Winter: Kellerfenster auf/zu?

Hallo,

ich habe in meinem neuen Gartenhaus einen Keller, der für
Lagerzwecke sehr gut ist (da auch im Sommer kühl und dunkel). Da
der Keller noch relativ neu ist, bildte sich im Sommer
Schwitzwasser an manchen Ecken. Daraufhin kippte ich die Fenster
und die Feuchtigkeit verschwand.
Frage: Was tue ich im Winter? Zu machen wegen Frostgefahr? Und
riskieren, dass sich wieder Schwitzwasser und dann vielleicht
sogar Schimmel bilden? Oder offen lassen und ein Gefrieren meines
Lagergutes riskieren?
Dankbar für jeden Rat
Bolo2L

Hallo !

Das mußt Du doch selbst vor Ort entscheiden.
Bei Frost ein Kellerfenster auflassen heißt, die kalte Luft fällt ein und Du hast es ziemlich kalt. (Kalte Luft ist schwer und fällt nach unten).

Du kannst nicht im Herbst die Fenster aufmachen und Dir sagen, im Frühjahr seh ich wieder nach. Tägliche Wetterschau ist schon vonnöten.
Gruß max

Das Problem ist nur …

… dass der Keller 180 Kilometer von meinem Wohnort entfernt ist
und ich im Winter dort in der regel nicht hin komme. Das heißt,
ich muss Anfang Dezember entscheiden, was ich tun soll bis etwa
Ende März. Fenster zu wegen Frost (hat bis zu -17 Grad dort) und
evtl. Entfeuchter-Packung reinstellen?

Hi,
wie wär’s mit einem automatischen Fensteröffner (wie bei Gewächshäusern oder Wintergärten) mit Temperaturfühler?

Gruß
Nelly

Hallo !

Wenn Du so ein großer Nordeuropafan bist, dann weißt Du doch, wie die Skandinavier das handhaben. Nutze Dein Fansein doch !

Ein Trocknerpaket, wenn von der richtigen Dimension, könnte schon funktionieren. Aber, wie riesig muß das sein, einen feuchten Keller 6 Monate trocken zu halten.

Eine Möglichkeit : Einen Heizlüfter über Zeituhr im Keller laufen lassen.

Es gibt Dinge, die nicht funktionieren! Außerdem würde auch bei geschlossenem Fenster die Kälte irgendwann ins Haus kommen. Drei Tage Minus 17 Grad und Dein Keller ist auch mit geschlossenem Fenster ein Gefrierschrank!

Die allerletzte Möglichkeit : Keine Eßwaren oder Getränke in so einem unbeheiztem Haus über Winter lagern!

Gruß Max

Hallo,
eigentlich sollte das Problem mit Feuchte im winter gar nicht
auftreten. Warum? -> Schwitzwasser bildet sich immer dann,
wenn warme Luft mit ausreichender rel. Feuchte an kalten
Flächen vorbeiströmt. Diese Problem ist also ein typisches
Sommerproblem.
Sollte der Keller im herbst trocken sein, dann kann man
wahrscheinlich alles gut verrammeln und die Sache sich selbst
überlassen. Wenn im Winter Kalte (und damit seht trockene) Luft
eindringt, wird diese eher noch Wasser aus dem wärmeren Keller
aufnehen.
Um Frost im Keller zu vermeiden, ist es sogar nötig, alle Fenster zu isolieren.
Früher wurden die Lagerkeller mit mit dem Winterfutter (z.B
Rüben und Kartoffeln) extra Winterfest gemacht, indem ale
Fenster mit Stroh zuisoliert wurden und alle Undichtigkeiten
mit geeigneten Mittel abgedichtet wurden, um Frost zu vermeiden.
Den Rest macht die Erdwärme von unten und den Wänden.
Wenns allerdings im frühjahr wieder wärmer wird, dann ist
mal wieder ordentliches lüften angesagt, bevor es draußen
richtig warm wird.
Gruß Uwi

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Danke …

… das war das, was ich so gefühlsmäßig auch dachte und gemacht
hätte - nur ausführlicher und auch noch begründet!

Bolo2L

Hallo,

Wenn Du so ein großer Nordeuropafan bist, dann weißt Du doch,
wie die Skandinavier das handhaben. Nutze Dein Fansein doch !

