Solarbetriebene Pumpe 12 m Höhe

Hallo Wissende,

ist es möglich, Wasser mit einer durch Solarpanel betriebenen Pumpe 12 m hoch zu pumpen? Die Pumpe soll ganz langsam pumpen, 50 l pro Stunde reicht.

Ganz oben auf dem Dachboden soll ein 300-l-Tank stehen für die Klospülung mit Regenwasser. Denn ich habe grade eine Wahnsinnsrechnung über Wasser und Abwasser bekommen, und bei den Preisen lohnt sich eine gewisse Investition, um sich teilweise von der öffentlichen Versorgung abzukoppeln.

An Solar denke ich, damit das Geld, was ich für Leitungswasser spare, nicht bei Netzstrom wieder ausgegeben wird. Deshalb brauche ich eine Möglichkeit, jeden Tag 300 l kostenlos nach oben zu befördern. Unten habe ich genug Speicher für ein paar Tausdend Liter Regenwasser.

Ist das möglich/sinnvoll, was ich da andenke?

Danke für Eure Meinung
Herb

Hallo Herbert,

ist es möglich, Wasser mit einer durch Solarpanel betriebenen
Pumpe 12 m hoch zu pumpen? Die Pumpe soll ganz langsam pumpen,
50 l pro Stunde reicht.

prinzipiell geht das. Der Pumpe ist es egal, woher sie ihren Strom kriegt. Wenn Du also eine Pumpe mit z.B. 12 V-Antrieb an ein Panel mit 12 V Spannung anschließt, sollte das keine Probleme machen, wenn die Pumpe in der Lage ist einen Höhenunterschied von 12 m zu überbrücken. Aber das Panel sollte für diesen Fall nicht zu klein gewählt werden.

Gandalf

brauche ich eine Möglichkeit, jeden Tag 300 l kostenlos nach
oben zu befördern.

Hallo Herbert,

hast Du eine Großfamilie? Wenn nicht und trotzdem täglich 300 Liter Wasser ins Klo gespült werden, solltest Du hinterfragen, wie das angehen kann. Ein Spülkasten hat höchstens 8 l Inhalt. Bei 300 Litern Verbrauch spülst Du das Ergebnis von ca 38 Sitzungen herunter. Jeden Tag! Deine diesbezüglichen Gewohnheiten gehen mich nichts an, aber mir kommt das ein bißchen arg viel vor. Hast Du schon mal über eine Spartaste am Spülkasten nachgedacht?

Grundsätzlich kann man mit Solarzellen und ggfs etwas Leistungselektronik jeden elektrischen Verbraucher speisen. Aber schau einmal aus dem Fenster. Abgesehen von wenigen Sonnenstunden haben wir seit etlichen Wochen einen trüben, verhangenen Himmel. Eine Solaranlage bringt unter optimalen Bedingungen unter Berücksichtigung des erzielbaren mäßigen Wirkungsgrades ca. 120 W/qm. Das gilt aber nur im Hochsommer zur Mittagszeit bei klarem Himmel. An trüben Tagen steht davon nur ein winziger Bruchteil zur Verfügung. Man braucht also einen elektrischen Energiespeicher in Form von Akkus, um die dunkle Jahreszeit zu überbrücken. Eine Pumpe, die 12 m Höhe fördert, muß mindestens 1,2 bar Druck bringen. Ein gar so kleines Spielzeug ist das nicht mehr, denn man kann bei 12 m das Förderrohr nicht beliebig dünn machen. Das gäbe nur Reibung und man bräuchte noch mehr Druck. Insgesamt kommt jedenfalls einiger technischer Aufwand zusammen und ich bezweifle, daß sich der Aufwand jemals rechnet.

Gruß
Wolfgang

Hab mich mißverständlich ausgedrückt…
… natürlich brauche ich für 4 Personen nicht jeden Tag 300 l.
Ich meine vielmehr die Pumpe solle an einem guten Tag 300 l schaffen um dann einen gewissen Vorrat zu haben, wenn die Sonne nicht so scheint.

Ich frage mich hauptsächlich zwei Dinge: ist es mit Solar auf lange Zeit billiger? Und läßt sich im Vergleich zu den Wasserkosten überhaupt was sparen?

Es wäre halt schade, wenn ich unten das ganze Wasser habe, aber trotzdem für viel Geld Wasser kaufen muß, weil ich es oben brauche.

Vielleicht sollte ich eine Pumpe per Trimmrad antreiben, dann brauch ich nicht Joggen gehen.

