Nachtsspeicherheizung

Hallo,

was sind denn genau Nachtspeicherheizung? Verstehe ich es richtig, daß es ganz normale Elektro-Heizungen sind, die man aber in der Nacht erwärmt? Und dazu nutzt man einen Strom-Tarif mit Tag- und Nachtstrom?

Ich habe nämlich das Problem, daß ich in 2 Zimmern (Arbeitszimmer) keine Heizung habe, und die Überlegung wäre nun, ob ich dort diese Nachtspeicherheizungen einbaue od. einen Monteur hole, der dort „normale“ Warmwasserheizungen installiert.

Was denkt Ihr?

Peter

Hi,

bei nem Arbeitszimmer bietet es sich wohl an. Die Dinge werden am späten Nachmittag wieder kalt - meine Tante hat soeine.
Paß auf, wie die die Wärme wieder abgeben, informier dich gut.

Gruß
Frank

Nachtsspeicherheizung
Hallo Peter,

nachdem ich mich hier ja gerade erst als Kennerin dieser Materie (wenn auch offenbar nicht ganz richtig verstanden) :smile: geoutet habe, auch dir eine Antwort.

Wenn du dir eine Nachtspeicherheizung zulegen willst, musst du das bei deinem Stromversorger anmelden, du bekommst dann einen separaten Zähler, der den zur Nachtzeit verbrauchten Strom misst. In den Heizkörpern befinden sich Wärmespeichersteine, die sich nachts Wärme aufnehmen und tagsüber wieder abgeben.

Um sie halbwegs wirtschaftlich zu betreiben, musst du planen: An kalten Tagen viel speichern, an wärmeren Tagen weniger. Wenn du den Raum am nächsten Tag gar nicht benutzen willst, musst du auf Speicherung verzichten, sonst sind die Kosten in den Sand geetzt. Denn auf längere Zeit im Voraus speichern kannst du nicht, dafür sind die Wärmeverluste doch zu hoch.

Es gibt recht komplexe durch Steueranlagen mit Außenthermostat, die dir viel Denken abnehmen, wenn du sie einmal richtig programmiert hast. Trotzdem wird immer mal wieder etwas schief gehen: Bei einem unerwarteten Temperaturanstieg hast du zu viel gespeichert, bei überraschendem Kälteeinbruch musst du mit teurem Tagstrom nachheizen. Oder du brauchst den Raum plötzlich zu einem nicht eingeplanten Zeitpunkt, oder umgekehrt mit den entsprechenden Konsequenzen.

Und die Kosten? Speicherheizkörper kosten erheblich mehr als die üblichen Warmwasserheizkörper, hinzu kommen die Kosten der Steuerung. Die Verbrauchskosten sind auch bei sorgfältiger Verbrauchsplanung höher als bei Warmwasserheizungen.

In deinem Fall kommt es dich mit Sicherheit günstiger, die bestehende Anlage zu erweitern. Speicherheizungen lohnen sich allenfalls dann, wenn noch keine andere Heizung vorhanden ist und auch kein Kamin, an den man einen Heizofen anschließen kann.

Zudem: Da elektrische Beheizung ökölogisch ein Unding ist, planen einige Stromverbraucher, den Nachstrom abzuschaffen. In ein paar Jahren gibt es ihn vermutlich nirgendwo mehr.

Liebe Grüße
Peggy

Hallo Peter,

Heizwärme aus elektrischem Strom zu produzieren, ist ökologisch und wirtschaftlich die schlechteste aller Methoden. Der Installationsaufwand ist keineswegs so nebensächlich, wie vom Elektrohandwerk gerne dargestellt und Du hast die zentnerschweren Trümmer in der Bude stehen, die sich zukünftig als Staubschleudern betätigen. Wenn es überhaupt nicht anders geht, ist es eine sündhaft teure Notlösung von gestern.

Energie wird teurer. Ganz sicher! Wer dahinter schlimme rot-grüne Taten vermutet, wird den teuren Irrtum auch noch irgendwann bemerken. Dabei wird elektrischer Strom aufgrund physikalischer Gesetze immer mit weitem Abstand an der Spitze der Preisskala liegen. Der E-Versorger produziert z. B. aus Kohle den elektrischen Strom und erreicht dabei einen Wirkungsgrad von 40%. Schon alleine dadurch muß Dir der Versorger den 2,5-fachen Preis von Energie aus Kohle berechnen. Wenn es nur um Wärme geht, kann man also lieber die Kohle direkt zu Hause verheizen. Dieses Beispiel gilt für Öl und Gas in gleicher Weise und ist im übrigen ein bißchen „hingedreht“. Es soll nur den Unfug verdeutlichen, mit Strom zu heizen.

