Backsteine als Pflaster Zweck entfremden?

Von: , Frage gestellt am Do, 1. Mai 2003

Hallo,

hat jemand vielleicht Erfahrungen, was dabei passiert:

Beim Abriß eines alten Gebäudes fallen bei uns demnächst größere Mengen Backsteine an.

Da wir auch hinter dem Haus eine 60 cm hohe Terasse anbringen wollen, frage ich mich jetzt ob wir dafür die Backsteine nehmen könnten.

Was passiert auf lange Sicht mit den Backsteinen, wenn ständig drübergelaufen wird und wenn sie dem Regen ausgesetzt werden?

Es fallen zwei verschiedene Arten von Backsteinen an: Die einen sind etwas leichter, wenn man leicht mit dem Hammer draufschlägt, zerbrechen sie. Die anderen sind etwas schwerer und härter und haben einen leicht glasigen Klang, wenn man draufschlägt, und sie gehen auch nicht kaputt.

Ist eine dieser Sorten als Pflaster geeignet? Welche?

Wenn ja, wie verlegt man die am besten. Die Terasse soll aus Bauschutt aufgeschüttet werden, was muß dann drauf? und müssen die Steine richtig fest in Mörtel verlegt werden oder aber in Sand?

Im Bekanntenkreis höre ich alle möglichen Meinungen dazu, aber keiner hat praktische Erfahrungen...

Danke im voraus für jeden Tipp

3 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde 1 hilfreich
    Re: Backsteine als Pflaster Zweck entfremden?

    Hallo Gunter,
    in Norddeutschland werden diese Steine oft zu Bodenbelag verarbeitet. Besonders diese etwas glasierten (wohl wegen der größeren Härte).
    Soweit mir bekannt ist werden sie in Sand verlegt, und zwar so wie sie auch gemauert sind. Du siehst also nachher auf die schmale Längstseite.
    Über den Unterbau kann ich nichts sagen, aber da werden bestimmt noch Antworten kommen.
    Gruß
    Dirk m.

  2. Antwort von nach 2 Stunden 1 hilfreich
    Re: Backsteine als Pflaster Zweck entfremden?

    Hallo, Gunter,
    beide Sorten von Steinen kannst Du natürlich auch als Pflaster verwenden, wobei sich die hartgebrannten (Klinker) besser eignen, da sie sich nicht so leicht abtreten. Aber auch die anderen Backsteine sind durchaus geeignet. Nur mischen würde ich die beiden Sorten nicht.

    Der Bauschutt kann durchaus als Unterbau dienen, wer muß nur entsprechend verdichtet (gerüttelt) werden. Die Kanten der Pflasterfläche kannst Du in mageren Beton setzen, dadurch sind sie etwas stabiler. Die Flächen selbst kannst Du ohne weiteres in Sand verlegen.

    Grüße
    Eckard.


  3. Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
    Re: Backsteine als Pflaster Zweck entfremden?

    Hi Gunter,

    ich schließe mich Eckard an, die härteren Steine sind besser geeignst, weil langlebiger.

    Unterbau wie beschrieben, also Bauschutt ist, wenn er ordentlich(!) verdichtet wird durchaus geeignet, aber hier auf keinen Fall huddeln, das rächt sich bitterlich!

    Das Verlegen kann wie mit normalen Pflaster passieren und der Rat den Rand mit mageren Beton zu fassen würde ich auch auf alle Fälle beherzigen. Dann kann eigentlcih nicht mehr schiefgehen.

    Die Fugen solltest Du allerdings nicht mit Bausand verfüllen sondern Dir guten Quarzsand gönnen, daß sieht einfach besser aus. Gut einschlemmen und so lange Sand einfegen, bis die Fugen satt voll sind.

    Gandalf

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