Fragen zu Wandheizung und Wärmepumpe

Hallo,

meine erste Frage bezieht sich auf Wandheizungen. Ich finde im Internet zwar jede Menge Firmen die ihre Wandheizungen anpreisen.

Jedoch würde ich auch gern mal was Unparteiisches dazu lesen, etwa Erfahrungsberichte usw. Kenn jemand da eine Adresse, oder hat jemand hier gar selbst Erfahrungen?

Auch würde mich interessieren, wie es bei einem unverputzten alten Backsteinhaus ist, das 50 cm dicke Außenwände hat. Moderne Wärmedämmung ist das schlecht möglich (noch dazu ist es außen dicht mit Wein und Efeu bewachsen)

Kann es sein, dass bei einer Wandheizung durch die sehr niedrigen Temperaturen absolut weniger Wärmeenergie verloren geht?

Und was ist mit Räumen, wo die Hälfte der Wandflächen mit Möbeln zugestellt ist? Kommt eine Wandheizung immer nur an die Außenwände?

Das zweite Thema ist die Wärmepumpe. Wir haben 1000 qm Rasen hinterm Haus, da ließe sich schön ein Erdwärmetauscher verlegen.

Hier im Forum habe ich aber vor längerer Zeit mal gelesen, dass für den Betrieb der Wärmepumpe 30 % der gewonnenen Energie als Antriebsstrom eingesetzt werden, und da Strom nur mit einem Wirkungsgrad von 30 % erzeugt wird, seie der Primärenergieeinsatz das gleiche wie bei einer Öl oder Gasheizung. Leuchtet ein.

Aber warum gibt es dann keine Wärmepumpen, die durch einen kleinen Dieselmotor oder so angetrieben werden. Der könnte ja auch gleich noch seine eigene Abwärme pumpen.

Hat jemand mal was von einem solchen Wärmepumpenantrieb gehört?

Vielen Dank
Gerhard

Hallo,

Jedoch würde ich auch gern mal was Unparteiisches dazu lesen,
etwa Erfahrungsberichte usw. Kenn jemand da eine Adresse, oder
hat jemand hier gar selbst Erfahrungen?

Eigene Erfahrungen nicht.

Auch würde mich interessieren, wie es bei einem unverputzten
alten Backsteinhaus ist, das 50 cm dicke Außenwände hat.
Moderne Wärmedämmung ist das schlecht möglich (noch dazu ist
es außen dicht mit Wein und Efeu bewachsen)

Es ist unbedingt Vollwärmeschutz erforderlich, sonst wird im Winter der Schnee in der Nähe des Hauses tauen, auf deine Kosten.

Kann es sein, dass bei einer Wandheizung durch die sehr
niedrigen Temperaturen absolut weniger Wärmeenergie verloren
geht?

Nein. Die absolute Wandinnentemperatur ist höher als bei anderen Heizsystemen. Der Transmissionswärmebedarf (Wärme die durch die Aussenwände verloren geht) ist aber von Innenwandtemperatur und Wärmedurchgangswiederstand der Wand abhängig.
Einsparungen ergeben sich durch die geringere Heiztemperatur im Wärmeerzeuger (bei Wärmepumpe steigt die Leistungszahl mit fallender Systemtemperatur).

Und was ist mit Räumen, wo die Hälfte der Wandflächen mit
Möbeln zugestellt ist? Kommt eine Wandheizung immer nur an die
Außenwände?

Generell ist nach meinem dafürhalten eine Wandheizung als Hauptheizungssystem nicht für private Wohnhäuser zu empfehlen. Ausnahmen können einzelne Wände z.B. im Bad sein. Günstiger ist hier eine Fussbodenheizung, die bei guter Wärmedämmung des Hauses mit so geringen Temperaturen auskommt, dass sie nicht mehr wahrgenommen wird. Hierzu habe ich eigene sehr gute Erfahrungen. Ausserdem kannst du bei einer Wandheizung nie mehr einen Nagel in die Wand klopfen. Die Rohre sind sehr dicht zusammen. Du musst also vorher genau wissen, wie du dein Haus für die nächsten Jahrzehnte einrichten willst.

