In unserem Haus sind noch alte Blei-Wasserrohre. Der Installateur versicherte uns zwar, daß diese Rohre noch 20 Jahre halten könn(t)en, aber ich habe irgendwie kein gutes Gefühl dabei.
Wir haben eine Küche, klar, ein Gäste-WC und ein Badezimmer (im ersten Stock). Mit welchen ungefähren Kosten können wir wohl rechnen? Eigenleistungen können wir hier wohl kaum übernehmen, werden alles die Handwerker machen müssen.
In unserem Haus sind noch alte Blei-Wasserrohre. Der Installateur versicherte uns zwar, daß diese Rohre noch 20 Jahre halten könn(t)en, aber ich habe irgendwie kein gutes
Gefühl dabei.
Interessant: Der erste Installateur von dem ich höre, dass er nicht zur Umrüstung rät, denn das bedeutet doch Umsatz für ihn. Zudem ist Umrüstung sogar sinnvoll: Blei ist giftig, für Neuinstallationen gar nicht mehr zugelassen.
Lasst euch doch ein Angebot machen, das kostet nichts und berücksichtigt die Situation vor Ort, die keiner hier bei Preisideen, die vielleicht noch kommen, einbeziehen kann.
Selber machen? Keine schlechte Idee. Das bisschen Gewindeschneiden und Löten lernt man schnell. Zudem ist die Arbeit ungefährlich: Schlimmstens spritzt es irgendwo raus, dann könnt ihr nachbessern. Bei GAs würde ich das nicht empfehlen.
Zumindest aber könntet ihr den Handwerken die Grobarbeiten abnehmen: Einen Tag bevor sie anfangen die alten Leitungen herausreißen. Falls ihr die neuen Leitungen zum Teil anders verlegen wollt, an den entsprechenden Stellen die Wand- oder Deckendurchbrüche bohren oder ausstemmen.
Kupfer ist ebenfalls giftig. Abgestandenes Wasser aus Kupferrohren (z.B. nach einem Urlaub) kann je nach Wasserzusammensetzung sogar deutlich giftiger sein als Wasser aus Bleirohren. Bei Bleirohren bildet sich ein Belag, der dann kaum noch Blei abgibt.
Ich empfehle Metallverbundrohre. Die lassen sich leicht biegen(nur an Verbindungsstellen werden Fittings benötigt) und auch gut verbinden. Innen und aussen ist Polyethylen, in der Mitte (ohne Kontakt zum Wasser) ist Aluminium. Verbunden wird durch pressen (Presswerkzeug ausleihen) oder durch Verschraubungen (teurer, dafür kein Presswerkzeug erforderlich). Das hält dann ein Leben lang.
deine Antwort hat mich überrascht. Von Kupfer als Giftquelle habe ichnoch nie gehört. Überall wo ich es in Neubauten oder bei Altbaurenovierungen mitbekommen habe, wurden Kupferrohre verwendet.
Auf die Stichworte „Wasserrohr“ und „Kupfer“ bekommt man bei Google zig Antworten von Firmen, die das liefern. Bei einer heißt es zum Beispiel:
„In der Haustechnik werden Kupferrohrerzeugnisse für Heizungsanlagen und als Trinkwasserrohre eingesetzt. Aus gutem Grund ist Kupfer das am häufigsten verwendete Material in diesen Anwendungen. Kein anderer Werkstoff bietet so vielseitige Möglichkeiten bei der Verarbeitung, mit keinem anderen gibt es eine so positive Langzeiterfahrung.“
Ich habe aber auchen einen Apothekertipp gelesen. Dort heißt es:
"… Kupfer. Es wird vor allem bei Neubauten gerne als Material für die Wasserrohre verwendet - und das, obwohl es alles andere als ungefährlich ist. Erwachsene haben normalerweise keine großen Probleme mit Kupfer. Sie haben Enzyme im Körper, die den Stoff binden, damit er mit dem Urin ausgeschieden werden kann. Doch Kleinkindern fehlt diese Enzym noch. Die Folge: Das Kupfer sammelt sich solange in der Leber, bis das Kind schwere gesundheitliche Schäden hat.
Daher mein Tip: Wenn Sie in ein Haus mit neuen Kupferrohren ziehen, lassen Sie mindestens zwei Tage lang die Wasserhähne aufgedreht. So entgehen Sie dem größten Schadstoff-Schock. Falls Sie sich nicht sicher sind, wie hoch Ihr Wasser belastet ist: Lassen Sie eine Wasseranalyse machen. Wenn sich dann erhöhte Kupfer-Werte ergeben oder Sie generell auf Nummer Sicher gehen wollen: Verwenden Sie für die Babynahrung ausschließlich Mineralwasser."
durch pressen (Presswerkzeug ausleihen) oder durch
Verschraubungen (teurer, dafür kein Presswerkzeug
erforderlich). Das hält dann ein Leben lang.
Kupfer und Bleirohre halten auch ein Leben lang, nur das dieses etwas kürzer sein kann… ))
TILO hat völlig recht. Die so toll aussehenden Kupferkochtöpfe in der guten Restaurants (seh ich auch nur im Fernsehen *fg*) sind innen verzinnt. Zinn ist lebensmittelecht und wurde auch in Konserven verwendet. Einige Firmen benutzen chemische Zinnbäder um ihre Wasserleitungen innen zu verzinnen. Wird auch teilweise in Wärmetauschern gemacht.
