Hallo,
vor einiger Zeit habe ich hier schonmal die Sache mit dem Ringanker vorgebracht und auch gute Antworten bekommen.
Aber jetzt ist der Sanierungsträger nochmal vorstellig geworden und sagt, was normales, was wir hier in der Gegend gewohnt sind, ist ok, aber so ein Hightech-Ringanker, was der Architekt vorschlägt, ist unbezahlbar.
Es handelt sich um 3 m hohe und 36 cm dicke Backsteinmauern, die nach einem Scheunenabriss stehen bleiben sollen, und dazu soll oben ein Ringanker aus Beton draufkommen.
Der Architekt hat vorgeschlagen, Schalung, Stahlbewehrungskäfig usw.
Jetzt war ich mal auf der örtlichen Burg, wo es auch einige bröselige Mauern gibt, die mit einem Ringanker gesichert sind. Der ist aber nicht eingeschalt, sondern auf die Mauer ist offensichtlich sehr trockener Beton gepappt worden, so daß der Ringanker fast ein halbrundes Profil hat, so als wenn das jemand per Hand da drauf gemacht und schön die Kanten abgerundet hat.
Der Architekt will also Hitech, der Sanierungsträger will Butter bei die Fische sehen, sprich da soll kein Hochhaus drauf, sondern der Anker soll lediglich diese alten Backsteinmauern vorm Zerbröseln bewahren, und da wollen sie nicht viel für zahlen.
Wenn ich nun auf die Mauerkrone zwei Stahlbewehrungsstäbe lege und 10 cm Beton ganz trocken, dass er keine Schalung braucht, drauf, die Kanten abgerundet, sieht sowieso besser aus, ohne Schalung - würde das denn nicht wirklich auch ausreichen? Da geht doch hinterher nicht der Nachbar mit dem Vorschlaghammer an die Wand.
Was meinen die Experten zu dieser einfachen Lösung?
Danke im voraus
Dan