel
geben. Wenn ich ich damit spüle und nochmal mit dem
Heißdampfgerät hinterhergehe, wo kann ich denn die Flüssigkeit
abgeben, die sich dabei ergibt? Das sind ja bestimmt einige
Liter. Gibt es da Sammelstellen?

Mit Wasser und Seife fabrizierst Du eine Menge Abfall(Pampe) , wie andere schon gesagt haben .
Ich wäre für Waschbenzin im Lappen oder für Farbentferner/Abbeizmittel auf Lösungsmittelbasis .
Den letzten Rest mit Wasser und starkem Reinigungsmittel .

Eventuell ist der Tank korrosiv ungeeignet , wie die anderen schon schrieben , und irgeneinen ekligen Rest bekommst Du nicht heraus , deswegen meine Idee :
Man könnte alkalisch gemachtes Wasser ( geringe Menge Natriumhydroxid ) , welches nicht zirkuliert , also mit einer Wärmeaustauscherschlaufe oder Spirale verwenden .
Es darf keinerlei Montage mit Kupfer gemacht werden .
Die Außenwandung muß einen zusätzlichen Korrosionsschutz erhalten ( Zinkgrund + Lack )
Außerdem Wärmeisolierung .

MfG

Hallo Wolfgang,
danke für deine Antwort. Wie es sich im Moment entwickelt, werde ich den Tank wohl zu einer Tankreinigungsfirma bringen und reinigen lassen. Das Problem mit dem Rost hoffe ich damit zu lösen, das der Kreislauf Solarkollektor - Wärmespeicher Wasser mit Rostschutzflüssigkeit wie im Auto benutzt wird. Hoffe wenigstens, dass das praktikabel ist. Mein heißes Wasser wird im Wärmespeicher über einen Wärmetauscher erhitzt, so dass das nix macht.
Gruß
Hans

Hallo Dennis,
ich habe zwei solcher Plastikbehälter für Regenwasser. Aber ich zweifle daran, ob sie die hohen TEmperaturen aushalten, das Wasser kann bei der Solaranlage sehr heiß werden.
Gruß
Hans

Hallo Gandalf,
ich will Rostschutz wie beim Autokühler mit einfüllen, somit hoffe ich das Problem zu umgehen. Und ich will den Tank bei einer Spezialfirma reinigen lassen, da ihr mich hier davon überzeugt habt, dass ich das besser nicht selbst mache.
Gruß
Hans

Hallo Matthias,

ich denke auch, dass eine Solaranlage sich nur lohnt, wenn man selbst experimentiert (ein kleines Excel-Arbeitsblatt beweist es sogar). Weiter oben überlegt jemand, 18.000,- für eine Anlage auszugeben, da sparen frühestens die Enkel was ein.

Es soll auch kein Trinkwasser in den TAnk, das Heißwasser wird durch einen Wärmetauscher erhitzt, deshalb kann im Tank Wasser mit Rostschutz wie im Autokühler verwendet werden, das läuft immer nur rund durch Solarkollektor und Tank.

Interessant mit der periodischen Verbrennung, sowas habe ich noch nie gehört. Würde wahrscheinlich gleich meine baufällige Scheune abfackeln :smile:

Mit dem alkalischen Wasser meinst Du, dass ich auch einen Wärmetauscher einbauen sollte, der das Wasser vom Solarkollektor an den Tank liefert, oder? Kein Kupfer, hm. Ich dachte, Kupferrohr läßt sich schön zu einer Wärmetauscherspirale drehen. Muss micht nochmal schlau machen über Opfer- oder Fremdstromanoden, da war doch was.

Wenn kein Kupfer, ob man als Wärmetauscher einfach einen Autokühler vom Schrottplatz reinhängen könnte?

Die Außenwandung muß einen zusätzlichen Korrosionsschutz
erhalten ( Zinkgrund + Lack )

Auch wenn der Tank wärmeisoliert auf dem trockenen DAchboden steht?

