Hallöchen,
ich habe mir diese Woche eine neue Zudecke gekauft und nun stellt sich mir die Frage, wo ich meine alte Daunendecke entsorgen soll.
Wenn ich sie in den Müll tue, ist die gesamte Mülltonne voll und die anderen Parteien bei mir im Haus werden sich freuen.
Eine Nachbarin meinte, ich sollte sie bei der Altkleidersammlung entsorgen und eine andere meinte, daß wäre Sperrmüll.
Hm, irgendwie bin ich nun auch nicht viel schlauer, was nun mit meiner alten Decke passieren soll.
Könnt Ihr mir sagen, was man damit machen soll???
sinn der altkleidersammlung(trifft auf die container zu)ist es, daß es der firma humana, sektenähnlich, immer besser geht.
dort landen nämlich die meisten der klamotten, und nicht bei bedürftigen.
daunen sind kompostierbar, kannste also unter entsprechenden haufen packen, den bezug in den restmüll.
zuständig ist die FES. Da kannst Du einmal anrufen. Wahrscheinlich sagen die Dir, daß Du das Teil in Enkheim auf der Wertstoff- und Müllsammelstelle abgeben kannst.
bei uns stehen in der Nachbarschaft diverse Altkleidercontainer diverser Hilfsorganisationen (man kann sich also das weltanschaulich Passende suchen). Üblicherweise werden auch Federbetten angenommen. Was verwertbar ist, wird - teilweise gewerblich, dann kommt das Geld dem Aufsteller zugute - wiederverwertet, der Rest wird stofflich verwertet. Wir haben zusätzlich noch in der Stadt drei Kleiderkammern, die alles Wiederverwertbare direkt weiterverwenden. Da bringe ich meine Sachen immer hin.
Gruß vom Wiz
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ich möchte doch nochmal auf mein posting zu dieser frage hinweisen: die altkleider werden mitnichten von den aufgedruckten organisationen, sondern von humana u.ä. geleert. diese zahlen gelder an drk, awo usw.
nur 5% landen bei bedürftigen, der größte teil in den läden von humana, dann in der industie als putzlappen, weiterhin nach afrika und so(einheimische bekleidungsindustrie geht dadurch pleite).
wenn barmherzig, dann, obwohl ich mit kirche nichts am hut habe, bei den kirchlichen und weltlichen hilfeinrichtungen direkt abgeben.
Widerspruch zurück Wer die Kleider aus den Containern abholt und was damit geschieht, ist sehr unterschiedlich. Natürlich gibt es zu einem nicht unerheblichen Teil die kommerziellen Unternehmen, die „im Namen“ des aufgedruckten Aufstellers eine Komplettabwicklung machen und dann nur einen Teil des erwirtschafteten Geldes auszahlen. Ist für die Hilfsorganisationen ein einfaches Zubrot, weil sie sich um nichts kümmern müssen, das Geld also ohne eigene Arbeit erhalten, was ja nicht schlecht ist. Was dann weiter mit den Sachen geschieht ist eine eher moralische Frage, die aber auch meiner Meinung nach nicht so eindeutig beantwortet werden kann, wie Du es getan hast. Eine stoffliche Verwertung ist wohl die einzige Möglichkeit nicht mehr tragbare Kleidung zu verwerten. Da sehe ich dann auch keinen Unterschied zu alten Zeitungen oder Altglas. Was die Verwertung tragbarer Sachen angeht, so kann man sich sicher streiten, ob der Spender in seiner Erwartungshaltung „getäuscht“ wird, wenn die Sachen gegen Geld weitergegeben werden. Ich wäre da aber nicht ganz so streng, denn es gibt auch genug andere Beispiele, wo mit kostenlos abgegebenen Dingen durchaus noch Geschäfte gemacht werden, und dies durchaus zum Nutzen aller Beteiligten ist.
Was die Sache mit der negativen Beeinflussung der heimischen Texilunternehmen in den Importländern angeht, so sollte man diese natürlich berücksichtigen. Allerdings könnte man dann auch fordern, dass auch die Kleiderkammern hier keine Textilien mehr umsonst oder zu Anerkennungspreisen abgeben dürften, weil unsere Textilindustrie auch schon seit Jahren am Boden liegt.
Ich sehe jedenfalls an den Containern, die bei uns in der Nähe stehen (JUH, DLRG) immer nur eigene Fahrzeuge der Organisationen, und es wäre mir dann eigentlich egal, ob die davon etwas haben, dass die Kleider direkt weitergegeben werden, oder weil sie diese verkaufen. Ich selbst nutze aber immer die Kleiderkammern, wie das DRK sie z.B. unterhält. In Langenhagen ist einer der üblichen Container direkt im Zaun am Grundstück der Vorsitzenden eingebaut, die ich persönlich kenne. Die verwertbare Kleidung wird im Rahmen einer Gruppenarbeit sortiert, gewaschen und dann in der Kleiderkammer wieder ausgegeben.
Gruß vom Wiz
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