Regulierung der Temperatur mit Thermostat

Hallo!

Die Wohnung liegt in zwei Ebenen. Beheizt wird mit der Hilfe
eines digitalen Thermostates, der in dem wärmsten Zimmer des
Hauses hängt.

Die Frage: Wie bringe ich dem blöden Gerät bei, in den
kälteren Zimmern für die Beheizung zu sorgen, wenn es da kalt
wurde, obwohl es in seiner warmen Zentrale noch warm ist?

Vielen Dank!

Hallo !

Eigentlich ganz einfach :

Du stellst diesen überflüssigen Regler auf eine etwas höhere Temp. als jetzt und regelst die Raumtemp. mit den Handthermostaten an den Heizkörpern.
Die Vorlauftemp. bleibt so immer auf Maximum, da der Regler nie eine so hohe Temp. fühlt, wie eingestellt ist. Die Raumtemp. aber regelt sich gut mit den Handthermostaten an den Heizkörpern.

Die Nachtabsenkung müßte weiterhin funktionieren. Die Vorlauftemp. müßte auch am Kessel einzustellen sein, damit man so nicht immer mit Maximumtemp. fährt.

Diesen überflüssigen Regler abbauen lassen! Haben wir gemacht. Jetzt friert und schwitzt niemand mehr.

Gruß max

Hallo Max,

herzlichen Dank für deine Tips.

Das mit der Vorlauftemperatur bleibt mir aber leider noch nicht ganz klar. Ich komme an die Programmierung des Maximums am „Kessel“ nicht ran - irgendeine Sperre (der benötigte Programmierungspunkt wird nicht angezeigt). Theoretisch soll es möglich sein, aber wie?

Soll es ein Fachmann tun oder geht es auch für einen Nutzer?

Viele Grüße

P.S. Dein Beitrag in dem Geschichtsbrett von gestern ist spitze! :smile:

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Soll es ein Fachmann tun oder geht es auch für einen Nutzer?

Also, wenn Du da nichts hast zum Einstellen, laß lieber die Finger davon und versuch es erstmal so. Müßte auch funktionieren, ohne die Vorlauftemp. zu ändern. Stell einfach im Wohnzimmer die Temp. etwas höher.

Gruß max

Danke für das Lob!!

Hallo peet,

ich hatte das gleiche Problem: Wohnzimmer (dort sitzt der Fühler samt Uhr) kitzelwarm, Bad saukalt, da Nordwand und der Fühler dies nicht registriert.

Lösung: Kasten aufgemacht, Fühler ausgelötet, an dünnes Telefonkabel angelötet und den Fühler im Bad hinter der Tür angeklebt. Seither mißt das Kästchen im Bad und das Wohnzimmer wird über die Handregelthermostatan am Heizkörper auf Normaltemperatur gehalten, während im Bad der Thermostat imm auf „ganz offen“ steht und der Fühler das Bad einregelt.

gruß

dennis

Hallo Max,

Du stellst diesen überflüssigen Regler auf eine etwas höhere
Temp. als jetzt und regelst die Raumtemp. mit den
Handthermostaten an den Heizkörpern.
Die Vorlauftemp. bleibt so immer auf Maximum, da der Regler
nie eine so hohe Temp. fühlt, wie eingestellt ist. Die
Raumtemp. aber regelt sich gut mit den Handthermostaten an den
Heizkörpern.

Das ist zwar funktionsfähig, verbraucht aber ein höchstmaß an Energie. Du gaukelst nämlich dem Heizkessel vor, dass er eine höhere Vorlauftemperatur fahren muß, um die Wohnung warm zu bekommen. Wirklich war bekommt er sie nie, weil die Thermostate vor dem Raumregler dichtmachen. Damit hast du den Heizkessel zu einem Konstanttemperaturkessel gemacht, der die gesamte Heizperiode so fährt, als ob draussen -15 Grad sind.

Die Nachtabsenkung müßte weiterhin funktionieren. Die
Vorlauftemp. müßte auch am Kessel einzustellen sein, damit man
so nicht immer mit Maximumtemp. fährt.

Diesen überflüssigen Regler abbauen lassen! Haben wir
gemacht. Jetzt friert und schwitzt niemand mehr.

Genau so ist es richtig. Den Raumregler entfernen und die Heizung über die Aussentemperatur oder Rücklauftemperaturgeregelt betreiben.

Gruß Tilo

Das ist zwar funktionsfähig, verbraucht aber ein höchstmaß an
Energie. Du gaukelst nämlich dem Heizkessel vor, dass er eine
höhere Vorlauftemperatur fahren muß, um die Wohnung warm zu
bekommen.

Der „blöde“ Raumthermostat regelt doch nicht die Vorlauftemp., sondern die Raumtemp. Bei Erreichen der Raumtemp. schaltet er den kessel ab. Und nicht bei Erreichen der Vorlauftemp. Würde er die Vorlauftemp. regeln, bekämen die anderen Räume diese mit und würden nicht kalt werden, da ihre Heizkörperthermostaten die Temp. regeln.

Gruß max

Das ist zwar funktionsfähig, verbraucht aber ein höchstmaß an
Energie. Du gaukelst nämlich dem Heizkessel vor, dass er eine
höhere Vorlauftemperatur fahren muß, um die Wohnung warm zu
bekommen.

Der „blöde“ Raumthermostat regelt doch nicht die Vorlauftemp.,
sondern die Raumtemp. Bei Erreichen der Raumtemp. schaltet er
den kessel ab. Und nicht bei Erreichen der Vorlauftemp. Würde
er die Vorlauftemp. regeln, bekämen die anderen Räume diese
mit und würden nicht kalt werden, da ihre
Heizkörperthermostaten die Temp. regeln.

Kommt darauf an. Wenn es eine Anlage ist, die nur über diesen Raumfühler geregelt wird und nicht zusätzlich einen Aussenfühler besitzt, dann regelt der Raumfühler die Vorlauftemperatur. Erreicht nämlich der Raum trotz Kesseldauerbetrieb nicht die eingestellte Temperatur, dann erhöht sich die Vorlauftemperatur. Sonst müsste der kessel ja das ganze Jahr über mit 70 oder 90 Grad fahren. Nach Heizanlagenverordnung müssen Kessel aber gleitend betrieben werden. Dies erledigt bei Anlagen ohne Aussenfühler der Raumfühler.
Um unlogische Regelzustände (Heizkörperthermostat niedriger als Raumfühler eingestellt) zu verhindern, sollen im Fühlerraum ja auch keine Thermostatventile, sondern nur Handabsperrventile montiert werden, die im Normalfall immer voll geöffnet werden müssen.

Ich gehe aber davon aus, das wir uns zumindest in dem Punkt einig sind, dass Raumfühler eine schwachsinnige Erfindung sind. Da ist es schon besser, wenn die Temperaturdifferenz zwischen Vor-und Rücklauf zur Regelung herangezogen wird. Hierbei kann man nämlich die Tatsächliche Wärmeabnahme in den Räumen zur Regelung benutzen. Solche Regelungen gibt es bereits. Vissmann hat u.a. so was im Angebot.

Gruß
Tilo