Berechnung der erforderlichen Heizkesselleistung

Guten Abend!

Ich möchte die erforderliche Heizkesselleistung für mein Haus berechnen. Die Größenordnung reicht mir schon. Die Wärmedurchgangskoeffizienten (k-Werte) von Wänden, Dachflächen, Fenstern und Türen liegen vor. Kennt jemand entweder Literatur oder eine Internetseite, mit deren Hilfe die Berechnung möglich ist?

Gruß
Wolfgang

DIN 4701/02/03 … (owT)

Danke für den Hinweis!

Damit wurde ich bei google fündig. Es gibt mehrere Anbieter recht preisgünstiger Software, die auch mit ungewöhnlichen Gebäudekonstruktionen klar kommen. Außerdem führte der Hinweis auf eine im November in Hamburg stattfindende Messe für Heizung-Lüftung-Klima.

Mit der Kombination von Hackschnitzelheizung, großflächiger Niedertemperatur-Wandheizung und ungewöhnlichen Raumdimensionen kommen die örtlichen Heizungsbauer nicht zurecht, bzw. erteilen mir Auskünfte, die einfach nur unqualifiziert sind. Also ist selbst schlau machen angesagt.

Gruß
Wolfgang

Guten Abend!

Ich möchte die erforderliche Heizkesselleistung für mein Haus
berechnen. Die Größenordnung reicht mir schon.

Das ist ein sehr kompaktes Thema.

Im Handbuch für Heizungstechnik der Firma Buderus
isbn 3-410-13214-7 Buch anschauen Kapitel 2.1. wird beschrieben wie man den Wärmebedarf überschlägig ermitteln kann.

Schöne Grüße
Andreas

Handbuch für Heizungstechnik…

Danke Andreas!

Leider gibts das Buch nicht oder nicht mehr bei Amazon. Aber bei Ebay habe ich ein Exemplar gefunden.

Gruß
Wolfgang

Hi Wolfang,

Leider gibts das Buch nicht oder nicht mehr bei Amazon.

es gibt eine Reihe von Büchern, die zwar eine ISBN haben aber nicht über die ‚üblichen‘ Vertriebswege (Buchhandlungen) zu haben sind.
Frag einfach mal bei Buderus selber nach oder in Fachgeschäften.

Aber
bei Ebay habe ich ein Exemplar gefunden.

viel Erfolg!

Gandalf

Hallo Wolfgang,

auf die Gefahr hin, von sämtlichen Heizungsbaumeistern angegriffen zu werden, hier meine Erfahrung:

Ich bin Heizungsingenieur. Als solcher war ich nur mit Sondergenehmigung in der Lage eine Heizungsfirma zu führen (weil nach deutschem Recht zu blöd, nämlich kein Meister). Wenn ich dann bei diversen Bauvorhaben den Unfug gesehen habe, den ein Großteil der Meisterbetriebe eingebaut hat, kann ich vor solchen Firmen nur warnen. Für eine ordentliche Heizung kannst du dich zwar selbst schlau machen, aber dir fehlt unheimlich viel Grundlagenwissen (und genau das fehlt fast jedem Meisterbetrieb; die können zwar gut arbeiten, aber was anderes als Standart und dann noch mit exakten Berechnungen, kannst du vergessen) und auch die Erfahrung. Willst du was, was wirklich funktioniert, dann lass es von einem Ing.-Büro projektieren und dann Ausschreiben. Durch die Ausschreibung erhälst du dafür den Einbau sehr viel günstiger und hast eine detailierte Leistungsbeschreibung, mit der du jede unfähige Firma festnageln und die Bezahlung zurückbehalten kannst (falls berechtigte Mängel bestehen).

Gruß
Tilo

Ich bin Heizungsingenieur. Als solcher war ich nur mit
Sondergenehmigung in der Lage eine Heizungsfirma zu führen
(weil nach deutschem Recht zu blöd, nämlich kein Meister).

Hallo Tilo,

dafür darfst Du aber an Meisterschulen Meister ausbilden :smile:

…den Unfug gesehen habe,…kann ich vor solchen Firmen nur :warnen.

