'Billiger' Strom

Hallo !

Hier gab es doch mal viele, viele Anhänger der „billigen“ Stromanbieter.
Wäre doch ganz interessant zu hören, ob die Begeisterung nach den vielen Pleiten und Preiserhöhungen der Billiganbieter schon abgeflaut ist!

Gruß max

Keine Antwort ist die beste Antwort!!
Gruß max

Hallo !

Hier gab es doch mal viele, viele Anhänger der „billigen“
Stromanbieter.
Wäre doch ganz interessant zu hören, ob die Begeisterung nach
den vielen Pleiten und Preiserhöhungen der Billiganbieter
schon abgeflaut ist!

Eigentlich nicht. Wir werden unseren Strom demnäxchst selbst herstellen. Kommt echt billig.

Gruß
Frank

…und nicht immer nur gackern und dann kein Ei legen.

Hallo Frank,

was hat es mit der dezentralen Stromversorgung auf sich?

Gruß
Wolfgang

Er wird…
…den Kurbelinduktor vom Adolf noch zu Hause stehen haben und Frau sowie die Kinder dürfen dann strampeln. :wink:)

Mal im Ernst: Schon vor 10 Jahren hat unsere evangelische Kirche Speyer Nord eine 20kW Photovoltaikanlage mit 4 Wechselrichtern à 5kW Installieren lassen, da das Dach ideale Schräge genau nach Süden hat. Die Wechselrichter schalten sich je nach Leistung automatisch ab oder zu und speisen dann ins NEtz ein, was Vergütet wird. Kann man ja auch in Batterien sammeln…

gruß

dennis

…und nicht immer nur gackern und dann kein Ei legen.

Hallo Frank,

was hat es mit der dezentralen Stromversorgung auf sich?

„g“ Jobangst? (c:

Hallo Wolfgang,

vom Prinzip her gibt es das doch schon lange. Denke nur mal an Blockheizkraftwerke.
Du könntest eine Möglichkeit sogar selbst nutzen, indem du Holz vergast und durch eine Brennstoffzelle leitest. Irgendwie gibts da bestimmt Möglichkeiten.
Brennstoffzelle: Da soll es wohl Leute geben, welche Zirkonoxid zu Hohlfäden herstellen, welche 7nm stark und mit 4nm Loch sind. Diese sollen sich wohl auch noch modifizieren und innen und außen mit Metall bedampfen lassen. Daraus liese sich theoretisch eine Brennstoffzelle mit 50 MW von der Größe eines 50 l - Fasses herstellen (wie das konstruktiv möglich wird, ist mir aber auch noch ein Rätsel - das wären Abgänge um die 100cm² Kupfer).
Nun kann man sich nen Kopf machen, wie man die aus organischem Material herausholbare Energie zwischenspeichert. Auch dazu gibt es wohl Überlegungen, dies in Form eines reaktionsfreudigen Pulvers zu tun.
Das ist aber noch nicht mal die Möglichkeit, welche wir nutzen werden. Ein Bekannter hatte z.B. vor ca. 40 Jahren seinen Diesel so umgebaut, daß er mit Altöl aus ner Frittenbude fahren konnte. Es roch auch entsprechend :smile:. Der Motor war der Vorgänger des heutigen, modernen TDI mit Pumpe-Düse-Technik. Selbst mit diesem Ding liese sich ein Dieselaggregat betreiben.
Wie du siehst: nix mit Perpetuum mobile, alles ganz natürlich. Es gibt noch einige Entwicklungen in dieser Richtung. Das Problem ist aber, daß dies ein echtes Politikum ist. Stell dir nur mal vor, die Amis besetzen den Irak und bekommen daraufhin ein Angebot, Erdölendprodukte zum halben Preis aus Dtl. zu importieren. Ich könnte mir gut vorstellen, daß Rumsi vor Wut im Dreieck springt. Vollkommen unmöglich ist es jedenfalls nicht.
Mehr möchte ich wirklich vorerst nicht sagen wollen.

Gruß
Frank

Schon vor 10 Jahren hat unsere evangelische
Kirche Speyer Nord eine 20kW Photovoltaikanlage mit 4
Wechselrichtern à 5kW Installieren lassen, da das Dach ideale
Schräge genau nach Süden hat. Die Wechselrichter schalten sich
je nach Leistung automatisch ab oder zu und speisen dann ins
NEtz ein, was Vergütet wird.

Hallo Dennis,

auf solche Ideen können hierzulande nur Leute kommen, bei denen Geld keine Rolle spielt. Solaranlagen zur Brauchwassererwärmung setzen bei entsprechendem Aufwand etwa 80% der Einstrahlung in nutzbare Energie um. Obwohl die Solarelemente vergleichsweise billig sind und trotz des sehr guten Wirkungsgrades amortisiert sich die Sache nur, wenn man blauäugig genug ist, um mit Zeiten von 10 oder 15 Jahren zu rechnen. Bis dahin ziehe ich noch mit und setze mir gelegentlich auch solche Tele aufs Dach des Werkstattgebäudes. Selbst gebaut kostet es nur wenig und für eine Heizung mit niedriger Vorlauftemperatur ergibt sich eine sinnvolle Ergänzung.