Gruß
Wolfgang

Korrektürchen
Dieser Satz:

Da elektrische Beheizung ökölogisch ein Unding ist, planen einige Stromverbraucher, den Nachtstrom abzuschaffen.

musste natürlich so heißen:

Da elektrische Beheizung ökölogisch ein Unding ist, planen einige Stromerzeuger, den Nachtstrom abzuschaffen.

LG
Peggy

imteressant
Hallo Peggy,

Da elektrische Beheizung ökölogisch ein Unding ist, planen
einige Stromerzeuger, den Nachtstrom abzuschaffen.

Wo hast Du denn das her ?

Kohle- und Atomkraftwerke sind aus techn. Gründen nicht so einfach an- und abzufahren, daher produzieren sie in der Nacht mit einer gewissen Grundlast, die aus diesem Grund rel günstig ist.
Bei Wasserkraft und u.U. Öl und Gas sind leichter an- und abzufahren und müssen daher nicht diese Grundlast bringen.

Tschuess Marco.

Hallo Wolfgang,
Meine Frage an Dich;

Was soll man in der Nacht mit dem Strom von Kraftwerken anfangen die nur mit konstanter Leistung (Bandenergie)gefahren werden können ??
Atomkraftwerke sowie Flusslauf-Kraftwerke
In der Schweiz können wir nacht`s wenigsten wieder die Speicherwerke auffüllen, aber in der BRD ?

Gruss
Fritz
a.d.Uw.

rein informativ

Hallo Peter,

Heizwärme aus elektrischem Strom zu produzieren, ist
ökologisch und wirtschaftlich die schlechteste aller Methoden.

Da irrst du leider zwangsläufig. Zukünftig wird es die mit Abstand billigste und ökologischste Methode werden, alles elektrisch zu beheizen. Eine Hausenergieversorgung findet in einem Schuhkarton platz und liefert 20 kW.
Speicheröfen werden damit sicherlich überflüssig. Aber selbst wenn, könnten diese in naher Zukunft anstatt mit schweren Steinen mit einer leichten Keramik bestückt werden und isoliert mit einer Folie, welche keinerlei Wärme hindurchläßt.

Das nurmal als Info.

Gruß
Frank

Zukünftig wird es die mit
Abstand billigste und ökologischste Methode werden, alles
elektrisch zu beheizen. Eine Hausenergieversorgung findet in
einem Schuhkarton platz und liefert 20 kW.

Hallo Frank,

die Erzeugung elektrischer Energie kommt kaum über etwa 40% Wirkungsgrad hinaus. Der Rest geht zumindest bei Großkraftwerken überwiegend ungenutzt in die Natur. Von daher ist es sinnvoller, den Primärenergieträger ohne den Umweg über elektrischen Strom direkt in Wärme umzusetzen. Auch dabei geht es nicht ohne Verluste, die über den Schornstein ins Freie gelangen, aber ein Wirkungsgrad von 80 bis 90% wird erreicht, also das Doppelte im Vergleich zum Umweg über den elektrischen Strom.

Die Sache mit dem Wirkungsgrad ist leider nicht wegzudiskutieren.

Gruß
Wolfgang

Was soll man in der Nacht mit dem Strom von Kraftwerken
anfangen die nur mit konstanter Leistung gefahren
werden können ??

Hallo Fritz,

aus guten Gründen wird zwischen Grundlastkraftwerken und den Kraftwerken zur Spitzenlastabdeckung unterschieden. Die dabei zu fahrende Verbrauchskulisse ist sehr genau bekannt. Das Problem der wechselnden Belastung tritt im übrigen 24 Stunden am Tag auf. Nun gibt es zum Glück das europäische Verbundnetz. Das bedeutet z. B. für die Schweiz, daß sie nicht auf Teufel komm heraus alles an Wasserkraft mobilisiert, was eben geht, sondern am vorher bekannten Bedarf orientiert einspeist. Auch in Deutschland gibt es Speicherkraftwerke, z. B. nahe Hamburg das Speicherkraftwerk Geesthacht. Nachts wird Wasser hochgepumpt, um es tagsüber über Turbinen laufen zu lassen. Ansonsten gibts z. B. Gaskraftwerke, die nur zur Deckung des Spitzenbedarfs benutzt werden.

