Heizsysteme

Hallo,

vor ein paar Tagen stellte ich schon einmal eine Frage zum Thema Heizung (Holz-Pellets). Inzwischen bemerke ich, daß mein
Informationsstand so lückenhaft war, daß ich nicht einmal eine Frage zielgerichtet stellen konnte.

In erster Linie aus Betriebskostengründen suche ich für eine zu planende Heizanlage eine Alternative zu Öl und Gas. Zunächst kam
ich auf Holz-Pellets als Brennstoff. Wetere Recherchen ergaben aber, daß es noch weit kostengünstigere Methoden gibt, nämlich
Spaltholz direkt zu verheizen und noch besser die Holzvergasung. Man braucht zwar Lagerraum, aber Carport-Eigenschaften reichen
und Fläche habe ich genug. Auf z. B. der Seite http://www.viessmann.de werden moderne Brenner dafür angeboten. Das Brennmaterial ist superbillig und beinnahe jede Investition würde sich in kurzer Zeit rechnen, selbst wenn man staatliche Förderung unberücksichtigt läßt.

Was mich noch zögern läßt, ist die Regelbarkeit solcher Heizung. Schließlich kann man glühendes Holz nicht einfach ein- und
ausschalten, wie beim Zweipunktregler einer Öl- oder Gasheizung. Die Regeldynamik wird nach meiner Vermutung bestenfalls einer
Koksheizung entsprechen. Wenn man die Anlage so dimensioniert, daß sie die Räume um 40°C aufheizen kann (von -20°C Außentemp. auf +20°C Raumtemp.) und die Kesselleistung läßt sich z. B. zwischen 50 und 100% einstellen, wird es ab 0°C Außentemperatur zu warm in den Räumen. Wie löst man dieses Problem?

Hat jemand Erfahrung mit Holzbrennern, Hackschnitzelheizungen und Holzvergasern?

Gruß
Wolfgang

Hallo !

Wir haben eine kombinierte Holz/Koks/Gasheizung. Zusätzlich einen Kaminofen.
Also etwas Erfahrung, vor allem, was den Preis angeht.

Wer mit normalem Brennholz heizen will, muß schön betucht sein, wenn er das Holz selber kaufen muß. Holz verbrennt sehr schnell und kann über Nacht, bei Minusgraden, ein Problem werden. Koks und Kohle könnte man so aufbanken, daß es die Nacht durchglüht.
Der Ofen wird geregelt durcht einen Thermostaten, der über eine Verbindung die Luftklappe schließt und öffnet, also die Temperatur regelt.
Da aber eine exakte Regelung ohne Aufsicht nicht möglich ist und das Wasser auch anfangen könnte zu kochen, gibt es eine Überdruckverbindung in die Atmosphäre, damit einem der Kessel nicht um die Ohren fliegt. Also häufiges Wasserauffüllen.

Pellets scheinen im Moment das A und O zu sein. Laßen sich vor allem gut regeln . Aber - bei den wenigen Benutzern in Deutschland, weiß man nicht, wie lange es Pelletshersteller gibt und - was viel wichtiger ist : Man beginnt eine Sache billig auf den Markt zu schmeißen um Kunden zu bekommen und wenn dann doch die Nachfrage steigt, geht der Preis von Pellets hoch.

Es gibt zur Zeit nichts saubereres, billigeres als Gas. Dazu als Ergänzung im Winter einen Kaminofen. Im Sommer, nur für Duschwasser den Ofen Tag und Nacht in Betrieb halten ist mehr als lästig!

Bei Holz/Kohleöfen empfiehlt es sich außerdem einen offenen Wasserkreislauf zu installieren, wegen des dauernden möglichen Überdruckes.
Zusätzlich kann es Nachbarschaftsprobleme geben, da die lieben Leutchen heute sehr sensibel auf alles reagieren, was ihnen fremd ist und auch Koksheizungsgeruch als Belästigung empfinden.

Wer auf dem Land wohnt, viel Platz hat und keine schnüffelnden Nachbarn, sollte sich Kombinationen von diesen Heizsystemen aufstellen. Wer aber in einer Siedlung auf 400 m² sein Haus stehen hat, sollte bei Gas oder Öl bleiben.

Grüße Max

Hallo Wolfgang,

ich versteh irgendwo deine Frage nicht ganz.
Holzvergaser - wie der Name eigentlich schon sagt - vergasen doch nur Holz und verbrennen dann das Gas. Das läßt sich doch wunderbar regeln? Allerdings kenn ich die Dinger nicht, da ich von meiner Kohleofenheizung im Moment nicht abrücken möchte (ich weiß nicht, bei mir sammelt sich immer mehr Holz an, jemehr ich verbrenne :frowning:)

Frank

Holzvergaser - wie der Name eigentlich schon sagt - vergasen
doch nur Holz und verbrennen dann das Gas. Das läßt sich doch
wunderbar regeln?