Bei mir läuft es wie folgt: Die Sanierung meiner alten Schmiede (faktisch ein Neubau, nur die Außenhaut bleibt stehen) habe ich für das nächste Jahr (oder auch mehr) zu meinem Hobby erklärt. Nur so kann ich den Irrwitz rechtfertigen, weil mich alle möglichen Leute angesichts des Zustands des Gemäuers glatt für meschugge halten. Macht aber nichts. Von außen ist’s 'ne über 100 Jahre alte Hütte, von innen ein - nein kein einfacher Neubau - ein Architektenhaus vom Feinsten. Soll es jedenfalls werden und ist es vor meinen begeisterten inneren Augen schon. Was auch immer ansteht, ich mache mich selbst schlau, egal mit welchem Aufwand. Ich bin mir nach etlichen Versuchen und vielen Gesprächen ziemlich sicher, daß außer Stilbrüchen, Murks und bauphysikalischen Katastrophen nicht viel dabei heraus käme, wenn ich einfach irgendwelche Firmen beauftrage. Ob es die speziellen Fensterkonstruktionen sind, die leider gezwungenermaßen innen liegende thermische Isolierung mit kritischer Taupunktberechnung, die großflächige Wandheizung, Lager, Fördertechnik und Kessel für die Hackschnitzelheizung, Trockenlegung, Behandlung frostgeschädigten Sichtmauerwerks, Deckenkonstruktionen, eine tragfähige Zwischendecke als Galerie, Vorbereitung für Lifteinbau, eine anpassungsfähige Hauselektrik bis hin zu solchen Kleinigkeiten wie einer Rutsche für Schmutzwäsche aus dem Bad direkt vor die Waschmaschine ein Stockwerk tiefer - von den Fachfirmen höre ich zuerst immer nur „Häääh?!? Ham wa aber noch nie…“. Also informiere ich mich aus allen erreichbaren Quellen, sauge alles auf und plane - jetzt schon mehrere Monate. Die so entstehenden Skizzen und Dateien gebe ich einer Architektin, die ganz offensichtlich Freude daran hat, Ideen zu realisieren. Ich hab also grundsätzlich sachkundige Beratung. Übrigens habe ich bisher auch gute Erfahrungen mit den Mitarbeitern des Denkmalamtes gemacht. Das reichte von zeitintensiver Beratung mit Ortsterminen bis zur Hilfe bei der Beschaffung alter Materialien, z. B. Ziegelformate, die es heute nicht mehr gibt. Und die komplette Beratung zum Nulltarif.

Viele Dinge muß ich handwerklich selbst ausführen. Es gibt hier im weiten Umkreis z. B. keinen Heizungsbauer, der etwas von Hackschnitzel- und Wandbeheizung versteht. Dabei ist es nämlich nicht möglich, nach der try-and-terror-Methode mal eben einen größeren Heizkörper zu installieren, weil die Daumenpeilung nichts taugte. Der Rückgriff auf Erfahrungswerte ähnlicher Gebäude funktioniert auch nicht. Raumhöhen von EG 3,5m, OG 2,5m und Galerie 5m sowie ein Lichthof in voller Gebäudehöhe - da laß ich keinen örtlichen Heizungsmonteur ran. Da will ich unbedingt selbst mit den einflußnehmenden Größen auf dem Papier gespielt haben.

Etwa mit Arroganz hat das nichts zu tun. Ich lasse nichts auf den redlich schaffenden Handwerker kommen. Aber hier gehts nicht ohne Planung und viel Rechnerei. Es entspricht nicht meinem Naturell, alles an spezialisierte Planungsbüros und dann über Ausschreibungen an Firmen zu vergeben. Außerdem hätte der so zustande kommende Betrag viel zu viele Nullen vor dem Komma. Das hatte ich nämlich ganz am Anfang schätzen lassen. Heraus kam eine knappe Mio und das ist einfach die falsche Größenordnung für meine Möglichkeiten.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

ich habe mein erstes Haus während dem Studium mit Restmaterialien von in Konkurs gegangenen Baufirmen gebaut. Alles allein. Zur Übung habe ich vorher eine Garage gemauert.
Das Haus habe ich nach vier Jahren deutlich über dem ortsüblichen Preis verkaufen können, weil es eben nicht das gängige Sparhaus war, was rauskommt, wenn man alles an Firmen bezahlen muß. Jetzt wohne ich in einem neuen Haus, schuldenfrei.
Ich denke, du hast einen arbeitsintensiven aber sehr empfehlenswerten Weg eingeschlagen.

Falls du mal irgendwelches Know-How haustechnischer Art brauchst, schicke mir eine mail. Mit Wandheizungen bin ich jedoch nicht so vertraut. Jedoch finde ich Fußbodenheizung deutlich besser, weil: es ist nicht Fußkalt, bei guter Wandisolierung ist die Fußbodentemperatur trotzdem sehr niedrig, Selbstregeleffekt durch die geringe Übertemperatur u.a. Wandheizung: Weisst du genau wo du nie einen Nagel in die Wand schlagen mußt?

Gruß
Tilo

Hallo Tilo,

…Jetzt wohne ich in einem neuen Haus, schuldenfrei.

Das ist für mich ein ganz wesentlicher Aspekt und wirkt bei der Wühlerei unglaublich motivierend.

Falls du mal irgendwelches Know-How haustechnischer Art
brauchst, schicke mir eine mail.

Tilo, sei vorsichtig mit solchen Aussagen. Ich komme bei Gelegenheit glatt darauf zurück. Danke!

Gruß
Wolfgang