Darüber hinaus werden große Anstrengungen zur variablen Blindleistungskompensation gemacht, einerseits um das Letzte aus Generatoren und Leitungsnetz heraus zu holen, aber auch als Methode, um trotz wechselnder Last am Kraftwerk eine nivellierte Belastung zu erhalten.

Das schlichte Verheizen in Nachtspeicheröfen, lange Zeit gerne als technische Notwendigkeit dargestellt, ist überflüssig.

Gruß
Wolfgang

skeptische Nachfrage
Hallo,
auf was zielen Deine Angaben.

Da irrst du leider zwangsläufig. Zukünftig wird es die mit
Abstand billigste und ökologischste Methode werden, alles
elektrisch zu beheizen. Eine Hausenergieversorgung findet in
einem Schuhkarton platz und liefert 20 kW.

Wenn Du hier z.B. Brennstoffzellen (oder äquivalente Technologien) ansprichst, kann das stimmen. Dann wird eben
Wasserstoff als Energieträger angeliefert. Aber wo kommt
der her und mit welchen Wirkungsgrad wird er erzeugt.

Speicheröfen werden damit sicherlich überflüssig. Aber selbst
wenn, könnten diese in naher Zukunft anstatt mit schweren
Steinen mit einer leichten Keramik bestückt werden und
isoliert mit einer Folie, welche keinerlei Wärme hindurchläßt.

Das verstehe ich nun wieder nicht! Ein Heizkörper soll ja
Energie abgeben und nicht nur behalten.

Das Speichervermögen ist in erste Linie eine Frage der Masse.
Die spezifischen Wärme des Mat. ist kaum zu beeinflussen.
Bleibt also nur große Masse als Wärmespeicher, um Nachtstrom
vernünftig zu nutzen.

Falls allerdings tatsächlich aus Brennstoffzellen geheizt
werden sollte, dann braucht man keinen Nachtstrom, sondern
kann zu jeder Zeit Heizen -> keine große Masse mehr nötig.
Allerdings scheint mir auch das sinnlos, wenn man schon
Wasserstoff im Haus hat, braucht man keine teure Brennstoff-
zellentechnik um den Wasserstoff in Heizwärme zu verbrennen.
Das geht einfacher, billiger und besser mit einem einfachen
Brenner.

Angesehen von all den Zunkunftsvisionen ist das alles momentan
keine Entscheidungsgrundlage. Heute muß man beim Konzept für
eine Heizung die derzeitigen Bedingungen mit einem
Bilanzzeitraum von ca. 10 Jahren rechnen.
Was danach kommt, ist heute sowieso nicht vorherzusagen.

Gruß Uwi

Hallo Wolfgang,

die Erzeugung elektrischer Energie kommt kaum über etwa 40%
Wirkungsgrad hinaus. Der Rest geht zumindest bei
Großkraftwerken überwiegend ungenutzt in die Natur. Von daher
ist es sinnvoller, den Primärenergieträger ohne den Umweg über
elektrischen Strom direkt in Wärme umzusetzen. Auch dabei geht
es nicht ohne Verluste, die über den Schornstein ins Freie
gelangen, aber ein Wirkungsgrad von 80 bis 90% wird erreicht,
also das Doppelte im Vergleich zum Umweg über den elektrischen
Strom.

Dabei wird aber weder Öl noch Kohle noch sonst ein bakannter "Primär"energieträger eingesetzt. Im Gegenteil wäre es mit dieser Methode günstiger, Öl aus Bioabfällen selbst herzustellen, als es zu fördern.
Wir haben sogar schon einen Dachbelag entwickelt, welcher spottbillig ist und nen recht vernünftigen Wirkungsgrad zur Solarenergiegewinnung aufweist.
Ein 3 GW-Kraftwerk würde ohne Umweltbelastung in eine Baracke passen.
Ich möchte betonen, daß das KEINE esoterische Spinnerei ist, möchte übers Prinzip aber auch nichts weiter sagen.
Der Primärenergieträger ist ebenso spottbillig. Wenn sie bei mir läuft, berichte ich etwas mehr :smile:

Gruß
Frank

Windkraft
Hallo,
dem billigen Nachtstrom werden die stark zunehmenden Anteile
aus den Windmülen entgegenwirken.