Hallo Frank,

die Regelung ist der Punkt, über den ich auf den Herstellerseiten nichts finde, was über Werbeaussagen hinaus geht. Wenn man Hartholz verbrennt (Eiche, Buche, alles andere brennt zu schnell ab), kann man die Verbrennung nicht einfach stoppen. Immerhin schlucken die Kessel große Brocken von einem halben Meter Länge. Wo und wie überhaupt geregelt wird, weiß ich nicht. Die Hersteller zeigen nur Fotos ihrer Kessel, eben glatte Edelstahlkästen, beliebig nichtssagend.

Über die Regelung habe ich bisher nichts in Erfahrung bringen können. Ein Hersteller reagierte noch nicht und ein anderer verwies mich auf seine Händler. Ich habe nur einen angerufen, aber dessen Aussagen zum Regelverhalten waren haarsträubend.

Wenn ich nur genau genug weiß, wie die Holzvergasung funktioniert, könnte ich mir den Rest auch selbst denken. Es scheint aber schwer zu sein, an Genaues zu gelangen.

Gruß
Wolfgang

Wer mit normalem Brennholz heizen will, muß schön betucht
sein, wenn er das Holz selber kaufen muß. Holz verbrennt sehr
schnell und kann über Nacht, bei Minusgraden, ein Problem
werden.

Hallo Max,

dabei sind es gerade die Kosten, die mich über eine Holzheizung (mit einem zentralen Kessel, keine Einzelöfen) nachdenken lassen. 3 Jahre abgelagertes Eichen- oder Buchenholz kostet bei Lieferung in Drahtpaletten 50 €/m³. Hat man genug Platz für die Ablagerung, verzichtet auf die Drahtpaletten und läßt sich z. B. 20 m³ vom Bauern auf den Hof kippen, hat man mit 20 €/m³ schon einen Apothekenpreis gezahlt.

Nach bisherigen Infos schluckt so ein Kessel dicke Brocken von einem halben Meter Länge, die automatisch gezündet einen ganzen Tag oder länger vor sich hin kokeln. Bis dahin scheint alles verlockend und billig zu sein, wenn sich die Heizung ordentlich regeln läßt.

Ich habe nur Erfahrungen von früher mit einem alten Kokskessel. Da wurde nichts geregelt. Der Kessel ließ sich über eine Zuluftklappe nur per Hand einstellen. Letztlich hat man im wesentlichen den Wirkungsgrad verstellt. Das Ding war eine Energievernichtungsanlage. Koks hat mit Holz gemeinsam, daß man die Verbrennung nicht einfach stoppen und wieder anfahren kann wie beim Öl- oder Gasbrenner. Ein Öl- oder Gasbrenner läuft immer auf vollen Touren und wenn es warm genug ist, wird ganz abgeschaltet, ist also ein Zweipunktregler. Das geht bei Holz eben nicht. Der Punkt interessiert mich besonders, weil dies neben den Brennstoffkosten entscheidend für die Betriebskosten ist.

Gruß
Wolfgang

dabei sind es gerade die Kosten, die mich über eine
Holzheizung (mit einem zentralen Kessel, keine Einzelöfen)
nachdenken lassen. 3 Jahre abgelagertes Eichen- oder
Buchenholz kostet bei Lieferung in Drahtpaletten 50 €/m³. Hat
man genug Platz für die Ablagerung, verzichtet auf die
Drahtpaletten und läßt sich z. B. 20 m³ vom Bauern auf den Hof
kippen, hat man mit 20 €/m³ schon einen Apothekenpreis
gezahlt.

Wenn Du einen Raummeter für 20€ bekommst ist das günstig. Bei uns kosten sie zwischen 40 und 50€.

Nach bisherigen Infos schluckt so ein Kessel dicke Brocken von
einem halben Meter Länge, die automatisch gezündet einen
ganzen Tag oder länger vor sich hin kokeln.

Holz kokelt aber nicht so vor sich hin, das macht eigentlich nur Koks.

Bis dahin scheint

alles verlockend und billig zu sein, wenn sich die Heizung
ordentlich regeln läßt.

Willst Du das ganze Haus damit heizen, muß es schon richtig brennen, sonst bringt es keine Temperatur.

Ich habe nur Erfahrungen von früher mit einem alten
Kokskessel. Da wurde nichts geregelt. Der Kessel ließ sich
über eine Zuluftklappe nur per Hand einstellen. Letztlich hat
man im wesentlichen den Wirkungsgrad verstellt. Das Ding war
eine Energievernichtungsanlage. Koks hat mit Holz gemeinsam,
daß man die Verbrennung nicht einfach stoppen und wieder
anfahren kann wie beim Öl- oder Gasbrenner. Ein Öl- oder
Gasbrenner läuft immer auf vollen Touren und wenn es warm
genug ist, wird ganz abgeschaltet, ist also ein
Zweipunktregler.

Das sind sie doch schon lange nicht mehr. Die modernen Gasbrenner gehen langsam, vor Erreichen der Solltemperatur, auf geringere Einspritzung. Können auch so gestellt werden, daß sie 24 Stunden brennen.

Das geht bei Holz eben nicht. Der Punkt

interessiert mich besonders, weil dies neben den
Brennstoffkosten entscheidend für die Betriebskosten ist.

Nach unserer Rechnung ist unser Gasofen billiger, als wenn wir den Holzofen in Betrieb nehmen.
Die Kombination ist ein moderner schwedischer CTC - Kessel mit Gasgebläse.