Das zweite Thema ist die Wärmepumpe. Wir haben 1000 qm Rasen
hinterm Haus, da ließe sich schön ein Erdwärmetauscher
verlegen.

Ja. Günstiger sind aber Tiefenbohrungen. Dadurch wird eine höhere Temperatur auf der Kaltseite erreicht, was zu höheren Leistungszahlen führt.

Hier im Forum habe ich aber vor längerer Zeit mal gelesen,
dass für den Betrieb der Wärmepumpe 30 % der gewonnenen
Energie als Antriebsstrom eingesetzt werden, und da Strom nur
mit einem Wirkungsgrad von 30 % erzeugt wird, seie der
Primärenergieeinsatz das gleiche wie bei einer Öl oder
Gasheizung. Leuchtet ein.

Das ist nur bei Luft-Luft-Wärmepumpen richtig. Wärmepumpen mit Tiefenbohrungen haben Leistungszahlen von mittlerweile 5-6. Das heisst, das nur noch 17 - 20% der Heizenergie in Form von Antriebsstrom verbraucht werden. Bei Erdwärmetauschern sind es 20 - 25%.

Aber warum gibt es dann keine Wärmepumpen, die durch einen
kleinen Dieselmotor oder so angetrieben werden. Der könnte ja
auch gleich noch seine eigene Abwärme pumpen.

Das kannst du die sicher liefern lassen. Dem Hersteller wird es egal sein, ob Elektromotor oder Diesel. Der Dieselmotor ist um ein vielfaches teurer und die Kosten einer solchen Anlage werden sich kaum amortisieren. Der Elektromotor hat fast 100% Wirkungsgrad.

Hat jemand mal was von einem solchen Wärmepumpenantrieb
gehört?

Ich kenne keinen konkreten Anbieter, aber so was lässt sich anfertigen. Den Schraubenverdichter einer Wärmepumpe kann man auch mit einem kleinen wassergekühlten Diesel antreiben. Da solch kleine Diesel meist luftgekühlt sind: Sonderumbau erforderlich. Zusätzliche Wärmetauscher und eine Pumpe zwischen Kühlwasser und Kaltwasserkreislauf sind erforderlich. Die Kosten für so eine Anfertigung dürften einige Zehntausen Euro betragen, oder du montierst selbst. Da bekommst du ein Miniwindrad günstiger und kannst damit deine Wärmepumpe betreiben.

Bitte
Tilo

PS:
Ich habe eine Wärmepumpe mit Tiefenbohrung. Ich kenne eine deutschlandweit arbeitende sehr günstige Bohrfirma, die auch die Rohrleitungen in die Tiefe verlegt und an der ich nichts verdiene (also keine Eigenwerbung). Gleichzeitig empfehle ich den Einbau ein Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (Vissman Vitovent 300 mit bis zu 96% Wirkungsgrad). Damit heize ich mein Haus einschließlich Warmwasser für ca. 400 Euro im Jahr. Die Anlage ist komplett wartungsfrei. Es fallen keinerlei zusätzliche Kosten oder Gebühren an. Im Haus befindet sich eine Fussbodenheizung mit 18er-Polybutenrohren und max. 10cm Rohrverlegeabstand. Dadurch habe ich eine max. Vorlauftemperatur von 38 Grad. Meine anderswo immer frierende Frau ist vollauf zufrieden. Falls du nähere Infos brauchst, mail mich an. Ich freue mich, wenn ich helfen kann.

Hallo Tilo,

danke für Deinen Bericht.

Es ist unbedingt Vollwärmeschutz erforderlich, sonst wird im
Winter der Schnee in der Nähe des Hauses tauen, auf deine
Kosten.