Danke
Hans

Hallo

Es soll auch kein Trinkwasser in den TAnk, das Heißwasser wird
durch einen Wärmetauscher erhitzt, deshalb kann im Tank Wasser
mit Rostschutz wie im Autokühler verwendet werden, das läuft
immer nur rund durch Solarkollektor und Tank.

Also , was man praktisch verwendet , kann ich nicht genau sagen , aber im alkalischen Milieu , nicht geeignet ist Ammoniak , sondern nur Natriumhydroxid , rostet Eisen nicht .
Eventuell brauchst Du in den Kollektoren auch noch Frostschutz ?
Der Frostschutz mindert die Wärmespeicherfähigkeit , auch deswegen wär ein separater Wärmetauscher(Eisenrohr) gut . 800 Liter reichen nur für einen Abend Wärme .
Außerdem würde durch Konvektion der Wärmespeicher in der Nacht wieder auskühlen , Steuerungsventil oder Pumpe verwenden .
Ein kleiner Heizkörper aus Eisenwerkstoff oder eine einlagige „Spule“ aus Eisenrohr wär geeignet .
Bei Kupfer gäbe es Elementbildung , Dein Tank ist schnell durchgerostet .

Muss micht nochmal schlau machen
über Opfer- oder Fremdstromanoden, da war doch was.

Manche dieser erwerbbaren Wärmespeicher haben extra eine Zink oder Magnesium-opferanode .

Wenn kein Kupfer, ob man als Wärmetauscher einfach einen
Autokühler vom Schrottplatz reinhängen könnte?

Dr Autokühler ist für Kontakt mit Luft , den könnte man als Heizkörper verwenden , falls das Motorgeräusch nicht stört , aber nicht für einen Übergang Wasser/Wasser .

Die Außenwandung muß einen zusätzlichen Korrosionsschutz
erhalten ( Zinkgrund + Lack )

Auch wenn der Tank wärmeisoliert auf dem trockenen DAchboden
steht?

Das ist ein guter Ort dafür , aber weil du auch an dem Tank schweißen mußt , streich in lieber nachher fachgerecht an . Auf dem Dachboden nachschauen , ob was rostet , macht bestimmt keiner , und nachher ist das Malheur groß .

MfG

Hi Hans,

ich will Rostschutz wie beim Autokühler mit einfüllen, somit
hoffe ich das Problem zu umgehen.

ich bin zwar kein Experte für Tanks, aber ich hab trotzdem kein gutes Gefühl bei dieser Konstruktion, zumal Du, wie Du oben schreibst, den Tank auf den Dachboden stellen willst. Wenn der dann kaputtgeht, hast Du ein ziemlich nasses Haus!

Sparen ist schön und gut, aber manchmal kann man auch ziemlich teuer sparen und sich dabei viel Ärger einhandeln.

Was mir bisher auch nicht so ganz klar ist; wie willst Du den Tank isolieren. Wenn Du vorhast ohne Isolation zu arbeiten, laß es besser ganz bleiben, dann rechnet sich alles sowieso nicht.

Soooooo teuer sind vernünftige, vor allem gut isolierte(!) Tanks auch wieder nicht.

Gandalf

Noch ein paar Infos, eine Frage

Der Frostschutz mindert die Wärmespeicherfähigkeit , auch
deswegen wär ein separater Wärmetauscher(Eisenrohr) gut . 800
Liter reichen nur für einen Abend Wärme .

Es ist nicht für die Heizung gedacht, sondern für Warmwasser, Dusche usw.

Ein kleiner Heizkörper aus Eisenwerkstoff oder eine einlagige
„Spule“ aus Eisenrohr wär geeignet .
Bei Kupfer gäbe es Elementbildung , Dein Tank ist schnell
durchgerostet .

Ich hätte gern Kupfer genommen, weil ich das gut zu einer Spirale biegen kann. Wie meinst Du das mit der Spule aus Eisenrohr, wie kann ich das den biegen? Für einen akzeptabelen Wärmeübergang brauceh ich 30 m Rohr zu einer Spirale gebogen.