Wenn ich das Holz selbst kaufen müßte, wäre es teurer, als das Gas.

Grüße Max.

Hallo Wolfgang,
Holzpelletheizungen (auch Stückholz) arbeiten nicht nur CO²- neutral, sondern bieten den Hausbesitzer ähnlichen Komfort, wie eine Gas- oder Ölheizung. In Deutschland sind mittlerweile ca. 600 solcher Anlagen instaliert.
Es sind ca. 10 gute bis sehr gute Hersteller am Markt, davon die meisten „Östreicher“. Unsere deutsche Elite der Kesselhersteller kauft nicht nur die Gasbrennwertgeräte und Wohnungslüftungsgeräte in Holland, sondern auch die Holzkessel aus Tschechien und Östereich.

Wichtig ist hier eine sorgfältige Planung der Anlage.
Lagerung, Raumgröße, Ausstattung, Einrichtungen zum Befüllen, Silo oder Tank, usw.
Tagesbehälter und Wochenbehälter sind am biligsten, zugleich aber unkomfortabel. Förderschnecken und Vauum-Saugsysteme dafür um so teurer.

Einzusetzen ist die Anlage auch für alle Haustypen, vom Altbau Umbau, Neubau bis hin zum Passivhaus, nur wichtig ist die Abstimmung.
Regelungstechnisch ist kaum ein Unterschied zu anderen Anlagen.

Klar ist jedoch eines: Bei einem relativ großen Haus und somit auch großen Anlage ist eine Pufferung unumgänglich. Dann ist das Problem der Überhitzung der Räume auch gelöst.
Die Frage, ob Scheitholz nicht preiswerter ist, dürfte sich erübrigen, wenn es Ofenfertig gekauft wird. Mann kann ja selbst Hand anlegen, ist übrigens ein gutes Fittnessprogram.

Pro kW Heizlast sollte für Pellets 0,9 m³ Lagerraum zur Verfügung stehen. Ein Raum mit 2x3x2,5 m können somit ca. 6,5 t Pellet (entspricht ca. 3250 ltr. Heizöl) gelagert werden. Brandschutzbestimmungen sind ab 15t einzuhalten.

Diese Technik (Stückholz- und Pelletkessel) wurde in der DIN V4701-10 schlicht weg vergessen.
Z.Z. wird im Normenausschuß ein Verfahren erarbeitet und soll als Beiblatt zur DIN im Herbst 2002 herausgebracht werden.

Bis dahin gilt: Holzpelletkessel unterliegen nicht der Begrenzung des Primärenergiebedarfs nach EnEV, da sie überwiegend mit regenerativen Energien befeuert werden, denn die Begrenzung der Jahres-Primärenergiebedarfs nach EnEV „gilt nicht für Gebäude, die beheizt werden… mindestens zu 70 von Hundert durch erneuerbare Energien mittels selbsttätig arbeitender Wärmeerzeuger“.
Solange noch keine Werte des Normenausschusses vorliegen muß mit einer Erzeugeraufwandzahl nach DIN von 1,2 und dem Primärenergiefaktor 1,1 gerechnet werden.
Das bedeutet, daß diese Heizungsarten energetisch schlechter sind als andere Systeme.
Vom Umweltaspekt sieht das allerdings ganz anders aus. Doch der CO²- Aspekt ist in der Norm nicht verankert.
Da Holzpellets nur aus Sägespänen bestehen und somit Abfall sind, wäre eine Faktor 0,3 wünschenswert, doch der Normenausschuß will da nicht mit (Lobby der Energiewirtschaft).

Andere Energielieferanten- vor allem die Stromwirtschaft- hatte auf die Entwicklung der EnEV und den begleitenten Normen großen politischen Druck ausgeübt und dabei z.T. erhebliche Vergünstigungen ausgehandelt.
Die Freunde der Heizung aus nachwachsenden und CO²- neutralen Energie- Rohstoffen sind aufgefordert da Druck auszuüben, sonst kann es bald ein böses Erwachen geben, die Großkonzerne würden sich freuen.
Gute Artikel über die Holzheizung gibt es in der SBZ/ 11-2002 und
12/2002 vom Genther Verlag Stuttgart, sowie in der Quadriga 1-2002 und 2-2002.

Gruss Helmut
der mit Stückholz, Solar und Wärmerückgewinnung heizt.
Zur Überbrückung der „faulen Tage“ steht noch eine Gasheizung zur Reserve.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Wolfgang,

also nochmal:

Holzvergaser - wie der Name eigentlich schon sagt - vergasen
doch nur Holz und verbrennen dann das Gas. Das läßt sich doch
wunderbar regeln?

ich hab den Eindruck, du rennst geistig in die komplett verkehrte Richtung.

die Regelung ist der Punkt, über den ich auf den
Herstellerseiten nichts finde, was über Werbeaussagen hinaus
geht.

Korrekt. In etwa genauso passend wie meione Installationsanleitung für ISDN mit DSL (Brett Festnetztelefonie)

Wenn man Hartholz verbrennt (Eiche, Buche, alles andere

brennt zu schnell ab), kann man die Verbrennung nicht einfach
stoppen.

