Lüftungsanl. mit Wärmerückgew. - Erfahrung ges!

Moin alle zusammen,
da wir uns sehr intensiv mit unserem zukünftigem Haus und dem damit zusammenhängenden Bauvorhaben
beschäftigen, möchten wir einige Erfahrungen einholen, die andere gemacht haben. Als wesentlichstes ist hierbei
eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Diese brauchen wir unbedingt - schon allein aus gesundheitlichen
Gründen.
Welche Erfahrungen habt Ihr damit gemacht, wie lange habt Ihr diese Anlage schon, gibt’s Negatives und auch
Positives zu berichten?
Wie siehts mit den Betriebskosten aus?
Welche Hersteller / Firmen sind zu empfehlen?
Sind Pollen-/Staubfilter schon „serienmäßig“ drin?
Wie oft sollte man diese wechseln? Was kostet diese Wartung?
Von Klimaanlagen kennt man diese schwarzen Ränder an den Luftaus- und -einlässen - tritt dieser Effekt auch bei
einer Lüftungsanlage auf?
Wie trocken ist im Winter die Luft im Haus?
Kommt es trotz „Dauer“-Lüftung zur Schimmelbildung an kalten Wänden?

Das isses erstmal - mehr fällt mir spontan nicht ein.
Ich bedanke mich schonmal für Eure zahlreichen Antworten!
Tino

Hallo,
Deine Überlegung, bei einem Haus, mit Wärmerückgewinnung zu planen, ist absolut korrekt. Durch hervorragende Dämmung und Dichtigkeit ist (fast) kein natürlicher Luftwechsel mehr vorhanden. Die Häuser werden meist nach neuesten Erkentnissen gebaut, aber die Haustechnik bleibt unverändert, wie vor 30 Jahren.

Moin alle zusammen,
da wir uns sehr intensiv mit unserem zukünftigem Haus und
dem damit zusammenhängenden Bauvorhaben
beschäftigen, möchten wir einige Erfahrungen einholen,
die andere gemacht haben. Als wesentlichstes ist hierbei
eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Diese
brauchen wir unbedingt - schon allein aus gesundheitlichen
Gründen.

Nicht nur aus gesundheitlichen Gründen,auch im Interesse der Erhaltung der Bausupstanz.
Vorteile einer Wärmerückgewinnungsanlage ist:
Keine Feuchtigkeit- die führt zur Schimmel und Sporenbildung und gefährdet dadurch die Gesundheit der Bewohner.
keine Geruchsbildung- Ausdünstungen von Möbeln, Teppichen, Reinigungs- und Pflegemitteln, sowie die Gerüche von WC und Bad werden entfernt.
kein Lärm- Straßenlärm bleibt draußen uns damit auch der Dreck und Staub.
Gefilterte Luft- weniger Staub im Haus, keine Fliegen und Stechmücken, mit Pollenfilter sind nahezu 100% aller lungengängigen Partikel ausgefiltert, das hilft so manchem Allergiker mehr als ein Medikament.
Bei geschlossenen Fenstern haben auch Einbrecher weniger Chancen.
Gleichzeitig wird die Wohnung gleichmäßig mit Frischluft versorgt, ohne Zugluft, so halten sie die Temperatur und Feuchte konstant.

Welche Erfahrungen habt Ihr damit gemacht, wie lange habt
Ihr diese Anlage schon, gibt’s Negatives und auch
Positives zu berichten?
Wie siehts mit den Betriebskosten aus?

Die Entwicklung der letzten Jahre haben da große Fortschritte gebracht. Der Rückgewinnungsgrad der Geräte wurde auf über 90% erhöht und gleichzeitig der Stromverbrauch gesenkt. So wird ein elektrisches Verhältnis von über 1:20 erreicht.

Welche Hersteller / Firmen sind zu empfehlen?

Schau beim Verband nach: http://www.Wohnungslüftung-ev.de , da sind die meisten Anbieter drin.
Hier sind aber Unterschiede zu beachten, die nicht nur im Stromverbrauch liegen, sondern auch in Qualität, der Technik und Preis.

Sind Pollen-/Staubfilter schon „serienmäßig“ drin?

Staubfilter sind bei Wärmerückgewinnungsgeräte Serie, bei Abluftanlagen nicht. Pollenfilter sind extern zusätzlich einzubauen. Bei der Anlagenplanung kann ein Platz vorgesehen werden, um den Pollenfilter nachträglich zu integrieren.
Je nach Typ Filter sollten diese zwei mal im Jahr getauscht werden, sind ca. 6,-- €.

Wie oft sollte man diese wechseln? Was kostet diese
Wartung?

Ansonsten sind die Geräte wartungsfrei, außer Geräte mit integrierter Wärmepumpe, da ist immer wieder mal ein Kundendienst fällig.

Von Klimaanlagen kennt man diese schwarzen Ränder an den
Luftaus- und -einlässen - tritt dieser Effekt auch bei
einer Lüftungsanlage auf?

Diese schwarzen Schmutzränder hast Du auch in Lüftungsanlagen mit „billigen Auslässen“. Ein hochinduktives Auslaßventil hat das nicht.

Wie trocken ist im Winter die Luft im Haus?

Bei einer optimal eingeregelten Anlage hast Du eine hervorragende Luft, das reizen der Schleimhäute bleibt aus.

Kommt es trotz „Dauer“-Lüftung zur Schimmelbildung an
kalten Wänden?

Ein Großteil dieser Schimmelbildung wird verhindert, jedoch kann auch eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung nicht alle baulichen Fehler ausgleichen.

Das isses erstmal - mehr fällt mir spontan nicht ein.
Ich bedanke mich schonmal für Eure zahlreichen Antworten!
Tino

Mit freunflichem Gruss
Helmut

klitzekleine Korrektur
Hallo Helmuth,

leider ist dir bei der URL ein Tipfehler passiert.

Schau beim Verband nach: http://www.Wohnungslüftung-ev.de , da

richtig
http://www.Wohnungslueftung-ev.de

Tschuess Marco.

Hallo Tino,

ich bin Dipl-Ing. für technische Gebäudeausrüstung und habe so eine Lüftungsanlage. Absolut empfehlenswert. Ich habe Viessman. Ist bei der Lüftung nicht teurer als andere, hat aber bis 96% Wärmerückgewinnung.
Die Luftfeuchtigkeit geht im Winter unter 30% und ist damit problematisch. Ein kleine Ultraschallnebelanlage für 200,- € sollte das Problem aber lösen und genug Wasser in die Luft bringen.
Absolut wichtig: Schalldämper einbauen, auch wenn sie was kosten, sonst gibt es ein leises Geräusch, welches zwar tagsüber nicht wahrgenommen wird, aber an stillen Abenden stört.
Schmutzränder bilden sich nach etwa 1 Jahr an den Lüftungsventilen und lassen sich in 2 Minuten mit dem Staubtuch abwischen.
Spezielle Pollenfilter beim Hersteller erfragen. Normale Staubfilter sind drin und werden alle 6 Monate gewechselt.

Gruß Tilo