Herb

Hallo Herbert,

Vielleicht sollte ich eine Pumpe per Trimmrad antreiben, dann
brauch ich nicht Joggen gehen.

das erscheint mir sehr vernünftig zu sein. Solches Jogging im Laufrad regt vermutlich die Verdauung an und wenn Du lange genug gerannt bist, darfst Du auch aufs Klo, weil dann wieder Wasser zum Spülen da ist. Das Gleiche gilt natürlich für alle Gäste. Vor dem Gang zur Toilette ist eine halbe Stunde im Laufrad angesagt :wink:

Gruß
Wolfgang

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Hallo,
für Regenwassernutzung gibt es inzwischen ausgereifte Lösungen! Einen Wasservorrat auf dem Speicher zu halten, ist viel zu umständlich (statische Belastung, Frostgefahr usw.) Man nimmt heutzutage normale Netzpumpen. Der Stromverbrauch ist sehr gering und die Verfügbarkeit sehr hoch. Außerdem kannst Du den Druck so einstellen, daß alle normalen Wasserverbraucher (Spülkasten, Waschmaschine usw.) normal funktionieren. Bei Deiner Lösung hättest Du im Keller ca. 1 bar und im 1 Stock fast keinen Druck mehr. Ob unter diesen Bedingungen alles einwandfrei funktioniert, ist fraglich!

Gruss

Waldemar

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Herb,

ich nochmal.
Mir fiehl eben noch ein, daß bei Regenwassernutzung auch auf das Rohrmaterial geachtet werden muß!

Ein Bekannter ist Installateur und hat schon ettliche Anlagen zur Regenwassernutzung gebaut. Auf meine Frage, wie ich es bei mir einrichten würde, meinte er, es würde teuer und umständlich, weil ich Kupferrohre hätte. Die müßten raus und die Bereiche, in denen Regenwasser geführt würde müßten aus PVC sein.
Nach seiner Erfahrung kann! Regenwasser selbst Kupfer und Edelstahl angreifen. Es selber hat in einem Prozeß gesteckt weil ein Kunde auf gar keinen Fall PVC im Haus haben wollte und Edelstahl verlangte. Zu seinem Glück hat er im Vertrag alle Haftung für diese Material ausgeschlossen und vermerkt, daß er den Kunden aufgeklärt habe, so bekam er Recht.
Also wenn Regenwasser, klär die Materialfrage vorher ab.

Gandalf

Ich rechne nach
Hallo Waldemar,

danke für den Tipp, ich werde das mal nachrechnen. Ein cbm
Wasser kostet mich 4,40 Euro, da kommst drauf an, wieviel
STrom die Pumpe zieht, um 1000 Liter 6 Meter nach oben zu
drücken.

Mit Netzpumpe meinst Du wahrscheinlich so eine über das
Stromnetz betriebene Pumpe aus dem Baumarkt, oder?

Hallo,

ist es möglich, Wasser mit einer durch Solarpanel betriebenen
Pumpe 12 m hoch zu pumpen? Die Pumpe soll ganz langsam pumpen,
50 l pro Stunde reicht.

für Leute mit zuviel geld ist alles möglich!

Och sage das, weil die Elektroenergieerzeugung mit Solarzellen
die wohl teuerte Variante unter den gängigen technischen Lösungen
ist. Eine Pumpe also mit Solarenergie zu betreiben, wenn ganz
normaler Strom aus der Steckdose zur Verfügung steht, ist
max. eine (teure) techn. Spielerei vorläufig keinesfalls eine
Sparmöglichkeit! Die Solarstromvariante wird sicher mind.
20mal soviel kosten, wie der Strom aus der Steckdose.

Desweiteren ist eine Wirtschaftlichkeitsrechnung beim Wasser
angesagt.
Beispiel:
Ich habe bei mir im Haus einen Wasserverbrauch von ca. 6…9m³
pro Monat für 4 Personen.
Wenn ich davon ca. 25% durch Regenwassernutzung einspare
(was gar nicht so wenig ist, bei normaler Klospülung),
dann mach das also höchstens ca. 2,5m³ pro Monat.
Bei Deinem Preis also ca. 11€pro Monat = 132€ pro Jahr.
Damit sich eine Regenwassernutzung wirklich rentiert, sollte
die Investition sich nach ca. 5…6Jahren amortisieren.
Da dürften die Geamtkosten also nicht über 800€ liegen.
Nach 5…6 Jahren ist aber auch schon mit Verschleiß mind. an
der Pumpe zu rechenen -> Amortisationszeit verlängert sich!