Das Problem ist, innen dämmen ist Unsinn, außen schwierig. Ich muß mir mal die Wärmedurchgangswerte einer so dicken Backsteinmauer besorgen, vielleicht ist es ja gar nicht so schlecht.

Nein. Die absolute Wandinnentemperatur ist höher als bei
anderen Heizsystemen. Der Transmissionswärmebedarf (Wärme die
durch die Aussenwände verloren geht) ist aber von
Innenwandtemperatur und Wärmedurchgangswiederstand der Wand
abhängig.

Ok leuchtet ein.

Generell ist nach meinem dafürhalten eine Wandheizung als
Hauptheizungssystem nicht für private Wohnhäuser zu empfehlen.
Ausnahmen können einzelne Wände z.B. im Bad sein. Günstiger
ist hier eine Fussbodenheizung, die bei guter Wärmedämmung des
Hauses mit so geringen Temperaturen auskommt, dass sie nicht
mehr wahrgenommen wird. Hierzu habe ich eigene sehr gute
Erfahrungen.

Aber die Wandheizungsanbieter sagen, die Wandfläche ist größer, also kann die Temperatur geringer sein.

Ausserdem kannst du bei einer Wandheizung nie
mehr einen Nagel in die Wand klopfen. Die Rohre sind sehr
dicht zusammen. Du musst also vorher genau wissen, wie du dein
Haus für die nächsten Jahrzehnte einrichten willst.

Die Wandheizungsanbieter haben wohl so eine Art Folie, die auf Wärme reagiert und die Rohrverlauf anzeigt.

Das zweite Thema ist die Wärmepumpe. Wir haben 1000 qm Rasen
hinterm Haus, da ließe sich schön ein Erdwärmetauscher
verlegen.

Ja. Günstiger sind aber Tiefenbohrungen. Dadurch wird eine
höhere Temperatur auf der Kaltseite erreicht, was zu höheren
Leistungszahlen führt.

Auch das leuchtet ein. Ich dachte nur, in 1,50 m Tiefe, da hole ich mir einen Minibagger und pflüge in 5 Tagen einmal den Garten um. Ist wahrscheinlich billiger als ein Ölbohrturm im Garten aufbauen. Aber auf lange Sicht hast Du mir höheren Temperaturen aus der Tiefe natürlich recht.

Da bekommst du ein
Miniwindrad günstiger und kannst damit deine Wärmepumpe
betreiben.

Soll das heißen, ein Miniwindrad könnte zeitweise die Wärmepumpe antreiben? Das wäre ja genial. Wenn Du dazu nochmal zwei Sätze schreiben würdest, wäre ich dir sehr dankbar.

Ich habe eine Wärmepumpe mit Tiefenbohrung. Ich kenne eine
deutschlandweit arbeitende sehr günstige Bohrfirma, die auch
die Rohrleitungen in die Tiefe verlegt und an der ich nichts
verdiene (also keine Eigenwerbung). Gleichzeitig empfehle ich
den Einbau ein Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (Vissman
Vitovent 300 mit bis zu 96% Wirkungsgrad). Damit heize ich
mein Haus einschließlich Warmwasser für ca. 400 Euro im Jahr.

Du bist jetzt schon der zweite, von dem ich sowas höre. Ich denke, wenn das so ist, hätte sicher jeder so ein Ding. Andererseits sind wir vielleicht geistig zu träge, wenn die Ölheizung uns schön wärmt, um über sowas nachzudenken.

Wenn meine Planungen konkreter werden, wende ich mich nochmal per Email an Dich wegen der Firma.

Vielen Dank
Gerhard

Hallo Gerhard,

Das Problem ist, innen dämmen ist Unsinn, außen schwierig. Ich
muß mir mal die Wärmedurchgangswerte einer so dicken
Backsteinmauer besorgen, vielleicht ist es ja gar nicht so
schlecht.