  1. Wind ist in der Nacht sowieso meist schwächer
  2. Die Windmülen können praktisch ohne Zeitverzug
    ein/ausgeschaltet werden, einfach indem man die Anströmwinkel
    der Flügel entsprechend einstellt. Damit wird rüher oder später
    auch die grundlast der großkraftwerke verringert werden müssen/können.
    Gruß

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Ach Frank,

das mußt Du schon sagen, wenn Du die selbstverständlich sinnvolle Nutzung von z. B. Gülle zur Energieerzeugung meinst. Einmal abgesehen davon, daß damit dem ursprünglichen Fragesteller im Moment nur wenig geholfen ist, hat man das Wirkungsgradproblem bei der Stromerzeugung immer. Genau deshalb macht es grundsätzlich wenig Sinn, die edelste, weil am universellsten einsetzbare Energie, zu verheizen. Die Beurteilung bekommt natürlich neue Aspekte, wenn ich vor der Alternative stehe, die Gülle entweder ins Grundwasser zu leiten oder mir damit lieber die Stube zu heizen. Wenn man keinen Anschluß zum Einspeisen von el. Energie in der Nähe hat, kann es auch Sinn machen, Wasserkraft aus einer kleinen Turbine im Gebirgsbach oder aus einer einsam irgendwo stehenden Windkraftanlage zu verheizen. Das wird ja alles gemacht, wo es sinnvoll ist. Daraus aber den Schluß zu ziehen, daß grundsätzlich eine elektrische Raumheizung die Zukunftslösung sein könnte, ist mit allen bisher bekannten Verfahren der elektrischen Energieerzeugung abwegig.

Gruß
Wolfgang

Hallo,
die meisten Antworten gehen ja schon voll gegen Nachtspeicher-
heizung. Zumal eine normale Heizung nur angezapft werden
müßte.

Trotzdem kommt es natürlich auf die Nutzungszeiten und
sonstige Randbedingungen an. Gar nichts zusätzlich instalieren
kann evtl. am rentabelsten sein.

Falls z.B. der Raum nur gelegentlich oder nur kurz genutzt
werden soll, wäre evtl. das kurzfristige Heizen mit einem
Heizlüfter (unterm Schreibtisch die Füße wärmen) am billigsten.

Bei ca. 2KW + 2 h/Tag * 100Tage im Jahr (im Sommer muß ja nicht
zugeheizt werden) wären das ca. 200KWh
-> macht bloß ca. 25€ pro Jahr.
Bei diesen Kosten ist momentan gar keine Festinstallation
rentabel. Nur für die reine Arbeitszeit eines Handwerkers
könnstest Du wohl schon 20 Jahre heizen (bei heutigen Kosten).

Ob aber ein 2KW-Heizer reicht, hängt von der Lage/Größe des
Raumes (sind Nachbarräume beheizt?, wieviel Außenwände, können
Türen zu beheizten Räumen offengelassen werden) und von der
Isolation der Wände ab (wie kalt ist es den ohne Heizung?).

Das kannst Du aber einfach ausprobieren, indem Du jetzt am
besten bei niedrigen Außentemp. einfach mal einen Heizer
aufstellst und dann merkst Du schnell, wieviel eigentlich
nötig ist. Dazu mal die Einschaltzeit, die Leistungsstufe
des Heizers und die Temperaturkurve mind. über 1…2h
registrieren (alle 10min. Thermometer ablesen).
Gruß Uwi

was sind denn genau Nachtspeicherheizung? Verstehe ich es
richtig, daß es ganz normale Elektro-Heizungen sind, die man
aber in der Nacht erwärmt? Und dazu nutzt man einen
Strom-Tarif mit Tag- und Nachtstrom?

Ich habe nämlich das Problem, daß ich in 2 Zimmern
(Arbeitszimmer) keine Heizung habe, und die Überlegung wäre
nun, ob ich dort diese Nachtspeicherheizungen einbaue od.
einen Monteur hole, der dort „normale“ Warmwasserheizungen
installiert.

