Zeitgemäßer Ersatz feingliedriger Stahlfenster

Hallo,

mein altes Haus hat 15 Stahlrahmenfester (eigentlich nur traurige Reste davon). Jedes Fenster ist 2 m hoch und 1 m breit, hat 2 Pfosten und 3 Riegel, so daß sich eine feingliedrig unterteilte Fensterfläche ergibt. Es ist eine historische Schmiede und solche Sachen wie thermische Isolation spielte früher sicher keine Rolle. Meine Idee, diese Fenster durch Holzfenster zu ersetzen, stößt auf keine Gegenliebe beim Denkmalamt, weil Riegel und Pfosten zwangsläufig erheblich breiter würden, als dies ursprünglich der Fall war. Der Vorschlag der Denkmalschützer, die Stahlrahmen unverglast zu belassen und ein großflächiges Holzfenster dahinter zu montieren, gefällt mir wieder nicht. Ich möchte Fenster ganz öffnen können ohne Gitter davor. Deshalb suche ich einen Kompromiss. Ich könnte selbst eine feingliedrige Stahlkonstruktion entwerfen, die Iso-Glas besitzt und keine Wärmebrücken aufweist, aber das möchte ich nur im Notfall machen.

Vielleicht kennt jemand feingliedrige Stahlfenstersysteme, die sich für die Restaurierung historischer Gebäude eignen und heutigen Anforderungen an thermische Isolation genügen?

Gruß
Wolfgang

Hallo, Wolfgang!

Vielleicht findest unter einem der Links was du suchst, oder zumindest jemanden, der dir weiterhelfen kann.

Viel Glück,
Sams

http://www.historische-baustoffe.de/material/uhb2000…
http://www.antik-natur.de/ang_meta.php3
http://www.wdr.de/tv/service/bauen/archiv/99/1001_2…

Hi,

wahrscheinlich denke ich da zu naiv, aber: Müssen es denn wirklich echte Unterteilungen sein? Ein schmalrahmiges Fenster mit „gefakten“ also aufgeklebten Pfosten und Riegeln sollte doch eigentlich für den Denkmalschutz akzeptabel sein, oder? Die können dann ja beliebig schmal sein, da keine Haltefunktion.

Gruß
Stefan

hi Wolfgang,

sprossen gibt es in hülle und fülle, auch div. bögen, kreuze farben etc.,

das kannst du alles mit holz, kunststoff oder alufenstern machen, ein kleiner nachteil wird sein, wenn du die rahmen nicht hinter den anschlag setzen kannst (http://www.bautechnik-illbruck.de/anwendungen/fenste…) das man dann etwas mehr vom rahmen sieht, ansonsten kannst du die sprossen absolut identisch den jetzigen fenstern nachempfinden (z.b. http://www.strobel-fenster.de/kunststoff/sprossen.htm oder http://www.strobel-fenster.de/holzfenster/sprossen.htm oder http://home.t-online.de/home/hwp.teltow/fenster.htm)

leider hab ich in der schnelle keine bilder gefunden, die kompl fensteransichten bieten, wie hat ich letztens gesagt: es geht fast alles am bau, kommt halt nur drauf an was du zahlen willst und oder wie die handwerker lust haben (war übrigens mein spezialgebiet fenster und türen :wink:

uwe

ah vor dem absenden dann doch noch http://www.dorn-elemente-bau.de/h_fen2.html

Hallo Stefan,

Müssen es denn wirklich echte Unterteilungen sein?

Es „muß“ überhaupt nichts. Letztlich kann ich mich auf die Hinterbeine stellen und in weiten Grenzen machen, wie ich es für richtig halte. Das gäbe Ärger, aber letztlich bestimmt derjenige die Musik, der sie bezahlt. Das aber hielte ich nicht für klug, denn die Leute vom Denkmalamt - das merkte ich schon nach dem ersten Gespräch - sind durchaus sachkundig und engagiert und können eine wertvolle Hilfe sein. Schließlich will ich ja das Gleiche wie das Denkmalamt, nämlich das Haus äußerlich in seiner ursprünglichen, gelungenen Architektur erhalten.

Die Sache mit „gefakter“ Unterteilung scheidet aus. Der äußere Rahmen wäre im Holzfenster immer mehrfach breiter als beim Stahlfenster. In der Scheibe liegende „Sprossen“ finde ich fürchterlich. Das ist auf Anhieb zu sehen. Aufgeklebte Sprossen sind unpraktisch. Die Klebung an der Scheibe ist nie dauerhaft dicht und so gibt es beim Fensterputzen eine Ferkelei, weil aus den Hohlräumen Dreckwasser nachläuft. Aber das scheidet wegen des breiten Holzrahmens eh alles aus. Die Stahlrahmen sind jetzt nur 20 mm breit und ein Holzrahmen hätte sichtbar etwa die 3 bis 4-fache Breite.

Gruß
Wolfgang

auch bei Stahlnachbau deinerseits wirst du bei 12 Segmenten mit isolierglas ein problem bekommen… der rahmen muss robuster werden als der alte. Kippfenster wären uU etwas unproblematischer. aber wenn das komplette Gewichr von der Seitenstrebe getragen wird seh ich da probleme auf dich zu kommen.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

http://www.historische-baustoffe.de/material/uhb2000…
http://www.antik-natur.de/ang_meta.php3
http://www.wdr.de/tv/service/bauen/archiv/99/1001_2…

Hallo!

Vielen Dank und schön, mal wieder etwas von Dir zu hören. Für das aktuelle Problem kann ich die Links zwar nicht gebrauchen, denn ich will bei den Fenstern ja gerade die alten Sachen nicht haben, sondern moderne Technik, die möglichst dem Original hinsichtlich des Aussehens (aber nicht hinsichtlich der besch*** Eigenschaften) nahe kommt.

Die Adressen sind aber trotzdem wertvoll, denn demnächst brauche ich ein paar Dachpfannen und Ziegel, die man bei Maxe Bahr ganz sicher nicht bekommt. Außerdem brauche ich Torscharniere, von denen sich nur 4 Stück aufarbeiten lassen, aber 12 Stück werden gebraucht. Und ein paar Dutzend geschmiedeter Ziernägel brauche ich auch noch. Hach…das sind Sorgen! :smile:

Gruß
Wolfgang

Die Sache mit „gefakter“ Unterteilung scheidet aus. Der äußere
Rahmen wäre im Holzfenster immer mehrfach breiter als beim
Stahlfenster. In der Scheibe liegende „Sprossen“ finde ich
fürchterlich. Das ist auf Anhieb zu sehen. Aufgeklebte
Sprossen sind unpraktisch. Die Klebung an der Scheibe ist nie
dauerhaft dicht und so gibt es beim Fensterputzen eine
Ferkelei, weil aus den Hohlräumen Dreckwasser nachläuft. Aber
das scheidet wegen des breiten Holzrahmens eh alles aus. Die
Stahlrahmen sind jetzt nur 20 mm breit und ein Holzrahmen
hätte sichtbar etwa die 3 bis 4-fache Breite.

hi Wolfgang,

muss nochmal kommen, wie du den breiten rahmen "umgehen kannst hab ich dir schon oben gelinkt, wie du ordentliche sprossen ohne innenliegende/ aufgeklebte bekommst hier:

such mal unter „vorsatzsprossenrahmen“

http://www.dorn-elemente-bau.de/h_fen2.html

das ist ein eigenständiger sprossenrahmen den man dann zum putzen etc. abnehmen kann

hier noch ein paar bilder von perfekten denkmalfenstern:

http://nickel-fenster.de/Taschenberg/taschenberg.html

uwe