konnte ich auch nichts entlocken. Dort gibt es alles für Großanlagen aber nichts für das Wohnzimmer eines Endverbrauchers.
Vor Jahren hatte ich einmal einen Luftbefeuchter: Ein Filter aus Plastik-Schaum wurde per Pumpe berieselt. Ein Axialventilator zog Zimmerluft durch der feuchten Filter. Der Schaum verkalkte, Ventilator und Pumpe auch. Selbst nach häufiger Reinigung dauerte es wochenlang, bis der Wasserbehälter leer wurde. Entsprechend gering war auch der Befeuchtungseffekt, den ich mit Hygrometer kontrollierte.
Deshalb bin ich auch mißtrauisch und frage hier um Rat, bevor ich kaufe.
Welche Systeme gibt es? Verdampfer (Betriebskosten zu teuer)?, Ultraschall? wie kommt das Wasser in die Luft? durch Verdüsen?
so ein Papyrus verdunstet täglich, je nach Größe, einige Liter
Wasser pro Tag und hat minimale Wartungskosten.
Du hast natürlich die beste Idee, ich denke scharf nach und kontrolliere den Istzustand im Wohnzimmer mit Hygrometer.
Meine Frau hat jede Menge Blumen und Blattpflanzen am Fenster und in den hellen Ecken. Einen Papyrus dazu will ich mir nicht auch noch antun. Du schreibst „je nach Größe“. Bei 23m2 und 60m3 Wohnraum kannst Du Dir vorstellen, daß ich da keinen Topf mit einer 3 m hohen Pflanze reinkriege. So ein schnuckeliges Gerät mit Anschluß an 230V würde mir besser passen, auch wenn es nicht so schön ist wie die ägyptische Sumpfpflanze.
Trotzdem Danke, ich denke darüber nach, Grüße, Rudolf
es gibt 3 Arten. Zerstäuber, Verdampfer und Verdunster.
Die Zerstäuber arbeiten mit Ulraschall. Die entsehenden feinen Tröpfchen bläst ein Ventilator in den Raum. Problemlos schickst du damit 10 Liter Wasser am Tag in die Luft. Geräusch macht nur der Ventilator, ist aber trotzdem sehr leise. Stromverbrauch ist sehr niedrig. Bei der Anwendung sollte jedoch der austretende Dampf gut „wegfliegen“ können. Es gibt auch Geräte mit mechanischer Zerstäubung des Wassers (Zentrifuge).
Die Verdampfer sind eigentlich nichts anderes als Wasserkocher. So gut wie ungeregelt „verblubbern“ sie Massen von Energie und ein wenig Wasserdampf. Die gibts heute, glaube ich, auch gar nicht mehr, schon wegen der Gefährdung durch das kochende Wasser.
Die Verdunster haben ein im Wasser stehendes Vlies, welches mit einem Ventilator angeblasen wird. Durch Verdunstung wird die umströmende Luft mit Wasser angereichert. Vorteil: geringster Energiebedarf, ziemlich leise. Dafür sind aber keine großen Mengen an Wasser in die Luft zu bekommen (2 bis 4 Liter / Tag).
Zum hygienischen Teil. Steril ist nur der Verdampfer. Die beiden anderen Typen müssen stets gereinigt werden, sonst werden mit der Zeit Unmengen von Bakterien oder Pilzen (Sporen) in die Luft geblasen. Dabei schneidet der Verdunster am schlechtesten ab.
Bitte beachte, das alle Geräte Platz brauchen (so etwa DIN A3-Blatt), kleinere Geräte haben einen kleinen Wasservorrat und sind daher nur bedingt zu empfehlen.
keinen Topf mit einer 3 m hohen Pflanze reinkriege.
es gibt unterschiedliche Papyrus-Arten von Zwergen von 10cm Höhe bis „zimmerhandlichen“ von 0,5 Metern. Ich möchte aber aus einem anderen Grund abraten: Papyrus ist wie alle Gräser ein bekannter Allergie-Auslöser. Aus leidvoller eigener Erfahrung …
Angelika - die ihre Sammung Knall auf Fall weggeben musste (hatschi!)