Richtig Lüften gegen Feuchtigkeit

Zu diesem Thema lese ich immer:
Man soll lieber kurz, aber kräftig lüften (Fenster gross aufmachen), und das mehrmals täglich, dann gibt es auch bei Kälte keine nassen Fensterscheiben.
Stimmt aber nicht! Wir lüften zum Beispiel das Schlafzimmer morgens über 1 Stunde (!!) und abends noch mal 20 bis 30 Minuten, Fenster jeweils gross offen. Trotzdem sind die Fenster jeweils nach 1 bis 2 Stunden bei Temperaturen unter 0 Grad Aussentemp. wieder voll beschlagen. Heizung läuft auf kleiner Thermostatstufe 1.
Das Haus ist ca. 9 Jahre alt und es sind doppelglasige Iso-Fenster.
Wir kommen gegen die Feuchtigkeit einfach nicht an.
Was machen wir falsch??? Macht es etwas aus, ob die Schlafzimmertür tagsüber offen oder zu ist?

MfG
Werner

Zu diesem Thema lese ich immer:
Man soll lieber kurz, aber kräftig lüften
(Fenster gross aufmachen), und das
mehrmals täglich, dann gibt es auch bei
Kälte keine nassen Fensterscheiben.
Stimmt aber nicht!

Also was bei uns (Wohnung) geholfen hat:
gut einheizen, und dann, wenn die Luft ziemlich warm ist, kurz lueften.
Die warme Luft nimmt die Feuchtigkeit gut auf, und wenn die Luft dann rauszieht, nimmt sie die Feuchtigkeit mit.

Hallo Werner!

Was heißt : Heizung läuft auf kleiner Thermostatstufe?

Wie warm oder kalt ist es denn im Haus allgemein?
Du gibst keine Temperaturen an! Du kannst 24 Stunden lüften, wenn Ihr aber nicht genügend heizt, hilft das gar nichts.

Irgendwie hab ich das Gefühl, Ihr habt eine Feuchtigkeitsquelle im Haus. Wie sieht es mit Pflanzen aus?

Gruß Werner

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Hallo,

Beispiel das Schlafzimmer morgens über 1
Stunde (!!) und abends noch mal 20 bis 30
Minuten, Fenster jeweils gross offen.
Trotzdem sind die Fenster jeweils nach 1
bis 2 Stunden bei Temperaturen unter 0
Grad Aussentemp. wieder voll beschlagen.
Heizung läuft auf kleiner Thermostatstufe
1.
Das Haus ist ca. 9 Jahre alt und es sind
doppelglasige Iso-Fenster.
Wir kommen gegen die Feuchtigkeit einfach
nicht an.
Was machen wir falsch??? Macht es etwas
aus, ob die Schlafzimmertür tagsüber
offen oder zu ist?

Es macht in der Tat etwas aus! Normalerweise ist das chlafzimmer relativ kalt, ander Raeume aber warm. In den warmen Raeumen verdunstet Feuchtigkeit (aus Blumentoepfen o.a) und schlaegt sich in den kaelteren Raeumen nieder. Also besser Tuer geschlossen halten.

Niels

Zu diesem Thema lese ich immer:
Man soll lieber kurz, aber kräftig lüften
(Fenster gross aufmachen), und das
mehrmals täglich, dann gibt es auch bei
Kälte keine nassen Fensterscheiben.
Stimmt aber nicht!

Doch, es stimmt schon, wenn man in der übrigen Zeit das Zimmer normal heizt.
Wir lüften zum

Beispiel das Schlafzimmer morgens über 1
Stunde (!!)

Das ist bedsonders bei Minus- Temperaturen viel zu lang. Das Zimmer kühlt nur aus und die Feuchtigkeit schlägt sich im Raum nieder
und abends noch mal 20 bis 30

Minuten, Fenster jeweils gross offen.
Trotzdem sind die Fenster jeweils nach 1
bis 2 Stunden bei Temperaturen unter 0
Grad Aussentemp. wieder voll beschlagen.
Heizung läuft auf kleiner Thermostatstufe
1.
Das Haus ist ca. 9 Jahre alt und es sind
doppelglasige Iso-Fenster.
Wir kommen gegen die Feuchtigkeit einfach
nicht an.
Was machen wir falsch??? Macht es etwas
aus, ob die Schlafzimmertür tagsüber
offen oder zu ist?

In jedem Fall, wenn das Schlafzimmer der kälteste Raum des Hauses ist.

