Hallo Leute,
Bitte erschlagt mich nicht! Ja, ich weiss, dass eine Innendämmung per definitionem Sche**e ist, aber in diesem speziellen Fall geht es wirklich! nicht anders.
Ich muss an einer Stelle in einem Wintergarten eine Wärmebrücke beseitigen. (Der Glasbau steht teilweise auf einem Mäuerchen, welches sich im letzten Winter als nicht so gut isolierend erwiesen hat wie gedacht).
Mein Problem: ich habe nur 3-4 cm Platz, sonst wird es zu dick. Fällt einem was besseres ein, als die üblichen Styroporkaschierten Gipskartonplatten? Der Preis soll nicht das Problem sein - es sind wirklich nur recht kleine Flächen.
Gruß
Stefan
Hallo Stefan,
in vielen Fällen bleibt überhaupt kein anderer Weg als Innendämmung. Bei meinem Haus gibts das gleiche Problem. Die Fassade steht unter Denkmalschutz. Da verbietet sich Außendämmung. Es geht! Man muß nur wissen, was man tut und was passieren kann.
Ohne Dämmung hat man kalte Innenwandflächen. Wenn man aus Energiespargründen nicht permanent lüftet, kondensiert Luftfeuchtigkeit an den kalten Flächen und es entsteht der Nährboden für Schimmel. Außerdem sind kalte Wände der Behaglichkeit abträglich.
Der Wandaufbau soll nicht nur thermisch isolieren, er soll auch feuchtigkeitsregulierend wirken, also in der Luft gebundenes Wasser aufnehmen und abgeben können. Für die kleinen Wandstummel, um die es hier geht, kann man die feuchtigkeitsregulierende Aufgabe als untergeordnet ansehen.
Für die kleinen Wandstücke kannst Du deshalb ohne viel Rechnerei von innen dämmen. Dabei halte ich Styroropor- oder Styrodur-Platten wegen ihrer druckempfindlichen Oberfläche ohne besondere Maßnahmen für ungeeignet. Du kannst aber folgenden Aufbau wählen: Druckimprägnierte Latten 20 x 40 mm an die Wand dübeln. Abstand zwischen den Latten ca. 50 cm. Zwischen die Latten 20 mm dicke Styrodur-Platten kleben. Jetzt hast Du eine einigermaßen ebene Oberfläche, wenn die Latten mit den Iso-Platten bündig abschließen. Die ganze Fläche mit Alu-Folie als Dampfsperre bekleben. Darauf eine, besser zwei Lagen Rigips-Platten schrauben.
Es sind Verbundplatten im Handel, die die beschriebene Kombination aus harter, aber hygroskopischer Oberfläche, Dampfsperre und Iso-Material in sich vereinen.
Für größere Wände oder gar ein ganzes Haus warne ich dringend vor einer Innendämmung ohne zuvor die Verhältnisse untersucht und berechnet zu haben. Verkäufer-Empfehlungen („Wird viel gekauft. Habe ich zu Hause auch gemacht“) sind kein Ersatz für die genaue Bestimmung der Lage des Taupunkts.
Gruß
Wolfgang
Hallo Stefan,
du könntest auch Styrodurplatten benutzen, Gewebe aufspachteln und mit einen 2mm Edelputz versehen. Weiterhin gibt es Schaumglas. Dieses ist deutlich stabiler als das andere Zeugs. Ich habe es aber noch nicht verarbeitet.
Gruß
Tilo