Sind sicher alte Vollziegel, da ist der Wert nicht mit einem Vollwärmeschutz vergleichbar. Oftmals macht manch einer trotzdem was er will, nach dem Motto: „wird schon gehen“ (sehe ich manchmal bei mir selbst). Ich rate dir trotzdem ab. Du ärgerst dich später, wenn es zu spät ist.

Generell ist nach meinem dafürhalten eine Wandheizung als
Hauptheizungssystem nicht für private Wohnhäuser zu empfehlen.
Ausnahmen können einzelne Wände z.B. im Bad sein. Günstiger
ist hier eine Fussbodenheizung, die bei guter Wärmedämmung des
Hauses mit so geringen Temperaturen auskommt, dass sie nicht
mehr wahrgenommen wird. Hierzu habe ich eigene sehr gute
Erfahrungen.

Aber die Wandheizungsanbieter sagen, die Wandfläche ist
größer, also kann die Temperatur geringer sein.

Fenster, Türen und Möbel abziehen und selbst rechnen.

Auch das leuchtet ein. Ich dachte nur, in 1,50 m Tiefe, da
hole ich mir einen Minibagger und pflüge in 5 Tagen einmal den
Garten um. Ist wahrscheinlich billiger als ein Ölbohrturm im
Garten aufbauen. Aber auf lange Sicht hast Du mir höheren
Temperaturen aus der Tiefe natürlich recht.

Mit einem Minibagger in 5 Tagen 1,5m Erde auf 1000 qm abzutragen, die Rohre verlegen und die 1500 qm wieder aufzufüllen, wird wohl eher 5 Monate dauern. Naja, du brauchst nicht 1000 qm und es gibt auch größere Bagger zum ausleihen.
Die Bohrfirmen haben keinen Ölbohrturm. Die haben einen Unimog, klappen hinten eine hydraulische Bohrmaschine herunter, drücken für die ersten 1-2m ein Schutzrohr in die Erde und Bohren los. Alle 4 Meter wird eine neue Stange angesetzt und weitergebohrt. Je Stange dauert das Bohren etwa eine Zigarettenlänge. Falls der Bohrer raucht, kannst du also ausrechnen, wieviele Zigaretten er barucht, bis er die nötige Tiefe (60-90m bei Einfamilienhäusern und zwei Bohrlöcher) erreicht hat. Ist also kein allzu großer Akt. Einen gigantisch großen Kompressor stellen die noch daneben. Der macht dann einen Tag lang Krach. Bei der Gelegenheit fällt noch eine 15m-Bohrung für einen Brunnen mit ab, an den du mindestens Garten, Waschmaschine und WC anschliessen kannst. Meist liefert der aber Trinkwasserqualität. Nimmt man eine günstige Bohrfirma mit 100% an, kann es dir allerdings passieren, dass du 500% bezahlst, wenn du nicht nach guten Preisen recherchierst.

Da bekommst du ein
Miniwindrad günstiger und kannst damit deine Wärmepumpe
betreiben.

Soll das heißen, ein Miniwindrad könnte zeitweise die
Wärmepumpe antreiben? Das wäre ja genial. Wenn Du dazu nochmal
zwei Sätze schreiben würdest, wäre ich dir sehr dankbar.