Was hat das mit Holzvergasung zu tun?? Zum vergasen eignet sich am besten Weichholz - z.B. altes Bauholz (kostenlos).

Immerhin schlucken die Kessel große Brocken von einem

halben Meter Länge.

Nee, nee. Die muß man da reinstecken.

Wo und wie überhaupt geregelt wird, weiß

ich nicht. Die Hersteller zeigen nur Fotos ihrer Kessel, eben
glatte Edelstahlkästen, beliebig nichtssagend.

Also unter einem Holzvergaser stelle ich mir eine Maschine vor, in welcher Holz durch Hitzezuführung (kein Feuer!!) vergast wird (also diverse Kohlenwasserstoffe entstehen, welche brennbar sind). Dieses Gas wird dann zur Hitzeerzeugung durch verbrennen genutzt. Zum einen, um das Holz zu erhitzen, zum anderen, um z.B. Wasser zu erhitzen, welches dem Heizkreislauf dienlich wäre.

Da ich die Dinger aber auch nicht kenne, bin ich jetzt komplett verunsichert und weiß nicht, ob wir die ganze Zeit aneinander vorbei reden oder ob ich zu doof bin.

Frank

Hallo zusammen,
muss mich doch noch mal zu Wort (Schrift) melden.

Hallo Wolfgang,

also nochmal:

Holzvergaser - wie der Name eigentlich schon sagt - vergasen
doch nur Holz und verbrennen dann das Gas. Das läßt sich doch
wunderbar regeln?

ich hab den Eindruck, du rennst geistig in die komplett
verkehrte Richtung.

die Regelung ist der Punkt, über den ich auf den
Herstellerseiten nichts finde, was über Werbeaussagen hinaus
geht.

Korrekt. In etwa genauso passend wie meione
Installationsanleitung für ISDN mit DSL (Brett
Festnetztelefonie)

Wenn man Hartholz verbrennt (Eiche, Buche, alles andere

brennt zu schnell ab), kann man die Verbrennung nicht einfach
stoppen.

Was hat das mit Holzvergasung zu tun?? Zum vergasen eignet
sich am besten Weichholz - z.B. altes Bauholz (kostenlos).

Immerhin schlucken die Kessel große Brocken von einem

halben Meter Länge.

Nee, nee. Die muß man da reinstecken.

Hier Ist Aufklärung nötig:
Die Zielgruppe für Holzheizungen besteht dank neuer Technik nicht mehr nur aus Müsli-Freaks und Landwirten, die jede Menge Holz aus eigenem Wald vor der Hütte haben.
Zur Technik:
Ein Holzvergaser der neuen Generation ermöglicht den wahlweisen Betrieb mit Pellets oder Stückholz, z.B. der Kessel der Fa. Graner SPK 15-P.
Bei den Holzvergasern wird zunächst im Füllraum das Holz nachgetrocknet. In der Entgasungszone findet dann eine Zersetzung und teilweise Verbrennung des Holzes bei Temperaturen bis etwa 1000°C statt. In der Ausbrandzone schließlich werden dann bei noch höheren Temperaturen die Zersetztungsprodukte vollständig verbrannt. Dies geschied mit einem Flammrohr unter der Hauptbrennkammer.
Es bleibt also fast keine Asche übrig.

Ab 15kW Leistung ist ein Pufferspeicher vorgeschrieben.
Die Anlage sollte so ausgerüstet sein, daß sie den Wärmeinhalt einer ganzen Holzfüllung aufnehmen kann.

Wo und wie überhaupt geregelt wird, weiß

ich nicht. Die Hersteller zeigen nur Fotos ihrer Kessel, eben
glatte Edelstahlkästen, beliebig nichtssagend.

Die Heizungsregelung unserer heute üblichen Zentralheizung
hat bald ausgedient.
Die nach Außentemperatur gesteuerte Heizung spielt im Niedrigenergiehaus und Passivhaus keine Rolle mehr.
Einzelraumregelung und Wohnraumfühler werden über ein modernes so ausgelegt sein, daß der Bewohner jeden einzelnen Raum nach Bedarf auf Temperatur hält.
Die Raumfühler berücksichtigen die Temperatur in der Wohnung und regeln die Heizleistung. Fremdeinwirkung wie ein Kaminofen, Kachelofen, die Sonneneinstrahlung oder Zugluft erfassen die Regler und berücksichtigen sie in der Regelstrategie.

Die Außentemperatur ist für die Heizung genau genommen eine Störgröße. 40 Jahre lang haben uns die sogenannten „Fachleute“ vorgegaugelt, daß die Außentemperatur eine wichtige Führungsgröße sei, was physikalisch gesehen jedoch nicht korrekt ist.

Also unter einem Holzvergaser stelle ich mir eine Maschine
vor, in welcher Holz durch Hitzezuführung (kein Feuer!!)
vergast wird (also diverse Kohlenwasserstoffe entstehen,
welche brennbar sind). Dieses Gas wird dann zur Hitzeerzeugung
durch verbrennen genutzt. Zum einen, um das Holz zu erhitzen,
zum anderen, um z.B. Wasser zu erhitzen, welches dem
Heizkreislauf dienlich wäre.