Photovoltaik-Anlagen arbeiten bei Verwendung sündhaft teuren monokristallinen Siliziums mit 18% Wirkungsgrad. Verluste durch Wechselrichter drücken die Sache auf optimistische 15%. Maximal 700W kommen pro Quadratmeter von der Sonne an, natürlich nur bei optimaler Ausrichtung im Hochsommer bei klarem Himmel um 12 Uhr mittags. 15% von 700 W sind rund 100 W elektrische Leistung pro Quadratmeter. So teuer kann der Strom bei uns kaum werden, daß sich das je lohnt.

Nun gibt es Leute, die berichten von Solarzellen mit viiiiel besserem Wirkungsgrad. Leider kann man die Zellen nirgends kaufen und schon überhaupt nicht bezahlen. Ganz davon abgesehen, daß sich unabhängig vom Zellenwirkungsgrad Amortisationszeiten jenseits von Gut und Böse ergeben. Wind und Wetter ausgesetzte Technik mit Temperaturschwankungen von 100 K hat eine endliche Lebensdauer oder permanenten Wartungsbedarf (=Geldbedarf). Man muß hier zwischen zugegeben interessanter Spielerei und wirtschaftlich tragfähiger Lösung unterscheiden.

Bei Zellen in Massenherstellung, aufgestellt in Äquatornähe, sieht die Rechnung ganz anders aus als in z. B. Mecklenburg-Vorpommern, wo es im Winter wochenlang nicht richtig hell wird. Hier muß man schon Pastor sein, um an den Sinn solcher Anlage zu glauben. Es war ja auch die Rede von einer Anlage der Kirche :smile:

Gruß
Wolfgang

Ich meine yello und Consorten, nicht Photovoltiak.

Und bevor sich eine Photovoltaikanlage bezahlt macht, muß die Sonne lange scheinen und wenn es denn so weit ist, daß die erste Plusmark oder Euro im Topf klingelt, ist die Anlage erneuerungsbedürftig.

Gruß max

Hallo Max,

Ich meine yello und Consorten, nicht Photovoltiak.

Und bevor sich eine Photovoltaikanlage bezahlt macht, muß die
Sonne lange scheinen und wenn es denn so weit ist, daß die
erste Plusmark oder Euro im Topf klingelt, ist die Anlage
erneuerungsbedürftig.

…und ich redtete nicht von Photovoltaik, obwohl wir auch da günstige Dachbeschichtungen mit etwas niedrigerem Wirkungsgrad haben :smile:. 5% reichen doch, wenn es eine sehr billige Installation ist, die ewig hält, oder?

Die ganzen Ökostromanbieter sind doch verdammt teuer. Ich wüßte nicht, wo sich das rechnet.
Aber, wie gesagt, die ganze Energiebranche ist ein Politikum. Es gibt durchaus günstige Alternativen zum Strom aus der Steckdose.

Gruß
Frank

Hallo Frank,

5% reichen doch, wenn es eine sehr billige
Installation ist, die ewig hält, oder?

Nichts hält ewig und technische Einrichtungen, die bewittert sind, schon ganz und gar nicht.

Es gibt durchaus günstige Alternativen zum Strom aus der
Steckdose.

An dieser Stelle wäre genauer Sprachgebrauch nützlich. „Es gibt…“ stimmt nur, wenn die Technik verfügbar und käuflich ist. Man sollte säuberlich zwischen Gedankenspielen, theoretischen Möglichkeiten, Laborversuchsaufbauten einerseits und verfügbarer Technik andererseits unterscheiden. Wenn jemand eine Investitionsentscheidung jetzt und hier zu treffen hat und ich komme mit Gedankenspielen und theoretischen Erwägungen daher, ist es wenig hilfreich.

Wir brauchen Visionen, aber dabei darf der Blick für die im Moment verfügbaren technischen Möglichkeiten als an die Wand montierbare Hardware nicht verloren gehen.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

5% reichen doch, wenn es eine sehr billige
Installation ist, die ewig hält, oder?

Nichts hält ewig und technische Einrichtungen, die bewittert
sind, schon ganz und gar nicht.

Ist schon klar. Wenn im Dachbereich etwas 20 Jahre hält, ist das Top. Wenns länger hält und noch ein bissl Strom liefert schon fast ein Wunder :smile:

Es gibt durchaus günstige Alternativen zum Strom aus der
Steckdose.