Ich habe meine Unterlagen aus dem Fach Turbomaschinen auf dem Dachboden und müsste die mal runterholen um ein wenig zu rechnen. Aber eine halbe Fahrradgabel mit einem 28er Hinterrad und über Kette eine Generator angetrieben. Auf dem Rad 1,5m lange Flügel aus alten Trabantkotflügeln gefertigt (wetterfests und ewig haltbares Zeug) habe ich bei einem Bekannten schon gesehen. Das dürfte genug Energie liefern, um den 1,6 - 2,2 kW Motor einer Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus zu versorgen. Bleibt das Energiespeicherproblem bei Überschuss-Strom (Wärmepumpe aus). Die Regelung stellt einige Anforderung. Die Flügel müssten über einen Schrittmotor immer so steil in den Wind gestellt werden, dass die Drehzahl konstant bleibt. Ein alter 386er-Dos-PC mit einem Basic-Programm hat da absolut ausreichen Rechenleistung. Wäre mal eine schöne Freizeitbeschäftigung, so was zu konstruieren. Immer mit Altteilen, die nichts kosten. Wenn dann alles funktioniert kannst du dich damit selbständig machen.
Man könnte auch Autolichtmaschinen vom Schrott verwenden. Eine große Pufferbatterie zwischenschalten und die 12 Volt dann in 380V Drehstrom umwandeln. Das Ganze ins Netz einspeisen für teuer Geld und sich für die Wärmepumpe den Strom mit Sondertarief billig aus dem Netz kaufen. Dann kommt Gewinn dabei heraus. Die Gesetze hier erlauben solchen Unfug.
Mein bekannter betreibst seinen komplette Garten mit diesem Windrad (Kühlschrank, Fernseher, Licht), allerdings alles auf 12V-Basis und ohne Regelung für das Windrad. Wenn du ein Bastler bist, dann hat das was anziehendes.

Ich habe eine Wärmepumpe mit Tiefenbohrung. Ich kenne eine
deutschlandweit arbeitende sehr günstige Bohrfirma, die auch
die Rohrleitungen in die Tiefe verlegt und an der ich nichts
verdiene (also keine Eigenwerbung). Gleichzeitig empfehle ich
den Einbau ein Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (Vissman
Vitovent 300 mit bis zu 96% Wirkungsgrad). Damit heize ich
mein Haus einschließlich Warmwasser für ca. 400 Euro im Jahr.

Du bist jetzt schon der zweite, von dem ich sowas höre. Ich
denke, wenn das so ist, hätte sicher jeder so ein Ding.
Andererseits sind wir vielleicht geistig zu träge, wenn die
Ölheizung uns schön wärmt, um über sowas nachzudenken.

Ich habe meine komplette Anlage selbst gebaut und das Material direkt über einen Großhändler bezogen. Melde einfach ein Nebengewerbe beim Gewerbeamt als Hausmeisterdienst an. Damit bist du dann willkommener Kunde bei Heizungs- und Sanitärgroßhandel. Hast du deine Kundennummer, kannst du den Hausmeisterdienst wieder abmelden.
Wenn du so eine Anlage bauen lässt kostet das alles in allem Minimum etwa 25000 - 30000 Euro. Mit etwas Luxus schnell noch teurer. Eine Ölheizung ist ab etwa 7500 Euro möglich (einfachste Ausführung, aber komplett und alles wird warm).
Da hast du den Grund, warum das relativ selten ist. Als ich mein Haus gebaut habe (war schon das dritte, das erste hab ich als Student mit Baumaterial von Konkursfirmen ganz allein gebaut), war ich fast der erste in dem Baugebiet. Viele sind bei mir beim Bau mal eben gucken gekommen und haben sich das mit der Wärempumpe erklären lassen. Daraufhin gibt es jetzt in meiner Nachbarschaft 5 weitere solche Anlagen. Alle sind total zufrieden.

Wenn meine Planungen konkreter werden, wende ich mich nochmal
per Email an Dich wegen der Firma.

Mach das und überleg dir das nochmal mit der Wandheizung, auch wenn der Verkäufer als Profi top Verkaufsargumente hat.

Gruß
Tilo

Hier im Forum habe ich aber vor längerer Zeit mal gelesen,
dass für den Betrieb der Wärmepumpe 30 % der gewonnenen
Energie als Antriebsstrom eingesetzt werden, und da Strom nur
mit einem Wirkungsgrad von 30 % erzeugt wird, seie der
Primärenergieeinsatz das gleiche wie bei einer Öl oder
Gasheizung. Leuchtet ein.

