Märchenstunden?
Hallo Wolfgang,
ich darf noch einmal daran erinnern, daß es im
Ursprungsposting um die Zweckmäßigkeit einer
Nachtspeicherheizung ging.
Aus genau diesem Grund habe ich auch geantwortet.
Ich halte es für wenig zielführend,
darauf mit der Blechbüchse zu reagieren, von der Dein
Professor seinen Studis erzählt.
Der erzählt nicht, der bastelt. Das Ding existiert bereits und wurde mir bislang lediglich in seinem Funktionsumfang beschrieben.
Bitte tue Dir selbst den Gefallen und erzähle nicht von
Dingen, die Du selbst offenkundig nicht einmal im Ansatz
begriffen hast. Ein 20 kW-Generator ist ein Teil mit
Kranhaken!
Ich vermute, daß du von konventionellen elektrischen Maschinen mit Eisenkern und Kupferwicklung redest - OK. Sowas hab ich mal studiert.
In eine Blechbüchse paßt er, wenn Du ein 200 l-Faß
als Blechbüchse bezeichnest.
In der von mir beschriebenen Funktionsweise liefert eine Anlage dieser Größe schätzungsweise 50 - 80 MW Dauerleistung.
Im übrigen: Mit 20 kW, also mit
einer Leistung, kannst Du Deine Stube nicht heizen. Gebraucht
wird Arbeit, also das Produkt Leistung x Zeit in Joule bzw.
kWh. 20 kW bringe ich Dir nötigenfalls in einem kleinen
Kondensator unter. Der gibt dann die 20 kW nur für
Mikrosekunden ab, aber es sind fraglos 20 kW.
Ich schrieb aber, daß diese das langfristig könne. Nun könnte man spaßeshalber die aufgewndete Arbeit auch noch durch die angelegte Spannung dividieren, um eine Aussage über Menge der verfügbaren Ladungsträger in A*s bzw die Ladungsträgerdichte in A*s/m^3 treffen zu können, welche aber zwangsläufig zu einem Absurdum führen muß, da mir fast alle Physiker bescheinigen werden, daß solcherlei Energiedichten unmöglich sind.
Was Dein Prof in
der Blechbüchse abspielen läßt, wird irgend eine Art
exothermer Reaktion sein, also eine Verbrennung, mit der er
soundsoviele kWh erzeugt. Macht man daraus elektrische
Energie, bleibt nur noch die Hälfte oder weniger übrig.
Das ist möglich, ich weiß es aber tatsächlich noch nicht.
Genau
deshalb ist für Heizzwecke i. d. R. der
wirkungsgradvernichtende Umweg über den elektrischen Strom
unsinnig. Es ist doch nahe liegend, die im Verbrennungsprozeß
entstehende Wärme direkt zum Heizen zu verwenden, als nur
einen kleinen Teil davon in el. Strom zu verwandeln und den zu
verheizen.
Unterstellen wir spaßeshalber, daß es eine neuartige Art Wärmepumpe ist, die el. Energie liefert. So etwas ähnliches gibt es bereits, inndem irgendwie im Garten irgendwas ausgelegt wird und selbst im Winter dem Froistboden noch Wärme entzogen werden kann, die ausreicht, um ein Haus zu heizen. Über das genaue Wirkprinzip bin ich nicht unterrichtet, aber uirgendwo kam mal ein Gespräch darüber auf und ich habe es noch ganz dunkel im Hinterkopf. Weißt du mehr? Egal.
Fakt ist aber, daß ich bei solcherlei Energiesystemen, die von Haus aus nur einen geringen Wirkungsgrad haben, doch eher auf das Verhältnis von Anschaffungs- zu Nutzungskosten achte, welches heute meist sehr ungünstig ist. Wenn mich aber eine Anlage, die konstant 20kW liefert, das sind dann in einer Stunde 20 kWh oder im Jahr 20 kWa „g“, habe, welche mich lediglich einmalig 2500€ kostet, kaum Nutzungskosten hat und recht wartungsfrei ist, dann interessiert mich auch nicht unbedingt der Wirkungsgrad.
Aber, wie gesagt, solange ich nicht mehr über das Teil weiß, frag mich bitte nicht danach. In zwei Wochen, denke ich, bin ich schlauer.
Gruß
Frank