Nur, dass die in der Regel gar keinen Keller haben …

Ein Trocknerpaket, wenn von der richtigen Dimension, könnte
schon funktionieren. Aber, wie riesig muß das sein, einen
feuchten Keller 6 Monate trocken zu halten.

Ja, das Problem habe ich auch gesehen. Der Raum ist zwar ziemlich
klein, aber auf 4 Monate gesehen, kann man sichere so viel Zeug
gar nicht aufstellen.

Eine Möglichkeit : Einen Heizlüfter über Zeituhr im Keller
laufen lassen.

Das bringt sicher nicht viel, denn die wärmere Luft nimmt zwar
die Feuchtigkeit auf, aber man müsste sie dann auch
abtransportieren. Und im zunen Keller …

Es gibt Dinge, die nicht funktionieren! Außerdem würde auch
bei geschlossenem Fenster die Kälte irgendwann ins Haus
kommen. Drei Tage Minus 17 Grad und Dein Keller ist auch mit
geschlossenem Fenster ein Gefrierschrank!

Das glaube ich nicht. Denn der Keller ist ein echter – sprich: er
sitzt unter dem Bodenniveau – und daher frostsicher. Aus diesem
„kühlen“ Grunde ist auch meine Zisterne in der Erdboden versenkt
und muss im Winter nicht entleert werden. Frost dringt maximal 80
cm in den Boden ein, die Erdwärme wirkt von unten dagegen.

Ich glaube, Uwi (s.o.) hat Recht. Bei uns zu Hause lagen auch
jede Menge Esswaren und Getränke über Winter im Keller und
erfroren nicht. Ich wusste nur nicht mehr sicher, wei das mit dem
Fenster gehandhabt wurde. Und dass die Wände im neuen Keller
anfangs feucht waren, hat mich auch irritiert (jetzt ist aber
alles trocken).
Danke nochma fürs Nachdenken!
Bolo2L

Hallo !

Ich dachte, Dein Hauptproblem ist die Feuchtigkeit! Dafür muß das Fenster aber auf, sonst schwimmt im Frühjahr der Keller.

Und ein offenes Fenster läßt Frost herein. Es wird ja über Bodenniveau liegen.

Bodenfrostgrenze bei 80 cm in der Gegend mit minus 17 Grad? Wohl kaum. Hier haben wir , wo es nicht oft friert 90 cm.
In Mecklenburg-Vorpommern sind vor einigen Jahren sämtliche im Boden liegenden Versorgungsleitungen eingefroren.

Ein Brunnen friert nicht zu, weil er von unten, von der Bodenwärme warm gehalten wird!!

Gruß Max

Hallo nochmal,

Ich dachte, Dein Hauptproblem ist die Feuchtigkeit! Dafür muß
das Fenster aber auf, sonst schwimmt im Frühjahr der Keller.

Die Feuchtigkeit war sicher nur Kondenswasser, bedingt durch die
Temperaturunterschiede drin/draußen.

Und ein offenes Fenster läßt Frost herein. Es wird ja über
Bodenniveau liegen.

ein, es liegt unter Bodenniveau in einem Lichtschacht.

Bodenfrostgrenze bei 80 cm in der Gegend mit minus 17 Grad?
Wohl kaum. Hier haben wir , wo es nicht oft friert 90 cm.
In Mecklenburg-Vorpommern sind vor einigen Jahren sämtliche im
Boden liegenden Versorgungsleitungen eingefroren.

Gut, 80 oder 90 cm. Der Bauunternehmer am Ort weiß schon, wie
tief er mit einer Zisterne gehen muss, damit er nicht
schadensersatzpflichtig wird :wink:

Ein Brunnen friert nicht zu, weil er von unten, von der
Bodenwärme warm gehalten wird!!

Eine Zisterne ist kein Brunnen, der von unten mit über 0 Grad
warmem Wasser gespeist wird. Es ist ein Tank mit Regenwasser. Und
da Wasser ein schlechter Wärmeleiter ist, kann es wohl an der
Oberfläche frieren, wenn es auch unten wärmer ist. Aber der
Wasserspiegel liegt hier 90 oder gar 100 cm unter Boden und ist
sicher.

Also, ich lass das Fenster über Winter zu!
Gruß
Bolo2L