An dieser Stelle wäre genauer Sprachgebrauch nützlich. „Es
gibt…“ stimmt nur, wenn die Technik verfügbar und käuflich
ist. Man sollte säuberlich zwischen Gedankenspielen,
theoretischen Möglichkeiten, Laborversuchsaufbauten einerseits
und verfügbarer Technik andererseits unterscheiden. Wenn
jemand eine Investitionsentscheidung jetzt und hier zu treffen
hat und ich komme mit Gedankenspielen und theoretischen
Erwägungen daher, ist es wenig hilfreich.

Wir brauchen Visionen, aber dabei darf der Blick für die im
Moment verfügbaren technischen Möglichkeiten als an die Wand
montierbare Hardware nicht verloren gehen.

Also ganz ehrlich: Wenn du Möglichkeiten kennst und siehst, dezentrale Stromversorgungen auf den Markt zu bringen, ohne daß 3/4 der deutschen Wirtschaft dabei pleite gehen (was mir eigentlich egal wäre), dann lade ich dich gerne in zwei/drei Monaten mal zu uns ein nach Leipzig und kann dir Möglichkeiten darlegen, die umsetzbar sind. Bring Arbeitsklamotten mit, du bist nicht der einzige, der eine Ruine sanieren muß :smile: (ist bei uns ne Frage von Preis und Zweckmäßigkeit) Hier im Board sage ich keinen Pieps dazu.

off topic: hör dich zwecks Kläranlage mal bei Steinl um. Die haben eine, welche ohne weitere Genehmigung frei verieseln darf. Und paß auf das Verhältnis Masse/Volumen auf, gegen Auftrieb hilft nur viiieeel Beton.

Gruß
Frank

Bisher kein Wort über die „Billiganbieter“. Nur viel Geschreibe über Öko-und sonstige Ströme!

Wo sind die Umsteiger, die von den großen regionalen Stromanbietern auf die neuen Billiganbieter umgestiegen sind?

Schämen sich und stehen in der Ecke??

Gruß max

Schämen ? Nöööö
Hallo,
ich habe nun nach etwas mehr als 2 Jahren meinen alten
lokalen Anbieter wieder.
Der 1. Anbieter damals konnte gar nicht liefern, weil er
gleich pleite war.
Der 2. meldete sich nach ca. 1 Jahr ab.
Der 3. hat auch nur ca. 1 Jahr durchgehalten.
Der 4. sollte jetzt Yellowstrom sein. Da die aber ihren
Tarif 6.6 hier nicht mehr anbieten können und statt dessen
einen kräftigen Preisanstieg haben, lohnt es nicht mehr.
Nun ist plötzlich der örtliche Versorger der
günstigtste verfügbare Stromversorger.

Soll ich mich nun schämen? Wohl nicht, denn immerhin konnte
ich 2 Jahre lang ca. 50…100€ pro Jahr sparen und ich hätte
bei Yellow gut noch mal für ein Jahr billigeren Strom haben
können, wenn ich 2 Wochen eher nachgefragt hätte.

Nun stellt sich nur raus, daß die günstigeren Anbieter
keinen billigeren Strom mehr liefern, weil die Netznutzungs-
gebühren der lokalen Konzerne reichlich fett sind .
Ich denke, die Stromkonzene haben sich ihren Kuchen auf diese
Art gesichert.
Waran liegt es denn sonst, daß die billigen Anbieter nicht mehr
billig anbieten können.
Trotz angeblich mehr Wettbewerb kostet der Strom nun ca. 10%
mehr, als vor über 2 Jahren. Ein Schelm der Arges dabei denkt.
Gruß Uwi

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hier gab es doch mal viele, viele Anhänger der „billigen“
Stromanbieter.
Wäre doch ganz interessant zu hören, ob die Begeisterung nach
den vielen Pleiten und Preiserhöhungen der Billiganbieter
schon abgeflaut ist!

Hallo Max,

wenn ich’s richtig sehe, hat es neue Stromanbieter nicht gegeben, wenn man darunter Firmen versteht, die Kraftwerke und Leitungsnetze betreiben. Es gab aber Leute, die sich einen Schreibtisch mit PC hingestellt haben, elektrische Arbeitskontingente einkauften und über eigene Tarife mit dem Verbraucher abrechneten. Diese „Stromanbieter“ sind also reine Verwaltungsfritzen, Abrechnungsfirmen, aber Stromanbieter im Sinne von Stromerzeuger sind sie nicht.

Gruß
Wolfgang

Verbraucher abrechneten. Diese „Stromanbieter“ sind also reine
Verwaltungsfritzen, Abrechnungsfirmen, aber Stromanbieter im
Sinne von Stromerzeuger sind sie nicht.

Stromanbieter schon, nur keine Stromerzeuger.
Man hätte bei ihnen Strom kaufen können und kann es noch!

Gruß max