Ja, das stimmt, vom Wirkungsgradaspekt her ist eine el. Wärmepumpe nicht ideal.

Aber warum gibt es dann keine Wärmepumpen, die durch einen
kleinen Dieselmotor oder so angetrieben werden. Der könnte ja
auch gleich noch seine eigene Abwärme pumpen.

Gibt es: Mit Gas, Öl, oder was auch immer betrieben.
Such mal danach im Netz.

LG
Stuffi

Hi Gerhard,

Das Problem ist, innen dämmen ist Unsinn,

Stimmt!!! Das sollte man nur in absoluten Ausnahmefällen machen und dann seeeehr sorgfältig arbeiten.

Ich
muß mir mal die Wärmedurchgangswerte einer so dicken
Backsteinmauer besorgen, vielleicht ist es ja gar nicht so
schlecht.

Ich hab ca. 40 cm dicke Ziegelwände und es ist OK.
Wie alt ist die Wand?! Früher wurde häufig eine von außen nicht sichtbare Schicht aus Stroh/Spelzen eingearbeitet. Die sieht man erst, wenn die Mauer an der Seite (Fenster, Tür) oder großflächig geöffnet wird. Dann kann es passieren, daß plötzlich einige hundert Liter Spelzen auf dem Boden liegen.

Gandalf

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Aber wie isolieren?
Die indirekt gestellte Frage ist aber noch offen: Wie isoliert man die Außenwänder außen, bei so einem Backsteinhaus. Meins ist ein Eckhaus, mit zwei Seiten auf der Straßengrenze. Da kann ich nicht noch 10 - 20 cm Isolierung draufpappen. Außerdem würden sich dem Denkmalsbeamten die Nackenhaare kräuseln.
Welche Möglichkeiten gibt es also grundsätzlich in einem solchen Fall. Und sind 50 cm dicke Backsteinmauern tatsächlich soooo wärmedurchlässig?
Viele Grüße
Günter

kann ich nicht noch 10 - 20 cm Isolierung draufpappen.
Außerdem würden sich dem Denkmalsbeamten die Nackenhaare
kräuseln.

Hallo Gunter!

Eine unter Denkmalschutz stehende Fassade läßt sich nicht von außen thermisch isolieren. Man würde den Charakter des Gebäudes zerstören und mit dem entfallenden Denkmalschutz gehen schwere Einbußen hinsichtlich der Abschreibungsmöglichkeiten für Sanierungs- und Erhaltungsaufwendungen einher.

Selbstverständlich kann man ein Haus von innen isolieren. Würde man das aber postulieren, gingen die Leute in den Baumarkt, würden sich irgendwelches Iso-Zeugs kaufen und damit aus dem Haus eine üble Schimmelhöhle machen. Ganz allgemein bei Isoliermaßnahmen, in jedem Fall aber bei Innenisolierungen sind genaue Planung und Rechnung zwingend erforderlich. Das kann kein Verkäufer und kein Maurer. Das ist der Job von Statikern, Bauingenieuren und Architekten, die bis zu Art und Dicke des Innenputzes alles festlegen. Auch diese Leute können die Aufgabe nicht per Ferndiagnose und mit Faustregeln erledigen, sondern nur nach Untersuchung der vorliegenden Verhältnisse im Rahmen eines Gesamtkonzepts. Das Gemäuer muß trocken sein mit intakten Feuchtigkeitssperren, man muß wirklich in jeden Winkel gekrochen sein und erst dann kann man die Maßnahmen festlegen. Dabei kann heraus kommen, daß man innen z. B. 30 mm Polystyrol und 140 mm Porenbeton braucht und daß 50 mm Isoschicht statt der errechneten 30 mm zur Durchfeuchtung führen. Da darf eben nicht nach der „viel-hilft-viel-Methode“ vorgegangen werden. Neben der Lage des Taupunkts im Wandaufbau hat der Planer das Temperaturgefälle zwischen Wandoberfläche und Raumluft zu berücksichtigen, die Art der Heizung, der Belüftung sowie Größe und Bauart der Fensterflächen. So macht großer Isoaufwand an den Wänden nicht viel Sinn, wenn es große Fensterflächen mit Stahlrahmen und Einfachverglasung gibt.
Trotzdem schafft man auch für ein Haus mit denkmalgeschützter Fassade per Innenisolierung (darunter ist ein kompletter Wandaufbau zu verstehen) Niedrigenergiestandard - wenn sorgfältig gelant und gerechnet wird.