Da ich die Dinger aber auch nicht kenne, bin ich jetzt
komplett verunsichert und weiß nicht, ob wir die ganze Zeit
aneinander vorbei reden oder ob ich zu doof bin.

Frank

Da gibts nur eines: informieren…

Der Marktanteil der Regenerativen Energien wird sich in den nächsten 20 Jahren nach Studien auf ca. 20% erhöhen.
Öl wird weniger genutzt, aber Gas durch die Lobby der Konzerne noch zulegen.

Wenn man vor einer Entscheidung steht, Holzstückgut, Pellets oder Hackschnitzel, sollten alle Maßnahmen genau durchdacht werden.
Bei einer Modernisierung oder Neubau eines Hauses steht ja nicht nur die Heizung an. Dach- und Außenwanddämmung, Fenster, Warmwasserspeicher, Regel- und Steuereinrichtungen gehören da genau so dazu, wie eine neue Heizung.

Mit sonnigen Grüßen
Helmut

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Danke Helmut,

das war sehr aufschlußreich.

Bei einer Modernisierung oder Neubau eines Hauses steht ja
nicht nur die Heizung an. Dach- und Außenwanddämmung, Fenster,
Warmwasserspeicher, Regel- und Steuereinrichtungen gehören da
genau so dazu, wie eine neue Heizung.

Gebe ich dir völlig Recht. Ich habe in Bayern „sanierte Häuser“ gesehen, welche in Ihrem Urzustand bestimmt noch etwas wert waren, die vollkommen unbewohnbar gemacht wurden. An einem etwas frischen Sommerabend war es nicht möglich die Hütten auf 22°C zu bekommen(wenige Strahlungsheizkörper, zugige Türen, keine Außendämmung). Ich frag mich, was die im Winter machen. An anderen Stellen bildete sich Schimmel und Kondenswasser lief ab. Mit dem Thema Wärmedämmung ist nicht zu spaßen.

Gruß
Frank

Hallo Helmut,

Du hast es gut zusammengefaßt. Ich trage im Moment nur Informationen zusammen. Die Heizung wird in diesem Jahr ganz sicher nicht mehr gebaut. Sachstand ist, daß ich ein altes, unter Denkmalschutz stehendes Haus gekauft habe. Das muß entkernt und vor weiterer Zerstörung geschützt werden (Dachinstandsetzung). Nach Abschluß der gesamten Sanierung will ich dort wohnen und mein Ing.-Büro betreiben. Auf dem gleichen Grunstück will ich gleichzeitig einen Neubau errichten, der als Werkstatt, Garage, Heizhaus und Lager dient. Insgesamt entstehen 300 m² nur in Grenzen isolierbare sanierte Altbauflächen, 100 m² Neubaufläche und noch einmal 100 m² Lager- und Garagenfläche, die nur über dem Taupunkt zu halten sind. Die Gesamtfläche ist aber so groß, daß es sich wirtschaftlich unbedingt lohnt, über die Heizung nachzudenken. Die Entscheidung über die einzubauende Heizungsart brauche ich bald, weil dies unmittelbar Einfluß auf die Raumaufteilung des Neubaus hat, wenn ich z. B. Lager für Brennmaterial brauche. Außerdem muß ich für das gesamte Bauvorhaben das Genehmigungsverfahren auf den Weg bringen.

Eine Gasversorgung gibts am Ort nicht. Öl und Gas erscheinen mir langfristig auch zu teuer. Nach grober Schätzung (eine genaue Bedarfsberechnung ist noch nicht möglich) müßte ich mit ca. 8.000 l Ölverbrauch p. a. rechnen, wahrscheinlich eher mehr.

Eine Alternative sind Holzheizungen. Das Anwesen liegt mitten in der Pampa. Eine Versorgung mit Pellets gibt es dort m. W. in der Nähe nicht. Das kann sich ja ändern, aber im Moment kann ich darauf nicht bauen. Es gibt aber Wald, sehr viel Wald. Und Bauern gibts auch. Damit bieten sich zunächst Spaltholz und/oder Hackschnitzel an. Praktisch wäre es, wenn ich rd 1 m³ wöchentlich anfallendes Papier- und Packmaterial (Pappen) sowie gelegentlich Paletten auch verheizen könnte. Ich hielte es nicht für klug, dieses Material regelmäßig mit Kosten- und Zeitaufwand der weit entfernten Entsorgung zuzuführen.

Es geht also noch nicht um ein konkretes Brennermodell, sondern nur um das Heizungsprinzip, damit ich z. B. den Platz für einen Pufferspeicher oder das Lager einschl. der Zufahrt für Hackschnitzel oder was auch immer einplane. Ich kann und will keinen Kult aus der Heizung machen. Es muß praktikabel bleiben und ich habe beim besten Willen nicht die Zeit, für viele 100 m² das Holz zu hacken. Das kann man für einen Kamin aus Spaß machen, aber nicht für Gewerbe- und Laborflächen, von deren Funktionieren man lebt.