Wir hatten Wasser im Keller. ich habe ihn mit folgender Methode wieder trocken bekommen: Heizung voll aufdrehen. Sobald der Raum richtig gut warm ist, Lüften, bis die Luft vollständig ausgetauscht ist(ich rieche das). Heizen bis…etc.
Wenn die Räume erst einmal trocken sind: Schlafräume vor dem Lüften aufheizen, kurz Durchzug (bei Minus Temperaturen reichen 5 Min), d.h. ALLE Fenster und Türen der Wohnung öffnen. Zimmertüren geschlossen halten. Temperatur auf angenehm stellen. Lüften bei Isofenster: 1-2xtgl. KURZER DURCHZUGs.o. evtl. bei stark genutzen Räumen zwischendurch noch ein bis zweimal kurz die Fenster öffnen. WICHTIG: Immer auf ausreichende Heizung achten.

Lüften hängt immer von der Nutzung und der Bausustanz ab.
Sin bei euch eventuell ungünstige Bauliche bed. Erdgescho mit Bodenberührung , Waschküche unte der Wohnung , Defekte Sperrwasserschicht, Diffusions blockierende Farbe Oder Tapete an den Wänden.
Mehr Informatinen bitte

Hallo!

Man soll lieber kurz, aber kräftig lüften

Im Prinzip ist das richtig, allerdings müssen verschiedene physikalische Größen aufeinander abgestimmt sein, z.B. innen wärmer als draußen.

Man kann in Tabellen (kann ich bei Bedarf zumailen) ablesen, unter welchen Bedingungen Wasser kondensiert. Übrigens ist das kondensierte Wasser zwar nur am Fenster sichtbar, aber wenn die Wand dieselbe Temperatur hat, wie das Fenster, kondensiert dort genauso viel, dort wird lediglich gleich alles von der Wand aufgesogen.

Zwei Personen verdampfen pro Nacht etwa 1,4 Liter Wasser. Eine ganze Menge, wenn man sich vorstellt, einen Wasserkochtopf komlpett zu verkochen, Nacht für Nacht.

Je wärmer es im Zimmer ist, desto mehr Feuchtigkeit kann die Luft aufnehmen. Alles Überschüssige kondensiert und zwar dort, wo eine bestimmte Temperaturdifferenz herrscht zwischen der Luft und den Gegenständen/Wänden. Bei hoher Luftfeuchte reicht bereits eine nur wenig kältere Stelle zur Kondensation (Taupunkt).

Die Stoßlüftung soll deshalb nur die warme, feuchte Luft rauslassen, ohne gleichzeitig die Zimmerwände abzukühlen. Bei großen Fenstern, gar über Eck könnte das schon nach wenigen Minuten der Fall sein. Gleichzeitig soll trockene Luft hereinströmen. Das kann selbst bei einem naßkalten Regentag der Fall sein, weil die Luft trockener wird, wenn sie sich erwärmt. Darum ist wichtig, daß im Zimmer geheizt wird. Je wärmer die neue Luft wird, desto mehr Feuchtigkeit kann sie aus den Wänden (die nachts was aufgesogen haben) wieder mitnehmen, wenn nach einiger Zeit erneut stoßgelüftet wird.

Wenn draußen 0 Grad sind, reichen im Prinzip auch 15 Grad im Zimmer aus, man muß dann lediglich öfter lüften, als wären 20 Grad im Zimmer. Wie oft, hängt natürlich auch von der Zahl der Pflanzen usw. ab.

Problematisch kann es werden, wenn nebenan ein stark geheiztes Wohnzimmer liegt, dessen Luft viel Feuchtigkeit enthält. Wenn die Luft ins Schlafzimmer mit 15 Grad gelangt und sich abkühlt, dann nimmt ihre relative Luftfeuchte zu, u.U. bis es zum Kondensieren kommt. Der Tip, die Schlafzimmertür verschlossen zu halten, ist darum wichtig.

Ironischerweise sind die beschlagenen Fenster gar nicht so schlecht. Sie verdeutlichen, daß eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht (andere bemerken’s erst durch den Schimmel an der Wand). Und dort kann nix passieren, man wischts ab und fertig. Wenn anderthalb Liter zusammengekommen sind, wißt Ihr, daß eigentlich alles raus sein müßte, von der vergangenen Nacht. :smile:

Manches wurde schon von den andern gesagt, ich wollte aber nochmal ausführlich erklären, was ich weiß.

Tschuess, Sven.

Nichts für ungut, aber ich finde es immer wieder unglaublich wie wenig die Leute zuhause lüften…bei uns im Haus haben alle Mieter außer uns ein Feuchtigkeitsproblem. Sobald wir zuhause sind steht bei uns Tag und Nacht das Schlafzimmerfenster offen (und die -tür, damit der Rest auch mit belüftet wird), im Sommer wie im Winter, im Rest der Wohnung stehen die Fenster auch ein paar Stunden am Tag offen. Das Heizen darf man dabei natürlich nicht vergessen !