Nun noch paar Frage: Bei Regenwassernutzung muß zwingend ein
vollkommen getrenntes 2. Leitungssystem installiert sein,
ist das schon so?

Außerdem muß für das Regenwasser auch ein Wasserzähler inst.
werden, damit die Abwassermenge berechnet werden kann
(-> zusätzliche Kosten), den von der öffentlichen Abwasser-
entsorgung willst Du Dich doch nicht auch abkoppeln, oder?

Ich hoffe, die 4,40€ sind nicht der Gesamtpreis, sondern
wirklich nur der Frischwasserpreis? Ansonsten ist die ganze
Wirtschaftlichkeitsrechnung sinnlos.

Für Regenwassernutzung in der Waschmaschine braucht man einen
ordentlichen Filter (-> zusätzliche Kosten), hast Du den schon?
Sonst lohnt das wahrscheinlich auch nicht.

Was also überhaupt lohnt, ist die Gartenbewässerung mit
Regenwasser. Da muß kein saparates Leitungsnetz gelegt werden
(einfacher Gartenschlauch tut’s auch) und Abwasser muß auch
nicht abgerechnet werden. Die Sauberkeit (Qualität) des Wassers
ist den Pflanzen auch rel. egal.
Gruß Uwi

Ganz oben auf dem Dachboden soll ein 300-l-Tank stehen für die
Klospülung mit Regenwasser. Denn ich habe grade eine
Wahnsinnsrechnung über Wasser und Abwasser bekommen, und bei
den Preisen lohnt sich eine gewisse Investition, um sich
teilweise von der öffentlichen Versorgung abzukoppeln.

An Solar denke ich, damit das Geld, was ich für Leitungswasser
spare, nicht bei Netzstrom wieder ausgegeben wird. Deshalb
brauche ich eine Möglichkeit, jeden Tag 300 l kostenlos nach
oben zu befördern. Unten habe ich genug Speicher für ein paar
Tausdend Liter Regenwasser.

Ist das möglich/sinnvoll, was ich da andenke?

Danke für Eure Meinung
Herb

Geht viel einfacher.
Hallo Unwissende,

seit Jahrhunderten wird automatisch Wasser bergauf gepumpt. Vollständig ohne Solar- oder Steckdosenströmlinge.
Auf den ersten Blick riechts etwas nach perpetuum mobile, ist aber ein einfaches physikalisches Prinzip dahinter: der hydraulische Widder: http://www.wasser.de/haupt.pl?url=http://www.wasser…
Den dürftest du fast selbst basteln können.

Gruß
Frank

PS: link zur Anfrage
http://www.bhkw-biogas.de/nonergy/nonergy.html

Lieber Frank
Ein Widder kann nur eingesetzt werden , wenn Du genügend Wasser aus einem Bach neben dem Haus, mit wenigstens einigen Meter Wasserseule, entnehmen kannst.
als Beispiel: mit 6m Gefällshöhe aus dem Bach könntest Du auf 12m Höhe pumpen.
Solche „Widder“ werden meist in den Bergen eingesetzt, wenn weit
und breit keine El. Energie zur Verfügung steht.

Gruss
Fritz
a.d.Uw

Hallo Herbert,

so was gibt es, kein Problem. 12V Pumpe und Solarpanel von Conrad.

Die bessere Lösung ist: Lass dir einen Brunnen bohren. Die Investition dürfte kaum höher sein, Wasser ist dann konstant vorhanden und nach einer Wasserprobe kannst du dich möglicherweise komplett von der meist viel zu teuren (wegen oft zu langen Leitungen, vor allem auf dem Land) Wasserversorgung abnabeln.

Gruß
Tilo

Hallo Waldemar,

moin

Mit Netzpumpe meinst Du wahrscheinlich so eine über das
Stromnetz betriebene Pumpe aus dem Baumarkt, oder?

die dinger nenne sich „hauswasserwerk“

ciao norbert

Lieber Frank
Ein Widder kann nur eingesetzt werden , wenn Du genügend
Wasser aus einem Bach neben dem Haus, mit wenigstens einigen
Meter Wassersäule, entnehmen kannst.
als Beispiel: mit 6m Gefällehöhe aus dem Bach könntest Du auf
12m Höhe pumpen.
Solche „Widder“ werden meist in den Bergen eingesetzt, wenn
weit
und breit keine El. Energie zur Verfügung steht.