Bei den regionalen Heizungsbauern existieren keinerlei Kenntnisse über die gewünschte Heizung. Man kennt Einzelöfen, Öl und Gas. Herstellerangaben sind bisher dürftig. Die Leute scheinen alles aus Österreich zu beziehen. Deshalb bohre ich hier bei www so intensiv.

Am liebsten wäre mir ein Brenner/Vergaser, der von Spaltholz über Papier und Pappe bis zu Hackschnitzeln alles frißt. Dann heize ich nämlich weitgehend kostenlos. Der Unimog mit Hänger voller Hackschnitzel kostet " 'n Lütt un Lütt", einen Klönschnack und irgendein in den Blaumann gestecktes Scheinchen. Die Leute sind froh, wenn das Zeug weg ist. Sonst bleibts nämlich liegen und verrottet. So geheizt stellt sich das Thema Regelung und Pufferspeicher. Darüber fand ich bisher im Internet und bei Herstellern nur Beschreibungen, denen anzumerken ist, daß sie vom Hörensagen stammen, aber nicht von realisierten Anlagen.

Gruß
Wolfgang

spezielle Frage
Hallo Helmut,

deine zwei Postings hier sind als Grundlage ja sehr informativ. Mich interessiert aber, wie die Holz-Heizung gesteuert wird.
Verstehe ich Dich richtig, wenn ich deinen Ausführungen entnehme, dass die Holzheizung de facto nicht im/am Brennraum steuerbar ist, sodern nur über einenn Wärmespeicher/Ausgleichsbehälter ?

Oder anders gefragt: Regel-Rechner merkt, dass weniger Energie vom System abgenommen wird/werden muss. Was passiert ?

Tschuess Marco.

Hallo Wolfgang,
Hackschnitzel sind nach Deinen Infos da doch wahrscheinlich nicht unbedingt das Richtige. Bei einer Hackschnitzelheizung ist es nicht ohne weiteres möglich, Deine alten Paletten und Verpackung zu entsorgen. Außerdem muss immer eine Mindesttrockensubstanz vorliegen, sonst schimmeln und faulen die im Lager oder Silo…
Diese Palleten vernünftig zu entsorgen, ist auch bei mir das Übel. Das ist nur mit einem Stückgutheizkessel vernünftig zu realisieren.
Ich sammle die in einer alten Scheune, zwei Samstage im Jahr werden für’s zerkleinern geopfert.
Mein Pufferschichtspeicher ist für eine Wochenration ausgelegt.
In der Übergangszeit und im Sommer reicht die Solaranlage für Heizung und Brauchwasser.
Zur Zeit erprobe ich auch neue Speichertypen mit Latentmaterial. Leider sind die noch sehr teuer. Die nutzen mit dem Einsatz von Salzhydraten die Energiemengen beim Phasenwechsel von z.B. Paraffin frei gesetzt bzw. gebunden werden. Mann verspricht sich dadurch bei gleicher Speichergröße eine bis zu 3,5fach höhere Wärmekapazität und damit werniger Platzbedarf.

Eine andere Möglichkeit sind Sorptionsspeicher, die durch Austrocknung bzw. Wasserdampfaufnahme eine hohe Energiedichte erreichen bei gleichzeitiger geringer Wärmeverlustrate.
Diese Technik wird für eine autarke Solarversorgung interessant.
(Die sind mein Favorit!)
Ich weiß, daß wir im Süden und unsere östreichischen Freunde da einen gewissen Vorsprung haben, schließlich werden 3/4 aller Zuschüsse für regenerative Energien (http://www.bawi.de) in Bayern und BW gestellt. Aber auch bei Dir gibt es gute Adressen.
z.B.: die Fachhochschule Wolfenbüttel http://www.tww.de

Für Deinen speziellen Fall:
Achte nach der Entkernung auf Materialien, die einen guten Wärmeschutz ermöglichen, dies garantiert Dir eine hohe Behaglichkeit und langfristige Wirtschaftlichkeit. Verzichte ach hier nicht auf eine Blower-Door-Messung, die vermeidet Kältebrücken, im nachhinein Bauschäden und ist die Voraussetzung für niedrige Lüftungswärmeverluste.
Denke über den Einsatz einer geregelten Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung nach.
Wärmeerzeuger und Wärmeverteilung für Heizung, Trinkwasser, und Lüftung sollten möglichst in der beheizten Gebäudehülle installiert werden.
Habe gerade so ein Objekt aus dem 16.Jahrhundert (läuft seit 2 Jahren schon). Das Denkmalamt macht da immer wieder Probleme.

Werden über 70% der Energie für Heizung und Warmwasser durch regenerative Energie oder Umweltwärme (Wärmepumpe) bereitgestellt, muß nur der Mindestwärmeschutz eingehalten werden.
Das KFW- Förderprogramm bietet günstige Voraussetzung für den Einsatz mderner Energiespartechnologien und den Bau langfristig rentabler Häuser, die künftige Energiepreise nicht fürchten müssen und trotzdem (und gerade deshalb) hohen Wonkomfort bieten.

Vielleicht konnt ich Dir ja ein paar Tips geben.