Was denkt Ihr?

Peter

Man Wolfgang,

nix Gülle. Auch kein Deponiegas. Blockheizkraftwerke sind langzeit bekannt - davon sprach ich nicht.
Ist tatsächlich eine Neuentwicklung und hat alles, inklusive „Primärenergieträger“, in ner leeren Bierbüchse Platz und liefert über eine längere Zeitspanne 20 kW.
Was unser Professor so alles erfindet, da staune ich jedeswmal wieder Bauklötzer (die nie einer wegräumt).
Wie gesagt, wenn das Ding bei mir läuft, erzähl ich mehr.

Gruß
Frank

Hi,

vorab: ich hatte mal eine Sendung geasehen, bei der es um die Shuttletechnik ging. Die haben dabei als Wärmeaufnehmer Keramikfliesen am Shuttle, welche eigentlich nach der Landung nur handwarm sind aber dennoch glühen. Die Wärme wird extrem langsam wieder abgegeben. Soetwas gibt es.
Die Folien sollen lediglich zur Regulierung gedacht sein, da sie tatsächlich fast jegliche EM-Strahlung (damit auch Konvektion) abschotten können. Es waren nur verschiedene Beispiele, was alles technisch möglich wäre, kein Gesamtkonzept für ne Klimaanlage.
Man kann aber Gebäude mit einem entsprechendem Wärmeisolierendem Anstrich versehen und dazu Solarenergie günstig nutzen. Ebenso die Energieerzeugung, wie ich sie unten bei Wolfgang kurz angerissen habe.
Fakt ist, daß sich ein Gebäude sehr komfortionös elektrisch beheizen liese, wenn es rentabel ist.

Gruß
Frank

Ist tatsächlich eine Neuentwicklung und hat alles, inklusive
„Primärenergieträger“, in ner leeren Bierbüchse Platz und
liefert über eine längere Zeitspanne 20 kW.
Was unser Professor so alles erfindet, da staune ich jedeswmal
wieder Bauklötzer (die nie einer wegräumt).
Wie gesagt, wenn das Ding bei mir läuft, erzähl ich mehr.

Hallo Frank,

ich darf noch einmal daran erinnern, daß es im Ursprungsposting um die Zweckmäßigkeit einer Nachtspeicherheizung ging. Ich halte es für wenig zielführend, darauf mit der Blechbüchse zu reagieren, von der Dein Professor seinen Studis erzählt.

Bitte tue Dir selbst den Gefallen und erzähle nicht von Dingen, die Du selbst offenkundig nicht einmal im Ansatz begriffen hast. Ein 20 kW-Generator ist ein Teil mit Kranhaken! In eine Blechbüchse paßt er, wenn Du ein 200 l-Faß als Blechbüchse bezeichnest. Im übrigen: Mit 20 kW, also mit einer Leistung, kannst Du Deine Stube nicht heizen. Gebraucht wird Arbeit, also das Produkt Leistung x Zeit in Joule bzw. kWh. 20 kW bringe ich Dir nötigenfalls in einem kleinen Kondensator unter. Der gibt dann die 20 kW nur für Mikrosekunden ab, aber es sind fraglos 20 kW. Was Dein Prof in der Blechbüchse abspielen läßt, wird irgend eine Art exothermer Reaktion sein, also eine Verbrennung, mit der er soundsoviele kWh erzeugt. Macht man daraus elektrische Energie, bleibt nur noch die Hälfte oder weniger übrig. Genau deshalb ist für Heizzwecke i. d. R. der wirkungsgradvernichtende Umweg über den elektrischen Strom unsinnig. Es ist doch nahe liegend, die im Verbrennungsprozeß entstehende Wärme direkt zum Heizen zu verwenden, als nur einen kleinen Teil davon in el. Strom zu verwandeln und den zu verheizen. Nichts anderes versuche ich Dir hier zu verklickern. Wenn Dein Prof das anders sieht, dann schicke ihn zu mir. Dann bekommt er Nachhilfe in Physik und wir fangen bei Carnot’schen Prozessen an, damit wir erst einmal klären, wo genau man sich in der Kette von der Primärenergie bis zum warmen Wohnzimmer den Wirkungsgrad kaputt macht und die Märchenstunden ein Ende haben. Ich vermute aber, die Defizite liegen eher bei den Studenten, die alles mögliche in den falschen Hals bekommen.