Also ich hätte eine Idee, wie das bei mir klappen könnte. Brauchst aber weiter oben eine Regentonne als Puffer. Paar PVC-Rohren, Kartusche Kleber und noch ein paar Kleinigkeiten.
Aber egal - konnte eh nnur Anregung sein, da ich seine wohnlichen Verhältnisse nicht kenne.

Gruß
Frank

Lieber Frank,
Als „Unwissender“ lass ich mich gerne von Dir über eine kluge Idee informieren, dazu brauche ich von Dir noch einige Hinweise;

  1. Wo, und auf welcher Höhe muss man die Regentonne aufstellen ?
  2. woher beziehst Du das Wasser ?

Gruss
Fritz
a.d.Uw.

Also ich hätte eine Idee, wie das bei mir klappen könnte.
Brauchst aber weiter oben eine Regentonne als Puffer. Paar
PVC-Rohren, Kartusche Kleber und noch ein paar Kleinigkeiten.
Aber egal - konnte eh nnur Anregung sein, da ich seine
wohnlichen Verhältnisse nicht kenne.

Gruß
Frank

Geht überhaupt nicht
Hallo Herbert,

wenn ich mir die Antworten hier drunter ansehe, wird um die von dir gewünschte Wassermenge, um den Stromverbrauch und über die Rentabilität diskutiert.

Es wird aber übersehen, dass keine Pumpe der Welt, selbst wenn du sie mit Atomstrom betreibst, den du lebenslang in einer Lotterie gewonnen hast, in der Lage ist, Wasser 12 m hoch zu pumpen.

Jede Pumpe arbeitet nach dem Prinzip der verbunden Röhren mit Hilfe des natürlichen Luftdrucks. Auf der Seite, wo sie pumpt, erzeugt sie ein Vakuum, auf der anderen Seite drückt der natürliche Luftdruck. In Meereshöhe bei Standardluftdruck (1.013,2 Millibar) entspricht dieser dem Druck einer Wassersäule von 10,33 m Höhe.

Höher kann deshalb keine Pumpe pumpen. Faktisch pumpt sie noch weniger hoch, die Gründe kannst du z. B. unter

http://www.edur-pumpen.de/pub/projektierung/deutsch/…

nachlesen. Dort ist zwar von einer Kreiselpumpe die Rede, das Prinzip gilt aber für alle. Wenn du’s nicht glauben willst, google mal nach

pumpe wassersäule höhe luftdruck

dann kriegst du Dutzende von Seiten, die dir das bestätigen.

Du wirst also in jedem Fall zwei Pumpen benötigen und eine Zwischenstation in 7 - 8 m Höhe.

Liebe Grüße
Peggy

GEht scho, aber bringt nix…
… denn ich will die Pumpe ja nicht in den DAchfirst hängen und saugen lassen.
Aber das gesamte Konzept ist wohl nicht sehr sinnvoll, nach allem was ich bisher gelernt habe. Meine ganzen Ideen, was ich nach dem Kauf eines eigenen Hauses mal machen könnte (solarheißwasser, Wärmepumpenheizung, Regenwassernutzng) werden mir von den Fachleuten immer gleich widerlegt. Der - glaubhafte - Tenor lautet immer, nimm das herkömmliche, ist billiger und zuverlässiger.
Gruß
Herb

Ich ahne, was du meinst…
Wenn ich auf 3 m Höhe 3 l Wasser zur Verfügung habe, müsste ich damit einen dreiviertel Liter (oder etwas weniger) auf 12 m Höhe heben können. Wäre ne interessante Konstruktion.
Herb

Also ich hätte eine Idee, wie das bei mir klappen könnte.
Brauchst aber weiter oben eine Regentonne als Puffer. Paar
PVC-Rohren, Kartusche Kleber und noch ein paar Kleinigkeiten.
Aber egal - konnte eh nnur Anregung sein, da ich seine
wohnlichen Verhältnisse nicht kenne.

Gruß
Frank

Wenn ich auf 3 m Höhe 3 l Wasser zur Verfügung habe, müsste
ich damit einen dreiviertel Liter (oder etwas weniger) auf 12
m Höhe heben können. Wäre ne interessante Konstruktion.
Herb

Genau so. Ich würde aber so hoch wie möglich noch ne regentonne basteln, die dann, wenn sie voll ist, automatisch das wasser nach unten leitet, um es hochzupumpen. Einen recht gleichmäßigen Wasserfluß wirst du schon benötigen. alles eine Frage der Konstruktion, aber bei den heutigen Wasserpreisen überlegenswert.

Gruß
Frank