...warten auf warmes Wasser

Hallo zusammen!

ich habe kürzlich eine andere Wohnung bezogen (Neubau). Von Anfang an fiel mir auf, dass es morgens sehr lange dauert, bis warmes Wasser aus Wasserhahn oder Dusche im Badezimmer zur Verfügung steht. Ist eigentlich logisch, denn über Nacht kühlt das in den Leitungen verbliebene Wasser ab. Besonders aufmerksam auf diesen Umstand wurde ich jedoch ganz besonders dadurch, dass seitens der Bauleitung großspurig darauf hingewiesen wurde, mir würde warmes Wasser sehr rasch zur Verfügung stehen, da die Sache ganz clever mit einer Zirkulationsleitung versehen ist. Dennoch ist es so, dass morgens etliche Liter Wasser (fast ungenutzt) davonfließen, bevor die Wassertemperatur ansteigt. Meine Frage: gibt es Richtlinien bzw. Normen, in denen so etwas geregelt ist (zeitliches Limit oder Mengenlimit), wie schnell warmes Wasser zur Verfügung stehen muss? Falls ja, wie sehen solche Vorgaben aus? Und: welche Lösungsmöglichkeiten bestehen in diesem Fall?

Gruß Harald

Hallo HArald,

Meine Frage: gibt es Richtlinien bzw. Normen, in denen so etwas
geregelt ist (zeitliches Limit oder Mengenlimit), wie schnell warmes
Wasser zur Verfügung stehen muss? Falls ja, wie sehen solche Vorgaben
aus?

Ich glaube mal was von 10 l gehört zu haben. Falls sich GünterW hier nicht meldet, mail ihn mal an. Er gibt im Rechtsbrett ziemlich kompetente Antworten auf Mietfragen.

Und: welche Lösungsmöglichkeiten bestehen in diesem Fall?

wäre Sache des Vermieters

Tschuess Marco.

Hallo Marco,

das ist nicht nach Litern, sondern nach max. Auslauzeit bis zum Warmwerden geregelt. Steht glaub ich in der DIN 1988 (Trinkwasserinstallation), bin mir aber nicht ganz sicher. Hab auch die Zeiten nicht im Kopf. Es könnten am Waschtisch etwa 8-10 Sekunden sein (voll geöffnete Armatur). Badewanne und Dusche ist möglicherweise länger erlaubt.

Grundsätzlich können Zirkulationsleitungen nur bis vor den Warmwasserzähler verlegt werden. Sonst würde der Zähler sich durch die Zirkulation dauernd drehen. Wenn die Leitung zwischen Zähler und Auslaufarmatur sehr lang ist und dadurch die Maximalen Auslaufzeiten nicht eingehalten werden können, gibt es drei praktikable Möglichkeiten. Man kann die Rohrleitung dünner wählen (bis die max zulässige Durchflussgeschwindigkeit nach DIN 1988 erreicht ist; Druckverlust beachten), man kann die Leitung nach dem Wasserzähler elektrisch beheizen und man kann den höheren Wasserverlust in Kauf nehmen. Letzte Möglichkeit habe ich nur im Privathaus. In einer Mietwohnung muß ich dem Mieter eine DIN-gerechte Anlage liefern, sonst kann der Mieter die zusätzlichen Wasserkosten geltend machen.

Im übrigen ist der Betrieb einer Zirkulation oder einer elektrischen Begleitheizung regelmäßig teurer als das weglaufende abgekühlte Wasser.

Falls in deiner Nähe eine UNI mit Bibliothek ist. Es gibt da das Buch „Sanitärtechnik“ von einem Herrn Hugo Feurich (für Planungsingenieure). Da steht das bis ins Detail drin. Ist aber für den Laien nur wenig geeignet und ziemlich teuer.

Gruß
Tilo