Gruß
Wolfgang

Märchenstunden?
Hallo Wolfgang,

ich darf noch einmal daran erinnern, daß es im
Ursprungsposting um die Zweckmäßigkeit einer
Nachtspeicherheizung ging.

Aus genau diesem Grund habe ich auch geantwortet.

Ich halte es für wenig zielführend,
darauf mit der Blechbüchse zu reagieren, von der Dein
Professor seinen Studis erzählt.

Der erzählt nicht, der bastelt. Das Ding existiert bereits und wurde mir bislang lediglich in seinem Funktionsumfang beschrieben.

Bitte tue Dir selbst den Gefallen und erzähle nicht von
Dingen, die Du selbst offenkundig nicht einmal im Ansatz
begriffen hast. Ein 20 kW-Generator ist ein Teil mit
Kranhaken!

Ich vermute, daß du von konventionellen elektrischen Maschinen mit Eisenkern und Kupferwicklung redest - OK. Sowas hab ich mal studiert.

In eine Blechbüchse paßt er, wenn Du ein 200 l-Faß
als Blechbüchse bezeichnest.

In der von mir beschriebenen Funktionsweise liefert eine Anlage dieser Größe schätzungsweise 50 - 80 MW Dauerleistung.

Im übrigen: Mit 20 kW, also mit
einer Leistung, kannst Du Deine Stube nicht heizen. Gebraucht
wird Arbeit, also das Produkt Leistung x Zeit in Joule bzw.
kWh. 20 kW bringe ich Dir nötigenfalls in einem kleinen
Kondensator unter. Der gibt dann die 20 kW nur für
Mikrosekunden ab, aber es sind fraglos 20 kW.

Ich schrieb aber, daß diese das langfristig könne. Nun könnte man spaßeshalber die aufgewndete Arbeit auch noch durch die angelegte Spannung dividieren, um eine Aussage über Menge der verfügbaren Ladungsträger in A*s bzw die Ladungsträgerdichte in A*s/m^3 treffen zu können, welche aber zwangsläufig zu einem Absurdum führen muß, da mir fast alle Physiker bescheinigen werden, daß solcherlei Energiedichten unmöglich sind.

Was Dein Prof in
der Blechbüchse abspielen läßt, wird irgend eine Art
exothermer Reaktion sein, also eine Verbrennung, mit der er
soundsoviele kWh erzeugt. Macht man daraus elektrische
Energie, bleibt nur noch die Hälfte oder weniger übrig.

Das ist möglich, ich weiß es aber tatsächlich noch nicht.

Genau
deshalb ist für Heizzwecke i. d. R. der
wirkungsgradvernichtende Umweg über den elektrischen Strom
unsinnig. Es ist doch nahe liegend, die im Verbrennungsprozeß
entstehende Wärme direkt zum Heizen zu verwenden, als nur
einen kleinen Teil davon in el. Strom zu verwandeln und den zu
verheizen.

Unterstellen wir spaßeshalber, daß es eine neuartige Art Wärmepumpe ist, die el. Energie liefert. So etwas ähnliches gibt es bereits, inndem irgendwie im Garten irgendwas ausgelegt wird und selbst im Winter dem Froistboden noch Wärme entzogen werden kann, die ausreicht, um ein Haus zu heizen. Über das genaue Wirkprinzip bin ich nicht unterrichtet, aber uirgendwo kam mal ein Gespräch darüber auf und ich habe es noch ganz dunkel im Hinterkopf. Weißt du mehr? Egal.
Fakt ist aber, daß ich bei solcherlei Energiesystemen, die von Haus aus nur einen geringen Wirkungsgrad haben, doch eher auf das Verhältnis von Anschaffungs- zu Nutzungskosten achte, welches heute meist sehr ungünstig ist. Wenn mich aber eine Anlage, die konstant 20kW liefert, das sind dann in einer Stunde 20 kWh oder im Jahr 20 kWa „g“, habe, welche mich lediglich einmalig 2500€ kostet, kaum Nutzungskosten hat und recht wartungsfrei ist, dann interessiert mich auch nicht unbedingt der Wirkungsgrad.
Aber, wie gesagt, solange ich nicht mehr über das Teil weiß, frag mich bitte nicht danach. In zwei Wochen, denke ich, bin ich schlauer.