Danke
Hans

ich bin zwar kein Experte für Tanks, aber ich hab trotzdem
kein gutes Gefühl bei dieser Konstruktion, zumal Du, wie Du
oben schreibst, den Tank auf den Dachboden stellen willst.
Wenn der dann kaputtgeht, hast Du ein ziemlich nasses Haus!

Was mir bisher auch nicht so ganz klar ist; wie willst Du den
Tank isolieren. Wenn Du vorhast ohne Isolation zu arbeiten,
laß es besser ganz bleiben, dann rechnet sich alles sowieso
nicht.

Hallo Gandalf, der Tank kommt in die Sicherheitsmetallwanne, in der auch der Öltank vorher stand, somit nicht so schlimm beim auslaufen. Der Tank wird mit einer dicken Styroporschicht isoliert.
Gruß
Hans

Hallo

Es ist nicht für die Heizung gedacht, sondern für Warmwasser,
Dusche usw.

Naja , könnte sicher gehen , also im Sommer zum Beispiel warmes Wasser ohne Heizung …
Dann reichen auch 800 Liter .
Mir fällt noch ein , das Du auf dem Dachboden eine tragfähige Stelle finden mußt , damit das Teil nicht einkracht .

Ein kleiner Heizkörper aus Eisenwerkstoff oder eine einlagige
„Spule“ aus Eisenrohr wär geeignet .
Bei Kupfer gäbe es Elementbildung , Dein Tank ist schnell
durchgerostet .

Ich hätte gern Kupfer genommen, weil ich das gut zu einer
Spirale biegen kann. Wie meinst Du das mit der Spule aus
Eisenrohr, wie kann ich das den biegen? Für einen akzeptabelen
Wärmeübergang brauceh ich 30 m Rohr zu einer Spirale gebogen.

Ob Du 30 meter brauchst , möchte ich mal anzweifeln .
Ich schätze mal , 10 meter reichen dicke .
Die Kraft zum Biegen hängt vom Rohrdurchmesser und vom Biegeradius ab .
Wenn Du ein Rohr kaufen willst , kannst Du gleich danach fragen , ob man es gut biegen kann , die sind verschieden geschweißt ( oder nahtlos ).
Wenn ich sowas bräuchte , würde ich versuchen , ein Rohr mit nicht zu großem Durchmesser um ein Holzrund zu wickeln . Eine Seite befestigen , und los gehts .
Es gibt auch kleine Durchmesser für Stahlrohre , da müßte man eventuell 2 oder 3 von nehmen , und dann paralell .
Aber in der Tat , so einfach ist das nicht , und es gibt bestimmt irgendeine bessere Lösung .
Die Klempner machen das mit speziellen Hilfmitteln , mit Rollen und Hebeln , und so weiter .
Mehr kann ich so nicht sagen .
Ich wetze bei so einem Problem erst mal durch Baumärkte und ähnliches , bis mir was anderes einfällt.
Mit freundlichen Grüßen
Matthias

Hallo Hans,

ich habe zwei solcher Plastikbehälter für Regenwasser. Aber
ich zweifle daran, ob sie die hohen TEmperaturen aushalten,
das Wasser kann bei der Solaranlage sehr heiß werden.

Heißer wie 90° wird es wohl nicht. Das halten die allemal aus.

gruß

dennis

Hallo Dennis,

das hätte ich nicht geglaubt, aber aufgrund Deiner Aussage werde ich die Sache nochmal überdenken. Ich hätte gedacht, dass der Plastiktank butterweich wird bei der Hitze.

Da muß ich mal überlegen, ob ich das irgendwie testen kann bevor ich mir den auf den Dachboden stelle.
Das würde natürlich vieles vereinfachen.

Danke
Hans

ich habe zwei solcher Plastikbehälter für Regenwasser. Aber
ich zweifle daran, ob sie die hohen TEmperaturen aushalten,
das Wasser kann bei der Solaranlage sehr heiß werden.

Heißer wie 90° wird es wohl nicht. Das halten die allemal aus.

gruß

dennis