Schönen Sonntag noch
Helmut

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Helmut,

deine zwei Postings hier sind als Grundlage ja sehr
informativ. Mich interessiert aber, wie die Holz-Heizung
gesteuert wird.
Verstehe ich Dich richtig, wenn ich deinen Ausführungen
entnehme, dass die Holzheizung de facto nicht im/am Brennraum
steuerbar ist, sodern nur über einenn
Wärmespeicher/Ausgleichsbehälter ?

Oder anders gefragt: Regel-Rechner merkt, dass weniger Energie
vom System abgenommen wird/werden muss. Was passiert ?

Tschuess Marco.

Hallo Marco,
Ein Holzofen dieser Art wird verbennungstechnisch über die Zufuhr der Pellets (Schneckendrehzahl) und über die Steuerung des Gebläses (Sauerstoffzufuhr; Drehzahl) gesteuert.
Am Besten ist natürlich eine geichmäßig hohe Verbrennuungstemperatur ohne zurückregeln der Leistung.
Darum ist ja eine genaue Auslegung und Planung der Anlage so wichtig.
Die Wärmeregelung im Raum hat nur zweitrangig mit der Regelung des Kessels zu tun.
Die Regelung am Kessel wird modular zwischen 50 und 100% geregelt. Wenn Du nun unter den 50% liegst mußt Du den Überschuß zwischenpuffern.

Regelungtechnisch sind aber auch hier von Hersteller zu Hersteller Unterschiede.
Preisgünstige Anlagen mit einfachen Reglungen sind dafür im Verbrauch teurer.

Hier ist es wie beim Auto fahren:
Ein 500er Fiat fährt von A nach B, ein 500er Mercedes…

Gruss
Helmut

Die Regelung am Kessel wird modular zwischen 50 und 100%
geregelt. Wenn Du nun unter den 50% liegst mußt Du den
Überschuß zwischenpuffern.

Hallo Helmut,

genau das ist der Punkt. Als Mensch, der u. a. Regelungstechnik studiert hatte, will mir da einiges nicht in den Kopf (wie überhaupt in der Heizungstechnik mit z. B. Außentemp.-Fühlern seit Ewigkeiten viel Schwachfug passiert. Aber da redet man gegen Mauern).

Also: Die Leistung eines Kessels läßt sich zwischen 50 und 100% einstellen, von mir aus auch regeln. 100% Leistung brauche ich an den kältesten Tagen. Dann herrschen draußen -20°C und ich muß die Bude um 40°C hochheizen. Nehmen wir an, draußen herrschen über Wochen +10°C. Ich muß nur noch um weitere 10 K hochheizen. Schon reicht die Regeldynamik nicht mehr und auch der Pufferspeicher hilft nicht weiter, es sei denn, man würde ihn in Schwimmbadgröße bauen.

Das heißt mit anderen Worten: In der Übergangszeit mit moderaten Außentemperaturen und nur geringem Heizungsbedarf darf der Kessel nur wenige Stunden in Betrieb sein, gerade so lange, bis der Pufferspeicher wieder „voll“ ist.

Das würde für mich bedeuten, daß Scheitholzbrenner nicht in Betracht kommen, denn die Dinger eignen sich nach meinem Infostand nur für die manuelle Beschickung. Das geht für ein gewerblich genutztes Haus nicht und schon gar nicht für jemanden, der auch einmal 2 Tage auf Dienstreise ist.
Liege ich mit meinen Schlüssen richtig?

Damit bin ich wieder bei Hackschnitzel. Das System eignet sich zur automatischen Beschickung, läßt sich automatisch zünden und dann bekommt man auch eine Regelung hin, die genau die richtige Menge Brennmaterial in den Brennraum schickt. Dann bräuchte ich „nur noch“ einen Schredder/Häcksler, der Palettenbretter und Kartonagen zerkleinert. Ein Vorratsraum, wo alles trocknet und nichts fault, ist in erster Linie eine Frage der Belüftung. Das ist hinzubekommen.
Wird da ein Schuh draus?

Wie schon erwähnt, kann ich im Grunde jedes Verfahren vergessen, das sich nicht für die automatische Brennraumfüllung eignet.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

genau das ist der Punkt. Als Mensch, der u. a.
Regelungstechnik studiert hatte, will mir da einiges nicht in
den Kopf (wie überhaupt in der Heizungstechnik mit z. B.
Außentemp.-Fühlern seit Ewigkeiten viel Schwachfug passiert.
Aber da redet man gegen Mauern).

Ja,genau, bei etwas logischem Denken ist das kein Problem.
Dann kennst Du ja die Möglichkeiten über EIB und ähnliche Bussysteme.

Also: Die Leistung eines Kessels läßt sich zwischen 50 und
100% einstellen, von mir aus auch regeln. 100% Leistung
brauche ich an den kältesten Tagen. Dann herrschen draußen
-20°C und ich muß die Bude um 40°C hochheizen. Nehmen wir an,
draußen herrschen über Wochen +10°C. Ich muß nur noch um
weitere 10 K hochheizen. Schon reicht die Regeldynamik nicht
mehr und auch der Pufferspeicher hilft nicht weiter, es sei
denn, man würde ihn in Schwimmbadgröße bauen.