Gruß
Wolfgang

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Hi Günter,

Welche Möglichkeiten gibt es also grundsätzlich in einem
solchen Fall. Und sind 50 cm dicke Backsteinmauern tatsächlich
soooo wärmedurchlässig?

meine Hütte (im Prinzip eine Doppelhaushälfte) steht nicht unter Denkmalschutz, hat ca. 40 cm dicke Ziegelwände und ist ca. 100 Jahre alt.

Die Südost-Seite liegt zur Straße hin und wurde nicht isoiert. Zum einen weil es den Charakter des Hauses zerstört hätte und zum anderen, weil die Sonne tagsüber diese Wand gut aufheizt. Die Nordost-Seite ist die gemeinsame seite mit dem Nachbarhaus.
Die anderen beiden Seiten (hofseitig) wurden mit 50 mm Mineralwolle isoliert und die mit einer senkrechten Stülpverschalung aus Holz (hinterlüftet) vor Regen und Witterung geschützt.
Das ist optisch akzeptabel und hält hoffentlich einige Jahre.

Eine Ziegelmauer von 50 cm isoliert schon recht gut. Zudem nimmt sie tagsüber, wenn die Sonne denn scheint, einiges an Wärme auf, die sie Nachts wieder abgiebt.
Bei ca. -5 °C hab ich an einem Sonnentag auf der Oberfläche der Straßenseite fast 25 °C gemessen (roter Ziegel).
Früher waren die Leute auch nicht dumm! Wer das Holz mit Mühe aus dem Wald holen muß, überlegt sich schon, wie er sich diese Arbeit weniger machen kann!

Gandalf

Hallo Gandalf,

bei uns wächst auch an der Südseite wilder Wein. Hat im Sommer den Vorteil, daß die Wände nicht warm werden und es im Haus schön kühl bleibt. Im Winter ist leider das Laub ab, also keine auch noch so geringe Isolierung. Ob dann die Wand (alte dunkelrote Backsteine, fast schwarz, häßlich) sich bei Sonnenschein so aufheizt, daß man drinne was merkt, ist mir noch nicht aufgefallen.

Was Du mit der Stülpverschalung schreibst, ist interessant. Es ist wahrscheinlich nicht so aufwendig wie die Innenisolierung, die Wolfgang unten beschreibt. Wenn nur der Denkmalschützer nicht wäre…

Dann könnte ich auch mal über sowas nachdenken wie ich neulich gesehen habe: Die ganze Südseite (Backsteine) war verglast, so ein paar Zentimeter Abstand zwischen Glas und Mauer. Die dürfte sich natürlich auch im Winter extrem aufheizen.
Viel Grüße
Günter

Hallo Gandalf,

Eine Ziegelmauer von 50 cm isoliert schon recht gut. Zudem
nimmt sie tagsüber, wenn die Sonne denn scheint, einiges an
Wärme auf, die sie Nachts wieder abgiebt.

Das ist so richtig, aber für eine Wandheizung an der Aussenwand sollte der Wärmedurchgangswiderstand höher liegen. Früher gab es auch nocht nicht diese Hohlziegel von heute (50% Luftanteil), sondern es wurden relativ schwere Vollziegel verwendet, deren Wärmedurchgangswiederstand doch um einiges schlechter ist.

Gruß
Tilo