Hallo Stefan,
ich rechne mich nicht zu den Experten, die Deine Frage beantworten können, mich hat es aber gelockt, meine uralten Kennnisse mit den uralten Maßeinheiten herauszukramen und auf neuere Werte umzurechnen.
Vielleicht findet sich ein freundlicher Experte, der ein wenig nachrechnet und mich auf meine Fehler aufmerksam macht oder, was ich gerne hätte, mich sogar bestätigt:
Du willst also täglich 2,5 x 4 l = 10 l Wasser von 12 auf 45 °C erwärmen. Das kostet 330 kcal oder 0,4 kWh. Bei 0,15 Euro pro kWh kostet das in Geld 0,06 Euro. Das Wasser selbst (siehe unten) setzen wir auch mit 0,06 Euro an, also in Summe 0,12 Euro.
Um dieses Wasser in der gewünschten Temperatur aus dem Wasserhanhn zu bekommen, verschwendest Du täglich 2,5 x 17,5 l = 45 l Wasser. Dieses kostet bei 5-6 Euro/m3 etwa 0,25 Euro.
Bis hierher schaut es ganz gut aus für einen Durchlauferhitzer und noch dazu verschwendest Du nicht nur Wasser sondern auch mit Öl erzeugte Wärme, die das Wasser an die Leitungen und die Mauern abgibt. Auch das verbrauchte Wasser kostet Wärmeenergie. Vielleich nicht ganz soviel als das mit dem Durchlauferhitzer zu erzeugende, aber zahlen mußt Du auch dafür, sagen wir, statt 0,06 nur 0,04 Euro.
Nehmen wir einmal an, die 45 verschwendeten Liter transportieren je 15 kcal in das Mauerwerk, dann verbrauchst Du dafür auch etwa 0,8 kWh und mit der oben geschätzen Relation von Strompreis zu Ölkosten ergibt dies 0,06 Euro.
Also verbrauchst Du täglich 0,25 + 0,04 + 0,06 = 0,35 Euro anstatt mit dem Durchlauferhitzer nur 0,12 Euro an Kosten zu haben.
0,35 - 0,12 Euro täglich summieren sich zu 84 Euro pro Jahr.
Mein Ergebnis überrascht mich, weil ich vor dem Rechnen annahm, die Kosten würden sich ausgleichen. Wenn man also längerfristig plant und die Kosten für einen Durchlauferhitzer nicht exorbitant hoch sind, wäre es schon vernünftig eine Berechnung mit echten Werten (nicht mit von Stefan und von mir geschätzten ungefähren Werten) durchzuführen. Es könnte sich auszahlen.
Grüße, Rudolf
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