Die Regeldynamik des Kessels packt alles unter 0°C.
Die Regelung der Wärmeabgabe über den Puffer regelt dann die Abgabe am Heizkörper, Fußboden oder Wand.
Es liegt dann an Deiner Bauweise, ob Du tatsächlich die Anlage
mit 100% bei -15°C brauchst. Tatsächlich werden die meisten neuen Anlagen nur auf -12°C (DIN) ausgelegt. Ich nehme da dann niedriegere Vorlauftemperaturen für die Heizkörper oder Fußboden, da bleibt dann genug Reserve für noch kältere Tage.

Die Auslegung der Anlage mit dem Zusammenspiel Kessel, Puffer, Wärmeabgabe in den Räumen und dem Wärmeverlust des Gebäudes mit Lüftungswärmebedarf (Verlust) läßt aber genau dies auch mit einem Stückgutkessel erreichen, mit Hackschnitzel und Pellet natürlich leichter, weil hier eine gleichmäßige Zufuhr des Brennmaterials stattfindet.
Bei der Herstellung der Hackschnitzel wird es dem Häcksler nicht gefallen, daß viele Nägel in Palletten sind.
So ein Häcksler kostet auch ne ganze Stange.
Bei uns sind einige über den Machinenring zu mieten, gleich mit einem 150PS- Schlepper als Antrieb.
Die hacken aber nur Äste, Hecken und dünne Stangen bis ca. 10cm D. Palletenmaterial ist da nicht erwünscht.

Das heißt mit anderen Worten: In der Übergangszeit mit
moderaten Außentemperaturen und nur geringem Heizungsbedarf
darf der Kessel nur wenige Stunden in Betrieb sein, gerade so
lange, bis der Pufferspeicher wieder „voll“ ist.

Der Puffer reicht aber dann locker über ne Woche…
ohne gleich die Größe eines Schwimmbades zu erreichen.

Das würde für mich bedeuten, daß Scheitholzbrenner nicht in
Betracht kommen, denn die Dinger eignen sich nach meinem
Infostand nur für die manuelle Beschickung. Das geht für ein
gewerblich genutztes Haus nicht und schon gar nicht für
jemanden, der auch einmal 2 Tage auf Dienstreise ist.
Liege ich mit meinen Schlüssen richtig?

Damit bin ich wieder bei Hackschnitzel. Das System eignet sich
zur automatischen Beschickung, läßt sich automatisch zünden
und dann bekommt man auch eine Regelung hin, die genau die
richtige Menge Brennmaterial in den Brennraum schickt. Dann
bräuchte ich „nur noch“ einen Schredder/Häcksler, der
Palettenbretter und Kartonagen zerkleinert.

Keine Kartonagen im Häckselgut, das feine Material verstopft die Hohlräume im Lager, so kann keine Luft zirkulieren.

Ein Vorratsraum,

wo alles trocknet und nichts fault, ist in erster Linie eine
Frage der Belüftung. Das ist hinzubekommen.
Wird da ein Schuh draus?

Vorratsraum oder Silo kein Problem.

Wie schon erwähnt, kann ich im Grunde jedes Verfahren
vergessen, das sich nicht für die automatische
Brennraumfüllung eignet.

Auslegungssache!

Gruß
Wolfgang

Im Grunde ist es klar besser, wenn man eine automatische Beschickung hat. Jedoch wirst Du für Deinen spezielen Wünsche einige Kompromisse eingehen müssen.

Gruß
Helmut

Hallo, Wolfgang,
ich will mich nur mit ein paar zum Thema gehörenden Links melden - wenn Du sie bereits kennst - xcuse :smile:

http://www.biomasse-info.net/aktuelles/aktuelle.htm
http://www.holz.nrw.de/holz.htm
http://www.energieland.nrw.de/archiv401.htm (ziemlich am Ende: „Eifel-Kommune setzt auf Holz: Energieholzprojekte der Öffentlichkeit vorgestellt“)

Gut, Mölln ist nicht in NRW, aber vielleicht kannst Du auch so daraus „Honig saugen“.
Grüße
Eckard.

Hallo Wolfgang,

Gasheizung. Die Regeldynamik wird nach meiner Vermutung
bestenfalls einer
Koksheizung entsprechen. Wenn man die Anlage so dimensioniert,
daß sie die Räume um 40°C aufheizen kann (von -20°C Außentemp.
auf +20°C Raumtemp.) und die Kesselleistung läßt sich z. B.
zwischen 50 und 100% einstellen, wird es ab 0°C
Außentemperatur zu warm in den Räumen. Wie löst man dieses
Problem?

Mit einem ausreichend großen Pufferspeicher. Der Ofen wird einmal gefüllt und brennt komplett ab. Dabei wird ein z.B. 1000L Pufferspeicher aufgeheizt. Ist der Kessel abgekühlt bedient sich die Heizung dann aus dem Pufferspeicher. Moderne Kessel können wieder gefüllt werden und zünden mit Heißluft selbständig, sobald wieder Wärme benötigt wird bzw. lt eingestellter Zeit an der Regelung.
Man gewöhnt sich schnell an Regel-und Bedienbarkeit und die Sache funktioniert bestens, ohne Überhitzung und ohne Energieverschwendung.

Gruß
Tilo