"In der Haustechnik werden Kupferrohrerzeugnisse für
Heizungsanlagen und als Trinkwasserrohre eingesetzt. Aus gutem
Grund ist Kupfer das am häufigsten verwendete Material in
diesen Anwendungen.
Aus gutem Grund fuhren Autos früher ohne Kat, weil es eben der Stand der Technik war.
Kein anderer Werkstoff bietet so
vielseitige Möglichkeiten bei der Verarbeitung, mit keinem
anderen gibt es eine so positive Langzeiterfahrung."
Die vielseitigen Möglichkeiten bedeuten, dass jeder Stümper mit Kupfer arbeiten kann, weil es viele Fehler verzeiht, sprich man kann mit Löten viel retten.
Ich würde bei Renovierungen und Neubauten zu fachmännisch verlegten Rohren aus Edelstahl raten.
Dann such mal mit Google Infos über Grünspan oder Kupferoxide
mal sehen, was Du dann sachst.
1.sowas entsteht doch wohl erst, wenn das Wasser lange genug gestanden hat.
Und in welchem Haushalt ist das schon der Fall?
Ich müsste jetzt lange nach der Quelle suchen: irgendwo (Spektrum?) habe ich von einer Untersuchung über die keimtötenden Eigenschaften diverser Werkstoffe gelesen, und da lag Kupfer mit Abstand vorn.
2.Dein Vorschlag, Edelstahlrohre zu verwenden:
a) wie ist das eigentlich mit diversen Nickelallergien ?
b) wer sowas machen will, muss einen „Dukaten“-Euroscheisser besitzen
dünnwandige Edelstahlrohre lassen sich letztlich nur hartlöten (mit lebensmittelfähigem Silberlot) oder sollen die mit Schneidringverschraubungen verbunden werden?!
"Weich"löten ist bei Edelstahl nämlich nicht gerade trivial.
Hartlöten kannst Du aber in der Regel nicht an der Wand. Damit steigt der Installationsaufwand ganz erheblich
Kunststoffleitungen, wie von anderen vorgeschlagen, würde ich aber auch nicht verwenden.
Kein Mensch kann Aussagen über das Langzeitverhalten (50 Jahre und mehr) des dafür verwendeten Materials machen.
(Versprödung z.B.)
In unserem Haus sind noch alte Blei-Wasserrohre. Der
Installateur versicherte uns zwar, daß diese Rohre noch 20
Jahre halten könn(t)en, aber ich habe irgendwie kein gutes
Gefühl dabei.
Hallo Bea,
Dein Gefühl trügt nicht.
Wir hatten auch Bleirohre in unserer Wohnung und irgendwann einen Wasserschaden.
Weil das Rohr dort wo es um eine Krümmung ging,nur noch hauchdünn war.
Selbstverständlich könnt Ihr Eigenleistungen erbringen.
Nämlich überall dort, wo es um das Schlagen von Durchbrüchen oder oder anderer vorbereitender Arbeiten geht.
Das Verlegen und Löten der Kupferrohre (siehe meine Antwort an CrNiMo) ist in max. zwei Tagen erledigt.
Ich hatte noch nicht die Gelegenheit, Kupferrohre, die schon länger in Gebrauch waren, zu besichtigen.
Bei den früher üblichen Eisenrohren sind in der Regel soviel Ablagerungen auf den Innenwänden, dass das Wasser wohl kaum mehr mit dem Eisen in Berührung kam.
Ist das bei Kupferrohren ähnlich?
speziell für Wasserinstallationen gibt es innen verzinnte Kupferrohre. Diese werden aber nicht gelötet, sondern verpresst, weil sonst die Zinnschicht beschädigt wird. Diese Rohre sind jedoch erheblich teurer, vor allem die Fittings(Bögen, T-Stücke usw.), so daß die kaum einer verwendet (heuzutage werden nämlich Aufträge zu 99% über den Preis vergeben, wegen der für wenig Geld erhaltenen wenig Qualität streitet man sich dann erst hinterher).
Übrigens:
eine 3%ige Kupfersulfatlösung kann, wenn man versehentlich was giftiges gegessen hat (Pilze z.B.) als Brechmittel getrunken werden. Innerhalb weniger Sekunden ist alles wieder draussen.
Deshalb nach längerem Urlaub bei Kupferwasserleitungen erst die Leitungen spülen und danach erst Kaffee kochen!
1.sowas entsteht doch wohl erst, wenn das Wasser lange genug
gestanden hat.
Das gleiche gilt für Bleirohre. Bei Kupfer spielt da die Wasserzusammensetzung eine entscheidende Rolle. Z.B. fehlen bei sehr weichem Wasser oft die die Kupferkorrosion hemmenden Bestandteil, während hartes Wasser gelegentlich aggressiv gegen Kupfer ist. Bei allen Wasserhärten kann Lochfrass auftreten, der mit erheblichem Kupferabtrag ins Trinkwasser verbunden ist. Klärung kann nur eine chemische Wasseranalyse bringen, und die auch nur für die momentane Wasserzusammensetzung.
Kupfer ist kinderleicht zu verlegen und wegen der Massenherstellung sehr billig. Das sind die einzigen Vorteile.