Hallo Max!
Luft im System ist auch ein Rätsel für die Heizungsbauer.
da hast du wol gerade geschlafen
Wenn Du Wasser auffüllst, darfst Du keine Luft mit einblasen.
Du mußt den Auffüllschlauch vorher mit Wasser auffüllen!
Eine richtig gebaute Heizung hat damit kein Problem, sie entlüftet sich selbst.
Ansonsten ist es fast unmöglich, dass Luft ins System kommt,
da dieses unter Überdruck steht (ca 2.0 bar).
Was ist, wenn durch falschen Druck im Ausdehnungsgefäß Wasser aus dem Überdruckventil entweicht und bei Abkühlung in der Nacht ein Unterdruck entsteht?
Die einzige Möglichkeit ist eine Stelle im System, wo die hohe
Wassergeschwindigkeit als Ejektor arbeiten kann. Das wäre
jeweils an den Regelventilen der Heizkörpern.
Hier sind die einzigen Abdichtungen, welche etwas Bewegliches
dichthalten. Nämlich den Regelstift.
Dieser wird durch den Regelthermostat raus und reingeschoben
und darf dabei kein Wasser und keine Luft durchlassen.
Bei Unterdruck kommt Sauerstoff durch, da die vorhandene O-Ring-Dichtung aus Gummi und deshalb nicht Sauerstoffdicht ist. Die Ejektorerklärung setzt einen defekten O-Ring voraus, einen solchen Fehler hatte ich aber noch nie.
Außerdem ist hier die engste Stelle und die
Wassergeschwindigkeit ist sehr hoch. Die Stelle ist verengt,
daher ideal, um als Pumpe zu funktionieren.
Bischen weit hergeholt. Bei falscher Dimensionierung mit zu hohen Strömungsgeschwindigkeiten (fehlende Voreinstellung) zumindest denkbar.
Prüfen kann man diese Stellen, indem man den Thermostaten
abschraubt (große runde Überwurfmutter) und den Stift und
seine Umgebung mit Seifenschaum einpinselt. Stift mit
Schraubenzieher rein und rausschieben. Sieht man jetzt, dass
Schaum angesaugt wird, ist dort die Stelle, wo die Luft ins
System gelangt.
Solange immer Überdruck im System herrsch, kann da höchstens Wasser rauskommen.
Wahrscheinlich ist diese Stelle aber so gering und man hat
keine Geduld, stundenlang den Heizkörper auf Knieen anzubeten,
dass man nichts findet.
Eine letzte grobe Möglichkeit :
Pumpe abstellen und dann das System äußerlich absuchen auf
nasse Stellen. Dort wird dann im Betrieb Luft angesaugt.
Verfluch Deine Heizung nicht, Luftblasen im System hat fast
jeder. Wasser auffüllen muß auch fast jeder regelmäßig.
Wasserleckagen sind meistens so klein, dass man sie nicht
findet, da das Wasser sofort verdunstet.
Ich habe nach einer Anlaufphase von 1/2 Jahr seit Jahren nichts mehr nachfüllen müssen.
Eine allerletzte Möglichkeit :
An der höchsten Stelle des Systems einen automatischen
Entlüfter einbauen. Geht ohne Schwierigkeiten höchststehenden
Heizkörper.
Das Problem des ständigen Nachfüllens mit erhöhter Korrosion wird damit automatisiert. es gibt dazu auch gleich noch Nachfüllautomaten.
Gruß Tilo