Gruß
Frank

ja und
Hallo,
die Problematik sehr guter Wärmeisolation bei sehr hohen
Temperaturen ist zwar recht interessant, hat aber mit dem
Diskutierten Thema/Problem gar nix gemein.

  1. Für einen Speicherofen brauche ich nicht primär eine
    gute Isolation, weil das Ding sowieso ständig Wärme abgeben
    soll!
  2. Wichtig für die Nachtspeicherung ist die Wärmekapazität.
    Auf herkömmlichen Wege geht das eben nur über die Masse.
    Andere Methoden sind denkbar z.B. Speicherung in Bindungs-
    energie, also chemisch oder physikalisch z.B. in Schmelzwäre
    (wie die Taschenwärmer). Alles scheint aber teuer/aufwendig und
    Verlustbehaftet zu sein. Die Probleme der Elektroenergie-
    erzeugung werden keinesfalls gemilderert.

vorab: ich hatte mal eine Sendung geasehen, bei der es um die
Shuttletechnik ging. Die haben dabei als Wärmeaufnehmer

ne, eher Wärmeabweiser!

Keramikfliesen am Shuttle, welche eigentlich nach der Landung
nur handwarm sind aber dennoch glühen. Die Wärme wird extrem
langsam wieder abgegeben. Soetwas gibt es.

Ich glaube, da hast Du einige Verständnissprobleme und fehlende
Physikkenntnisse. Wenn etwas glüht, dann ist das schon von sich
aus Ausdruck einer hohen Wärmeabgabe -> Strahlungswärme.
Das sollte auch absolut gewollt sein, denn die Kacheln sollten
ja gar keine Wärme aufnehem, sondern besser abgeben (was Sie
dann bei den hohen Temp.-> glühen auch tun)
Bei den Kacheln ging es also einzig und allein um den schlechten
Wärmedurchgang -> Auf einer Seite glüht es und auf der anderen
Seite kann man noch anfassen (jedenfall die ersten paar Min.)
Das ganze ist kein Teufelswerk, sondern nur geschäumte Keramik,
und jeder Schaum hat mehr oder weniger diese sehr schlechte
Wärmeleitung.

Die Folien sollen lediglich zur Regulierung gedacht sein, da
sie tatsächlich fast jegliche EM-Strahlung (damit auch
Konvektion)

Konvektion ist nun genau das Gegenteil von EM-Strahlung!

abschotten können. Es waren nur verschiedene
Beispiele, was alles technisch möglich wäre, kein
Gesamtkonzept für ne Klimaanlage.

Eben, eher nur zusammengetragene Populärwissenschaft!

Man kann aber Gebäude mit einem entsprechendem
Wärmeisolierendem Anstrich versehen und dazu Solarenergie
günstig nutzen.

Was soll der Anstrich außen denn noch bewirken, außer evtl.
Strom zu erzeugen. Beim Sonnenlicht steht die meiste Energie im
sichtbaren Bereich. Da wäre also nur schwarz anstreichen und
dann gegen Konvektion isolieren sinnvoll.
Sowas nennt sich „solare Warmwassererzeugung“- ist also nichts
neues.
Ich weiß, die Stromerzeugung mit Nannopartikeln soll bei Euch
schon funktionieren. Aber ganze Völkerschaften von
Wissenschaftlern sind beschäftigt, polykristaline Schichten zu
entwickeln, die wenigstens einen Wirkungsgrad im 2-stelligen
%-Bereich haben sollten. Ich bin da also noch eher skeptisch,
wenn jemand behauptet. das wäre alles (fast) kein Problem mehr.

Ebenso die Energieerzeugung, wie ich sie unten
bei Wolfgang kurz angerissen habe.

Kann ich so wirklich nichts mit anfangen. Kommt mir nur vor,
wie „Perpetuum mobile“.

Fakt ist, daß sich ein Gebäude sehr komfortionös elektrisch
beheizen liese, wenn es rentabel ist.

Ungelogen, ist elektrischen Heizung die komfortabelste
und variabelste Heizvariante. Das hat niemand bezweifelt?
Gerade an der Rentabilität scheiter es aber!!!
Gruß Uwi