ich will eine Leitung vom Sonnenkollektor (unten an der Hauswand) zum Heißwasserspeicher (oben auf dem Dachboden) verlegen.
Dazu ist hier ein Durchbruch erforderlich, hier gehts mal um die Ecke usw.
Kupferrohr und Stahltank vertragen sich nicht, Löten und Schweißen kann ich auch nicht.
Kunststoffverbundrohr ist eine Möglichkeit.
Frage:
Könnte ich dazu nicht auch Hochdruckschlauch nehmen? Der hält sowohl Druck als auch Hitze aus, und käme meinen handwerklichen Fähigkeiten sehr entgegen, sind ja nur ein paar Schlauchschellen.
Gibt es gravierende Nachteile, warum ich das nicht machen sollte?
Danke
Ludwig
Kupferrohr sollte nicht teurer sein als Hochdruckschlauch, es muß jedoch zwingend hartgelötet werden (weichlot wird vom Frostschutz zersetzt).
Aber nimm was Du willst. Du mußt nur darauf achten, das Dein Schlauch die Temperatur aushält, die in Sonnenkollektoranlagen auftreten können. Die Leerlauftemperatur von Flachkollektoren liegt etwa bei 170 - 190 Grad. Vakuumkollektoren können auch 280 Grad erreichen (allerdings hier nur im Kollektor selbst). Aber bei 180 Grad sollten Deine Schläuche schon noch wenigstens 3 Bar aushalten und das auch noch nach 10 Jahren (Gummi altert, siehe Autoreifen).
Ich empfehle Dir hartlöten zu üben und Kupfer zu benutzen. Achtung: Schaumisolierung schmilzt Dir von den Rohren, nimm Mineralfaserschalen, Spezialisolierung für Sonnenkollektoranlagen ist zu teuer.
bei der Kombination von Temperatur- und Druckbelastung müßtest Du Schlauch verwenden, der um ein Vielfaches teurer als Kupfer wird. Trotz allem bleiben die Verbindungen mit Schlauchschellen elende Schwachstellen. Bezahlbarer Druckschlauch ist zudem nicht dimensionsstabil. Bei Belastung weitet er sich und wird dabei kürzer. Mit zunehmender Temperatur potenziert sich das Problem. Kurz gesagt: Schlauch ist ungeeignet für Deine Anwendung.